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Rosmarin

Frischer Rosmarin
© Colourbox

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Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist eine Pflanze mit vielen Vorzügen: Sie ist äußerst pflegeleicht, blüht weiß-bläulich, duftet intensiv harzig und kann sowohl als Heilkraut als auch als Gewürz verwendet werden. Die nadelförmigen Blätter des Halbstrauchs eignen sich zum Aromatisieren von Kartoffelspeisen (z.B. Rosmarinkartoffeln) oder als Beigabe für mediterrane und deftige Gerichte. Rosmarinöl – gewonnen aus in Öl eingelegten Zweigen – pflegt Haut und Haar. Und bei Atemwegsinfekten hilft das in der Pflanze enthaltene ätherische Öl Cineol.

Rosmarin pflanzen: Was muss ich beachten?

Als mediterranes Gewächs benötigt Rosmarin einen sonnigen und gern auch windgeschützten Standort und das sowohl eingepflanzt im Garten als auch im Topf gezogen. Achten Sie beim Pflanzen jedoch unbedingt darauf, dass Regenwasser und Gießwasser gut ablaufen können, damit keine Staunässe entsteht. Zur Sicherheit mischen Sie unter die Erde ein Viertel Kies für eine gute Durchlässigkeit.

Wollen Sie Ihren Rosmarin direkt in den Garten pflanzen, sollten Sie das im Frühjahr tun, so kann er sich noch ausreichend verwurzeln. Auch als Zimmerpflanze – vor allem auf dem Fensterbrett in der Küche – eignet sich Rosmarin. Hier sollten Sie jedoch das Kraut regelmäßig auf Schädlinge wie Spinnmilben kontrollieren.

Wie sollte ich den Rosmarin pflegen?

Allzu viel gibt es bei der Pflege des Rosmarins nicht zu beachten. Wie bei den meisten Pflanzen ist es jedoch wichtig, ihn direkt in den Wochen nach der Pflanzung ordentlich zu gießen. Ab dem zweiten Standjahr kann der Halbstrauch sich komplett selbst versorgen. Wächst Rosmarin im Topf, sollte man auch bei ausgewachsenen Pflanzen gelegentlich wässern.

Blühender Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Nicht nur geschmacklich und vom Duft her eine Freude. Rosmarin trägt auch liebliche Blüten in Pastelltönen.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Muss ich meinen Rosmarin schneiden?

Da der Halbstrauch im Laufe der Zeit verholzt und weniger neue Triebe entwickelt, ist es durchaus förderlich, ihn im Frühjahr zu schneiden. Dieser Verjüngungsschnitt führt dazu, dass der Strauch wieder von neuem austreibt und verzweigt. Achten Sie aber unbedingt darauf, nicht bis auf die verholzten Triebe zurückzuschneiden, da Rosmarin hier dann oft nicht wieder austreibt.

Rosmarin überwintern

Da Rosmarin nur bedingt winterhart ist, sollten Sie in der kalten Jahreszeit auf einen ausreichenden Winterschutz achten. Bewährt haben sich Laub auf dem Wurzelbereich und eine Abdeckung der Triebe mit Vlies oder Tannenzweigen.

Wenn Sie Ihren Rosmarinstrauch im Kübel angepflanzt haben, sollten Sie diesen mit Noppenfolien umwickeln, das schützt vor frostigen Temperaturen. Zusätzlich können Sie ihn noch an die Hauswand stellen, damit er da geschützt überwintert.

Rosmarin vermehren: Wie funktioniert es?

Die geeignetste Art, um Rosmarin zu vermehren, ist über Stecklinge:

  • Schneiden Sie im August einen etwa zehn Zentimeter langen und teilweise schon verholzten Trieb ab.
  • Entfernen Sie unten auf etwa drei Zentimetern alle Nadeln und stecken Sie den Bereich anschließend in mäßig feuchte Anzuchterde.
  • Für die nötige Portion Wärme und durchgängige Feuchtigkeit in der Aufzuchtphase empfiehlt es sich, einen durchsichtigen Plastikbeutel über die Anzuchtgefäße zu stülpen.
  • Achten Sie darauf, regelmäßig zu lüften. Ansonsten könnte die Anzuchterde zu schimmeln anfangen.
  • Der Standort sollte hell und warm ohne direktes Sonnenlicht sein.
  • Sobald sich ausreichend starke Wurzeln gebildet haben - ca. im Mai des Folgejahrs - können Sie den jungen Rosmarin nach draußen pflanzen.

Rosmarin ernten: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Im Prinzip können Sie Rosmarin das ganze Jahr über ernten, die Haupterntezeit liegt aber zwischen Mai und Oktober, da die Triebspitzen dann weich und aromatisch sind. Um sich einen Vorrat anzulegen, können Sie im Spätsommer und Anfang Herbst mehrere Triebe abschneiden und sie anschließend kopfüber bei Zimmertemperatur trocknen.

Sie können Rosmarin auch einfrieren. Dazu werden einfach ganze Zweige abgeschnitten und in einem Gefrierbeutel tiefgekühlt. Nach Bedarf können Sie sich dann an den gefrorenen Nadeln zum Würzen bedienen.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Rosmarin

Eine sehr schöne Rosmarinsorte ist Rosmarinus 'Capri', deren Zweige hängend wachsen und deren violette Blüten sich wasserfallartig über den Kübelrand ergießen. Dieser Rosmarinstrauch eignet sich hervorragend für die Balkonbepflanzung in der Hängeampel oder auch für den Steingarten – Hauptsache er hat es warm und sonnig.

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