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Bananenpflanze, Japanische Faserbanane

Bananenpflanze (Musa basjoo)

Steckbrief

Pflanzenname
Bananenpflanzen, Japanische Faserbanane
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Musa basjoo
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Bananengewächse
Pflanzengröße
von 3 m bis 4 m
Herkunft
Asien
Pflanzzeit
Mai Juni Juli August
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Blattschmuckpflanzen Gartenpflanzen Grünpflanzen japanische Pflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Nutzpflanzen Obstpflanze Sichtschutzpflanzen Stauden Terrassenpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zierpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Chinesischer Garten Feng-Shui-Garten Japanischer Garten mediterraner Garten moderner Garten pflegeleichter Garten Staudengarten Topfgarten Zimmer
Pflege
gießen, düngen, Winterschutz
Pflegeaufwand
intensiv
Blütezeit
August September Oktober
Vermehrung
Ableger, Samen
Blütenfarbe
gelb grün violett
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos locker mäßig feucht nährstoffreich
Blattform
lanzettlich, oval
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Bananen pflanzen
Bananenpflanzen-Pflege
Bananenpflanze überwintern
Blüte der winterharten Bananenpflanze
Die Bananenpflanze düngen
Wie muss ich meine Bananenpflanze schneiden?
Eine Bananenpflanze vermehren
Musa sikkimensis – eine Bananenpflanze für den sommerlichen Garten

Bananenpflanzen sind ganz klar exotische Schönheiten. Dennoch muss man nicht gleich in tropischen Gefilden wohnen, um auch selbst eine anzupflanzen. Als Zimmerpflanze ist sie schon seit Jahren sehr beliebt, aber auch für den Garten gibt es Arten, die es mit unserem nordeuropäischen Wetter aufnehmen können. Zu den Bananenpflanzen, die das können, gehört ganz klar die Japanische Faserbanane (Musa basjoo). Sie ist winterhart, wenn Sie einen speziellen Schutz für die kalten Monate erhält.  So braucht sie nicht nur im Wintergarten zu stehen, sondern darf auch gern im Freiland bis zu 4 Meter hochwachsen.

Eine weitere beliebte Zierbananen-Gattung ist übrigens die Ensete ventricosum, die genauso wie die echte Banane (Musa) aussieht. Sie wird als Zimmer-, Wintergarten- und Terrassenpflanze angeboten, kann auch bis zu vier Meter hoch werden, ist aber nicht winterhart.

Bananen pflanzen

Bananen, ganz gleich ob es sich um die Gattung der Echten Banane Musa oder der Zierbanane Ensete handelt, bevorzugen alle aufgrund ihrer tropischen Herkunft einen mageren und lockeren Boden. Verwenden Sie deshalb für die Pflanzung möglichst entsprechende Kokoserde – das gilt insbesondere für die Verwendung im Innenbereich. Alternativ kann man auch Zimmerpflanzenerde mit einer Beigabe von Perliten verwenden, die den Boden luftig halten.

Wenn Sie die Banane in den Garten auspflanzen wollen, dann reichern Sie den Boden mit Sand und Kies an. Einen zu festen und nassen Boden verträgt die Bananenpflanze nämlich nicht, ihre Wurzeln würden faulen. Der Standort für die Banane ist am besten warm mit leichter Beschattung. Idealerweise ist die Luft feucht, pflanzen Sie sie also nicht in die pralle Sonne, wo die Blätter zu stark austrocknen würden.

Bananenpflanzen-Pflege

Auch wenn es zunächst ungewohnt aussieht, eine Bananenpflanze macht sich mit ihren langen Blattwedeln als Solitär gut im Garten. Anstatt sie direkt in die Erde zu setzen, kann sie natürlich auch in einen Kübel gepflanzt werden und so die Terrasse oder einen großen Balkon verschönern. Wichtig ist auf jeden Fall ein Freiraum von 1,5 bis 2 Meter um sie herum, da sie üppig wächst.

Der Standort sollte windgeschützt sein. Gießen Sie Ihre Bananenpflanze so, dass der Boden stets mäßig feucht bleibt. Aufgrund der großen Blätter, die über 2 m lang wachsen können, ist nämlich auch die Verdunstung über sie enorm. Als Zimmerpflanze müssen die Wedel insbesondere während der Heizperiode alle zwei Tage mit Wasser besprüht werden.

Bananenpflanze überwintern

Um eine Bananenpflanze wie die Japanische Faserbanane richtig zu überwintern, gehört ein wenig Vorarbeit. Ist jedoch alles richtig erfolgt, sollte die winterharte Banane selbst bis zu -10 Grad Celsius frostsicher sein. Am besten gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Kappen Sie im Herbst die Blattwedel ca. einen Meter über dem Boden. Und keine Sorge dabei, als Staude treibt die Banane nächstes Frühjahr wieder neu aus.
  • Als nächstes fertigen Sie aus Kaninchendraht, leichten Brettern oder am besten gleich mit isolierendem Material wie Styroporplatten einen Kasten um die Staude herum. Für mehr Stabilität können Sie ihn z. B. mit provisorischen Erdpfosten stabilisieren oder einem Seil umwickeln. Zur Not können Sie auch einen umgestülpten Mauerbottich verwenden. Dann müssen Sie jedoch die Bananenwedel mehr kappen, damit sie auch in dieses kleinere Gefäß passen. Aber auch das sollte für die Zierbanane unproblematisch sein. Lassen Sie jedoch mindestens 20 cm Blattmasse stehen.
  • Füllen Sie nun diese Umgrenzung dicht mit Laub und Stroh aus. Das isoliert und schützt Ihre Bananenpflanze vor zu strengem Frost.
  • Als Abschluss oben und zum Festhalten des losen Materials eignet sich Kunststoffgewebe wie Unkrautstopp oder sogenanntes Bändchengewebe. Das hält direkten Regen ab, ermöglicht aber das Abdampfen von Feuchtigkeit aus dem Inneren.
  • Befestigen Sie das Gewebe ebenfalls mit einem Seil.
  • Im nächsten Mai – nach den Eisheiligen – können Sie den Winterschutz wieder entfernen. Nun wird die Bananenstaude die nächsten Wochen wieder schnell austreiben.

Sie haben Ihre Bananenpflanze in einen Kübel gepflanzt? In diesem Fall sollten Sie Ihre Pflanze am besten nach innen holen und in einem Wintergarten oder anderem hellen, vor Frost geschützten Raum überwintern. Kontrollieren Sie jedoch bei einer Überwinterung im Hausinneren regelmäßig auf Spinnmilben, da diese bei zu trockenen Bedingungen die Bananenpflanze häufig befallen. 

Blüte der winterharten Bananenpflanze

Wenn sich die Bananenpflanze an ihren Standort gewöhnt hat, werden sich nach drei bis fünf Jahren ab August die ersten Blüten bilden. Ihre Farben reichen von Grün über Gelb bis Violett. Zwar können sich nach der Blüte auch Bananen bilden, da jedoch in Deutschland die Vegetationsphase zu kurz und die Temperaturen zu niedrig sind, werden diese leider nicht reif und bleiben ungenießbar. Daher sind sie eher als Pflanzenschmuck zu sehen und stellen kein essbares Obst dar. 

Die Bananenpflanze düngen

Aufgrund ihres schnellen und üppigen Wachstums benötigt eine Banane im Garten und vor allem im Kübel ausreichend Nährstoffe. Diese erhält sie durch entsprechende Düngergaben. Langzeitdünger haben sich hier als ideal erwiesen, mit ihnen stehen die notwendigen Stoffe stets für die Pflanze zur Verfügung. Alternativ ist dazu auch eine 14-tägige Düngung mit Flüssigdünger möglich.

Mit Nährstoffen konstant versorgt, erreicht die Bananenpflanze schon bald im Frühjahr ihre Maximalhöhe von mehreren Metern. Sollte Ihre Bananenstaude in einem Kübel stehen, sollten Sie außerdem die Pflanze alle zwei Jahre im Frühjahr in ein größeres Gefäß umtopfen. 

Wie muss ich meine Bananenpflanze schneiden?

Bei der Bananenpflanze handelt es sich genau genommen um eine Staude und nicht um einen Bananenbaum. Sie wird daher nie einen hölzernen Stamm entwickeln, der Stamm der Banane wird deshalb auch Scheinstamm genannt. Alle ihre Blätter verwelken spätestens im Herbst oberirdisch, und erst im nächsten Frühjahr treibt die Staude komplett neu aus. Ein Schnitt ist daher prinzipiell eigentlich nicht notwendig. Auch hat er keine kräftigende Wirkung wie bei verholzenden Pflanzen.

Lediglich für einen kompakten Winterschutz sollten Sie die Bananenpflanze im Herbst auf eine Höhe von ca. einem Meter kappen. Aufgrund des faserigen Materials ist dafür statt einer Gartenschere oder eines Messers eher eine feinzahnige Säge empfehlenswert. Übrigens: Abgesägte Bananenblätter lassen sich problemlos kompostieren, wenn sie zuvor kleingehäckselt werden. 

Eine Bananenpflanze vermehren

Im Handel werden zwar Samen für Bananenpflanzen angeboten, der Erfolg mit ihnen ist jedoch oft nur mäßig. Wer es dennoch probieren möchte, sät Bananensamen folgendermaßen aus:

  • Die Bananensamen werden einen Tag in Wasser eingeweicht.
  • Anschließend werden die Samen in feuchte Anzuchterde ausgesät und bei 25-30 °C aufgestellt.
  • Bedecken Sie das Pflanzgefäß am besten mit einer transparenten Tüte, um dauerhaft die Erde feucht zu halten.
  • Wenn Sie Glück haben, zeigen sich nach 2 bis 4 Wochen die ersten Keimlinge.

Als schnellere und erfolgversprechendere Vermehrungsmethode empfehlen sich Ableger, sogenannte Schösslinge. Das sind kleine separate Bananenpflanzen, die neben dem Scheinstamm der Mutterpflanze aus der Erde wachsen. Sie werden einfach mit einem Messer von der Mutterpflanze abgetrennt.

  • Schneiden Sie dafür mit dem Messer ringsherum um den Schössling und heben Sie ihn anschließend mit einem kleinen Wurzelballen aus der Erde.
  • Mit ein bisschen Holzasche können Sie die entstandenen Schnittflächen desinfizieren. Gleichzeitig wirkt die Asche wie ein schwacher Dünger.
  • Die Jungpflanze kann nun zum weiteren Anwurzeln in einen Topf mit Pflanzerde gesetzt werden. Halten Sie auch hier wie bei der Mutterpflanze die Erde stets mäßig feucht, dann wird sich auch die neue Bananenpflanze bald prächtig entwickeln. 

Musa sikkimensis – eine Bananenpflanze für den sommerlichen Garten

Es gibt noch eine weitere Banane, die sich in nordischen Breiten wie Deutschland anbauen lässt. Die Darjeeling Banane (Musa sikkimensis) ist eine Bananenpflanze, die essbare Früchte ausbildet. Dies funktioniert jedoch nur selten und wenn Sie die Staude im Wintergarten ziehen, da die Reifezeit länger als ein Jahr beträgt. Die Bananen dieser Musa-Art werden vor allem zum Kochen verwendet. Wer Samen der wilden Musa sikkimensis aus dem Samenhandel und nicht die aus dem Supermarkt – diese sind steril – aussät, erhält eine Gartenbananenpflanze. Die Keimdauer dieser Musa-Art kann zwei Wochen bis 3 Monate betragen. Die Musa sikkimensis, manchmal findet man sie auch unter der Bezeichnung Musa hookeri, soll bis zu -15 °C winterhart sein.

Bananenpflanze (Musa basjoo)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Bananenpflanze

Dekorieren Sie doch mal Ihren Esstisch mit den Blättern Ihrer Bananenstaude! Schneiden Sie dazu einige besonders schöne Wedel von der Pflanze ab und nutzen Sie diese wie eine Art Tischläufer. Gerade auf einer Sommertafel machen sich die großen Blätter besonders schön in Kombination mit weißen Blumen und glasklaren Windlichtern. 

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