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Grünlilie

Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Steckbrief

Pflanzenname
Grünlilie
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Chlorophytum comosum
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Spargelgewächse
Pflanzengröße
ca. 60 cm
Herkunft
Afrika
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
September Oktober November
Pflanzentyp
Blattschmuckpflanzen Büropflanzen Grünpflanzen immergrüne Pflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Topfpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Zimmer
Pflege
auf Schädlinge achten, nicht in die pralle Sonne stellen, braune Blätter ausknispen
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Juni Juli August
Vermehrung
Kindel
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker mäßig feucht sandig
Blattform
länglich, lanzettlich
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Schildläuse
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Grünlilie-Pflege: So gedeiht Ihre Pflanze
Grünlilie hat braune Spitzen – was tun?
Grünlilie: Blüte und Samen
Grünlilie-Kindel: So vermehren Sie die Grünlilie über Ableger
Der richtige Standort der Grünlilie
Grünlilie: Arten und Sorten

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine echte Retropflanze! Schon in den 70er und 80er Jahren äußerst beliebt, dann lange Zeit als "Beamtengras" verschrien, erfreut sich die Blattschmuckpflanze heute wieder einer großen Anhängerschaft. Zimmerpflanzen sind derzeit sowieso wieder voll im Kommen und das ist auch gut, weil sie nicht nur eine Wohltat fürs Auge sind und in Innenräumen Sauerstoff liefern, sondern auch zum Teil gute Luftreiniger sind. Die Grünlilie ist eine von ihnen. Im Englischen heißt sie übrigens Spinnenpflanze (spider plant) und der Name umschreibt anschaulich ihr Aussehen. Sie wächst mit langen schmalen Blättern, die je nach Sorte mal mehr grün als weiß längsgestreift sind. 

Grünlilie-Pflege: So gedeiht Ihre Pflanze

Am besten platzieren Sie die Grünlilie an einem halbschattigen Ort. Aber auch schattige Ecken im Zimmer verträgt sie, was jedoch zu einem etwas blasseren, gelblicheren Blattgrün führen kann. Dennoch ist es mit ihr möglich, auch die dunkleren Ecken zu Hause zu begrünen. Pralle Sonne hingegen ist schlecht für die Pflanze, da die Blätter ansonsten sehr schnell braun werden können. Die Grünlilie sollte am besten in einer Hängeampel oder auf einem Hocker platziert werden.

Tränken Sie die Pflanze einmal die Woche in einem Eimer mit Wasser bis die Erde vollgesaugt ist – das reicht zum Gießen vollkommen aus. So wie bei fast allen Pflanzen sollte Staunässe vermieden werden. Da die Grünlilie mit ihren Blättern den Feinstaub aus der Luft einsammelt, brausen Sie die Pflanze am besten einmal wöchentlich ab. Bei hohen Heiztemperaturen sollten die Blätter zusätzlich besprüht werden. Dies alles sind Maßnahmen, die der Pflanze ein langes Leben bescheren. Aber die Grünlilie wird auch ohne diese Pflege überleben, wenn ihr Besitzer öfter mal unterwegs ist und keine Zeit hat, sich um seine Grünlilie zu kümmern. Sie ist wirklich eine sehr anspruchslose Zimmerpflanze.

Grünlilie hat braune Spitzen – was tun?

Wer eine Grünlilie besitzt, hat sicherlich auch schon mal braune Blattspitzen an seiner Pflanze vorgefunden. Verschiedene Grünlilien-Pflegefehler können die Ursachen sein:

  1. Die Blattspitzen stoßen auf die Fensterbank auf.
    Maßnahme: Hängen Sie die Grünlilie in eine Hängeampel oder stellen Sie sie auf einen Pflanzenhocker, sodass die Blätter frei herabhängen können.
  2. Die Luftfeuchtigkeit ist zu gering in Ihren Räumen.
    Maßnahme: Besprühen Sie die Grünlilie alle paar Tage mit einem Wassersprühnebel und/oder brausen Sie die Grünlilie einmal wöchentlich in der Badewanne/Dusche ab.
  3. Der Topf Ihrer Grünlilie ist zu klein geworden und komplett durchwurzelt. Maßnahme: Besorgen Sie einen Topf der einen vier Zentimeter größeren Durchmesser hat, stellen Sie die Grünlilie hinein und füllen Sie den restlichen Platz mit Grünpflanzenerde auf.
  4. Der Topf ist noch groß genug, aber die Erde hat keine Nährstoffe mehr.
    Maßnahme: Düngen Sie Ihre Grünlilie entweder mit Grünpflanzenflüssigdünger oder Düngestäbchen, die in die Erde gesteckt werden.

Ist die Grünlilie giftig?

Die Grünlilie ist entgegen vieler Meinungen nicht giftig! Haben Sie Katzen, Hamster oder Hunde, brauchen Sie keinerlei Bedenken zu haben. Katzen knabbern jedoch mal gern an den Blättern, da diese eine gute Alternative zu Katzengras sind. Dass die Grünpflanze giftig sei, rührt vermutlich daher, dass die Pflanze Grünlilie genannt wird. Sie ist jedoch nicht mit den echten Lilien verwandt, die in der Tat ein giftiges Zwiebelgewächs sind.

Grünlilie (Chlorophytum comosum) Blatt

Sollten sich die Blätterspitzen Ihrer Grünlilie bräunlich verfärben, kann dies ein Zeichen für zu pralles Sonnenlicht sein.

Grünlilie: Blüte und Samen

Auch wenn Grünlilien eigentlich klassische Blattschmuckpflanzen sind, können sie dennoch blühen. Sind alle Bedingungen für die Zimmerpflanze optimal, dann blüht sie zwischen Juni und August. Ihre Blüten sind weiß und sternförmig. Aus ihnen bildet sich nach der Blütezeit eine Kapselfrucht, in der sich die Samen befinden. Man kann versuchen diese auszusäen, in dem Sie die getrockneten Samen in Anzuchterde stecken und mit ein bisschen Erde bedecken. Der wesentlich einfachere und schnellere Weg ist jedoch das Vermehren über Kindel.

Grünlilie-Kindel: So vermehren Sie die Grünlilie über Ableger

Kindel sind Jungpflanzen und wortwörtlich gesehen, die Kinder der Grünlilie. An Ausläufern, also langen Trieben, hängen diese Kindel. Schneidet man sie nicht ab, werden sie im Laufe der Zeit annährend so groß wie die Mutterpflanze und hängend dutzendweise an der Ausgangspflanze. Man kann sie jedoch einfach abschneiden und in ein Wasserglas zur Wurzelbildung stellen. Haben sich die ersten Wurzeln gebildet, ist das Jungpflänzchen bereit und kann in einen eigenen Topf mit Zimmerpflanzensubstrat gesetzt werden. Mit ein bisschen vorausschauender Planung ist so eine selbst gezogene Grünlilie auch ein schönes Mitbringsel für Freunde.

Der richtige Standort der Grünlilie

Die Grünlilie bevorzugt den Halbschatten und gern auch etwas feuchtere Zimmerluft. Solche Lebensbedingungen sind ideal, da die Pflanze ursprünglich aus den Höhenlagen Afrikas stammt und dort zum Beispiel im Kilimandscharo-Gebirge wächst.

Grünlilie: Arten und Sorten

Es gibt von der Pflanzengattung Chlorophytum viele Arten. Jene, die wie die Grünlilie aussehen, gehören aber allesamt ausschließlich der Art "comosum" an. Jedoch gibt es viele Sorten von Chlorophytum comosum:

  • Chlorophytum comosum 'Bonnie': Die außergewöhnliche Sorte hat die traditionelle Blattfärbung der Grünlilie in Weiß mit grünen Außenstreifen. Ihre Blätter sind jedoch breiter und in sich gedreht.
  • Chlorophytum comosum 'Atlantic': Diese Sorte hat dunkelgrüne Außenstreifen und kürze Blätter.
  • Chlorophytum comosum 'Milky Way': Bei dieser Sorte ist die Blattfärbung umgedreht. Das heißt: Ihre Blätter sind in der Mitte dunkelgrün und außen weiß.
Grünlilie (Chlorophytum comosum)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Grünlilie

Eine besondere und beliebte Art der Chlorophytum ist die die Chlorophytum orchidastrum 'Green Orange'. Sie besitzt ausschließlich grüne Blätter ohne Musterung, der Stiel ist orange gefärbt, wie der Sortenname es schon verrät. Das gibt der Pflanze gerade von der Seite ein interessantes Äußeres. So ist sie als Zimmerpflanze eine bunte Alternative zur herkömmlichen Grünlilie. Ihre Blattform ist oval.

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