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Krokus

Krokus (Crocus spec.)

Steckbrief

Pflanzenname
Krokus
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Crocus spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Schwertliliengewächse
Pflanzengröße
von 7 cm bis 15 cm
Herkunft
Türkei, Europa
Pflanzzeit
September Oktober November
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Beetpflanzen Duftpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen Knollenpflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Schnittblumen Stauden Wildpflanzen winterharte Pflanzen Zierpflanzen
Gartenstil
Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Garten für Anfänger Hanggarten Naturgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Schattengarten Staudengarten Steingarten Wildblumengarten
Pflege
-
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Februar März September Oktober November
Vermehrung
Brutknollen, Aussaat
Blütenfarbe
gelb rosa violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig kalkhaltig locker sandig steinig
Blattform
schmal, länglich
Lichtbedingungen
halbschattig schattig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Wühlmäuse
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Krokusknollen pflanzen
Eine Krokuswiese anlegen
Welche Krokus-Arten gibt es?
Krokus vermehren
Ist der Krokus giftig?

Damit es im Frühjahr hübsch blüht, ist der Herbst oft die Hauptpflanzzeit für Blumenzwiebeln und -knollen! Mit dabei sind natürlich Krokusse, als pflegeleichte Frühblüher. Ihre ca. 80 Arten kommen zum größten Teil aus dem Gebiet rund um die Türkei und da aus rauer Gebirgslandschaft. Da wundert es nicht, dass die Knollengewächse an sich ziemlich anspruchslos sind. Achten Sie lediglich darauf, dass Krokusse einen gut drainierten Standort ohne Staunässe benötigen.

Und noch etwas: Viele denken, dass Krokusse nur im Frühjahr blühen. Das stimmt nicht. Auch im Herbst zeigen einige Arten und Sorten ihre wohlgeformten Blüten wie zum Beispiel der Pracht-Herbst-Krokus (Crocus speciosus).

Krokusknollen pflanzen

Ab September werden die Krokusknollen gepflanzt. Bis in den Dezember hinein können sie in die Erde gesetzt werden, solange der Boden frostfrei ist. Der ideale Standort für die farbfrohen Blüher ist im Halbschatten und sogar den Vollschatten akzeptieren sie gut. Die Pflanztiefe entspricht ihrer Knollenhöhe. Der Pflanzabstand beträgt eine Knollenbreite.

Als Standort eignen sich Plätze, an denen das Wasser gut abfließen kann, wie zum Beispiel am Hang. Auch der Steingarten ist ein geeigneter Platz für die Krokusse, besonders schön auch in Kombination mit anderen Frühblühern wie Schneestolz, Christrosen, Blausternchen und Gräsern. Kombinieren Sie gern auch größere Pflanzen mit dem Krokus, weil dieser im Halbschatten besonders gut gedeiht. Deshalb ist auch der Gehölzrand ein guter Standort für Krokusse. 

Krokus (Crocus spec.) dunkelviolett

Die Blüten des Krokus sind nicht immer violett, es gibt auch Sorten in den Farben Gelb, Rosa und Weiß.

Eine Krokuswiese anlegen

Wer sich ein Meer von Krokusblüten mit einer Blütezeit im Frühjahr und Herbst wünscht, der kann auch im Rasen Krokusknollen pflanzen. Zu beachten ist dabei, dass die Wiese nicht zu feucht sein darf. Auch sollte sie während des Tages ein paar Sonnenstunden bekommen.
Beim Rasenmähen ist zu beachten, dass das Blattwerk der Krokusse dafür bereits welk sein muss. So ist gewährleistet, dass die Nährstoffe aus den Blättern wieder in die Knolle zurücktransportiert wurden. Sollte es noch nicht der Fall sein, sollten Sie einfach ein kleineres Grasbüschel um die Pflanze beim Mähen stehen lassen. 

Welche Krokus-Arten gibt es?

Welche Krokus-Arten gibt es?

Besonders klein, farbenfroh oder auch interessant gemustert – wer seinen Garten mit einer der mehr als 80 Krokusarten verschönern will, kann aus einer großen Palette wählen. Folgende Arten sind dabei besonders beachtenswert:

  • der korsische Krokus (Crocus corsicus ) mit fein gestreiften Blüten,
  • der Balkan-Krokus (Crocus chrysanthus), der je nach Sorte in Gelb, Lila oder Weiß blüht,
  • der Frühlingskrokus: Crocus vernus, der auch wild wächst,
  • der elegant weißblütige Krokus Crocus albiflorus
  • oder der Crocus minimus, der kleinste Krokus mit nur ca. 7 cm Größe.

Neben den Wildformen des Krokus, die auch botanische Krokusse genannt werden, finden sich in unseren Gärten auch noch viele Weiterzüchtungen.

Krokus vermehren

Krokusknollen überdauern maximal drei Jahre in der Erde. Das ist aber nicht weiter besorgniserregend, da sich Krokusse selbst über Samen und Brutknollen vermehren. Wenn Sie den Krokus in ihrem Garten an anderen Stellen vermehren möchten, müssen Sie während der Ruhephase – bei Frühlingskrokussen im Herbst, bei Herbstkrokussen im Frühling – die Knollen freilegen und die Brutknollen abtrennen. Diese wachsen als kleine Ausstülpungen an der Hauptknolle und lassen sich von Hand abbrechen. Nach der Ernte können Sie dann diese Mini-Knollen einfach an einer beliebigen Stelle im Garten neu einpflanzen.


Nicht alle, aber einige Krokusse bilden ca. Ende Mai Samenkapseln aus, die knapp über der Erde stehen. Wenn sich die Samenkapseln öffnen, sind dort Samen zu finden, die sofort wieder eingesät werden können. Streuen Sie die Samen an einer gewünschten Stelle im Garten aus und bedecken Sie sie leicht mit Erde. Fertig. 

Kokusknospen (Crocus spec.)

Nicht zu verwechseln: Krokusse unterscheiden sich von den Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) durch ihr Blattgrün.

Ist der Krokus giftig?

Grundsätzlich sollten von Frühjahrs- und Herbstblühern nie die Zwiebeln und Knollen verzehrt werden, da sie giftige Stoffe enthalten. Das gilt natürlich auch für den Krokus. Und Achtung: Das in der Küche beliebte Gewürz Safran ist ebenfalls ein Krokusprodukt. Bei den Gewürzfäden handelt es sich um die roten Blütennarben des Safrankrokus (Crocus sativus).  Aus diesem Grund sollten Sie davon ebenfalls keine größere Menge – mehrere Gramm – aufnehmen, da auch Safran dann schwere Vergiftungen auslösen kann.

Krokus (Crocus spec.)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Krokus

Krokusse werden schnell mit den Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) verwechselt, die ebenfalls im Herbst mit violetten Blüten in der gleichen Form blühen. Dabei sind sie relativ leicht auseinanderzuhalten. Herbstkrokusse tragen Blattgrün, die Herbstzeitlosen haben keine grünen Blätter. 

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