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Tränendes Herz, Herzblume

Tränendes Herz / Herzblume (Lamprocapnos spectabilis) pink

Steckbrief

Pflanzenname
Tränendes Herz, Herzblume
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Lamprocapnos spectabilis
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Mohngewächse
Pflanzengröße
von 60 cm bis 80 cm
Herkunft
Asien
Pflanzzeit
April Mai
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
September Oktober
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Giftpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Sommerblumen Stauden winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zierpflanzen
Gartenstil
Bauerngarten Blumengarten Chinesischer Garten Cottage-Garten Feng-Shui-Garten Heidegarten pflegeleichter Garten Rhododendrongarten romantischer Garten Staudengarten Topfgarten Zengarten
Pflege
Winterschutz geben
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni
Vermehrung
Aussaat, Teilung
Blütenfarbe
rosa rot weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos lehmig mäßig feucht nährstoffreich
Blattform
gefiedert, gefingert
Lichtbedingungen
halbschattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
-
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Standort für das Tränende Herz: So pflanzen Sie die Staude
Tränendes Herz: Pflege für gutes Gedeihen
Tränendes Herz schneiden
Ist Tränendes Herz winterhart?
Tränendes Herz vermehren
Tränendes Herz: Was bedeutet der Name?
Ist das Tränende Herz giftig?

Mit seinen herzförmigen Blüten verleiht das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis ) jedem Garten eine damenhafte Eleganz. Relativ früh im Jahr streckt die Staude ihre Blätterspitzen aus der Erde. Achten Sie deshalb auf eine schützende Schicht aus Mulch wie Laub oder Pflanzenvlies, wenn es noch frostig sein sollte. Das Tränende Herz gilt als typische Bauergartenpflanze – ursprünglich stammt es aus dem asiatischen Raum und gedeiht dort unter lichtem Baumbestand und Farnen. Wählen Sie deshalb für die mehrjährige Pflanze ein ähnlich geschütztes Plätzchen! 

Fliederblüte
Alle, die gern gärtnern, kennen die alte Bauernregel zu den Eisheiligen und der "Kalten Sophie": Ab Mitte Mai ist das Wetter meist so stabil, dass keine Fröste mehr zu erwarten sind, dann dürfen alle Pflanzen ins Freie.

Standort für das Tränende Herz: So pflanzen Sie die Staude

Das Tränende Herz bevorzugt einen humosen, nährstoffreichen, tiefgründigen Boden. Vor der Pflanzung im Frühjahr sollte der Boden also gut vorbreitetet werden.

  • Suchen Sie einen halbschattigen Standort, der die Pflanze zum einen belichtet, zum anderen aber keine direkte Sonneneinstrahlung zulässt. Ein Platz mit direkter Nachbarschaft zu Bäumen, Sträuchern oder anderen hochwachsenden Stauden oder Ziergräsern ist vorteilhaft.
  • Die Erde im Beet sollte stets mäßig feucht bis feucht sein.
  • Heben Sie ein großzügiges Pflanzloch von ca. 50 x 50 cm aus.
  • Lockern Sie die unterste Erdschicht mit einer Hacke auf.
  • Geben Sie in das Pflanzloch eine Mischung aus Kompost, Sand und normaler Gartenerde, am besten kalkarm.
  • Wässern Sie die Erde nach der Pflanzung gründlich.
  • Am besten gedeiht die Staude, wenn sie in Gruppen von 3–5 Pflanzen gepflanzt wird. Wählen Sie dabei einen Abstand von etwa 60 cm, da das Tränende Herz relativ stark in die Breite wächst.

Die Gruppenpflanzung wirkt sich positiv auf das Gedeihen der Einzelpflanzen aus, da sie sich gegenseitig durch Wurzelausscheidungen beeinflussen. Allelopathie heißt der biologische Fachbegriff für dieses Phänomen.

Tränendes Herz: Pflege für gutes Gedeihen

Da das Tränende Herz in seiner asiatischen Heimat als Waldpflanze in humoser, feuchter Erde lebt, dankt es uns an heißen Sommertagen auch für zusätzliche Bewässerung. Als Düngung dient alle zwei Jahre etwas Kompost. Ansonsten ist die Pflanze ein sehr genügsamer Gartenbewohner.

Tränendes Herz schneiden

Das Tränende Herz zählt zu den Sommerblühern mit einer Blütezeit zwischen Mai und Juli, je nach Sorte. Nach der Blüte vertrocknet das Laub relativ zügig. Sobald es gelb-braun ist, können Sie es abschneiden. Denken Sie wegen des frühen Einziehens auch daran, einen geeigneten Beetpartner zu finden, der im Anschluss blüht, da ansonsten die Rabatte für den Rest des Jahres an dieser Stelle kahl bleibt. Schön als Nachbarpflanzen sind beispielsweise: Fingerhut, Storchschnabel, Funkie, Herbstzeitlose oder Bergenien.

Tränendes Herz / Herzblume (Lamprocapnos spectabilis) weiss

Elegant: Die weiße Sorte der Herzblume heißt Lamprocapnos spectabilis 'Alba'.

Ist Tränendes Herz winterhart?

Im späten Sommer vertrocknen alle oberirdischen Pflanzenteile recht zügig und alle Nährstoffe ziehen sich ins Wurzelwerk zurück – ein sehr wirkungsvoller Schutz der Pflanze. Aus diesem Grund benötigt ein Tränendes Herz in dieser Zeit bis zum neuen Austreiben keinen zusätzlichen Winterschutz. Damit die Jungtriebe im Frühjahr nicht erfrieren, empfiehlt es sich dennoch, den Wurzelbereich mit Laub und Reisig ab der kalten Jahreszeit zu bedecken. Dann ist die Pflanze schon bestens für das kommende Frühjahr vorbereitet.

Tränendes Herz vermehren

Das Tränende Herz kann man über zwei Methoden vermehren: Am besten funktioniert die Teilung, eine Aussaat ist aber auch möglich. Die Vermehrung über Stecklinge ist nur für Profis geeignet, da die Stecklinge relativ schwierig bewurzeln.

  • Da das Tränende Herz zu den Kaltkeimern zählt, sollte die Aussaat im September oder Oktober vorgenommen werden. Entweder direkt ins Beet oder in eine Aussaatschale. Letztere benötigt Abzugslöcher und die Erde muss stets mäßig feucht gehalten werden.
  • Verwenden Sie humose, lockere, leicht saure Erde zum Aussäen.
  • Schützen Sie die Samen mit Laub bis die Fröste vorbei sind.
  • Die Samen benötigen ein bis zwei Monate bei 0-5 Grad Celsius  zum Keimen.
  • Die Vermehrung über Teilung erfolgt durch das vorsichtige Abtrennen der fleischigen Wurzeln. Diese Wurzelteile werden in ein Torf-Sand-Gemisch gelegt und dann heißt es abwarten, bis die Augen (Triebknospen) neu austreiben.

Tränendes Herz: Was bedeutet der Name?

Der Name des Tränenden Herzens leitet sich direkt aus der Blütenform ab: mit rosa Kronblättern und weißen, tropfenförmigen Blütenblättern in der Mitte. Die Herzblume, wie sie auch genannt wird, trägt noch weitere Namen - lädt ihre Blütenform doch zu vielen Assoziationen ein. Jungfernherz oder auch Badendes Männchen wird sie genannt, so schaut die Blüte nämlich aus, wenn man sie auf den Kopf dreht und die rosa Blütenblätter auseinanderzieht. Dann sieht es aus, als ob ein weißes Männchen in einer rosa Badewanne sitzen würde oder eine Jungfer in einem Herz. Im englischsprachigen Raum ist die Namensgebung wesentlich dramatischer ausgefallen: Bleeding Heart – blutendes Herz heißt die beliebte Staude dort. 

Ist das Tränende Herz giftig?

Ja, alle oberirdischen Pflanzenteile des Tränenden Herzens sind giftig. Das Tränende Herz wurde sogar zur Giftpflanze des Jahres 2017 gekürt! Achten Sie also auf Kleinkinder und Haustiere in der Nähe der Pflanze. Ebenso sollten Sie Acht geben, wenn Sie das Tränende Herz für die Blumenvase schneiden. Verwenden Sie Handschuhe, um Kontaktallergien zu vermeiden, dann steht einem schönen Bouquet mit den grazilen Herzanhängern nichts im Weg.

Tränendes Herz / Herzblume (Lamprocapnos spectabilis) pink

SCHÖNER WOHNEN-Tipp für das Tränende Herz

Klassischerweise kennen die meisten das Tränende Herz in einem Rosaton. Es gibt jedoch auch andersfarbige Sorten der beliebten Bauerngartenstaude. So wurde beispielsweise eine wunderbar elegante weiße Sorte gezüchtet, die unter dem Namen Lamprocapnos spectabilis 'Alba' zu finden ist. Wer es kräftig mag, für den ist die Lamprocapnos spectabilis 'Valentine' die richtige Wahl. Sie bereichert das Blumenbeet mit einem kräftigen Kirschrot und einem tiefgrünen Laub, das über den Sommer länger attraktiv bleibt als das ihrer Verwandten.

Optisch dem Tränenden Herzen sehr ähnlich, aber nach der aktuellen Nomenklatur nicht mehr miteinander verwandt, sind die beiden Zwergherzblumen (Dicentra eximia und Dicentra formosa). Sie blühen länger als die Lamprocapnos spectabilis und werden nur halb so groß.

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