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Buschwindröschen

Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Blüten

Steckbrief

Pflanzenname
Buschwindröschen
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Anemone nemorosa
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Hahnenfußgewächse
Pflanzengröße
ca. 15 cm
Herkunft
Europa
Pflanzzeit
September Oktober November
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
Januar Februar März April
Pflanzentyp
Beetpflanzen Bodendecker Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Schnittblumen Wildpflanzen winterharte Pflanzen
Gartenstil
Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Englischer Garten Garten für Anfänger Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Schattengarten Wildblumengarten
Pflege
ggf. in der Ausbreitung eingrenzen
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Februar März April
Vermehrung
Samen, Rhizom, Teilung
Blütenfarbe
blau gelb rosa violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos kalkhaltig lehmig locker nährstoffreich sandig
Blattform
dreigeteilt, handförmig
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Mehltau Pilzerkrankungen Raupen Schnecken
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Wann ist vom Buschwindröschen die Blütezeit?
Der richtige Buschwindröschen-Standort
Buschwindröschen-Vermehrung
Buschwindröschen überwintern
Ist das Buschwindröschen geschützt?
Ist das Buschwindröschen giftig?
Besitzt das Buschwindröschen eine Heilwirkung?

Das Buschwindröschen zählt zu den einheimischen Frühblühern: Wenn es im zeitigen Frühjahr seine sternförmigen, bis zu vier Zentimeter großen Blüten öffnet, erstrahlt das Unterholz in Wäldern vielerorts in leuchtendem Weiß. Doch es gibt auch Buschwindröschen, die blau, gelb oder lila blühen. So sind die lavendelfarbene Sorte 'Robinsoniana', die blaue 'Royal Blue' und auch die gelbe Hybrid-Sorte Anemone x lipsiensis in heimischen Gärten beliebt.

Wie es ihr lateinischer Name Anemone nemorosa verrät, gehören die Buschwindröschen zu den Windröschen (Anemonen), von denen es weltweit mehr als 120 Arten gibt. Alle kommen hauptsächlich auf der Nordhalbkugel vor und bevorzugen den Halbschatten von Bäumen oder Hängen. 

Wann ist vom Buschwindröschen die Blütezeit?

Je nach Region öffnet das Buschwindröschen ab Februar/März seine Blüten – sowohl im Wald als auch bei Ihnen im Garten. Doch im Mai ist es mit der Pracht leider schon oft vorbei. Dann bleiben jedoch noch einige Zeit die Buschwindröschen-Blätter stehen, warum sich die Pflanze auch sehr gut fürs Frühjahr als kurzzeitiger Bodendecker eignet. Die Buschwindröschen-Besonderheiten sind seine Fähigkeiten, bei Regen und in der Nacht seine Blüten als Schutz zu verschließen. Erst bei regenfreiem Tageslicht öffnen sie sich wieder.

Der richtige Buschwindröschen-Standort

Dank seines ursprünglichen Standortes in Laubwäldern bevorzugt das Buschwindröschen im Garten halbschattige Plätze und gedeiht selbst unter Gehölzen. Als Boden ist lockere, mäßig feuchte Gartenerde ideal. Da es zu den Frühblühern gehört, hat sich das Buschwindröschen schon wieder zurückgezogen, wenn andere Pflanzen erste Blätter bilden oder blühen. Es ist daher für die ersten Sonnenstrahlen ein idealer Lückenfüller zwischen Stauden im Beet. So sieht es im Garten nicht verwaist aus, sondern zeigt sich eine erste Blütenfülle. Gute Beetpartner sind Farne, die ebenfalls Schatten lieben und das welke Grün des Buschwindröschens im Sommer überdecken. 

Buschwindröschen-Vermehrung

Hauptsächlich vermehrt sich das Buschwindröschen unterirdisch mit seinen weit verzweigenden Überdauerungsorganen und Erneuerungsknospen (Rhizomen). So entstehen mit der Zeit regelrechte Pflanzenteppiche, die den Boden bedecken und im Frühjahr schön blühen. Sie können jedoch das freie Verwildern eindämmen, in dem Sie die Flächen am Rand mit einem Spaten auf die gewünschte Größe abstechen. So lässt sich das Buschwindröschen auch gleich noch vermehren: Die abgestochenen Rhizomstücke können Sie einfach an anderer Stelle im Garten einpflanzen, aus ihnen wachsen dann neue Pflanzen.

Wer Buschwindröschen kaufen möchte, kann sie als fertige Pflanze im Container erwerben oder auch Rhizome-Stücke online bestellen. Bester Zeitpunkt zum Einpflanzen ist dann die Zeit von September bis November.

  • Graben Sie zum Einpflanzen ein 5 cm tiefes Loch und lockern Sie mit der Schaufel auch die tieferen Erdschichten auf.
  • Setzen Sie das Rhizomstück oder das vollständige Buschwindröschen ein, bedecken Sie die Wurzeln mit frischer Gartenerde und gießen Sie vorsichtig an.
  • Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 20 cm betragen.

Noch ein kleiner Tipp: Weichen Sie das Wurzelwerk vor dem Pflanzen die Nacht über in Wasser ein, damit verbessern Sie das spätere Anwurzeln.

Eine weitere Vermehrungsmöglichkeit ist mit Buschwindröschen-Samen. Sie gibt es vielerorts im Handel oder online zu kaufen. Vor allem als Vorkultur in Pflanzschalen bietet sich diese Methode an. Jedoch sind die Erfolgsaussichten bei der Methode oft nicht vielversprechend und daher lediglich etwas für schon erfahrene Gärtner.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Blüten weiß

Bevorzugter Standort: Buschwindröschen wachsen gern im Halbschatten von Bäumen oder Hängen.

Buschwindröschen überwintern

Als äußerst anspruchslose Wildblume (Stinsenpflanze) benötigt das Buschwindröschen keinen gesonderten Winterschutz. Es bietet sich jedoch an, die Pflanze zum Herbst hin mit einer Schicht Mulch zu bedecken. So wird das Wurzelgeflecht geschützt und es bildet sich mit der Zeit nährstoffreicher Humus als einfacher Dünger. Aber Vorsicht: Arbeiten Sie die Schicht nicht in den Boden ein, damit würden Sie nur das zarte Netzwerk der Rhizome verletzen und somit ihre Pflanze schädigen. 

Ist das Buschwindröschen geschützt?

Ja, das Buschwindröschen steht unter Naturschutz. Auch wenn es verführerisch ist, sollten Sie daher nicht im Wald einfach Buschwindröschen-Pflanzen für den eigenen Garten ausgraben. Greifen Sie dafür lieber auf fertige Pflanzen aus dem Handel zurück. 

Ist das Buschwindröschen giftig?

Ja, alle Pflanzenteile des Buschwindröschens sind aufgrund des Inhaltstoffes Protoanemonin giftig. Daher sollten Sie kleine Kinder und Tiere möglichst von den Hahnenfuß-Gewächsen fernhalten. Von Hautallergien, Schleimhautreizungen, über Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, bis hin zu Lähmungserscheinungen reichen die Vergiftungssymptome.

Getrocknet verliert der Inhaltsstoff des Buschwindröschens jedoch seine Giftigkeit. Dennoch: Sehen Sie Ihrer eigenen Gesundheit zuliebe das Buschwindröschen als nicht essbar an. Sammeln Sie es lieber getrocknet in einem Herbarium (Pflanzenbuch)  – wo Sie es neben anderen getrockneten Pflanzen stets betrachten können.

Besitzt das Buschwindröschen eine Heilwirkung?

Lange Zeit galt das Buschwindröschen als Heilpflanze mit einer speziellen Wirkung bei rheumatischen Beschwerden, Gicht oder Magenschmerzen. In der heutigen Pflanzenmedizin wird jedoch aufgrund seiner Giftigkeit Abstand von einer Anwendung genommen, da das Gesundheitsrisiko einfach zu groß ist.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa) Blüten

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Buschwindröschen

In der freien Natur ist ein Pflücken von Buschwindröschen aus Naturschutzgründen nicht erlaubt. Im eigenen Garten können Sie sich jedoch gern einige Blumen aus Ihrem Buschwindröschen-Feld abschneiden. In die Vase gestellt, holen Sie sich so schon im März einen ersten Frühlingsgruß aus dem Garten ins Wohnzimmer.

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