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Märzenbecher, Frühlings-Knotenblume

Märzenbecher, Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum)

Steckbrief

Pflanzenname
Märzenbecher, Frühlingsknotenblume
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Leucojum vernum
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Amaryllisgewächse
Pflanzengröße
von 20 cm bis 30 cm
Herkunft
Europa
Pflanzzeit
September Oktober November
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
Juni Juli
Pflanzentyp
Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Bodendecker Duftpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Steingartenpflanzen Wildpflanzen winterharte Pflanzen Zierpflanzen Zwiebelpflanzen
Gartenstil
Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Englischer Garten Garten für Anfänger Hanggarten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Steingarten Wildblumengarten
Pflege
-
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Februar März April
Vermehrung
Aussaat, Zwiebeln
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht lehmig nährstoffreich tonhaltig
Blattform
lanzettlich
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
-
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Märzenbecher-Blütezeit
Märzenbecher-Zwiebeln pflanzen
Märzenbecher-Pflege
Märzenbechersamen aussäen
Ist der Märzenbecher giftig?
Blüht der Märzenbecher manchmal auch im Sommer?
Märzenbecherwiesen: Wo sind sie zu finden?

So wie sein Name es schon gleich verrät, blüht der Märzenbecher (Leucum vernum) üblicherweise ab März. In wärmeren Regionen zeigt er auch schon mal im Februar seine Blüte. Zur gleichen Pflanzenfamilie gehört übrigens auch das Schneeglöckchen, darum sehen sich diese beiden Frühlingsblüher so ähnlich. Es gibt jedoch auch markante Unterschiede von Schneeglöckchen und Märzenbecher: So sind die Märzenbecher – auch Frühlings-Knotenblume genannt – größer und sie tragen eine grün-gelbe Punktzeichnung an den Spitzen der Blütenblätter.

Märzenbecher-Blütezeit

Der Märzenbecher blüht von Februar bis April, je nach Wetterlage. Je besser sich die Zwiebelpflanzen in Ihrem Garten etabliert haben und je mehr die Bedürfnisse an Licht und Boden erfüllt werden, desto zahlreicher werden die Märzenbecher letztendlich blühen.

Märzenbecher-Zwiebeln pflanzen

Suchen Sie dem Märzenbecher einen lichten, nährstoffreichen und feuchten Standort im Garten. Gepflanzt wird im Herbst.

  • Der Pflanzabstand der Zwiebeln beträgt etwa 20 cm.
  • Die Pflanztiefe entspricht zwei- bis dreimal der Größe der Zwiebel.
  • Am besten mulchen Sie gleich beim Pflanzen die Erde, das macht den Boden nährstoffreicher.
  • Später reicht eine Kompostgabe im Frühjahr als Dünger.

Übrigens: Warten Sie nach dem Kauf nicht zu lange mit dem Pflanzen der Blumenzwiebeln, sie könnten ansonsten leicht austrocknen.

Märzenbecher-Pflege

Der Märzenbecher ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze, die sich sowohl unterirdisch über ihre Zwiebeln vermehrt, als auch oberirdisch mit ihren Samen. Nach der Blüte bilden sich die Samen aus. Möchten Sie das vermeiden, sollten Sie die Blütenblätter abschneiden, sobald sie verwelkt sind. Auch das Laub wird geschnitten, wenn es braun wird.

Märzenbecher, Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum) Feld

Märzenbecher ist in allen Pflanzenteilen giftig, vor allem die Zwiebelknolle beinhaltet schädliche Alkaloide. 

Märzenbechersamen aussäen

Haben Sie bereits Märzenbecher in Ihrem Garten, dann brauchen Sie einfach nur abzuwarten – sie säen sich nämlich mit den Jahren selbst aus. Damit die Selbstaussaat auch keimt, sollten Sie rings um die Märzenbecher lediglich die Beete von Unkraut befreien, in dem Sie dieses rausziehen. Die Erde darf aber nicht durchgehackt werden, weil Sie sonst die Sämlinge zerstören.

Sie können auch die gesamten Samenkapseln abnehmen und die Samen an einem geeigneten Ort mit viel Licht einfach auf feuchter, lehmig-toniger Erde im Garten verteilen. Mehr müssen Sie nicht machen. Im ersten und zweiten Jahr nach der Keimung werden jedoch nur lange Blätter zu sehen sein, keine Blüten. Lassen Sie sich davon nicht irritieren und haben Sie Geduld.  Die Keimrate der Samen ist außerdem nicht sehr hoch und es kann viele Monate dauern, bis die Samen überhaupt keimen. 

Ist der Märzenbecher giftig?

Der gesamte Märzenbecher ist giftig, insbesondere die Zwiebel enthält eine hohe Menge an Alkaloiden. Wenn Sie Pferdebesitzer sind, müssen Sie besonders vorsichtig sein, da die Tiere die Märzenbecher gern fressen und dann leider erkranken. 

Blüht der Märzenbecher manchmal auch im Sommer?

Der Märzenbecher hat als Frühlings-Knotenblume eine Schwester: die Sommer-Knotenblume (Leucojum aestivum). Sie sieht genauso wie die Frühlingsvariante aus, blüht aber von Mai bis Juli. Beide Knotenblumen fühlen sich an feuchten, nährstoffreichen Standorten am wohlsten wie in einem feuchten Steingarten oder in der Nähe von Gehölzen. Falls Sie also laubabwerfende Bäume in Ihrem Garten haben, setzen Sie gern dort die Blumenzwiebeln. Unter immergrünen Pflanzen ist die Pflanzung jedoch nicht geeignet, weil die Märzenbecher dann in der ohnehin dunklen Jahreszeit zu wenig Licht abbekämen.

Märzenbecherwiesen: Wo sind sie zu finden?

In Schweineberg bei Hameln befindet sich eines der größten Märzenbecher-Vorkommen Deutschlands. Es ist mehr als drei Quadratkilometer groß und steht seit 1948 unter Naturschutz. Das Blütenspektakel zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen für die sogenannten Märzenbecher-Wanderungen an. Genauso wie im Polenztal in Sachsen, dort befindet sich ebenfalls ein riesiges Naturschutzgebiet mit großen Ansammlungen wild vorkommender Märzenbecher, die im Frühjahr erblühen. Weitere reizvolle Märzenbecherwiesen gibt es außerdem in:

  • Mühlheim an der Donau
  • Eselsburger Tal bei Herbrechtingen
  • Ballenstedt
  • Märzenbechertal Landgrafroda
Märzenbecher, Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Märzenbecher

Es gibt ganz besondere Sorten von Märzenbecher: So ist die Leucojum vernum var. carpaticum 'Gertrude Wister' eine echte Rarität und Liebhaberpflanze. Sie stammt aus der Gegend rund um Rumänien. Wenn Sie also die Pflanze mal in einer Gärtnerei entdecken, sollten Sie zugreifen! Sie trägt zwölf oder mehr Blütenblätter, die weit geöffnet sind und die sonnengelben Staubblätter preisgeben. Das Tolle sind nicht nur allein ihre außergewöhnlichen Blüten, sie blüht auch eher als ihre Artgenossen und bildet größere Kolonien. 

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