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Monstera, Fensterblatt

Monstera, Fensterblatt

Steckbrief

Pflanzenname
Monstera, Fensterblatt
Erntezeitpunkt
Juni Juli August September
Botanischer Name
Monstera spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Aronstabgewächse
Pflanzengröße
von 30 cm bis 3 m
Herkunft
Mittel- und Südamerika
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Pflanzentyp
Büropflanzen immergrüne Pflanzen Kletterpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Schnittblumen Topfpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Zimmer
Pflege
schneiden, auf Schädlinge kontrollieren
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juni Juli August September
Vermehrung
Steckling, Samen
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig lehmig locker mäßig feucht nährstoffarm sandig steinig
Blattform
löchrig, fingerartig, groß, ledrig
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Schildläuse Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Monstera – der beste Standort für die Zimmerpflanze
Monstera gießen
Die richtige Fensterblatt-Pflege
Blütezeit der Monstera
Monstera schneiden
Fensterblatt vermehren: Monstera-Samen und Monstera-Kopfstecklinge
Beliebte Fensterblatt-Arten

Monströs groß kann die Monstera werden und daher stammt wahrscheinlich auch ihr Name. In ihrer ursprünglichen Heimat, den südamerikanischen Regenwäldern, klettert die Pflanze vorwiegend an Urwaldriesen empor. Das können auch schon mal 20 Meter in die Höhe sein. Bei uns im Kübel kommt sie immer noch an die drei Meter. Dennoch ist die Monstera, zu deutsch Fensterblatt, eine pflegeleichte Kübelpflanze, die auch dunklere Ecken im Haus nicht übel nimmt. Tendenziell ist ein halbschattiger Platz aber vorzuziehen. Eine direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Monstera jedoch nicht und reagiert dann mit braunen Blättern.

Früher zählte das Fensterblatt noch zur Gattung der Philodendron (Baumfreund). Heutzutage gehört die Monstera einer eigenen Gattung mit vielen Arten und Unterarten an wie beispielweise die Varietät variegata mit panaschierten, also weiß-grün gefleckten Blättern. Als Zimmerpflanze war sie schon mal in den 50er und 70er Jahre eine beliebte Trendpflanze und schmückte fast jedes Wohnzimmer und Büro. Jetzt ist sie mit ihren großen, gelochten Blättern zurück. Gern wird die Pflanze mittlerweile auch für die Vase verwendet.

Monstera – der beste Standort für die Zimmerpflanze

Das Fensterblatt braucht ganz so wie in ihrer Heimat Mittel- und Südamerika einen warmen Standort, in dem die Temperatur nicht unter 13 Grad Celsius fallen sollte. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls von Vorteil für das Fensterblatt. Diese erzielen Sie in einem Wintergarten oder durch regelmäßiges Einsprühen mit einem Wasserzerstäuber.

Die Monstera wächst im Regenwald eher beschattet durch die Urwaldriesen, deren meterhohen Baumkronen alles überragen, aber hier und da einen Lichtstrahl durchlassen. Ein wenig Licht braucht die Pflanze daher schon, das Zimmer sollte auf jeden Fall ein Fenster haben. Steht die Monstera beispielsweise in einem dunklen Flur, könnte die mangelnde Belichtung dazu führen, dass die Pflanze ungewöhnlich stakelig wächst, also lange Triebe mit wenig Blättern ausbildet. Sie würde damit den Weg zum Licht suchen.

Monstera gießen

Die Monstera benötigt – wie im Regenwald – einen stetig frischen Boden und feuchte Blätter. Gießen Sie die Pflanze einmal wöchentlich – sie mag es eher trocken als zu feucht. Auf keinen Fall darf das Substrat dauerhaft zu feucht sein, dann fangen die Wurzeln zu faulen an.

Die richtige Fensterblatt-Pflege

Das Beste gleich vorweg: Auch ohne grünen Daumen wird sich das Fensterblatt gut entwickeln. Ein paar Punkte sind dennoch in der Pflege zu beachten:

  • Stauben Sie regelmäßig die immergrünen Blätter mit den markanten Löchern (Fenstern) ab.
  • Die Zimmertemperatur darf nicht unter 13 °C fallen, weil das Fensterblatt zu den sub- bis tropischen Pflanzen gehört.
  • Da die Monstera eine Liane ist, benötigt sie ein Gerüst oder Stäbe zum Festhalten.

Blütezeit der Monstera

Wer sehr alte Exemplare der Monstera besitzt, kann sich mit Glück sogar über Blütenbildung freuen. Es lässt sich leider nur nicht konkret vorhersagen, wie lange es dauert, bis das Fensterblatt blüht: Zwischen 3 und 25 Jahren ist alles möglich! Wie auch das Einblatt, das ebenfalls zu den Aronstabgewächsen gehört, bildet sich beim Fensterblatt ein Kolben (Spadix) mit einem weißen Hochblatt (Spatha) aus. Die Blütezeit dauert ungefähr von Juni bis September. 

Monstera / Fensterblatt (Monstera spec.) Pflanze im Wohnzimmer

Schon in den 50er und 70er Jahre war die Monstera beliebt. Derzeit zieht sie als neue Trendpflanze wieder bei uns ein.

Monstera schneiden

Im Kübel gehalten wird die Monstera maximal zwei bis drei Meter groß und breit, was dem ein oder anderen schon zu viel in der Wohnung sein kann. Aber zum Glück nimmt die Zimmerpflanze einen Rückschnitt nicht übel und den sollte man auch gern alle ein bis zwei Jahre vornehmen. Ansonsten kann es sein, dass die Monstera ein sparriges Aussehen mit langen, blätterlosen Trieben bekommt. Um das zu verhindern, schneiden Sie einfach die Triebe raus, die nicht mehr gut aussehen oder zu groß geworden sind. Fertig!

Fensterblatt vermehren: Monstera-Samen und Monstera-Kopfstecklinge

Für die Vermehrung des Fensterblatts stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Im Samenhandel sind manchmal Fensterblattsamen erhältlich. Da die Samen jedoch schnell verderben und ihre Keimfähigkeit verlieren, ist eine Lagerung der Samen nicht möglich, und Sie sollten alsbald aussäen.

  • Lassen Sie dazu die Samen ein bis zwei Tage in Wasser vorquellen und säen Sie anschließend auf feuchter Anzuchterde an einen hellen Ort aus. Saatgut leicht festdrücken.
  • Halten Sie das Substrat stets feucht, nie nass und lassen Sie es niemals austrocknen, da die Samen ansonsten die Keimung einstellen.
  • Eine Sprühflasche zum Befeuchten der Erde ist empfehlenswert. Vermeiden Sie kalkhaltiges Wasser!
  • Zimmertemperatur (22 °C) ist optimal für die Keimung.
  • Nach ein bis zwei Monaten sollte die Saat aufgegangen sein.
  • Haben sich die ersten Laubblätter nach den Keimblättern ausgebildet, können Sie die Jungpflanzen vereinzeln (pikieren).
  • Für die neuen Pflanztöpfe wird dazu normale Gartenerde mit Blähton oder Sand in einem Verhältnis von 2:1 vermischt.

Eine noch einfachere und effektivere Methode der Vermehrung ist das Abnehmen von Kopfstecklingen:

  • Schneiden Sie einen Trieb mit Blättern mit seinen typischen Monstera-Luftwurzeln ab.
  • Lassen Sie die Schnittstelle für ein paar Stunden trocknen.
  • Pflanzen Sie den Kopfsteckling direkt in Kübelpflanzenerde, die mit Sand oder Blähton durchmischt ist.
  • Alternativ dazu können Sie die Schnittstelle auch antrocknen lassen und stellen den Steckling dann mitsamt der Luftwurzel ins Wasser. Die Luftwurzel kann aus dem Gefäß rausragen. Am Bereich der Luftwurzel, der sich im Wasser befindet, werden sich neue Wurzeln bilden. 

Beliebte Fensterblatt-Arten

Sie sind auf der Suche nach einer Monstera als Zimmerpflanze? Folgende Arten könnten Ihnen gefallen:

  • Monstera deliciosa – Köstliches Fensterblatt, die Art, die man üblicherweise im Handel findet.
  • Monstera obliqua – Schiefes Fensterblatt, sehr seltene Art.
  • Monstera deliciosa var. variegata, mit gecheckten (panaschierten) Blättern.
  • Monstera deliciosa var. borsigiana mit gecheckten (panaschierten) Blättern, schwachwüchsig.
  • Monstera deliciosa 'Monkey Mask' / 'Affenmaske' – wächst kleinwüchsig.
Monstera, Fensterblatt

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Monstera

Nicht sehr bekannt, aber sehr interessant ist die Frucht der Monstera. Auf warm-feuchten Kontinenten wie Südamerika oder Australien bringt die Monstera deliciosa nicht nur Blüten, sondern auch Früchte hervor! So erklärt sich auch der Artname "deliciosa". Übersetzt bedeutet er schmackhaft oder auch Köstliches Fensterblatt. Auf australischen oder madeirischen Wochenmärkten wird die Frucht als "Ceriman" oder "Fruchtsalat-Pflanze" verkauft, die wie ein grüner Maiskolben aussieht und wie eine Mischung aus Ananas und Banane schmecken soll. Unreif sollte man aber eher Abstand von der Frucht nehmen, da das Fruchtfleisch einen stechenden Geschmack auf der Zunge hinterlässt. Das liegt an ihrem hohen Oxalsäuregehalt, der für Haustiere übrigens giftig ist. 

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