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Blaustern

Blaustern (Scilla spec.)

Steckbrief

Pflanzenname
Blaustern, Szilla
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Scilla spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Spargelgewächse
Pflanzengröße
ca. 35 cm
Herkunft
Asien, Europa, Amerika
Pflanzzeit
September Oktober November Dezember
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Bodendecker Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Stauden Topfpflanzen Wildpflanzen winterharte Pflanzen Zwiebelpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Barockgarten Bauerngarten Blumengarten Chinesischer Garten Cottage-Garten Dachgarten Englischer Garten Garten für Anfänger Hanggarten mediterraner Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Topfgarten Wildblumengarten
Pflege
-
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Februar März April Mai August September Oktober
Vermehrung
Brutzwiebeln, Samen
Blütenfarbe
blau rosa rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos lehmig mäßig feucht nährstoffreich sandig
Blattform
länglich bis elliptisch
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
-
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Blaustern-Arten für den Garten
Welcher Blaustern-Standort ist geeignet?
Blaustern vermehren – Samen und Brutzwiebel
Ist der Blaustern giftig?
SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Blaustern

Als Frühblüher bringen Blausterne (Scilla spec.) schon ab Februar einen frischen, bläulichen Schimmer in unsere Gärten. Dabei kann die Zwiebelpflanze sich sogar soweit ausbreiten, dass ganze Flächen in der Frühlingssonne intensiv blau leuchten. Das gelingt ihr leicht, da die Szilla pro Zwiebel oft mehrere Blütenstände haben kann, die ebenfalls noch einmal mehrere sternförmige Blüten tragen. Letztere müssen übrigens dabei nicht unbedingt himmelsfarben sein.

Obwohl die Pflanze Blaustern heißt, können ihre Blüten auch in Violett, Rosa oder Weiß erscheinen. Oft haben die Blütenblätter außerdem noch einen dunkel abgesetzten Mittelstreifen. Und einige Arten zeigen nicht als Frühblüher ihre Farbpracht, sondern erst später im Jahr wie der Herbst-Blaustern (Scilla autumnalis).

Blaustern-Arten für den Garten

Insgesamt 90 Arten gibt es von der Scilla-Gattung, viele wachsen sogar wild. Trotz der Vielfalt sind für den Garten jedoch nur wenige Arten interessant:

  • Zweiblättriger Blaustern oder auch Kleiner Blaustern (Scilla bifolia): Er blüht violett und wächst bis zu 30 cm hoch. Pro Zwiebel entwickelt sich ein Blütenstand mit ca. 10 Blüten. Teilweise auch in Rot oder Weiß. Im Garten als Unterbepflanzung von Büschen und Bäumen geeignet.
  • Wiesen-Blaustern (Scilla litardierei): Blüht von April bis Juni mit bis zu 35 Blüten in einer zylindrischen Traube blassrosa bis violett. Höhe: 10-25 cm. Benötigt im Garten sonnige Standorte und kann schütteren Rasen mit seinen Blüten auffrischen.
  • Kaukasischer Blaustern (Scilla mischtschenkoana): Blüten in hellem Blau mit dunkler Mittelader. Blütezeit: Februar bis März. Lange Blütezeit. Für alle Gartenböden geeignet.
  • Blausternchen, Sibirischer Blaustern oder Sibirische Sternhyazinthe (Scilla siberica): Er gehört zu den bekanntesten Arten, mit bis zu 15 cm Höhe aber auch zu den kleinsten. Seine Blütezeit ist von März bis April – das Blau seiner Blütentrauben leuchtet besonders intensiv.
  • Hyazinthen-Blaustern (Scilla hyacinthoides), eine echte Rarität. Blüht von Mai bis Juni in Hellblau und wird ca. 1 Meter groß. Da dieses wärmeliebende Pflänzchen aus dem Mittelmeergebiet stammt, muss es frostfrei überwintert werden und eignet sich somit ausschließlich für die Topfkultur.
  • Herbst-Blaustern (Scilla autumnalis): In Europa weit verbreitete Art, die erst im August bis Oktober blüht. Wächst 5 bis 30 cm hoch und bildet 5 bis 25 cm große Blüten in einer Traube. Die Blütenblätter sind lila bis rosa gefärbt.

Häufig wird auch ein "Amerikanischer Blaustern" beziehungsweise Blausternbusch (Amsonia tabernaemontana) angeboten. Er ist jedoch nicht mit der Szilla verwandt und gehört einer anderen Gattung an. Blaue, sternförmige Blüten trägt er dennoch. Gleiches gilt auch für den Peruanischen Blaustern als Zimmerpflanze. Als Scilla peruviana ist er jedoch eine echte Blaustern-Pflanze. Die Art ist jedoch viel empfindlicher gegenüber Kälte, weswegen sie sich nur für die winterliche Fensterbank eignet. Die blauen Blütentrauben zeigen sich dort von November bis Februar. Eine weitere "Verwechslungsgefahr" besteht zwischen dem Kaukasischen Blaustern (Scilla mischtschenkoana) und der Libanon-Puschkinie (Puschkinia scilloides), die quasi genau gleich aussieht, jedoch von März bis April blüht.

Sibirischer Blaustern (Scilla spec.)

Der Sibirische Blaustern ist auch unter dem Namen "Sibirische Sternhyazinthe" bekannt.

Welcher Blaustern-Standort ist geeignet?

Bei der Standortwahl ist der Blaustern glücklicherweise nicht sehr wählerisch. Der Platz im Garten kann sonnig sein, sich im Halbschatten befinden oder sogar unter lichten Gehölzen liegen. Der Boden sollte jedoch humos, nährstoffreich und mäßig feucht bis feucht sein. Doch bitte keine Staunässe – aus diesem Grund ist sandig-lehmige Erde empfehlenswert.

Bei der Pflege ist die Pflanze ebenfalls genügsam. Wenn die Standortbedingungen stimmen, breitet sie sich auch entsprechend aus. Planen Sie das gegebenenfalls bei der Neupflanzung mit ein. Ist ein Ausbreiten unerwünscht, müssen Sie beim Setzen der Zwiebeln eine Wurzelsperre mit einbauen.

Blaustern vermehren – Samen und Brutzwiebel

In der freien Natur helfen Ameisen bei der Blaustern-Vermehrung. Grund dafür sind nährstoffreiche Anhängsel an den Blausternsamen, die die Insekten in ihren Bau verschleppen. So werden Blaustern-Flächen mit den Jahren gern immer größer.

Wer nicht auf Samen und Ameisen setzten möchte, für den ist eine Vermehrung mit Brutzwiebeln die leichteste Variante:

  • Graben Sie dazu im Herbst eine gut eingewachsene Blaustern-Pflanze in Ihrem Garten aus. Bitte keine Wildpflanzen in Wäldern und Wiesen ausgraben, das ist verboten!
  • An ihrer Zwiebel sollten gut sichtbar kleine Tochterzwiebeln zu erkennen sein, die sie mit einem scharfen Messer abtrennen.
  • Diese neu gewonnenen Zwiebeln können Sie dann in ca. 9 cm Tiefe an einem neuen Ort im Garten einpflanzen.
  • Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 10 cm betragen.

Tipp: Sie können Blaustern-Zwiebeln nicht nur in den Garten setzen. In Kübel oder Töpfe gepflanzt, eignet sich der Zwiebelblüher auch zum Begrünen von Balkonen und Terrassen. 

Ist der Blaustern giftig?

Ja, Blausterne gelten als Giftpflanzen – Grund dafür sind die enthaltenen, giftigen Saponine. Bei Hautkontakt können diese Inhaltsstoffe Entzündungen hervorrufen. Verzehrt führen Blaustern-Zwiebeln und Triebe zu Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit und Erbrechen oder verursachen sogar Herz-Kreislauf-Beschwerden. Achten Sie daher auf Kinder und Tiere, wenn Sie einen Blaustern kaufen, in den Garten einpflanzen oder abgeschnitten als kleinen Frühlingsstrauß auf den Tisch stellen.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Blaustern

Wenn Sie sich noch nicht vorstellen können, wie der Blaustern Ihren Garten mehrere Wochen einfärben kann, sollten Sie Ende März/Anfang April den Lindener Berg in Hannover besuchen. Dort hat sich der Sibirische Blaustern als Blume auf weiten Flächen ausgebreitet und färbt sie mit seinen zehntausenden Blüten so intensiv ein, dass zur Blaustern-Blütezeit sogar extra ein Scilla-Blütenfest gefeiert wird. Sie kommen aus Süddeutschland und schaffen es nicht in den Norden? Dann ist der Botanische Garten in Karlsruhe eine gute Alternative zur Blütezeit.