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Bougainvillea, Wunderblume, Drillingsblume

Bougainvillea, Wunderblume, Drillingsblume (Bougainvillea)

Steckbrief

Pflanzenname
Bougainvillea, Wunderblume, Drillingsblume
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Bougainvillea
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Wunderblumengewächse
Pflanzengröße
ca. 8 m
Herkunft
Südamerika / Brasilien
Pflanzzeit
April Mai Juni
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Kletterpflanzen Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen Zierpflanzen Zierstrauch Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Blumengarten Dachgarten mediterraner Garten moderner Garten romantischer Garten Staudengarten Topfgarten Zimmer
Pflege
düngen, wässern, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
intensiv
Blütezeit
Mai Juni Juli August September Oktober
Vermehrung
Absenker
Blütenfarbe
orange pink violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig lehmig locker sandig
Blattform
eiförmig
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Schmierläuse Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Bougainvillea pflanzen
Bougainvillea kaufen
Standort für Bougainvillea
Bougainvillea-Pflege
Bougainvillea umtopfen
Bougainvillea schneiden
Bougainvillea vermehren
Bougainvillea überwintern
Ist Bougainvillea giftig?
Welche Bougainvillea-Krankheiten gibt es?

Ihr pink-violetter Blütenreichtum und die Fähigkeit große Flächen schnell zu beranken, macht die Bougainvillea in vielen südeuropäischen Ländern als Fassadenberankung so beliebt. Daher kennen die meisten die Pflanze, die auch Wunderblume oder Drillingsblume genannt wird, oft von einer Urlaubsreise nach Italien, Spanien oder Griechenland und verbinden mit ihr Urlaubsfeeling.

 

Ursprünglich stammt der Kletterstrauch aus Südamerika und dort aus Brasilien, wo er bis zu 8 Meter groß werden kann. In südeuropäischen Ländern sind immer noch bis zu 6 Meter drin. Aber selbst bei uns im kühleren Mitteleuropa schafft sie es als Kübelpflanze und trotz weniger Wärme auf eine Größe von bis zu 3 Metern. Dieses kleinere Format muss noch nicht einmal ein Nachteil sein, da eine geringere Größe den Umzug in das notwendige Winterquartier natürlich erleichtert. Übrigens: Die richtige Bougainvillea-Aussprache lautet Buh-gahn-wie-lea.

Bougainvillea pflanzen

Da die Bougainvillea aus mediterranen Gebieten stammt und somit nicht frosthart sind, sollten Sie bei der Pflanzung eines vorweg berücksichtigen: Die Pflanze muss in einen Kübel gepflanzt werden! Nur so lässt sie sich im Herbst in eine Winterquartier bringen. Verwenden Sie zum Pflanzen außerdem eine humos-sandige Erde und stecken Sie gleich zu Beginn eine Kletterhilfe in den Topf. Selbst im Sommer benötigt die Kletterpflanze einen sonnigen, windgeschützten Standort auf der Terrasse oder dem Balkon.

Bougainvillea kaufen

Wer plant, eine Bougainvillea zu kaufen, wählt zumeist unter den zwei Arten:

  • Bougainvillea glabra - die Kahle Drillingsblume
  • und Bougainvillea spectabilis – die Prächtige Bougainvillea.

Auf den ersten Blick sind beide Drillingsblumen-Arten für Laien kaum zu unterscheiden. Daher wird oft einfach allgemein von Bougainvillea gesprochen. Es gibt sie außerdem in unterschiedlichen Zuchtformen: Neben der klassischen Variante in Magenta werden sie auch in Orange oder sogar ganz in Weiß angeboten. Ihre markanten Blüten sind dabei jedoch noch nicht mal welche, sondern sind nur farbige Blätter – sogenannte Hochblätter. Diese Hochblätter umhüllen die echten weißen Blüten, die viel kleiner sind und optisch entfernt an Gewürznelken erinnern.

Standort für Bougainvillea

Aus wärmeren Regionen stammend, bevorzugt die Bougainvillea einen vollsonnigen Platz und ganzjährig Licht. Das gilt für Kübelpflanzen, aber auch für Bougainvillea als Zimmerpflanze. Die Erde sollte durchlässig und locker sein.

Bougainvillea-Pflege

Ganz einfach ist die Pflege der subtropischen Pflanze nicht.

Bougainvillea gießen:

  •  Wässern Sie die Bougainvillea moderat und stetig.
  •  Bei warmen Temperaturen und während der Blüte darf die Erde nie ganz austrocken, zu feucht darf sie jedoch auch nicht sein.
  •  Vor allem gilt es, Staunässe zu vermeiden, da ansonsten die Wurzeln anfangen zu faulen.
  •  Während der Überwinterung, also bei kühlen Temperaturen, wird die Bougainvillea gar nicht gegossen, die Wurzeln würden faulen.

Bougainvillea düngen:

  • Vor der Blüte sind monatliche Nährstoffgaben sinnvoll.
  • Während der Bougainvillea-Blütezeit sollten Sie auf einen zweiwöchentlichen Rhythmus mit Dünger für Blühpflanzen wechseln.
  • Befindet sich die Pflanze im Winterquartier, wird aufs Düngen ganz verzichtet.

Blütenbildung anregen:

  • Um die Blütenbildung der Bougainvillea auszulösen, helfen niedrige Nachttemperaturen zwischen 5° und 1 °C.

Bougainvillea umtopfen

Bougainvilleen wachsen schnell, so kann es jedes Jahr der Fall sein, dass ihr Topf oder Kübel schon wieder gut durchwurzelt ist. Höchste Zeit fürs Umtopfen ist, wenn die Wurzeln kaum noch Platz finden und zum Beispiel schon durch den Wasserablauf noch draußen wachsen.

Das neue Gefäß sollte nicht zu groß gewählt sein, da die Pflanze sich ansonsten statt auf die Blütenbildung auf neues Wurzelwachstum konzentriert. Idealerweise beträgt der Spalt zwischen Wurzelballen und neuer Gefäßwand nur wenige Zentimeter. Gefüllt wird er mit Kübelpflanzenerde, die noch mit etwas Sand vermischt wird.

Seien Sie behutsam beim Umtopfen. Die Drillingsblumen vertragen es nicht gut. Rütteln Sie nicht zu stark an Stamm oder Topf, schneiden Sie ihn lieber auf und geben Sie die den Wurzelballen vorsichtig in den neuen Topf.

Da eine Bougainvillea eine Kletterpflanze und ein sogenannter Spreizklimmer ist, bei dem sich die Dornen beim Klettern gern verhaken, sollte immer eine Rankhilfe bereitgestellt werden. Beim Umtopfen sollten Sie daher auch wieder die alte Kletterhilfe übernehmen oder das Rankgerüst am besten gleich vergrößern. Tragen Sie beim Umtopfen möglichst Handschuhe, so vermeiden Sie es, sich an den Dornen der Ranktriebe zu verletzen.

Bougainvillea, Wunderblume, Drillingsblume (Bougainvillea) violett

Wenn die Bougainvillea eines kann, dann ist es leuchtend zu blühen! Wer die Bougainvillea in seinen Garten pflanzt, holt sich gleichzeitig ein Stück Urlaubsflair nach Hause.

Bougainvillea schneiden

Wie viele andere Blühpflanzen brauchen auch Drillingsblumen einen Rückschnitt, um die Verzweigung anzuregen und vermehrt neue Blüten zu bilden.

  • Bester Zeitpunkt, um Ihre Bougainvillea zurückzuschneiden, ist im Frühjahr und nach der Blüte.
  • Kürzen Sie die Triebe um die Hälfte ein.
  • Einzelne Äste können Sie den gesamten Sommer mit einem leichten Formschnitt korrigieren. So erhalten Sie eine kompakte Wuchsform.
  • Ein letzter Rückschnitt erfolgt vorm Umzug ins Winterquartier. Das verschafft der Pflanze Luft und vermeidet Pilzerkrankungen.

Bougainvillea vermehren

Sinnvollste Methode für Laien, um eine Bougainvillea zu vermehren, ist mit Absenkern.

  • Führen Sie im Sommer einen bodennahen, nicht verholzten Trieb in einen zweiten Topf mit sandiger Kübelpflanzenerde und befestigen Sie ihn dort mit einem Zelthering auf der Oberfläche.
  • Die Triebspitze führen Sie wieder nach oben und befestigen Sie diese an einem Bambusstab zur Stabilisierung.
  • Jetzt brauchen Sie Geduld, es kann einige Wochen dauern, bis sich neue Wurzeln am Trieb gebildet haben.
  • Ist das geschehen, trennen Sie die Verbindung zur Mutterpflanze mit einem sauberen Messer.

Bougainvillea überwintern

Leider ist keine Bougainvillea winterhart. Das heißt natürlich auch, dass die Bougainville auch keinen Frost verträgt. Bevor es also zu Nachtfrösten kommt, sollten Sie Ihre Kübelpflanze von Oktober an zur Überwinterung ins Haus holen. Das Winterquartier sollte kühl mit 10-15 Grad Celsius sein und hell.

Wer keinen Wintergarten oder ein Gewächshaus hat, kann sich zumeist mit einem hellen, unbeheizten Treppenhaus behelfen. Im Winterquartier wird die Pflanze nach und nach ihre Blätter verlieren. Dann sollten Sie lieber gar nicht mehr gießen. Ab Mai kann die kahl gewordene Bougainvillea wieder ins Freie ziehen, wo sie neu austreibt und bei warmen Termperaturen dann auch wieder einen ordentlichen Schwung Wasser erhält.

Ist Bougainvillea giftig?

Nein, eine Bougainvillea ist nicht giftig – und das in allen Bestandteilen nicht. Sie brauchen daher die Rankpflanze nicht vor Kindern oder Tieren fernzuhalten. Achten Sie jedoch auf die Dornen!

Welche Bougainvillea-Krankheiten gibt es?

Eine Bougainvillea ist nicht die einfachste Pflanze. Sie neigt zu vielen Krankheiten wie zum Beispiel Mehltau – daher sollten Sie nicht zu dicht zu anderen Pflanzen stehen – und auch Schädlinge besiedeln sie gern. Vor allem Blattläuse und Schmierläuse siedeln sich gern auf ihr an, aber auch Spinnmilben können ihr gefährlich werden. Sollte es zu einem Befall kommen, ist eine Beratung in einem guten Fachgeschäft wichtig. Oft gibt es ökologisch verträgliche Methoden, bevor Chemie eingesetzt werden muss.

Bougainvillea, Wunderblume, Drillingsblume (Bougainvillea)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Bougainvillea

Üblicherweise ist die Bougainvillea eine meterhohe Kletterpflanze. Sie macht sich als Zimmerbewohner jedoch auch als Bougainvillea-Bonsai besonders gut. Dank ihres schnellen Wachstums verzeiht sie Schnittfehler von Anfängern gut und wächst innerhalb weniger Jahre zu einem kleinen Bäumchen mit schönem Blütenschmuck heran.

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