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Topinambur

Topinambur (Helianthus tuberosus) gelbe Blüte

Steckbrief

Pflanzenname
Topinambur
Erntezeitpunkt
Januar Februar März Oktober November Dezember
Botanischer Name
Helianthus tuberosus
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Korbblütler
Pflanzengröße
von 2 m bis 3 m
Herkunft
Nordamerika
Pflanzzeit
-
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
April
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Gemüsepflanzen Heilpflanzen Knollenpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Schnittblumen Sommerblumen Stauden Terrassenpflanzen Wildpflanzen Wintergemüse Wurzelgemüse Zierpflanzen
Gartenstil
Apothekergarten Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Garten für Anfänger Gemüsegarten Nutzgarten romantischer Garten Selbstversorger-Garten Staudengarten Wildblumengarten
Pflege
alle 3-4 Jahre die Knollen ausgraben, da sie sonst zu tief in die Erde wachsen.
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
September Oktober November
Vermehrung
Knollen
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos kalkhaltig locker mäßig feucht nährstoffreich sandig
Blattform
oval, gezackt
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Wühlmäuse
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Verwendung von Topinambur
Nachteile von Topinambur
Topinambur-Rezepte und Zubereitung
Topinambur pflanzen
Topinambur ernten
Topinambur-Schnaps
SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Topinambur

Was ist Topinambur? Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eine echte Alleskönnerin: Von September bis November blüht die Staude in leuchtendem Gelb mit vielen, sternförmigen Blüten. In den Monaten davor wächst die Pflanze mit kräftig-grünem Laub bis zu zwei, manchmal auch drei Meter in die Höhe und kann somit als Sichtschutz im Garten und auf dem Balkon dienen. Damit aber nicht genug, Topinambur ist nicht nur eine reizende Zierpflanze, sondern auch gleichzeitig eine vollwertige Nutzpflanze.

Unter der Erde befinden sich ihre Speicher- und Vermehrungsorgane, die sogenannten Rhizomknollen, die einer Ingwerknolle stark ähneln. Die Farbe ihrer Schale variiert zwischen Rot, Hellbraun und Violett. Die Form kann länglich bis birnenförmig sein, weshalb sie auch Erdbirne genannt wird. Weitere Namen sind Erdartichoke oder Jerusalem Artichoke. Botanisch gehört die mehrjährige Pflanze zu den Sonnenblumen (Helianthus). Sobald die oberirdischen Pflanzenteile abgestorben sind, sind die meisten Sorten der Topinambur reif und können geerntet werden.

Die Knollen sind frosthart und können im Gegensatz zur Kartoffel auch bei Minustemperaturen im Boden verbleiben und lassen sich dann nach und nach ernten. Ihr Geschmack ähnelt einer Mischung aus Möhre und Kartoffel mit leicht nussigem Aroma. Aber nicht nur für den Menschen ist sie eine interessante Wurzelknolle. Auch für das Wild im Wald ist sie eine attraktive Futterpflanze, da sowohl ihr Blattwerk, als auch die Knollen von den Tieren verzehrt werden können.

Verwendung von Topinambur

Die Verwendungsmöglichkeiten von Topinambur sind breit gefächert und vielfältig. Man kann die Knollen roh als Wintergemüse verzehren, so zum Beispiel geraspelt in einem Salat. Ein Tipp dabei: Tröpfeln Sie Zitronensaft über die dünnen Scheiben, dann laufen sie nicht braun an. Topinamburknollen können auch als Suppe gekocht werden, man kann sie schälen (am besten nach dem Kochen, das geht einfacher) oder ungeschält verzehren.

Der Knollensaft lässt sich zu einem Sirup zum Süßen von Speisen auspressen. Die getrockneten Knollen können zu Chips, Müsli oder Mehl verarbeitet werden. Des Weiteren können die Knollen für die Inulinproduktion verwendet werden. Die Sprossknollen enthalten Fructane (Mehrfachzucker), die für den Menschen nicht verdaubar sind, dennoch aber einen süßlichen Geschmack aufweisen und deshalb in der Diät von Diabetikern genutzt werden. Nicht zu verwechseln ist jedoch Inulin mit dem Enzym Insulin!

Nachteile von Topinambur

Es gibt jedoch auch Nachteile: So lässt sich der Topinambur nur kurzzeitig für einige Tage lagern. Je kühler Sie ihn lagern, desto länger hält er sich. Für die menschliche Ernährung sei noch erwähnt, dass Topinambur Blähungen aufgrund seiner hohen Mengen an Kohlenhydraten und Inulin verursachen kann.

Bei der Pflanzung gilt es zu beachten, dass Topinambur zu den sogenannten Neophyten (neuen Pflanzen) gehört. Das heißt, er ist eine Pflanze ausländischen Ursprungs, die sich in deutschen Gefilden gut anpassen und ansiedeln konnte. Das ist eigentlich erfreulich, wenn sie durch ihre Ausbreitungsfreude nicht andere Kulturen verdrängen würde. Deshalb sollten Sie bei der Pflanzung eine Wurzelsperre einbauen, damit die Knollen sich nicht unkontrolliert ausbreiten können. Eine Gefahr durch die Verbreitung durch Aussaat besteht nicht, da die Samen in Mitteleuropa nicht ausreifen können. 

Topinambur-Rezepte und Zubereitung

Topinambur (Helianthus tuberosus) Feld

Topinambur fühlt sich an einem sonnigen Standort mit lockerem und kalkhaltigem Boden sehr wohl.

Topinambur bietet viele Vorteile: Man kann Topinambur kochen, frittieren oder braten. Er hat für den Menschen viele wichtige Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalium, Vitamin C, B-Vitamine, Eiweiße und nützliche Kohlenhydrate. Er lässt sich auch auf vielfältige Weise zubereiten: beispielsweise zu einem Topinambur-Püree. Entweder Sie verwenden ausschließlich die Topinamburknollen oder Sie mischen Kartoffeln und Topinambur in einem Verhältnis von 3:1 für einen milderen Geschmack.

  1. Kochen Sie zunächst die ungeschälten Knollen für etwa 15 Minuten.
  2. Aufgrund der vielen Augen an der Knolle ist ein Schälen nach dem Kochen einfacher.
  3. Nachdem Sie die Topinambur geschält haben, fügen Sie für die verwendete Topinambur-Menge entsprechend Butter und Milch hinzu und stampfen Sie das Ganze zu einem cremigen Brei. Zum Schluss noch mit Salz abschmecken. 

Topinambur pflanzen

Am einfachsten lässt sich Topinambur im Frühjahr pflanzen.

  • Sowohl in einer Gärtnerei als auch im Supermarkt können Sie dazu Topinambur kaufen.
  • Suchen Sie Ihrer Staude einen warmen und sonnigen Standort.
  • Die Pflanztiefe beträgt 5-10 cm.
  • Setzen Sie die Knollen in einem Abstand von 30-50 cm in die Erde.
  • Den Boden zuvor lockern.
  • Er darf nicht zu lehmig und nass sein. Kalkhaltig wäre ideal.
  • Bei Bedarf ein paar Schaufeln Kies und Sand unter die Erde im Beet mischen.
  • Selbstverständlich lassen sich die Knollen auch in einen großen Kübel setzen.
  • Verwenden Sie dafür normale, gut gedüngte Gartenerde.
  • Im Beet können Sie für ein optimales Gedeihen noch ein wenig Kompost untermischen.
  • Bei starker Trockenheit in den Sommermonaten das Gießen nicht vergessen

Topinambur ernten

Topinambur Knolle

Topinambur wird zwischen November und März geerntet. Selbst bei Frost nehmen die Knollen im Boden keinen Schaden. Um Sie einfach ernten zu können, sollte der Boden jedoch frostfrei sein. Zum Ernten kann eine Hacke gute Hilfe leisten.

Topinambur-Schnaps

Durch Vergärung kann aus den Topinamburknollen auch Alkohol gewonnen werden. Mit dem Brennen entsteht der sogenannte Topinamburschnaps (Rossler), der sich im badischen Raum großer Beliebtheit erfreut.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Topinambur

Die Topinamburpflanze wächst mit einem üppigen Blumenbouquet, pro Staude können Sie mit etwa sieben Blüten rechnen. Das macht sie – neben dem Aspekt, dass die Blütenköpfe ca. 10 cm groß sind und strahlend gelb leuchten – zu einer wunderbaren Schnittblume. Für Spätsommer- und Herbststräuße ist die Topinamburpflanze also bestens geeignet. Da ihre Stängel recht biegsam sind, ist ein begleitendes Blattwerk empfehlenswert.