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Buche

Buche (Fagus sylvatica L. und Fagus spec.) als Sichtschutz im Kübel

Steckbrief

Pflanzenname
Buche
Erntezeitpunkt
September Oktober
Botanischer Name
Fagus sylvatica L. und Fagus spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Buchengewächse
Pflanzengröße
ca. 40 m
Herkunft
Europa, Mittelrussland und Kaukasus
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
März April
Pflanzentyp
Bäume Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Heckenpflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Sichtschutzpflanzen Sträucher winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen
Gartenstil
Chinesischer Garten Englischer Garten Feng-Shui-Garten Garten für Anfänger Japanischer Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten Schattengarten Zengarten
Pflege
schneiden
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
April Mai
Vermehrung
Aussaat
Blütenfarbe
gelb grün
Bodenbeschaffenheit
feucht humos lehmig nährstoffreich sandig
Blattform
oval
Lichtbedingungen
halbschattig schattig sonnig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Gallmilbe Pilzerkrankungen Schildläuse
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Buchenhecke: So pflanzt und pflegt man sie
Buche vermehren
Welche Buchenarten gibt es?
Sind die Hainbuche und die Buche verwandt?
Was ist Kernbuche?
Buche für Parkett
Buche für Möbel

Eine gute Nachricht vorab: Es gibt wieder mehr Buchen in deutschen Wäldern. Buchenwälder geben vielen Tieren, insbesondere Spechten und anderen Höhlenbewohnern wertvolle Zufluchtsorte. Für Bienen ist es ebenfalls ein nützlicher Baum, da seine Blüten sie mit Pollen versorgen.

Bei Gartenbesitzern sind Buchen auch sehr beliebt. Wegen ihrer attraktiven Blätter, die schön dicht wachsen, bietet die Buche als Hecke einen guten Sichtschutz und das sogar im Winter, da Buchenblätter auch im vertrockneten Zustand an den Ästen hängen bleiben.

Buchenhecke: So pflanzt und pflegt man sie

Buchen können außer bei Frost oder extremer Hitze das ganze Jahr über gepflanzt werden. Am besten pflanzt man sie aufgrund der Wetterlage immer im Frühjahr und Herbst, dann sind die Temperatur gemäßigt und der Boden stets feucht.

  • Je nach Größe der Jungpflanzen benötigen Sie für eine Hecke drei Pflanzen pro Meter.
  • Der Boden muss nährstoffreich und mäßig feucht sein.
  • Beim Pflanzen geben Sie am besten ein sogenanntes Mykorrhiza-Wachstumsmittel zum besseren Anwachsen der Wurzeln mit in die Erde.

Ab dem zweiten Standjahr kann und sollte die Buche, soll sie nicht als Solitär, sondern als Hecke stehen, mit einer scharfen Schere oder Heckenschere zurückgeschnitten werden. Ihr jährliches Wachstum beträgt nämlich 20-50 cm pro Jahr. Daneben ist es wichtig, den Boden regelmäßig feucht zu halten.

Buche vermehren

Wer seine Buche vermehren möchte, kann im September Bucheckern sammeln und den Winter über trocken und in Papiertüten verpackt gelagert. Im Februar beginnt man dann mit der Stratifizierung. Das heißt, dass die Bucheckern entweder nach draußen oder in den Kühlschrank gelegt werden, weil sie einen vier- bis sechswöchigen Kältereiz benötigen, um zu keimen.

Nach dieser Zeit werden sie in normale Gartenerde in einer Aussaatschale ausgesät und warm gestellt. Für ein gutes Wachstum benötigen sie viel Licht und Feuchtigkeit. Sobald sich kräftige Jungpflanzen entwickelt haben, können die Buchen ausgepflanzt werden. Am besten zunächst in einen Kübel, damit keine Tiere an ihnen knabbern, solange sie noch jung sind.

Buche (Fagus sylvatica L. und Fagus spec.) junge Buchenblätter

Buchenblätter bieten einen guten Sichtschutz – selbst im Winter, da sie zum Teil auch verwelkt an der Pflanze verbleiben.

Welche Buchenarten gibt es?

Neben der klassischen Rotbuche Fagus sylvatica, deren Namenszusatz "Rot" sich auf die Färbung des Holzes bezieht und deren Blätter grün sind, gibt es viele andere Buchenarten, die andere Laubfarben und -formen aufweisen. So zum Beispiel:

  • Die Amerikanische Buche (Fagus grandifolia), deren Blätter schmaler und unbehaart sind.
  • Die Eichenblatt-Buche (Fagus sylvatica 'Quercifolia') hat, wie ihr Name schon verrät, eichenblattähnliche Blätter.
  • Die Blätter der Blutbuche (Fagus sylvatica 'Purpurea') sind rot gefärbt. Man kann sie auch gut als Heckenpflanze verwenden.
  • Die Rundblättrige Buche (Fagus sylvatica 'Rotundifolia') hat kleine, runde, herzförmige Blätter, die sich im Herbst schön rot färben.
  • Die Geschlitztblättrige Buche (Fagus sylvatica 'Laciniata') hat besonders attraktive, lanzettliche Blätter. Sie wird sehr groß und ist schattenverträglich.
  • Die Säulen-Buche 'Purple' (Fagus sylvatica 'Dawyck Purple') ist rotblättrig und eignet sich durch die Säulenform besonders als Solitär.

Unabhängig von den Blättern haben Buchen typischerweise eine glatte Rinde, die grau bis silbergrau gefärbt ist. 

Sind die Hainbuche und die Buche verwandt?

Nein, die Hainbuche – oder auch Weißbuche genannt – gehört weder zur gleichen Pflanzengattung noch zur gleichen Pflanzenfamilie wie die Rotbuche. Die Hainbuche heißt botanisch Carpinus betulus und stammt aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae).

Was ist Kernbuche?

Bei Kernbuche handelt sich nicht um eine Buchenart, sondern um die dunkle Verfärbung in der Mitte des Buchenstammes von Fagus sylvatica. Es ist ein Begriff aus dem Tischlergewerbe. In der Möbelindustrie wird dieses rötliche Holz auch Wildbuche genannt. 

Buche für Parkett

Buchenholz wird gern zur Verarbeitung von Parkett verwendet. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist das einheimische Edelholz dank seiner Verbreitung in Deutschland relativ günstig. Daneben weist Buchenholz auch noch einen hohen Härtegrad auf und zeichnet sich somit als robustes, trittfestes Parkett aus. 

buche (Fagus sylvatica L. und Fagus spec.) mit roter Färbung

In den Sommermonaten noch saftig grün, verfärben sich Buchenblätter im Herbst rot-bräunlich.

Buche für Möbel

Die bekanntest Möbel aus Buchenholz sind wahrscheinlich die Thonet-Stühle aus Buchenholz von Michael Thonet. Er erfand 1830 ein Verfahren mit Dampf zum Biegen von Buchenholz und stellte damit seinen sogenannten Kaffeehausstuhl her, der mittlerweile Weltruhm erlangt hat. 

Buche (Fagus sylvatica L. und Fagus spec.) als Sichtschutz im Kübel

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Buche

Die Buche ist nicht nur ein schöner Gartenbaum, sie ist auch bekannt für ihre Früchte, die Bucheckern! Nur bitte nicht roh verzehrt! Ungeröstet weisen sie einen hohen Oxalsäure- und Alkaloidgehalt auf, was eine leichte Giftigkeit mit sich bringt. Für den Verzehr müssen die Bucheckern vorab geschält und anschließend in der Pfanne geröstet werden. Gut schmecken sie dann beispielsweise über einen Salat als Knabberei gestreut. Aber auch zu Bucheckernmehl und Bucheckernöl lassen sich die dreikantigen Nüsse verarbeiten.

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