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Forsythie, Goldglöckchen

Forsythie (Forsythia x intermedia)

Steckbrief

Pflanzenname
Forsythie, Goldglöckchen
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Forsythia x intermedia
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Ölbaumgewächse
Pflanzengröße
von 1 m bis 4 m
Herkunft
Asien, Südosteuropa
Pflanzzeit
April Mai
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Beetpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen Heckenpflanzen Kübelpflanzen Sträucher Terrassenpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen Zierstrauch
Gartenstil
Bauerngarten Blumengarten Feng-Shui-Garten Garten für Anfänger moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten Staudengarten
Pflege
wässern bei starker Hitze
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
März April
Vermehrung
Steckling, Absenker
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
feucht kalkarm lehmig sandig tonhaltig
Blattform
lanzettlich, länglich
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattwanzen Pilzerkrankungen Triebspitzensterben
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Forsythien pflanzen
Forsythie pflegen
Blütezeit: Wann blühen Forsythien?
Wann soll ich die Forsythie schneiden?
Was ist der beste Standort für Forsythien?
Lassen sich Forsythien vermehren?
Ist die Forsythie giftig?

Das Goldglöckchen, wie der gelbe Zierstrauch Forsythie auch genannt wird, ist einer der ersten Frühlingsboten: Wenn sich seine ersten Blüten zeigen, erwacht der Garten aus dem Winterschlaf. Die geringen Ansprüche an Boden und Klima machen es auch Gartenanfängern leicht, die Forsythie zu mögen – egal ob als Hecke, freistehender Strauch oder als hübsche Zweige in der Vase.

Forsythien pflanzen

Der beste Pflanzzeitpunkt für Forsythien-Sträucher ist im Frühjahr sobald der Boden frostfrei ist. Wer die Forsythie als Hecke anlegen möchte, der pflanzt die Sträucher in einem Abstand von etwa 50 bis 100 Zentimetern - je nachdem wie dicht die Hecke werden soll.

  • Füllen Sie in das Pflanzloch humusreiche Erde. Generell kommt zwar die Forsythie mit allen Erdtypen zurecht,  zum Anwachsen benötigt sie aber eine gute Nährstoffversorgung.
  • Setzen Sie die Forsythie so tief in die Erde, wie sie auch zuvor im Pflanzcontainer stand.
  • Gießen Sie den Strauch direkt nach der Pflanzung gut an und versorgen Sie die Forsythie auch im ersten Standjahr kontinuierlich mit Wasser, wenn es heiß und trocken ist.
  • Im zweiten Jahr ist die Forsythie dann so gut eingewurzelt, dass sie sich selbst versorgen kann.

Übrigens: Die Forsythie ist ein Flachwurzler. Unterpflanzungen sind aus diesem Grund nicht geeignet.

Forsythie pflegen

Die Forsythie benötigt kaum Pflege – sie ist also ideal für Gärten, die pflegeleicht sein sollen. Im ersten Jahr nach der Pflanzung muss die Forsythie jedoch stetig gegossen werden. Nach der Blüte braucht sie einen Rückschnitt, da sie an älteren Zweigen nur schlecht blüht.

Blütezeit: Wann blühen Forsythien?

Die Blütezeit der Forsythie ist im frühen Frühjahr ab Mitte März. Der Strauch blüht dann in großer Fülle und begrüßt den Frühling mit einem leuchtenden Gelb. Die leicht glockenförmigen Blüten sprießen vor allem aus den letzt- und vorletztjährigen Forsythienzweigen. Erst nach der Blütezeit kommt es zum Blattaustrieb.

Die uns bekannte Form Forsythie ist eine Kreuzung aus zwei verschiedenen Forsythien-Arten, der Forsythia suspensa und der Forsythia verdissima. Hierzulande ist vor allem die Sorte Forsythia x intermedia 'Lynwood' verbreitet, häufig wird aber auch 'Spectabilis' gepflanzt, deren Gelb etwas dunkler ist. Wer Glück hat, bei dem treiben im Herbst ein zweites Mal die Blüten aus, einen Einfluss darauf hat man aber mit der Pflanzung und Pflege leider nicht.

Wann soll ich die Forsythie schneiden?

Da Forsythien sehr groß werden und mit der Zeit zum Verkahlen neigen, brauchen sie einen regelmäßigen Rückschnitt. Sie sollten am besten im Frühjahr geschnitten werden, direkt nach der Blüte. Wird der Forsythienstrauch erst im Herbst heruntergeschnitten, kann die Blüte im kommenden Frühjahr ausbleiben, denn die Blütenknospen bilden sich bereits im Sommer aus. Forsythien richtig zu schneiden ist jedoch nicht schwierig:

  • Der optimale Zeitpunkt ist, wenn die Blüten anfangen zu verwelken und sich die ersten grünen Blätter zeigen.
  • Stark verästelte und alte Zweige werden mit der Gartenschere entfernt, denn diese tragen kaum noch Blüten und nehmen den jungen Trieben die Kraft.
  • Die alten Äste werden direkt über dem Boden an der Basis gekappt, damit sich neue Triebe bilden können.
  • Lange Äste und junge Triebe kann man etwa um die Hälfte kürzen, damit sie sich anschließend besser verzweigen und neues Holz bilden.
  • Die Pflanzen sollten zusätzlich alle zwei bis drei Jahre ausgelichtet werden, das heißt bodennahe, überhängende Zweige abschneiden und auch altes Holz innen entfernen, damit mehr Licht und Luft an den Strauch gelangt.
Forsythie (Forsythia x intermedia) Strauch

Damit die Forsythie gut wächst, ist ein Rückschnitt unerlässlich. Der beste Zeitpunkt ist im Frühjahr.

 

Was ist der beste Standort für Forsythien?

Durch die Hybridisierung (Kreuzung verschiedener Forsythienarten) ist die heute in den Gärtnereien erhältliche Forsythie eine robuste und recht anspruchslose Pflanze. Sie bevorzugt sonnige Standorte, gibt sich aber zur Not auch mit halbschattigen oder schattigen Plätzen zufrieden – wenn auch mit geringer Blütenpracht.

Selbst an die Bodenbeschaffenheit stellt der Strauch kaum Ansprüche, solange der Boden nicht zu kalkhaltig ist. Nur Staunässe toleriert die Forsythie nicht und reagiert mit faulenden Wurzeln. Das Goldglöckchen verträgt sich im Garten mit jedem Nachbarn, auch zwischen älteren Bäumen fühlt es sich wohl. Allerdings benötigt der Flachwurzler Platz: Eine Höhe von bis zu vier Metern ist nicht ungewöhnlich.

Wer einen frei stehenden Strauch haben möchte, sollte der Pflanze ausreichend Platz geben. Der Zierstrauch kann bis zu vier Meter in die Breite wachsen.

Lassen sich Forsythien vermehren?

Ja, das Vermehren von Forsythien ist gar nicht schwierig und stellt eine gute Alternative zum Kauf von neuen Pflanzen dar. Weil die uns bekannte Garten-Forsythie als Kreuzung zweier verschiedener Arten steril ist, ist sie sogar auf Züchtung angewiesen. Denn sie bildet keine Pollen und kann somit auch nicht auf Wind oder Insekten als Bestäuber bei der Vermehrung zurückgreifen.

Die Hybriden können aber recht einfach anhand von Stecklingen oder mit Absenker vermehrt werden. Da die Forsythie viele bodennahe, überhängende Triebe bildet, eignet sie sich zur Absenkerbildung besonders gut:

  • Zum Absenken ritzen Sie einen überhängenden Trieb an mehreren Stellen leicht an und biegen ihn bis auf den Boden in eine Rille mit aufgelockerter Erde.
  • Fixieren Sie den Trieb am Boden, wofür sich z.B. Zeltheringe eignen.
  • Bedecken Sie ihn mit Erde, lassen aber dabei das Zweigende herausragen.
  • Den herausschauenden Trieb sollten Sie an einem Stock befestigen, damit er gerade nach oben wächst.
  • Nach einem Jahr können Sie die Jungpflanzen mit einem beherzten Spatenstich von der Hauptpflanze abtrennen. Bis dahin haben sich ausreichend Wurzeln gebildet.
  • Der nun selbständige Absenker kann danach an den gewünschten Standort umgepflanzt werden.

Die Vermehrung über Stecklinge ist ebenfalls einfach:

  • Dazu wird im Januar ein ca. 15 cm langer Trieb abgeschnitten.
  • Für eine erfolgreiche Bewurzelung werden die unteren Blätter entfernt und die oberen um die Hälfte eingekürzt. Ansonsten hätte der abgeschnittene Zweig eine zu hohe Verdunstung und könnte keine Energie mehr für die Wurzelausbildung aufbringen.
  • Setzen Sie danach das Steckholz direkt in feuchte, lockere und gern humusreiche Erde. Halten Sie den Boden die nächsten Wochen stets mäßig feucht.
  • Wenn die Bewurzelung erfolgreich war, sollten Sie ab Mai neue Triebe am Holz sehen. Jetzt können Sie die Jungpflanze vorsichtig umpflanzen. 
Forsythie (Forsythia x intermedia) Hecke

Sichtschutz: Eine buschige Forsythienhecke dient vor unerwünschten Blicken.

Ist die Forsythie giftig?

Ja, Forsythie ist giftig, wenn auch nur gering. Dabei sind alle Pflanzteile der Forsythie giftig, also Blätter, Früchte, Samen und Blüten. Eine kritische Dosis ist nicht bekannt, der Verzehr größerer Mengen kann aber laut Universitätsklinikum Bonn zu Unwohlsein mit Übelkeit, Bauchschmerzen und eventuellem Durchfall führen. Nicht zu verwechseln ist das Goldglöckchen übrigens mit dem Goldregen, der hochgiftig ist. Dieser leuchtet zwar auch üppig gelb, hat jedoch traubenartige Blütenstände und blüht erst Ende Mai bis Anfang Juni.

Forsythie (Forsythia x intermedia)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Forsythie

So schön die leuchtend-gelbe Forsythie auch anzusehen ist: Ihre Blüten produzieren keinen Nektar und dienen somit auch nicht als Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln. Auch Pollen suchen die Insekten in den meisten Forsythiensorten umsonst. Die Sorte Forsythia 'Beatrix Farrand' besitzt jedoch Pollen, die Bienen anlocken. Wer einen naturnahen, ökologisch wertvollen Garten bevorzugt, sollte sich für diese selten gepflanzte Kultursorte entscheiden.

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