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Jasmin

Jasmin (Jasminum spec.) Blüte

Steckbrief

Pflanzenname
Jasmin
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Jasminum spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Ölbaumgewächse
Pflanzengröße
ca. 5 m
Herkunft
Asien, Australien, Afrika, Mittelmeerraum
Pflanzzeit
Mai Juni Juli August September Oktober
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Beetpflanzen Duftpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Heilpflanzen Kletterpflanzen Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Zierpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Chinesischer Garten Cottage-Garten Englischer Garten Feng-Shui-Garten Japanischer Garten mediterraner Garten moderner Garten romantischer Garten Topfgarten Zengarten Zimmer
Pflege
düngen, schneiden, überwintern
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober Dezember
Vermehrung
Steckling
Blütenfarbe
gelb rosa weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos kalkhaltig lehmig mäßig feucht nährstoffreich sandig
Blattform
lanzettlich, oval
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Wollläuse
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Echter und falscher Jasmin
Jasmin: Wann blüht die Duftpflanze?
Winterjasmin und andere Jasminum-Arten
Standort: Wo am besten Jasmin pflanzen?
Ist Jasmin winterhart und wie lässt er sich überwintern?
Wie soll ich meinen Jasmin schneiden?
Jasmin vermehren
Jasmintee: Ätherisches Öl von Jasmin
Ist Jasmin giftig?

Er ist in so gut wie jedem Botanischen Garten in den Kalthäusern zu finden und zu bestaunen: der Echte Jasmin (Jasminum officinale). So beliebt ist sein typischer Jasmin-Duft, den die weißen, eleganten Blüten verströmen. Aber nicht nur Duft und Optik machen den Kletterstrauch so beliebt. Seine ätherischen Öle sind ebenfalls geschätzt – ob zum Parfümieren, zum Beduften von Räumen mittels Duftlampe oder sogar in der Naturheilkunde.

Echter und falscher Jasmin

Aber Achtung: Die Bezeichnung  Jasmin wird umgangssprachlich nicht nur allein für den Echten Jasmin und andere Jasmin-Arten benutzt. Auch der Gartenjasmin wird so bezeichnet, obwohl er genau genommen gar kein Jasmin ist. Die Pflanze – oft auch als Duftjasmin oder Bauernjasmin bezeichnet - heißt richtigerweise Pfeifenstrauch und gehört der Gattung Philadelphus an. Die beiden Gattungen Jasminum und Philadelphus stehen in keinerlei verwandtschaftlichem Verhältnis, sie sehen sich aber dennoch ähnlich. Ein weiterer falscher Verwandter ist der Jasminblütige Nachtschatten (Solanum jasminoides). Auch der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) bedient sich des Namens, obwohl er kein Jasmin ist. Dennoch: Alle Pflanzen ähneln sich sehr in Duft und Aussehen, was wohl auch zu den gleichen Bezeichnungen führte. 

Jasmin: Wann blüht die Duftpflanze?

Der Echte Jasmin blüht im Sommer von Juni bis September mit sternförmigen Blüten in strahlendem Weiß, die einen betörenden Duft verströmen. Nach ihrer Blüte bilden sich dunkelrote Beeren an den dünnen, kletternden Trieben der Pflanze, gleichzeitig verfärben sich im Herbst auch die Blätter. Bevor sie ganz abfallen, leuchten sie in einem prachtvollen Gelb an der Pflanze. 

Winterjasmin und andere Jasminum-Arten

Innerhalb der Gattung Jasminum gibt es ca. 200 Arten. Ihre Blütenfarben variieren von Weiß, über Gelb bis hin zu Rosa.

Besonders ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) zu erwähnen, der mit seiner gelben Blütenpracht von Dezember bis März hinein begeistert. Ein echter Dauerblüher dagegen ist der Arabische Jasmin (Jasminum sambac). Er trägt seine weißen Blüten von März bis Oktober und beduftet so dauerhaft Terrasse und Wintergarten. 

Standort: Wo am besten Jasmin pflanzen?

Aus wärmeren Regionen stammend, sind die meisten Jasminum-Arten leider nicht winterhart. Daher wird Jasmin bei uns vor allem in Wintergärten oder im Kübel angepflanzt, um ihn zur kalten Jahreszeit in ein Winterquartier bringen zu können.

  • Als wärmeliebende Pflanze benötigt Jasmin einen Standort, der sonnig bis maximal halbschattig ist.
  • Der Boden sollte sandig-lehmig, mäßig feucht und nährstoffreich sein.
  • Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entstehen kann. Eine Schicht aus Blähton bietet sich daher als Drainage an.
  • Da jeder Jasmin eine Kletterpflanze ist, sollten Sie ihm auch ein Spalier oder eine Rankhilfe anbieten. So erreichen die Pflanzen Maximalhöhen von ca. 4-5 Metern.
  • Düngen sollten Sie den Jasmin von April bis September mit Flüssigdünger.
  • Beste Pflanzzeit ist von Mai bis Oktober.
Jasmin (Jasminum spec.) Baum

Damit der Jasmin stärker austreibt, lohnt sich ein Rückschnitt im Frühjahr.

Ist Jasmin winterhart und wie lässt er sich überwintern?

Richtig winterhart ist leider nur der gelbblühende Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Er eignet sich daher auch zum Beranken von Bäumen, Mauern oder einer Pergola im Garten. Selbst mit Frost bis -15 Grad Celsius kommt er zurecht. Auch der Echte Jasmin soll in geschützten Lagen und Regionen mit eher mildem Klima einzelne Frosttage aushalten können.

Für andere Jasmin-Arten ist es hingegen sinnvoller, sie gleich als Zimmerpflanze, im Wintergarten oder maximal im Sommer in Kübeln im Freien zu ziehen. Denn ab dem Herbst benötigen Sie alle ein helles Winterquartier, um die Wintermonate zu überstehen. Idealerweise ist es nicht zu warm, sondern beträgt die Raumtemperatur um die 10 Grad Celsius. Diesen leichten Kältereiz benötigen die Pflanzen, um in der nächsten Saison wieder üppig Blüten zu tragen. 

Wie soll ich meinen Jasmin schneiden?

Wie bei vielen anderen Pflanzen auch, dient ein Rückschnitt beim Jasmin dazu, die mehrjährige Pflanze zu stärken. Das Auslichten begünstigt die Blütenbildung, ansonsten würden die Blüten nur an den Enden der langen Triebe ausgebildet werden. So treibt der Jasmin danach stärker aus und belohnt es auch noch mit mehr Blüten an den neuen Trieben. Idealer Zeitpunkt ist dabei im Frühjahr ab März – beim Winterjasmin natürlich erst nach der Blüte. Bitte gehen Sie jedoch bei einem ersten Schnitt behutsam vor, da es auch einige Zeit dauern kann, bis der Jasmin neue Triebe entwickelt. 

Jasmin vermehren

Wer seinen Jasmin vermehren möchte, kann das relativ einfach über Stecklinge machen.

  • Schneiden Sie dazu zwischen Mai und Juni mit einem scharfen Messer etwa 10-15 cm lange, schon leicht verholzte Triebe von Ihrem Jasmin.
  • Entfernen Sie alle Knospenansätze und unten am Stiel auch alle Blätter. Die oberen Blätter lassen Sie auf ca. 3 cm stehen.
  • Mischen Sie nun in einem Pflanztopf Gartenerde mit Kompost und Sand – um sie lockerer und nährstoffreicher zu machen. Sterilisieren Sie den Topf mit der Erde im Backofen für einige Minuten bei ca. 60 Grad, ansonsten könnte Ihre Jungpflanze später anfangen zu schimmeln.
  • Setzen Sie die Stecklinge ca. 5 cm tief in die Erde und befeuchten Sie diese mäßig.
  • Jetzt ist ein heller und warmer Standort mit mindestens 20 Grad Celsius ideal.
  • Um ein Mini-Gewächshaus zu erstellen, können Sie außerdem das Pflanzgefäß noch mit einer transparenten Tüte abdecken. Diese sollten Sie jedoch regelmäßig alle paar Tage zum Belüften abnehmen.
  • Wenn sich nächstes Frühjahr erste Blätter zeigen, können Sie die Stecklinge in eigene Töpfe umpflanzen. Erste Blüten werden sich jedoch erst nach zwei bis drei Jahren zeigen. 

Jasmintee: Ätherisches Öl von Jasmin

Der Jasmin duftet nicht nur intensiv. Seine ätherischen Öle sollen auch eine antiseptische, krampflösende und stimmungsaufhellende Wirkung haben. Er wird daher in warmen Regionen als Heilpflanze in großen Plantagen angebaut. Beliebt ist auch ein Tee mit Jasminblüten, deren Basis oft ein Grüntee ist. 

Ist Jasmin giftig?

Ja, rein objektiv betrachtet ist Jasmin giftig. Denn wie immer gilt bei einer Pflanze mit wirkungsvollen Inhaltsstoffen, dass zu viel davon nicht gesund ist. So ist es auch beim Jasmin mit seinen ätherischen Ölen. Bei übermäßigem Verzehr kann es daher zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen führen. In Maßen und Bedacht verwendet, soll der Jasmin jedoch viele nützliche Eigenschaften zeigen. 

Jasmin (Jasminum spec.) Blüte

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Jasmin

Mit Jasminblüten lässt sich herrlich ein Massageöl selbst parfümieren. Dazu einen Viertelliter Mandel- oder Avocado-Öl mit drei Handvoll Blüten "impfen" und in einem verschlossenen Gefäß zwei Wochen an einem warmen Ort ohne Sonneneinstrahlung ziehen lassen.  Fertig ist das selbstgemachte Massageöl, das exotisch duftet! 

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