CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Margeriten

Margerite (Leucanthemum spec.)

Steckbrief

Pflanzenname
Margerite
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Leucanthemum spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Korbblütler
Pflanzengröße
von 60 cm bis 90 cm
Herkunft
Europa
Pflanzzeit
Mai
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
April Mai Juni
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Stauden Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten mediterraner Garten moderner Garten Naturgarten romantischer Garten Staudengarten Topfgarten Wildblumengarten
Pflege
wässern, düngen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni Juli August September
Vermehrung
Aussaat, Teilung
Blütenfarbe
gelb weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig lehmig nährstoffreich sandig trocken
Blattform
lanzettlich, gefiedert
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Pilzerkrankungen Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Margeriten-Standort: Wo ist der beste Platz für die Staude?
Margeriten pflanzen
Margeriten-Pflege: Auf was muss ich achten?
Margeriten schneiden und düngen
Margeriten teilen und vermehren
Margeriten überwintern
Sind Margeriten giftig?
SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Margeriten

Mit ihren großen, weißen Zungenblüten und den gelben Tupfen in der Mitte, den sogenannten Röhrenblüten, geben Margeriten (Leucanthemum) jedem Garten, aber auch Terrassen und Balkons ein sommerliches Flair. Als Blütenstauden sind sie besonders im Topf und Kübel beliebt, machen sich jedoch ebenfalls im Blumenbeet gut.

Margeriten bilden mit Rosen, Rittersporn und Lupinen schöne Kombinationen und verschönern so Bauerngärten wie auch moderne Hausgärten. Die Sommer-Margerite (Lucanthemum maximum) und die Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) sind echte Bereicherungen für Bienen und Schmetterlinge. Und wer im Sommer ein Gastgeschenk für eine Gartenparty sucht, macht dem Gastgeber mit einem kleinen Margeritenbusch und seinen dutzenden weißleuchten Blüten bestimmt eine Freude. 

Welche Margeriten-Arten gibt es?

Wer Margeriten kaufen möchte, kann unter mehr als 40 Leucanthemum-Arten wählen. Vor einigen Jahren zählte die Margerite übrigens nomenklatorisch noch zu den Chrysanthemen. Nun ist die Pflanze einer eignen Gattung zugeordnet. Der botanische Name Leucanthemum drückt genau aus, welche Blütenfarbe bei der Margerite zu erwarten ist. Leucanthemum ist Griechisch und bedeutet übersetzt "Weiße Blume". Die Margeriten-Blütezeit reicht je nach Art und Sorte von Mai bis September. So blüht die Wiesen-Margerite Leucanthemum vulgare 'Maikönigin' im Mai und Juni. Die Sommer-Margeriten-Sorte Leucanthemum Maximum-Hybride 'Gruppenstolz' blüht sogar von Juli bis in den September hinein.

In ganz Europa kommen die Weißblütler auch wild vor – von Portugal und der dort allein heimischen Portugiesischen Margerite (Leucanthemum lacustre) bis nach Sibirien reicht ihr Ausbreitungsgebiet. Dank Züchtungen gibt es daneben noch eine Vielzahl an Formen wie die kleinwüchsige Margerite 'Laspider' oder auch die Sorte 'Manhattan' mit Blüten, die eine Größe von 15 cm erreichen. Es müssen aber nicht nur weiße Margeriten sein. Sogar Margeriten in Gelb wie die Leucanthemum maximum 'Broadway Lights' gibt es. Sie besitzt dezent pastellige Blüten in Buttergelb.

Daneben gibt es noch die farbigen Kapmargeriten. Obwohl sie den Begriff Margeriten in ihrem Namen tragen, gehören diese jedoch nicht zu den echten Margeriten-Arten, sondern sind als Kapkörbchen (Osteospermum) eine eigene Pflanzengattung. Gemeinsam gehören sie jedoch zur Pflanzenfamilie der Korbblütler.

Margeriten-Standort: Wo ist der beste Platz für die Staude?

Ob Margeriten auf dem Balkon, im Kübel auf der Terrasse oder eingepflanzt im Blumenbeet – als Sommerblumen und Herbstblüher benötigen sie einen sonnigen Standort, der auch ausreichend Schutz vor Wind bietet. Hochwachsenden Varianten können Sie zusätzlich eine Standhilfe zum Stabilisieren anbieten. Die Erde sollte lehmig-sandig und nährstoffreich sein. Da die Margeriten zu den heimischen Wildblumen zählen, sind sie jedoch oft auch genügsam und kommen dann mit nicht ganz idealen Bodenarten zurecht oder gedeihen sogar unkompliziert im Halbschatten.

Ein gravierender Fehler ist es jedoch, die Pflanze nach dem Kauf in ihrem Pflanzcontainer aus dem Gartencenter zu belassen. Diese sind meist eng bemessen und die Pflanzballen komplett durchwurzelt, sodass der Staude wenig Erde und wenige Nährstoffe zur Verfügung stehen. Auch das Wasserrückhaltevermögen ist verringert. So passiert es häufig, dass die Pflanze vertrocknet und nicht mehrjährig wächst, sondern eingeht. Topfen Sie die Pflanze deshalb nach dem Kauf sofort in einen Kübel um, der rings um den Ballen dreifingerbreit größer ist und befüllen Sie diesen mit normaler Blumenerde. 

Margeriten pflanzen

Beste Pflanzzeit für Margeriten ist ab Mai nach den Eisheiligen:

  • Die Pflanztiefe beträgt ca. 20 cm.
  • Halten Sie dabei einen Abstand von etwa 40 cm zu anderen Pflanzen ein, da sich Margeriten gern buschig ausbreiten.
  • Wässern Sie die Neupflanzung gut. 

Margeriten-Pflege: Auf was muss ich achten?

Bei Margeriten kann man nicht viel falsch machen. Beachten Sie jedoch, dass die Blumen in den Sommermonaten viel Wasser benötigen. Insbesondere Topf- und Kübelexemplare sollten Sie bis zu zwei Mal täglich wässern. Wie immer gilt dabei, Staunässe zu vermeiden, da ansonsten die Wurzeln faulen können. Im Winter kann zu viel Nässe außerdem noch zu Frostschäden an der gesamten Pflanze führen. 

Margeriten schneiden und düngen

Im Sommer sollten Sie der Pflanze alle drei Wochen mit Flüssigdünger Nährstoffe zuführen. Das regt das Blütenwachstum an. Gleiches gilt auch für einen vorsichtigen Rückschnitt von wenigen Zentimetern, nachdem die Blüten verwelkt sind.

Margeriten teilen und vermehren

Ihre Margerite wird es außerdem mit üppigen Blüten danken, wenn Sie die Blühpflanze alle drei Jahre ausgraben und den Wurzelballen mit einem Spaten vor dem erneuten Einpflanzen teilen. Das belebt das Wachstum der Pflanze. Gleichzeitig ist es auch die einfachste und schnellste Art, ihre Margeriten zu vermehren: Sie können die zweite Hälfte des geteilten Wurzelballens einfach an anderer Stelle im Garten wieder einsetzen und haben damit zwei Pflanzen.

Margeriten überwintern

Heimische Margeriten sind mehrjährig und winterhart und können so selbst in den kalten Wintermonaten draußen bleiben. Tannenreisig oder Laub, um die Pflanze herum verteilt, reichen als Schutz vollkommen aus. Aufgrund des großen Ausbreitungsgebietes sind andere Margeriten-Arten frostempfindlicher und brauchen einen richtigen Winterschutz. Fragen Sie daher beim Kauf gleich nach, wie bei der gewünschten Pflanze an sinnvollsten zu verfahren ist. 

Hochstämmchen oder als Kübelpflanzen ausgezeichnete Margeriten sind immer schutzbedürftig. Schneiden Sie bei diesen Pflanzen die Triebe im Herbst um etwa ein Drittel zurück und holen Sie die Pflanzen vor den ersten Nachtfrösten ins Haus. Kontrollieren Sie am besten gleich noch nach Schädlingen wie Spinnmilben, da sie sich sonst im Winterquartier verstärkt ausbreiten können. Das Winterquartier sollte hell sein und eine Temperatur zwischen 5-15 Grad Celsius haben. Wer kein Gewächshaus oder Wintergarten hat, kann die Pflanze zum Beispiel im ungeheizten Treppenhaus überwintern lassen. 

Sind Margeriten giftig?

Margeriten sind nicht giftig. Aber dennoch Achtung. Die Pflanzen enthalten sogenannte Polyacetylene, die bei Kontakt bei empfindlichen Menschen Hautreizungen hervorrufen können. Wer eine bekannte Allergie gegen Korbblütler hat, sollte Margeriten ebenfalls nicht pflanzen, da sie zu dieser Pflanzengattung gehören und so entsprechende allergische Reaktionen auslösen können. 

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Margeriten

Nicht nur im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse machen sich Margeriten gut. Sie eignen sich auch bestens als Schnittblumen für die Vase. Gerade die Varianten mit großen Blüten sind dabei interessant. Als Schnittblume eignen sich zum Beispiel die Sorten 'Polaris' und 'Harry Pötschke', sie sind großblumig und entwickeln bis zu einem Meter lange Stängel, die sich gut schneiden lassen.