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Ringelblume

Ringelblume Blüte orange
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

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Die Ringelblume, auch unter dem botanischen Namen Calendula bekannt, ist eine sehr beliebte und pflegeleichte Pflanze. Obwohl sie nur ein Vegetationsjahr lang gedeiht, gilt sie als Symbol für Unvergänglichkeit. Das liegt daran, dass sie sehr blühfreudig ist und immer wieder neue Blüten ausbildet, die sehr lange bestehen. In milden Wintern kann sie sogar bis in den Dezember hinein blühen. Aber nicht nur wegen ihrer Blütenpracht ist sie eine gern gesehene Gartenbewohnerin. In der Heilkunde hat die Ringelblume eine große Bedeutung. Sie findet Verwendung in Cremes, Tinkturen, als Salbe oder auch als essbare Blüte beispielsweise auf Salaten.

Ringelblumen pflanzen

Ringelblumen sind Pflanzen, die einjährig und zweijährig überwinternd wachsen. Sie werden im Frühjahr ausgesät, keimen schnell und bilden zeitnah Blüten aus. Ringelblumen sind aus diesem Grund keine klassischen Pflanzen, die gepflanzt werden. Es gibt aber gelegentlich auch vorgezogene Ringelblumen in der Gärtnerei, die man im Frühjahr dann bequem in den Garten oder einen Kübel pflanzen kann.

Ringelblumen-Pflege

Die Ringelblume ist ein durch und durch unkomplizierte Gartenblume und bedarf keinerlei Pflege. Sie bildet von allein permanent neue Blüten aus.

Ringelblumen-Aussaat

Ab April können die Samen direkt ins Beet oder in ein Gefäß ausgesät werden. Wenn Sie einen Topf oder Kübel wählen, sollten diese möglichst hoch sein, da die Ringelblume eine lange Pfahlwurzel ausbildet.

  • Als Standort ist ein sonniger Platz ideal, als Boden reicht gewöhnliche Blumenerde.
  • Feuchten Sie den Boden gut an.
  • Die Samen ausstreuen, mit Erde leicht übersieben und anschließen festdrücken.
  • Halten Sie während der Keimphase die Erde stets feucht, dann steht einem guten Gedeihen der Ringelblume nichts im Wege.

Nach der Aussaat muss man eigentlich nur noch abwarten, bis die Ringelblume ihre fröhlich aussehenden Blütenköpfe entfaltet.

Meeres Ringelblume 'Caleo Yellow'
Die Meeres-Ringelblume 'Caleo Yellow'.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Ringelblumensalbe herstellen

Seit Jahrhunderten ist die Ringelblume aufgrund ihrer heilenden und pflegenden Eigenschaften bekannt und begehrt. Die zerkleinerten oder ausgezogenen Blüten dienen als pflanzlicher Rohstoff für Heilmittel. Besonders wirksam sollen die Inhaltsstoffe der Ringelblume bei Entzündungen, Wunden, Quetschungen oder anderen Erkrankungen der Haut sein.

Um Ringelblumensalbe bzw. Ringelblumencreme selbst herzustellen, benötigen Sie nicht viel. Sie brauchen:

  • 100 g abgezupfte, gewaschene und anschließend getrocknete Calendula-Blütenblätter
  • 2 EL Butter, Kokosfett und/oder Bienenwachs

So geht’s:

  • Das Fett in einem Wasserbad erhitzen, bis es flüssig ist.
  • Die Blätter hineingeben und umrühren.
  • Lassen Sie die Mischung ein paar Stunden stehen, bis sich das Fettorange verfärbt hat.
  • Nach der Zeit die Blütenblätter abseihen.
  • Das angereicherte Kokosfett können Sie nun unter Zugabe von Bienenwachs in eine Dose abfüllen. Belassen Sie es beim reinen Kokosfett, muss die Ringelblumensalbe für eine bessere Festigkeit im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das schadet ihr jedoch nicht.
Ringelblume Samenstand
Nach der Blüte: Samenstand einer Ringelblume.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Weitere Ringelblumen-Verwendungen und Ringelblumen-Rezepte

Die Ringelblume wird aufgrund ihrer pharmazeutisch bedeutsamen und optisch ansprechenden Inhaltsstoffe für Gesundheitsprodukte und Rezepte genutzt – sowohl innerlich als auch äußerlich. Zum Beispiel werden die Zungenblüten der Heilpflanze zur inneren Anwendung bei Magen-, Darm- sowie Rachenraumbeschwerden eingesetzt.

Ebenso wird die Ringelblume für wässrige Auszüge,Salben, Cremes, Öle, Tinkturen oder auch Teeaufgüsse verwendet. Wobei im letzteren Fall die Blüten hauptsächlich als Schmuckdroge dienen, also optisch interessante Beigaben sind. Calendula besitzt Carotinoide (Pflanzenfarbstoffe), die Teeaufgüssen eine orange-gelbe Färbung verleihen. Auch zum Verfeinern von Reis, Omeletts, Salaten oder Suppen und als Safranersatz werden Ringelblumenblätter gern benutzt.

Ein ganz simples, aber effektvolles Rezept ist Ringelblumenbutter. Wenn Sie keine Ringelblüten haben, können Sie die Ringelblumen auch kaufen. Die Blüten lassen sich sowohl frisch als auch getrocknet verwenden. Für die Kräuterbutter-Alternative verwenden Sie:

  • 200 Gramm Butter
  • 2 EL Ringelblumenblüten
  • Prise Salz und Pfeffer
  • ggf. 1 Prise Kurkuma

Vermengen Sie alle Zutaten gut miteinander und stellen Sie anschließend die Butter bis zum Verwenden in den Kühlschrank.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Ringelblume

Viele Bauerngärtner wissen es schon: Wer im Garten Probleme mit einem vermehrten Aufkommen von Schnecken und Fadenwürmern (Nematoden) hat, der sollte die Ringelblume aussäen. Ihre ätherischen Öle und Inhaltsstoffe (Saponine) schrecken die Schädlinge ab. So können Sie Ihr Salat-, Gemüse- und Zierpflanzenbeet schützen, indem Sie Calendula einmal ringsherum als natürlichen Zaun aus Jungpflanzen pflanzen.

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