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Astern

Astern (Aster spec.)

Steckbrief

Pflanzenname
Astern
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Aster spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Korbblütler
Pflanzengröße
von 10 cm bis 2 m
Herkunft
Afrika, Amerika, Europa
Pflanzzeit
April Mai Juni
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
April Mai Juni
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Bodendecker Gartenpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Schnittblumen Sommerblumen Stauden Steingartenpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zierpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Chinesischer Garten Cottage-Garten Dachgarten Hanggarten Japanischer Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Staudengarten Steingarten
Pflege
schneiden, leichter Winterschutz, auf Krankheiten achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni Juli August September
Vermehrung
Samen, Teilung
Blütenfarbe
blau gelb orange rosa rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker mäßig feucht sandig
Blattform
linealisch bis lanzettlich
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Mehltau Falscher Mehltau Pilzerkrankungen
giftig
-
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Astern pflanzen
Astern: Wann ist Blütezeit?
Der richtige Standort für Astern
Astern schneiden
Sind Astern winterhart?
Astern vermehren
Berg-Aster: Spezialistin für trockene, magere Gärten

Wer nach Astern-Bildern in einer Suchmaschine sucht, wird mit einer Blütenfülle an unterschiedlichen Formen, Farben und Größen belohnt. Denn es gibt nicht nur die eine Astern-Blume, sondern allein von der Gattung Aster fast 200 Arten und dazu noch unzählige gezüchtete Sorten. Von wenigen Zentimetern kleinen Astern, die krautig wachsen, bis überkopfhohe Halbsträucher und Sträucher, von ein- bis mehrjährig, von dezent bis opulent ist bei den vielfältigen, sternblütigen Blumen alles zu finden.

So verwundert es auch nicht, dass zur besseren Übersicht einige weitentfernte Arten botanisch nicht mehr zu ihnen zählen, sondern heute eigenständige Gattungen bilden. Sowohl die Sommeraster (Callistephus chinensis) als auch die Gold-Aster (Galatella linosyris, ehemals Aster linosyris) gehören mittlerweile zu einer anderen Gattung. Auch die nordamerikanischen Arten sind offiziell keine Astern mehr, sondern finden sich nun unter dem Gattungsnamen Symphyotrichum wieder. Die beliebte Raublatt-Aster hieß einst botanisch Aster novae angliae und trägt heute den Namen Symphyotrichum novae-anglia. Auch die Weiße Wald-Aster, ein guter Bodendecker unter Bäumen, erhielt den neuen Namen Eurybia divaricata statt ehemals Aster divaricatus.

Astern pflanzen

Bei der Pflanzung der Astern gibt es eigentlich nicht viel zu beachten. Bis auf die Berg-Aster, bevorzugen die Astern nährstoffreiche, mäßig-feuchte Böden. Geben Sie also bei der Pflanzung am besten gleich eine Schaufel gut verrotteten Kompost mit ins Beet. Pflanzen Sie Astern in einem Abstand von 30 – 50 cm, so dass sie ausreichend Platz finden, um zu wachsen.

Astern: Wann ist Blütezeit?

Auch wenn sich die Astern optisch stark unterscheiden, eint sie doch ein Detail: ihre korbartigen Blüten. In ihrem Inneren befinden sich gelbe Röhrenblüten, die von einem Kranz aus Zungenblättern eingefasst sind. Ob Astern in Weiß, Astern in Gelb, in Blau, Violett oder in Rosa – Astern sind in nahezu jeder Farbe erhältlich.

Doch wann blühen sie? Vor der Umgruppierung der Asternarten ließ sich die Blütezeit ganz leicht in folgende Kategorien unterteilen:

  • Frühlingsastern
  • Sommerastern
  • und Herbstastern

Die letzte Gruppe bildeten jedoch hauptsächlich die einstigen nordamerikanischen Astern-Arten wie die Myrten-Aster (ehemals Aster ericoides, heute Symphyotrichum ericoides), die Kissen-Aster (ehemals Aster dumosus, jetzt Symphyotrichum dumosus) und die Glattblatt-Aster (Symphyotrichum novi-belgii). Offiziell sind sie alle keine Astern mehr. Zum Glück ist die Herbstkategorie damit aber nicht komplett verwaist. Die Sibirische Herbstaster (Aster tataricus) gehört ihr noch an und zeigt im November ihre Blüten. So erstreckt sich auch weiterhin – wenn nicht mehr so vielfältig – die Blütezeit der Astern von Mai bis tief in den Herbst hinein.

Der richtige Standort für Astern

Als blühende Sonnenanbeter bevorzugen die meisten Astern einen sonnigen Standort. Es gibt dennoch einige Arten, die Halbschatten vertragen können wie zum Beispiel die Wild-Aster (Aster ageratoides 'Asran'). Der Boden sollte außerdem nährstoffreich für die meisten Astern sein.

Welche Art oder Sorte zum Schluss Ihren Garten verziert, richtet sich letztendlich nach der gewünschten Blütezeit, den Farben und natürlich der Wuchshöhe. Je nach dem, zu welchem Zeitpunkt Sie pflanzen möchten, werden Sie im Gartencenter die richtige Aster auffinden. Die besten Pflanzzeit ist übrigens im Frühjahr. Zwar ist eine Neuanpflanzung auch im Herbst möglich, jedoch leiden viele Pflanzen dann in der kalten Jahreszeit, was zu einem kümmerlichen Wuchs im Folgejahr führen könnte.

Astern schneiden

Es ist nicht viel, was Astern an Pflege erhalten müssen. Dennoch: Um den jährlichen Rückschnitt im März kommen Sie nicht herum. Dabei kürzen Sie die Stauden ungefähr eine Handbreit über dem Boden ein. Das hält die Pflanzen blühfreudig und kräftig. Kontrollieren Sie auch gleich beim Zurückschneiden der Astern, ob sie eventuell von Mehltau befallen sind – erkennbar an weißlichen Flecken auf den Blättern. Ist das der Fall, sollten Sie das Schnittgut lieber im Hausmüll statt auf dem Kompost entsorgen.

Wenn Sie Astern für die Vase schneiden möchten, sollten Sie möglichst voll aufgeblühte Exemplare nehmen. Astern gehen in der Vase nämlich nicht mehr weiter auf. Für den eigentlichen Schnitt benutzen Sie am besten ein kleines, scharfes Küchenmesser. Entfernen Sie die Blätter im Stängelbereich und wechseln Sie alle zwei Tage das Blumenwasser, dann halten sich die Blumen deutlich länger.

Raublattaster (Symphyotrichum novae angliae)

Die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae, bekannte Sorten sind u. a. Andenken an Paul Gerber, Barr's Pink und Herbstschnee) war einst eine Astern-Art, heute zählt sie nicht mehr dazu. Sie kommt dennoch noch oft unter dem falschen Namen in den Handel.

Sind Astern winterhart?

Die meisten Astern sind robust genug, um winterlichen Frost zu trotzen. Die Kleine Tataren-Aster (Aster tataricus 'Jindai') hält sogar Temperaturen bis –40 Grad Celsius aus. Um Astern zu überwintern, sind keine besonderen Maßnahmen nötig. Sie können es den Schmuckstauden jedoch mit kleinen Dingen einfacher machen, um Dauernässe und klirrende Kälte zu überstehen:

  • Bedecken Sie den Wurzelbereich zum Winter mit Nadelbaumzweigen und Laub.
  • Kürzen Sie die Pflanzen zur kalten Jahreszeit noch nicht komplett ein, sondern maximal um ein Drittel. Der komplette Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr, die alten Triebe bieten nämlich zusätzlichen Winterschutz.
  • Bei der Bepflanzung im Topf stellen Sie die Kübel am besten an eine schützende Hauswand und umwickeln Sie die Gefäße mit Noppenfolie als zusätzlichen Kälteschutz.

Astern vermehren

Am einfachsten lassen sich Astern aussäen oder durch Teilung vermehren. Für die Aussaat gibt es Samentütchen in großer Vielfalt zu kaufen.

  • Von April bis Juni können Sie das Saatgut direkt in den Garten aussäen.
  • Der Pflanzabstand sollte 25 cm betragen.
  • Beachten Sie jedoch, dass die Astern erst im Folgejahr zu blühen beginnen.

Einen schnelleren Blüherfolg erzielen Sie mit der Teilung einer bestehenden Pflanze. Astern bilden ein Wurzelgeflecht, das Sie dazu im zeitigen Frühjahr vorsichtig ausgraben und dann mit einem Spaten oder altem Brotmesser teilen können. Diese beiden Hälften ergeben zwei eigenständige Pflanzen. Doch nicht nur zur Vermehrung eignet sich die Teilung: Gleichzeitig hält die Teilung die Pflanze jung, was zu einer verstärkten Blütenbildung führt. Sie sollten diese Prozedur daher möglichst alle drei bis vier Jahre vornehmen. 

Berg-Aster: Spezialistin für trockene, magere Gärten

Wer einen Garten besitzt, der starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, ist gut beraten mit der Berg-Aster (Aster amellus). Sie ist eine sichere Bank, wenn die Böden im Garten mager und kalkhaltig sind und Sie wenig Zeit zum Gießen haben, sich aber dennoch etwas Blühendes im Garten wünschen. Zwei schöne Sorten sind beispielsweise die 'Veilchenkönigin' und ‘Breslau‘.
Die 'Veilchenkönigin' blüht in Dunkelviolett von August bis Dezember. Mit den Jahren wird die Staude im Beet immer schöner. Den Kübel als dauerhafte Unterkunft schätzt die Bergaster jedoch nicht so sehr, sie braucht Platz! Schmetterlinge und Insekten lieben die Blüten der Bergaster übrigens auch. Die Sorte 'Breslau‘ blüht ebenfalls sehr schön mit blauen Tönen und bereits ab Juli. Beide Sorten werden ca. 50 cm hoch und sollten in einem Abstand von 40 cm gepflanzt werden.

Astern (Aster spec.)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Astern

Nicht nur im Garten oder in der Vase sind Astern schön anzusehen: Teilweise werden ihre Blüten in der Gastronomie auch als Verzierung von Speisen eingesetzt. Normale Schnittblumen sind dafür natürlich nicht geeignet, da diese meist mit Pflanzenschutzmitteln vorbehandelt wurden. Sollten Sie jedoch an einem Marktstand einmal Astern speziell zum Verzehr angeboten bekommen, können Sie bedenkenlos zugreifen. Die Pflanzen sind nicht giftig. Mit den Blüten lassen sich dann zu Hause schöne Salate zubereiten. Kleine Blüten können Sie zusätzlich in Eiswürfel einfrieren und danach zum Kühlen für sommerliche Getränke benutzen.

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