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Trompetenbaum, Bohnenbaum

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

Steckbrief

Pflanzenname
Trompetenbaum, Bohnenbaum
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Catalpa bignonioides
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Trompetenbaumgewächse
Pflanzengröße
von 8 m bis 12 m
Herkunft
Nordamerika
Pflanzzeit
April Mai
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
Februar März April
Pflanzentyp
Bäume Bienenweidepflanzen Blattschmuckpflanzen Gartenpflanzen mehrjährige Pflanzen Sichtschutzpflanzen
Gartenstil
Bauerngarten Cottage-Garten Englischer Garten moderner Garten romantischer Garten
Pflege
auf braune Blätter (Verticilium-Welke) achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juni Juli
Vermehrung
Kopfsteckling, Samen
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos kalkhaltig lehmig locker mäßig feucht nährstoffreich sandig
Blattform
großblättrig, herzförmig
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
-
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Trompetenbaum schneiden
Einen Trompetenbaum pflanzen
Trompetenbaum-Pflege
Vermehrung über Früchte: Trompetenbaum-Samen aus Schoten
Trompetenbaum vermehren über Stecklinge
Ist der Trompetenbaum giftig?

Der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides ) gehört zu den wenigen Zierbäumen, die spät im Jahr, also erst im Sommer blühen. Die Trompetenbaumblüte ist nicht nur für Gartenbesitzer eine Bereicherung, auch die nektarsuchenden Insekten freuen sich über das Blütenangebot im Juni und Juli.

Der Gewöhnliche Trompetenbaum wird bis zu zwölf Meter groß und auch fast so breit. Sie sollten also einen großen Garten besitzen. Für kleinere Gärten oder Vorgärten eignet sich die Trompetenbaum-Sorte 'Nana', die anstelle von 30-50 cm einen Jahreszuwachs von 5-10 cm aufweist. Diese kleinwüchsigen Sorten lassen sich auch hübsch als Kugelformen schneiden. 

Trompetenbaum schneiden

Trompetenbäume wachsen meist in Kugelform als sogenannter Kugel-Trompetenbaum. Um die Form zu erhalten, empfiehlt es sich, den Baum in jungen Jahren im späten Frühling oder Frühsommer immer wieder rund zu schneiden. Dabei läuft man jedoch Gefahr, dass er in dem Jahr nicht blühen wird. Wer darauf verzichten kann, kann seinen Trompetenbaum auch sehr stark zürückschneiden wie beispielsweise bei einer Kopfweide (Salix). Diese Schnittpraxis bietet sich an, wenn man nur wenig Platz im Garten hat oder der Trompetenbaum sehr nah an der Terrasse oder anderen Gebäudeteilen steht. 

Einen Trompetenbaum pflanzen

  • Suchen Sie dem Trompetenbaum einen sonnig bis halbschattigen Standort.
  • Heben Sie das Pflanzloch in der Größe des Containers (Topfes) aus, in dem der Baum geliefert wurde. Ist er balliert, ermitteln Sie den Durchmesser.
  • Bei eher lehmig-tonigen Böden muss ein größeres Loch ausgehoben und mit einer Sand-Humus-Mischung aufgeschüttet werden. So wird der Boden durchlässig.
  • Setzen Sie den Baum nun genau auf das Erdniveau, das er auch im Topf hatte. Der Wurzelballen darf nicht aus der Erde rausschauen und auch nicht zu tief im Boden versenkt werden.
  • Gießen Sie den Baum zum Schluss gut an.
Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) mit Blüten

In den Sommermonaten Juni und Juli entfaltet der Trompetenbaum seine weiße Blütenpracht.

Trompetenbaum-Pflege

Wer einen normalen Gartenboden besitzt, der sollte den Trompetenbaum nicht düngen. Im Gegenteil, ein zu hoher Salzanteil im Boden schadet ihm sogar! Nur bei mageren, eher sandigen Böden sollten Sie, wenn Sie Mangelerscheinungen, wie beispielsweise eine hellgelbe Blattfärbung erkennen, mit Kompost oder anderem organischen, am besten stickstoffbetonten Dünger düngen. Dazu wird der Dünger oder Kompost vorsichtig in den Boden rings um den Baum eingearbeitet. Beachten Sie, dass der Trompetenbaum ein Herzwurzler ist, der auch in den oberflächennahen Bodenschichten sein Wurzelwerk ausbreitet. Dieses darf durch Graben oder Auflockern mit der Hacke nicht beschädigt werden.

Vermehrung über Früchte: Trompetenbaum-Samen aus Schoten

Der Trompetenbaum lässt sich über Samen vermehren. Nach der Sommerblüte bilden sich im Herbst die Früchte des Baumes in Schotenform aus, die an sehr lange grüne Bohnen erinnern. So kam auch sein Beiname "Bohnenbaum" zustande. Die Schoten werden bis zu 40 cm lang. Im Laufe des Winters reifen sie heran. Zwischen Dezember und Februar des herauffolgenden Jahres können sie geerntet werden. Die Schoten sind dann braun gefärbt.

Öffnet man sie, kann der Eindruck entstehen, dass sie leer wären. Schaut man an die Schotenwand, erkennt man jedoch in einer vliesartigen Hülle die Samen. Die Samen tragen an beiden Seiten eine Art Bart, der dazu dient,  dass sie vom Wind weggetragen werden können.

  1. Ernte der Samen im Dezember, Januar oder Februar.
  2. Gartenerde mit Sand vermischen und in einem Frühbeet oder Minigewächshaus im Freiland vorbereiten.
  3. Samen auf die angefeuchtete Erde legen, festdrücken und die Erde übersieben, andrücken.
  4. Mit Deckel/Folie/Vlies abdecken und warten.
  5. Nach 1-2 Monaten sollten die Samen keimen.
  6. Sind die Jungpflanzen kräftig genug, können sie vereinzelt werden.
  7. Jungpflanzen im drauffolgenden Winter mit Vlies im Freiland oder im Topf mit Noppenfolie schützen.
Trompetenbaum / Bohnenbaum (Catalpa bignonioides)

Unter den großen, herzförmigen Blättern finden Sie im Sommer ein schattiges Plätzchen.

Trompetenbaum vermehren über Stecklinge

Der Trompetenbaum kann auch über Stecklinge vermehrt werden:

  • Dazu werden im späten Frühjahr oder Frühsommer ca. 10 cm lange Kopfstecklinge mit einem scharfen, sauberen Messer geschnitten. 
  • Bei Kopfstecklingen handelt es sich um die Triebspitzen der Äste, die noch weich und frisch sind. Sie sollten drei bis vier Blattpaare haben.
  • Die unteren Blätter werden entfernt, das oberste Blattpaar kürzen Sie um ein Drittel ein.
  • Der Steckling wird dann in einen Topf mit normaler, angefeuchteter Gartenerde gesteckt. Zum besseren Bewurzeln stellen Sie den Topf in eine Plastiktüte und verschließen Sie sie, damit ein Gewächshausklima entsteht.
  • Alle paar Tage sollten Sie das Minigewächshaus lüften, damit sich kein Schimmel bildet.

Ist der Trompetenbaum giftig?

Nein, der Trompetenbaum ist nicht giftig. Er wird aber häufig so bezeichnet, was womöglich daran liegt, dass er mit der Engelstrompete verwechselt wird.

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Trompetenbaum

Zur Gattung Catalpa gehören nicht nur der klassische Trompetenbaum, sondern auch noch weitere schöne Arten und Sorten wie zum Beispiel der Gold-Trompetenbaum. Eine Variante möchten wir hier ganz besonders in den Fokus stellen, nämlich den Blut-Trompetenbaum (Catalpa erubescens 'Purpurea'). Ein wunderschöner Baum mit rundlicher Krone.

Im Frühjahr ist sein Laub dunkelrot, fast schwarz gefärbt, deshalb auch der Name, im Sommer wechselt die Farbe in ein dunkles Grün! Nach einigen Jahren blüht der Blut-Trompetenbaum dann mit einer Blütenkerze, die an die von Kastanien erinnert, und Einzelblüten, die wiederum die Anmutung von Orchideenblüten haben. Die Blüten sind altrosa-weiß mit bordeauxfarbener Sprenkelung und gelben Flecken im Innern der Blüte. 

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