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Bogenhanf, Schwiegermutterzunge

Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)

Steckbrief

Pflanzenname
Bogenhanf, Schwiegermutterzunge
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Sansevieria trifasciata
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Spargelgewächse
Pflanzengröße
ca. 1 m
Herkunft
Westafrika
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Duftpflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen immergrüne Pflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Topfpflanzen Zierpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Topfgarten Zimmer
Pflege
wenig gießen, wenig düngen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Vermehrung
Samen, Stecklinge, Teilung
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig locker nährstoffarm sandig steinig trocken
Blattform
lang, lanzettlich
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Schildläuse Wurzelfäule
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Welchen Standort bevorzugt Bogenhanf?
Bogenhanf – die richtige Pflege der Zimmerpflanze
Welche Bogenhanf-Arten gibt es?
Bogenhanf vermehren – so geht's
Ist Bogenhanf giftig?

Grüne Zimmerpflanzen sind in den vergangenen Jahren immer öfter bei uns eingezogen. Zu den beliebten Sukkulenten – also Wasser speichernden Pflanzen -  gehört auch der Bogenhanf (Sansevieria trifasciata), der auf den ersten Blick nur aus seinen steil nach oben gerichteten, schwertförmigen Blättern zu bestehen scheint. Die meiste Zeit stimmt das auch, doch er kann auch fedrig-weiße, stark süßlich duftende Blüten ausbilden, wenn auch eher selten. So wird aus der reinen Blattschmuckpflanze eine exotische Blütenschau. Aber Achtung während der Bogenhanf-Blüte: Einige Sorten scheiden dabei zuckrige Wassertropfen ab. Gerade bei empfindlichen Böden oder Oberflächen kann das zu unschönen Flecken führen.

Welchen Standort bevorzugt Bogenhanf?

Ganz eindeutig ist Bogenhanf eine Zimmerpflanze – stammt sie doch ursprünglich aus den Wüstenregionen Westafrikas. Aus diesem Grund bevorzugt der Bogenhanf Temperaturen zwischen 18 und 30 Grad Celsius. Am liebsten steht er dabei auf der Fensterbank in der Sonne, aber auch einen eher schattigen Platz weiter weg vom Licht kann er zur Not aushalten.

Nicht nur Licht und Wärme benötigt er, außerdem mag er auch trockene und sandige Blumenerde – alternativ lässt er sich auch in einer Hydrokultur ziehen. Als Faustformel sollten Sie Ihren Bogenhanf eher weniger als zu viel gießen. Und keine Sorge: Trockenheit kann die Pflanze dank ihrer fleischigen Blätter gut überstehen – es sind nämlich ihre Wasserreservoire. 

Bogenhanf – die richtige Pflege der Zimmerpflanze

An den geringen Wasserbedarf und die notwendige Wärme sollten Sie sich beim Bogenhanf halten: Temperaturen unter 15 Grad Celsius und zu viel Nässe können ansonsten die Pflanze anfällig für Krankheiten wie Schildläuse und Wurzelfäule machen. Vor allem die Wurzelfäule kann zum Pflanzentod führen. Auch sollten Sie nur mäßig düngen: 4 bis 5 Düngergaben im Jahr sind vollkommen ausreichend – am besten mit Kakteendünger, der unter der üblichen Menge dosiert wird. Nach dem Kauf der Pflanze reicht die vorhandene Düngermenge in der Erde für das erste Jahr vollkommen aus.

Zusammengefasst gilt: Eine geringe Pflege verkraftet der Bogenhanf am besten. Gerade Menschen ohne grünen Daumen werden daher lange Freude an ihm haben. Ein weiterer Vorteil ist, wenn Sie Bogenhanf kaufen, dass Sie ihn auch nicht wie viele andere Pflanzen gleich umzutopfen brauchen. Bogenhanf mag es lieber beengt. Erst wenn es so wirkt, als würde der Topf vom Wurzelwerk allmählich gesprengt werden, wird es Zeit für ein neues Gefäß. Dieses sollte auch nur ein kleines Stück größer als das vorherige sein. 

Welche Bogenhanf-Arten gibt es?

Das typische Markenzeichen aller Bogenhanf-Pflanzen sind die dunkel- und hellgrünen Bänder auf den langen, dickledrigen Blättern. So sind es vielmehr die Feinheiten, die die Unterschiede der verschiedenen Sorten ausmachen. Zum Beispiel hat die Sansevieria trifasciata 'Laurentii' eine helle Grundfarbe mit dunklen Streifen, die quer zum Blatt verlaufen. Außerdem gehört sie mit 80 cm Pflanzenhöhe zu den größeren Sorten. Kleiner – nur 15 bis 20 cm – bleibt hingegen Sansevieria trifasciata 'Hahnii'. Und längst gestreifte Blätter besitzt die Sorte Sansevieria trifasciata 'Golden Hahnii'. Ein besonderes Aussehen hat die Art Sansevieria Cylindrica: Ihre Blätter sind walzenförmig und wachsen oft wie Säulen senkrecht in die Höhe.

Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) im Topf

Trend: Bogenhanf ist pflegeleicht und gibt jedem Raum schnell einen frischen Look.

Bogenhanf vermehren – so geht's

Ihre Grünpflanze lässt sich gleich auf mehrere Arten vermehren. Zum einen über die Samen, die der Bogenhanf nach der Blüte entwickelt, zum anderen über die Teilung der Pflanze oder durch das Ziehen von Stecklingen, wobei die beiden letzteren die effektiveren Methoden darstellen.

Mit Stecklingen Bogenhanf vermehren:

  • Ein Blatt dicht am Wurzelwerk vom Bogenhanf schneiden und in 10 bis 15 cm große Stücke unterteilen.  
  • Lassen Sie die Schnittkanten mehrere Tage antrocknen.
  • Anschließend die Blattstücke in feuchte Anzuchterde stecken und bei Zimmertemperatur und nicht direkter Sonne anwachsen lassen.
  • Den Boden mäßig feucht halten.
  • Nach einigen Monaten zeigen sich neue Triebe.
  • Umtopfen können Sie, wenn die Jungpflanze mehrere kleine und einen großen Trieb gebildet hat. 

Zur Vermehrung Bogenhanf teilen:

Bei Bogenhanfsorten mit gelben Schattierungen auf den Blättern hat sich die Teilung der bestehenden Pflanzen bewährt.

  • Heben Sie dazu die Pflanzen mit ihrem Wurzelwerk (Rhizom) aus ihrem Topf.
  • Schneiden Sie nun einen Teil der Wurzeln mit mindestens drei Blättern ab.
  • Das Teilstück können Sie nun in einen weiteren Topf setzen, wo es sich zu einer neuen Pflanze entwickeln wird. 

Ist Bogenhanf giftig?

Ja, Bogenhanf ist leider gesundheitsschädlich, er enthält giftige Saponine. Wer Kleinkinder hat, sollte daher von der Pflanze Abstand nehmen. Auch für Besitzer von Nagetieren oder Katzen, die auch vor Grünpflanzen nicht Halt machen, ist Bogenhanf nicht geeignet. Übliche Vergiftungserscheinungen bei Verzehr sind Übelkeit, Erbrechen bis hin zu Krämpfen. Die Saponine können auch eine hämolytische (blutauflösende) Auswirkung haben. Ebenfalls ist bei empfindlichen Menschen eine Kontaktdermatitis (Hautausschlag) möglich.

Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Bogenhanf

Oft wird von Pflanzen im Schlafzimmer abgeraten. Bei der Wüstenpflanze können Sie jedoch getrost eine Ausnahme machen. Eine Bogenhanf-Pflanze eignet sich sogar sehr dafür: Erstens gilt sie als Raumklimapflanze, die Schadstoffe wie Formaldehyd oder Benzol aus der Luft filtern soll. Daneben produziert Bogenhanf sogar nachts und bei Dunkelheit Sauerstoff. Zwei Eigenschaften, die man in einem Raum, wo man sich über Stunden aufhält, gern mitnimmt. Also ein klares Ja für Bogenhanf im Schlafzimmer.

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