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Kartoffel, Erdapfel

Kartoffel (Solanum tuberosum) Blüte weiß

Steckbrief

Pflanzenname
Kartoffel, Erdapfel
Erntezeitpunkt
Mai Juni Juli August September Oktober
Botanischer Name
Solanum tuberosum
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Nachtschattengewächse
Pflanzengröße
ca. 50 cm
Herkunft
Südamerika
Pflanzzeit
April Mai Juni Juli August
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Gemüsepflanzen Giftpflanzen Knollenpflanzen Kräuter Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Stauden Terrassenpflanzen Topfpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Cottage-Garten Dachgarten Garten für Anfänger Gemüsegarten Nutzgarten Selbstversorger-Garten Staudengarten Topfgarten
Pflege
wässern, Staunässe vermeiden
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Mai Juni Juli August September
Vermehrung
Knollen
Blütenfarbe
rosa weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos lehmig locker mäßig feucht nährstoffreich sandig
Blattform
gefiedert
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Pilzerkrankungen
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Vielfalt der Kartoffelsorten
Anleitung: Kartoffeln im Beet, Hochbeet oder Topf pflanzen
Frühkartoffeln pflegen
Kartoffelgratin und andere Kartoffelrezepte
SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Kartoffel

Eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt ist die Kartoffel (Solanum tuberosum). Roh kann sie aufgrund ihres giftigen Inhaltsstoffs Solanin nicht verzehrt werden. Gegart gehört sie jedoch zu den liebsten Grundnahrungsmitteln der Deutschen – egal ob gekocht, gebacken und gebraten, als Kartoffelchips oder zu Pommes verarbeitet. Bundesweit werden pro Kopf im Durchschnitt fast 70 kg Kartoffeln im Jahr verzehrt.

Deshalb könnte man auch meinen, dass die Staude eine heimische Pflanze sei. Sie stammt aber ursprünglich aus Südamerika und wurde von den spanischen Entdeckern des amerikanischen Kontinents im 16. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Neben dem Genuss gibt es noch weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Kartoffel: Aus ihrer Stärke lässt sich auch Papier und Pappe sowie Kartoffelkleber beispielsweise für Kinder herstellen. Selbst für Bioplastik als kompostierbare Verpackungen steht sie als Rohstoff zur Verfügung.

Vielfalt der Kartoffelsorten

Es gibt fast 3.000 Kartoffelsorten. Da fällt der Überblick nicht unbedingt leicht. Zu den bekanntesten Kartoffelsorten zählen die 'Linda', 'Annabelle' oder 'Ackersegen'. Es gibt aber auch historische Kartoffelsorten, die sich von der Durchschnittskartoffel optisch und geschmacklich unterscheiden. Lernen Sie in unserer Auswahl viele interessante, alte Sorten kennen:

  1. 'Red Duke of York' ist eine historische Frühkartoffel mit roter Schale und gelbem Fleisch. Der Geschmack ist angenehm cremig. Sie ist vorwiegend festkochend und universell einsetzbar
  2. 'Blaue Neuseeländer' ist eine alte Kartoffelsorte mit blauer Schale und auch blauem Fleisch. Sie wird spät reif und hat einen erdig würzigen Geschmack und ist vorwiegend festkochend.
  3. 'Bamberger Hörnchen': Sie ist ebenfalls eine alte, festkochende Kartoffelsorte. Sie nennt sich auch Fingerkartoffel, weil sie zum Teil mit fingerartigen Ausbuchtungen wächst, und wird gern als Salatkartoffel verwendet. Die Schale ist gelb-rosa.
  4. 'Vogtländische Blaue': Sie gehört zu den mehlig kochenden, alten Kartoffelsorten. Ihr Fruchtfleisch ist weiß und hat einen cremig mehligen, angenehm würzigen Geschmack.
Kartoffel (Solanum tuberosum) frisch geerntet

Frisch geerntet: Ob gegart, gebraten oder frittiert - die Kartoffel schmeckt in vielen Variationen.

Anleitung: Kartoffeln im Beet, Hochbeet oder Topf pflanzen

Sie haben Lust, auch einmal selbst Kartoffeln anzubauen? Dafür wird nicht zwingend ein eigener oder großer Garten benötigt. Auch auf kleinsten Flächen lassen sich Kartoffeln anbauen. Natürlich wird beim Anbau im Gefäß die Ernte geringer ausfallen, aber das Vergnügen bleibt. Besonders für Kinder ist es ein großer Spaß, einmal Kartoffelbauer zu spielen. Angebaut werden Kartoffeln zwischen April und August, dann brauchen sie drei Monate bis sie ausgereift sind.

So bauen Sie Kartoffeln an:

  • Optimal sind sandige Lehmböden.
  • Im hohen Kübel funktioniert ebenfalls einfache Gartenerde gut.
  • Bei Bedarf können Sie noch eine Schaufel Kompost in den Boden mischen.
  • Sobald der Boden frostfrei ist, können Sie die Kartoffelknollen auf die obere Erdschichte legen und festdrücken.
  • Sobald sich Sprosse gebildet haben, werden die Kartoffeln mit Erde überdeckt.
  • Halten Sie die Erde regelmäßig feucht, aber nicht nass.
  • Insbesondere im Gefäß ist ein guter Wasserabzug mit Abzugslöchern zu berücksichtigen.

Was gilt es noch beim Kartoffelanbau zu beachten? Eigentlich nicht viel. Achten Sie darauf, dass die Blätter der Pflanze immer gut abtrocknen, denn die Kartoffel ist anfällig für die Kartoffelfäule bzw. Kraut-und Knollenfäule (Phytophthora infestans).

Frühkartoffeln pflegen

Damit man bereits im Mai oder Juni Kartoffeln ernten kann, benötigt man zum einen früh entwickelnde Sorten wie die 'Sieglinde' oder 'Nicola'. Zum anderen muss der Boden frostfrei sein. Sind die Frühkartoffeln in der Erde und es wird noch mal frostig, müssen Sie die Kartoffeln schützen. Häufeln Sie die Kartoffeln dann gut an und überdecken Sie diese mit Gartenfolie, Gartenvlies oder Stroh.

Kartoffel (Solanum tuberosum) im Topf gezogen

Auch in einem Topf lassen sich Kartoffeln pflanzen. Am besten eignen sich dafür sandige Lehmböden.

Kartoffelgratin und andere Kartoffelrezepte

Es gibt viele schmackhafte Gerichte und Rezeptideen für Kartoffeln. Drei der beliebtesten Kartoffelgerichte sind Kartoffelgratin, Kartoffelsalat und Kartoffelsuppe, was auch sehr schön die Vielseitigkeit der Kartoffel widerspiegelt.

  • Schnelles Rezept für Kartoffelgratin: 500g mehlig kochende Kartoffeln schälen, waschen und in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben in einer Auflaufform schichten. 250 ml Sahne mit einer gepressten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer verrühren und gleichmäßig über die Kartoffeln verteilen. Abschließend geriebenen Backkäse darüber geben und bei 200° Ober- und Unterhitze ca. 45 Min. überbacken.
  • Schnelles Rezept für Kartoffelsalat: Ein Kilogramm vorwiegend festkochende Pellkartoffeln ca. 20-30 Minuten kochen (je nach Größe). Für das Dressing: 2 TL Senf, 3 TL Zucker, 100 ml Gemüsebrühe, 50 ml Weißweinessig, eine kleingewürfelte Zwiebel/ einen halben, geschnittenen Bund Frühlingszwiebeln, eine Prise Salz und Pfeffer miteinander vermischen. Die Kartoffeln pellen, abkühlen lassen, in Scheiben schneiden, einen säuerlichen Apfel fein würfeln und alles mit der Vinaigrette vermengen.
  • Schnelles Rezept für Kartoffelsuppe: Ein Kilogramm Kartoffeln schälen und klein würfeln. Ein Bund Suppengemüse putzen und auch klein würfeln. Alles mit einem Liter Wasser in einen Topf geben und ca. 30 Minuten kochen. 5 Minuten vor Ende der Kochzeit 100 ml Sahne dazugeben. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. 

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Kartoffel

Kartoffeln enthalten hochwertige Eiweiße, viel Kalium, B-Vitamine und Vitamin C sowie Flavonoide und Anthocyane. Das sind für die menschliche Ernährung wichtige sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem ist die Kartoffel dank ihres hohen Wasseranteils kalorienarm. Sie kann also auch als Diätkost verwendet werden, was viele auf den ersten Blick vielleicht nicht vermuten.

Das, was die Kartoffel ungesund machen kann, ist ihre Weiterverarbeitung zu Pommes oder Chips. Mit den jeweiligen Arbeitsmethoden geht ein Verlust der Inhaltsstoffe und das Hinzufügen gesundheitsschädlicher Fette einher. Auch die Art der Verarbeitung wie zu starkes Erhitzen kann für den Menschen schädlich sein, da mit hohen Brat-, Fritier- oder Back-Temperaturen giftiges Acrylamid entstehen kann. Eine der sanftesten Methoden ist das Schneiden in Scheiben, das Kochen – bis die Kartoffel nicht mehr hart ist und dann der Genuss als Petersilienkartoffel oder Kartoffelpüree.