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Löwenzahn

Löwenzahn (Taraxacum officinale) Feld

Steckbrief

Pflanzenname
Gewöhnlicher Löwenzahn
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Taraxacum officinale
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Korbblütler
Pflanzengröße
von 15 cm bis 30 cm
Herkunft
Europa, Kleinasien
Pflanzzeit
-
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
März April Mai Juni Juli August September
Pflanzentyp
Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Gemüsepflanzen Giftpflanzen Heilpflanzen Kräuter mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Wildpflanzen winterharte Pflanzen
Gartenstil
Apothekergarten Gemüsegarten Hanggarten Kräutergarten Naturgarten Nutzgarten Selbstversorger-Garten Wildblumengarten
Pflege
bei Bedarf wässern
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
April Mai Juni Juli
Vermehrung
Samen
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker nährstoffreich
Blattform
eiförmig, gesägt
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Pilzerkrankungen
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Löwenzahn aussäen und der richtige Standort
Ist Löwenzahn giftig?
Kann man Löwenzahn essen: Welche Löwenzahn-Rezepte gibt es?
Heilwirkung: Welche Wirkung hat Löwenzahn?
Löwenzahn entfernen
SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Löwenzahn

Die Pflanze Löwenzahn (Taraxacum officinale) kennt sprichwörtlich jedes Kind! Wenn ihr gelber Blütenkopf verwelkt ist und sich die Samen mit ihren gefiederten Schirmchen gebildet haben, ist es nahezu ein Muss für jedes Kind, diese als Pusteblume durch die Luft fliegen zu lassen. So vermehrt sich der Löwenzahn ganz spielerisch nach und nach an Wegen und auf Wiesen. Wer sich schon mal im Herbst gefragt hat, warum der Löwenzahn noch blüht, der hat den Spätblühenden oder auch Löss-Löwenzahn (Taraxacum serotinum) entdeckt. Er blüht von August bis Oktober und wird zwischen 5 und 20 cm groß.

In angelegten Hausgärten ist der Löwenzahn auch zu finden, dann jedoch oft als ungebetener Gast mitten im Rasen, der schnell entfernt werden soll. Dabei ist die Wildpflanze sehr nützlich. Man kann sie essen, und sie zählt sogar zu den Heilpflanzen mit nützlichen Effekten dank ihrer Inhaltsstoffe.

Löwenzahn aussäen und der richtige Standort

Ob Brachflächen an Baustellen oder im gut gepflegten Zierrasen – nahezu überall kann Löwenzahn auftauchen. Am wohlsten fühlen sich die Flugschirm-Samen jedoch auf durchlässigen, nährstoffreichen und humosen Böden in sonniger Lage. Finden die Samen nicht gleich die richtigen Bedingungen zum Keimen, bleiben sie im Boden bis zu 10 Jahre keimfähig. Wird der Boden dann umgegraben und die Bedingungen sind ideal, können sich die Samen noch nach langer Zeit entwickeln und dann die bekannte Pflanze mit den gezackten Blättern und der gelben Blüte auf einem langen Stängel bilden.

Wer Löwenzahn ganz bewusst anpflanzen will, findet dazu Saatgut im Fachhandel:

  • Pro Samentüte sind oft mehr als 100 Samen enthalten.
  • Ideale Aussaatzeit ist März bis September direkt im Garten.
  • Boden dazu leicht harken und die Samen mit einem Abstand von 20 bis 30 cm direkt in die Erde säen.
  • Bei Bedarf dünn mit Erde bedecken, jedoch nicht zu viel, da die Samen Lichtkeimer sind.  
  • Nach der Aussaat den Boden mäßig feucht halten.
  • Nach etwa 20 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge. 

Ist Löwenzahn giftig?

Oft wird vermutet, dass Löwenzahn stark giftig ist. Das ist jedoch nicht der Fall. Übermäßig verzehren sollte man ihn dennoch nicht, da sein Inhaltsstoff Taraxacin ihn unverträglich bis maximal leicht giftig macht. Der Inhaltsstoff kommt vor allem im Milchsaft des Stängels vor und beeinflusst den Magen-Darm-Trakt, was bis zu Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen führen kann. Schwere Vergiftungen oder gar einen tödlichen Verlauf gab es jedoch bisher nicht. Ansonsten wäre es auch verwunderlich, warum Löwenzahn gegessen, als Tee getrunken und sogar in der Pflanzenheilkunde genutzt wird.

Löwenzahn (Taraxacum officinale) Blüte

Wer Löwenzahn entfernen will, sollte ihn komplett mit der Pfahlwurzel aus dem Boden ziehen.

Kann man Löwenzahn essen: Welche Löwenzahn-Rezepte gibt es?

Auch wenn viele Löwenzahn eher als lästiges Wildkraut im Garten ansehen, ist er auch eine interessante Nutzpflanze. Neben Löwenzahnsalat, bei dem seine rohen Blätter mit hohem Vitamin-C-Gehalt als Wildsalat gegessen werden, lassen sich die Löwenzahnblätter auch zu einer Art Spinat kochen, der reich an Beta-Carotin und Mineralstoffen wie Eisen und Kalium ist. Aber selbst seine Wurzeln lassen sich noch ernten und kleingeschnitten als Gemüse dünsten.

Eine interessante Zubereitungsart ist die als Löwenzahnhonig. Bienen sind dabei jedoch nicht beteiligt. Benötigt wird ein großer Kochtopf, in dem die Löwenzahnblüten zu Löwenzahnsirup zubereitet werden. Dazu werden Löwenzahnblüten mit Zitrone sowie einer großen Portion Zucker aufgekocht. Nach dem Abkühlen bekommt die Flüssigkeit dann ihre gewünschte Honigkonsistenz. Der zähflüssige Sirup dient als Brotaufstrich mit einem milden Geschmack und stellt für Veganer einen tierproduktfreien Honigersatz dar. Übrigens: Wer anstatt des normalen Haushaltszuckers Gelierzucker benutzt, bekommt so das ebenso beliebte Löwenzahngelee als Brotaufstrich.

Heilwirkung: Welche Wirkung hat Löwenzahn?

Dank seines relativ hohen Kaliumgehalts hat der Löwenzahn vor allem eine entwässernde Wirkung. Wichtig sind auch seine enthaltenen Bitterstoffe, die einen positiven Effekt auf Leber und Galle haben sollen. So gibt es Löwenzahn-Extrakt als Tropfen oder es wird frischer Löwenzahnsaft aus den Blättern gepresst und anschließend getrunken.

Besonders beliebt ist auch die Anwendung als Tee, da ihm eine anregende Wirkung für den Stoffwechsel nachgesagt wird. Gerade in Verbindung mit Fastenkuren oder einer Diät dient er als Startgetränk. Um Löwenzahn-Tee zubereiten, nehmen Sie

  • 1-2 TL klein geschnittene Löwenzahnblätter oder/und Löwenzahnwurzeln
  • und kochen Sie diese mit einem Viertelliter Wasser auf.
  • Nach einer Ziehzeit von 15 Minuten können Sie den Pflanzenauszug abseihen und über den Tag verteilt als Tee trinken.
Löwenzahn (Taraxacum officinale) Pusteblume

Pusteblume: Löwenzahn vermehrt sich kinderleicht über die fliegenden Samen, die beim Abpusten der verwelkten Blüte auf den Boden fallen.

 

Löwenzahn entfernen

Wer Löwenzahn nicht als Nutz- oder Heilpflanze sieht und ihn als sogenanntes Unkraut oder Wildkraut im Garten loswerden will, sollte das möglichst mechanisch machen. Wichtig ist nur, den Löwenzahn samt seiner Pfahlwurzel zu entfernen und nicht nur Blätter und Blüte abzureißen. Ansonsten überlebt die Löwenzahnwurzel in der Erde und die Pflanze treibt später neu aus.

Mit einem speziellen Löwenzahnstecher packen Sie „das Übel“ aber direkt an der Wurzel. Die Geräte gibt es als kurzes Handgerät in Form einer sehr schmalen Schaufel bzw. breiten Fonduegabel oder als hüfthohen Unkrautaussteher. Bei ersteren Modellen müssen Sie kniend mit dem schmalen Schaft unter den Löwenzahn stechen und dann die Pflanze samt Wurzel aus dem Boden hebeln.

Mit den hüfthohen Unkrautausstehern lässt sich der Löwenzahn hingegen bequem im Stehen entfernen. Sie besitzen an ihrem bodennahen Ende eine Art Kralle oder ein korkenzieherartiges Gewinde, die mit einer leichten Drehbewegung die gesamte Pflanze aus dem Boden holen. Die dabei entstehenden kleinen Löcher lassen sich danach mit einem beherzten Tritt schnell wieder schließen. Wenn Sie die Pflanze selbst nicht verwerten wollen, entsorgen Sie diese am besten in der Biotonne.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Löwenzahn

Kennen Sie eigentlich Löwenzahnpesto? Denn neben Salat und Tee eignen sich die gezackten Blätter mit ihrem würzig-bitteren und leicht nussigen Geschmack ideal dazu, Nudeln zu verfeinern. Geben Sie einfach 100 Gramm Pinienkerne und junge Löwenzahnblätter – erhältlich in Bioläden und gut sortierten Supermärkten - in einen Mixer und fügen Sie noch 75 ml Olivenöl sowie zwei Knoblauchzehen hinzu. Mixen Sie alles gut durch und schmecken Sie zum Schluss mit Salz und Pfeffer ab. Guten Appetit!