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Winterling

Winterling (Eranthis spec.)

Steckbrief

Pflanzenname
Winterling
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Eranthis spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Hahnenfußgewächse
Pflanzengröße
von 5 cm bis 15 cm
Herkunft
Südeuropa
Pflanzzeit
September Oktober
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Bodendecker Duftpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen Knollenpflanzen Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Stauden Steingartenpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zierpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Dachgarten Garten für Anfänger Hanggarten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Staudengarten Steingarten Topfgarten Wildblumengarten
Pflege
Topfpflanze gegebenenfalls wässern
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Februar März
Vermehrung
Brutknollen, Aussaat, Teilung
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos kalkhaltig lehmig locker mäßig feucht sandig steinig
Blattform
gefingert
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
-
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Der richtige Standort für Winterlinge
Winterling vermehren
Winterling: Pflege im Topf
Winterling pflanzen
Winterling Sorten und Arten

Darf es im zeitigen Frühjahr etwas Farbe im Beet sein? Dann sind Winterlinge (Eranthis spec.) genau richtig! Ab Februar beginnen sie gelb zu blühen: Sie durchstoßen Schneeflächen und machen als Frühblüher damit sogar Schneeglöckchen Konkurrenz. Optisch erinnern sie stark an Butterblumen mit kurzem Stiel, haben im Gegensatz zu ihnen jedoch auch noch einen markanten, grünen Kranz aus Blättern als eine Art "Halskrause" um ihre zwei bis drei Zentimeter großen Blüten herum. Botanisch korrekt nennt sich übrigens der Kranz ein Wirtel aus waagerecht stehenden Hochblättern.  Auch mit dem Scharbockskraut sind die Winterlinge manchmal zu verwechselt, da es mit seinen gelben, sternförmigen Blüten eine gewissen Ähnlichkeit mit dem Winterling aufweist. Sein Blühstartpunkt liegt jedoch etwas später im März.

Auch wenn Winterlinge gegenüber niedrigen Temperaturen robust sind, stammen sie ursprünglich aus Südeuropa, wo sie einst an lichten Waldrändern oder auf Berghängen wuchsen. Bei uns wachsen sie teilweise wild in der Natur oder als Kulturpflanze im Garten – dank Selbstaussaat dann manchmal auch in großen Blütenteppichen mit bis zu 200 ihrer duftenden Schalenblüten pro Quadratmeter. 

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Zwar ist es noch mitten im Winter, dennoch können Sie schon einige Pflanzen vorziehen – wenn auch noch auf der Fensterbank. Draußen kann im Februar die Weide geschnitten werden und hier und da zeigen sich schon die ersten Frühblüher.

Der richtige Standort für Winterlinge

Winterlinge stellen kaum Ansprüche an die Bodenqualität, solange der Boden nicht zu schwer ist. Der Platz im Garten sollte außerdem halbschattig bis sonnig und gern mäßig feucht bis feucht sein. Dann wird sich der Winterling im heimischen Grün schnell etablieren. Beliebt ist vor allem die Art Eranthis hyemalis, die bis zu 15 cm groß wird und schon seit Jahrhunderten bei uns an ehemaligen Weinhängen oder hellen Laubwäldern verwildert. Andere Arten sind hauptsächlich Liebhaberpflanzen, die eher seltener im Handel zu finden sind und sich vor allem in der Intensität der Blüten-Gelbfärbung unterscheiden. 

Winterling (Eranthis spec.) im Schnee

Auch bei niedrigen Temperaturen und Schnee blühen Winterlinge zwischen Februar und März.

 

Winterling vermehren

Generell säen sich Winterlinge selbst per Samen nach der Blüte aus. So entstehen mit der Zeit große Fläche der gelben Blüten. Um sie selbst zu vermehren, können Sie die so mit den Jahren entstehenden Horste im Sommer mit einem Spaten teilen und dann als neue Blüh-Insel im Garten umsetzen.

Für eine Neuanpflanzung empfiehlt es sich, im Gartenhandel Knollen der Winterlinge zu kaufen. Oft wird wie beim Krokus gedacht, dass es Winterlinge-Zwiebeln gibt. Es sind jedoch Knollen, aus denen die wenige Zentimeter großen Stiele wachsen, an deren Ende jeweils eine Blüte sitzt.

  • Im Spätsommer und noch im frühen Herbst können Sie die Knollen in den Garten setzen.
  • Wichtig ist eine Pflanztiefe von etwa sieben Zentimetern.
  • Neben der beliebten Art Eranthis hyemalis ist noch der Hybrid Eranthis x tubergenii interessant: Er bildet größere Schalenblüten in einem leuchtenden Gelb aus.

Die Hybrid-Pflanze ist außerdem steril, was gerade für kleine Gärten interessant ist, da es dadurch nicht zu einer unkontrollierten Selbstaussaat kommt. 

Winterling: Pflege im Topf

Auch auf Terrasse und den Balkon können Sie Winterlinge pflanzen – dann natürlich in Töpfe, Kübel oder Blumenkästen. Auch hier ist eine mäßig lockere Erde ideal und die Setztiefe beträgt  ebenfalls etwa sieben Zentimeter. Damit Sie lange Freude an der Winterling-Blume haben, sollten sie auf eine gute Wasserversorgung achten. Gerade bei Topfanpflanzungen kann die Erde schnell austrocknen. Sie sollte jedoch stets mäßig feucht sein und nicht komplett durchtrocknen, ansonsten kann es sein, dass es im nächsten Februar/März nicht zur Blüte der Winterlinge kommen wird. 

Winterling pflanzen

Die Knollen der Winterlinge sind in den meisten Gärntereien und bei den Pflanzenversendern ab Anfang September erhältlich. Dies ist auch der beste Zeitpunkt für die mehrjährigen, winterharten gelben Frühlingsblüher, um ihren Weg in die Erde zu finden. Ein Pflanzabstand und eine Pflanztiefe von 5-7 cm empfiehlt sich. Der Boden sollte frisch, humos und locker sein.

Winterling Sorten und Arten

Beim Winterling gibt es drei bedeutende Arten, die Eranthis hyemalis (Kleiner Winterling), die Eranthis cilicica (Türkischer Winterling) und eine Hybride, Eranthis x tubergenii, eine Kreuzung aus den beiden erstgenannten Arten, die jedoch keine fertilen Samen ausbilden kann, sich also nicht generativ vermehrt, dafür aber durch Teilung vermehrt werden kann.

Aus diesen Winterling-Arten haben wurden auch Sorten gezüchtet.

  • Eranthis hyemalis 'Noel Ayres' hat halbgefüllte Blüten.
  • Eranthis x tubergenii ‘Guinea Gold‘ und ‘Glory’ haben bronzefarbene Blätter, sind großblütig und spätblühend.
Winterling (Eranthis spec.)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Winterling

In der Landschaft rund um Jena haben sich Winterlinge wegen des milden Klimas am Fluss Saale gut ausbreiten können. So ist das Rautal in Jena zur Blütezeit ein beliebtes Ausflugsziel geworden: Ein gelber Blütenteppich aus Winterlingen bedeckt dann als Vorbote des Frühlings den noch winterlichen Waldboden auf einer Fläche von mehr als einem Hektar.

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