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Dill, Dillpflanze

Dill (Anethum graveolens)

Steckbrief

Pflanzenname
Dill
Erntezeitpunkt
Juli August September
Botanischer Name
Anethum graveolens
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Doldenblütler
Pflanzengröße
ca. 1,2 m
Herkunft
Asien
Pflanzzeit
Mai Juni Juli August
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
März April Mai Juni Juli August
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Blattschmuckpflanzen Duftpflanzen einjährige Pflanzen Gartenpflanzen Gewürzpflanzen Heilpflanzen Kräuter Küchenkräuter Nutzpflanzen Wildpflanzen
Gartenstil
Apothekergarten Balkongarten Bauerngarten Cottage-Garten Dachgarten Gemüsegarten Kräutergarten Naturgarten Nutzgarten Selbstversorger-Garten Topfgarten
Pflege
regelmäßig gießen, auf Erkrankungen achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juli August
Vermehrung
Samen
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos mäßig feucht nährstoffreich
Blattform
gefiedert, nadelartig
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattfleckenkrankheit Blattläuse Echter Mehltau Falscher Mehltau Fusarium-Welke Nematoden Pilzerkrankungen Pythium
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Dill pflanzen
Dill: Standort
Dill: Pflege
Wie am besten Dill ernten?
Wie kann ich Dill einfrieren?
Rezepte mit Dill
Ist Dill gesund?

Der aus Asien und Südeuropa stammende Dill (Anethum graveolens) wächst bei uns vielerorts wild mit gelben Blütendolden und einem intensiven Duft. Im Garten kommt das einjährige Kraut vor allem im Kräuterbeet vor. Bekannt ist Dill als Gewürzpflanze für eingelegte Gurken – was ihm auch den Volksnamen Gurkenkraut einbrachte.

Dill pflanzen

Dill ist eine einjährige Pflanze, daher muss sie Jahr für Jahr immer wieder neu ausgesät werden. Für den Dill-Anbau im Garten gibt es im Fachhandel entsprechende Samentüten für oft mehrere hundert Pflanzen. Am besten säen Sie die Dillsamen jeweils an einem neuen Standort aus, da Dill im gleichen Beet in folgenden Standjahren nicht mehr gut gedeiht. Grund dafür sind seine eigenen Wurzelabscheidungen sowie Fadenwürmer (Nematoden) im Boden, die ein gesundes Wachstum verhindern.

Achten Sie auch darauf, Dill nicht neben oder in Folge von anderen Doldenblütlern wie Möhren, Sellerie, Petersilie oder Fenchel anzubauen, denn ansonsten steht die Möhrenfliege in den Startlöchern, ihre Maden sind ein massiver Schädling für Dill! Zwiebeln, Bohnen oder Kohl harmonieren hingegen gut mit Dill.

So gelingt das Dill-Aussäen am besten:

  • Ab April können Sie die Dill-Samen direkt im Freien ausbringen. Eilige können schon ab März mit Pflanzschalen drinnen vorziehen.
  • Geben Sie das Saatgut auf einen humosen, gut durchfeuchteten Boden und bedecken Sie es vorsichtig mit Erde.
  • Als Keimtemperatur sind 10 Grad Celsius optimal.
  • Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein.
  • Gießen Sie regelmäßig und halten Sie den Boden stets mäßig feucht.

Leider ist Dillkraut gerade als Jungpflanze sehr anfällig für Pilz- und Wurzelkrankheiten. Abhilfe schaffen jedoch andere ins Beet gepflanzte Kräuter wie Salbei oder Thymian, da sie Erreger fernhalten und so als natürliche Pflanzenschutzmittel wirken. 

Dill: Standort

Dill benötigt in der Keimphase einen stetig frischen Boden, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Setzen oder säen Sie den Dill in humose, warme Erde und an einen hellen Standort im Gemüsebeet.

Sie können aber auch eine etwas ungewöhnlichere Art für den Anbau von Dill aussuchen: Wie wäre es denn mal als Zierstaude? Einfach die Samen ab Mitte Mai breitwürfig in Ihrem Blumenbeet verteilen. Das ist nicht nur für die Pflanzengesundheit die beste Methode, sondern hat auch einen hohen Schmuckwert durch die üppigen Blütendolden und filigranen Blätter der einjährigen Würzpflanze.

Dill: Pflege

Nach dem Pflanzen benötigt Dill so gut wie keine Pflege. Sehr hoch wachsenden Dill sollten Sie jedoch vor starkem Wind schützen. Achten Sie außerdem hin und wieder auf ungebetenen Besuch von der Möhrenfliege, die es  auf das würzige Kraut abgesehen hat. Ist der Dill befallen, ist es leider zu spät für Maßnahmen. Bester Tipp ist daher, bei der Pflanzug oder Aussaat keinen Stallmist als Dünger zu verwenden, da er die Fliegen besonders stark anzieht.

Wie am besten Dill ernten?

Die Dillblüten, die Knospen und auch die jungen Dillspitzen (Blätter) schmecken fein würzig und sind ein beliebtes Küchenkraut. Das Schöne am Gewürz ist, dass es schon sechs Wochen nach der Aussaat geerntet werden kann, wenn sich kräftiges Blattgrün zeigt. Wer keine Vollernte zum Trocknen oder Einfrieren des Dills vornehmen möchte, sollte immer nur die äußeren Spitzen der gefiederten und nadelähnlichen Blätter abzupfen. So bleibt die Pflanze kräftig und kann bis November gedeihen. 

Wie kann ich Dill einfrieren?

Wie alle anderen Kräuter lässt sich auch Dill trocknen. Sinnvoller ist es jedoch, ihn einzufrieren, um so seine feinen Aromen zu schützen:

  • Lassen Sie geernteten Dill nicht zu lange liegen, da er schnell anfängt zu welken.
  • Größere Pflanzenteile wie die Blüten oder Knospen können Sie direkt in einem Gefrierbeutel frosten.
  • Die feinen Dillspitzen sollten Sie zunächst waschen und anschließend kleinhacken.
  • Danach verteilen Sie die Kräuter auf einen Eiswürfelbehälter und gießen die Kammern mit Wasser auf.
  • Im Gefrierschrank lassen Sie alles durchfrieren.
  • Um nicht dauerhaft die Form zu belegen, können Sie nach dem Gefrieren die einzelnen Kräuter-Eiswürfel in einen Gefrierbeutel umfüllen. Beim Kochen entnehmen Sie dann zum Würzen einfach die benötigte Menge an Würfeln.
Dill (Anethum graveolens) in Erde

Als einjährige Pflanze muss Dill jährlich neu ausgesät werden.

Rezepte mit Dill

Die meisten kennen Dill maximal als Gurkenkraut oder als Würzkraut für Dillkartoffeln. Eine leichte Dill-Sauce wird häufig auch zu Fisch serviert - in Variation auch als Dill-Senf-Sauce.

Dabei lassen sich noch viele weitere Rezepte mit dem Küchenkraut zubereiten. So passt sein Aroma auch gut zu Tomaten, Frischkäse und Eierspeisen. Eine weitere Variante ist ein Dill-Gurken-Relish, welches gern in Großbritannien als Burger- oder Braten-Sauce zubereitet wird.  

Sie benötigen:
1 Bund Dill
4 Gemüsegurken
2-3 große Zwiebeln
¼ Liter Weinessig
280 Gramm Zucker
2-3 EL Senfkörner
2 TL Salz

Zubereitung:

  •  Gurken und Zwiebeln in sehr kleine Stücke schneiden und bis auf den Dill mit allen Zutaten vermischen.
  •  Danach in einem Topf ca. 10-12 Minuten kochen.
  •  Währenddessen den Dill waschen und kleinhacken. Kurz vorm Kochende dazugeben und mit garen.
  •  Das fertige Relish können Sie in Marmeladen-Gläser geben. Am besten anschließend kühl aufbewahren.

Dillsamen werden ebenfalls gern in der Küche verwendet und zwar zum Einlegen von Gurken.

Ist Dill gesund?

Neben seinem feinwürzigen Geschmack gilt Dill auch als Heilpflanze. Insbesondere soll er appetitanregend, schlaffördernd, verdauungsfördernd und auch krampflösend bei Blähungen sein. Zusätzlich sollen Dillfußbäder für einen guten Schlaf dienen. In der Volksmedizin ist außerdem Dillöl für äußerliche Anwendungen beliebt – so zum Beispiel bei Kopfschmerzen

Dill (Anethum graveolens)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Dill

Kaiserschmarrn ist bei vielen als süße Eiermehlspeise bekannt. Mit Dill aus Ihrem Garten lässt sich jedoch ein herzhafter Kräuterschmarrn herstellen. Dafür 3 Eier, 170 Gramm Mehl und 380 ml Milch zu einem schaumigen Teig verarbeiten. Am besten trennen Sie zunächst die Eier und schlagen das Eiweiß gesondert auf und heben den Eischnee unter. Anschließend geben Sie den Teig in eine Pfanne mit Öl und backen ihn aus. Bevor alles durchgegart ist, können Sie den Kräuterschmarrn wie seinen süßen Verwandten in kleine Stücke zerreißen. Zum Schluss heben Sie noch einen Bund gehackten Dill unter. Fertig! Der Kräuterschmarrn passt gut als Beilage zu Schmorgemüse. 

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