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Schneeglöckchen

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
© Colourbox / Serghei Starus

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Einer der ersten Frühlingsboten, der sein Blütenköpfchen durch die Schneedecke schiebt, ist das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis). So zart und klein es auch sein mag, es besitzt eine große Anhängerschaft. Schneeglöckchenliebhaber geben pro Zwiebelpflanze teilweise mehrere hundert Euro auf Auktionen und bei Liebhabertreffen für besondere Sorten aus. Mittlerweile gibt es nämlich auch Schneeglöckchen, die gefüllte Blüten haben oder deren Blütenblätter weiß-grün gemustert oder gelb gezeichnet sind.

Schneeglöckchen: Was macht den perfekten Standort aus?

Das zierliche Schneeglöckchen mag es halbschattig und steht beispielsweise gerne unter Laubgehölzen oder Stauden. Der perfekte Boden für die duftende Pflanze sollte locker, feucht, humusartig und nährstoffreich sein.

Schneeglöckchen pflanzen: Was muss ich beachten?

Von September bis November ist die beste Zeit, um Schneeglöckchenzwiebeln in den Garten zu setzen. Der Pflanzabstand und die Pflanztiefe liegen bei ungefähr 5 bis 10 cm.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) weiß
Ob im Vorgarten, an Hängen oder im Balkonkasten: Schneeglöckchen gedeihen an vielen Orten gut.
© Schöner Wohnen / Heiko Spilker

Welche Pflege braucht das Schneeglöckchen?

Das Schneeglöckchen braucht keine besondere Pflege. Sind die Zwiebeln jedoch in einen Kübel gesetzt, sollte die Erde in der Wachstums- und Blütezeit ab und zu gegossen werden, sodass der Boden ausreichend feucht bleibt.

Schneeglöckchen vermehren: Wie geht’s?

Schneeglöckchen lassen sich mit Samen vermehren. Das ist aber sehr aufwändig, da die Samen direkt nach der Samenbildung ausgesät werden müssen, und dann im Sommer nicht vertrocknen dürfen. Außerdem benötigen die Samen eine Kälteperiode im Winter, die erst den Startimpuls gibt, im darauffolgenden Frühjahr zu keimen. Aber selbst dann benötigt die Schneeglöckchen-Jungpflanze noch mal ein bis zwei Jahre, um das erste Mal Blüten auszubilden.

Glücklicherweise übernehmen oft Ameisen diese uncharmante Vermehrungsweise. Sie haben Teile des Samens als Nahrung erkannt und verteilen so ungewollt – selbst über größere Entfernung – die Schneeglöckchen. So entstehen mit der Zeit immer wieder neue Horste, wie das büschelartige Wachstum der Pflanze genannt wird.

Leichter als die Vermehrung mit Samen ist das Teilen eines vorhandenen Zwiebelbündels:

  • Graben Sie dazu nach der Blüte die Pflanze mitsamt ihren Zwiebeln aus.
  • Trennen Sie danach einzelne Zwiebeln ab, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
  • Anschließend ist es wichtig, die gewonnenen Einzelzwiebeln sofort wieder in die Erde einzugraben.
  • Im nächsten Frühjahr zeigen sich dann schon die neuen Pflanzen.

Schneeglöckchen-Arten und Sorten

Nicht nur 20 Arten gibt es weltweit vom Schneeglöckchen, sondern auch noch mehr als 1.500 Sorten! Da ist für den eigenen Garten die Auswahl groß. Neben dem Gewöhnlichen Schneeglöckchen sind auch diese Exemplare spannend:

  • Großblütiges Schneeglöckchen (Galanthus elwesii): wird bis zu 30 cm groß, innere Blätter grün gefleckt.
  • Ikaria-Schneeglöckchen (Galanthus ikariae): große Blüten mit deutlicher Zeichnung in Grün auf den Innenblättern.
  • Woronow-Schneeglöckchen (Galanthus woronowii): mit saftgrünen, breiten Blättern. Gilt als besonders robust.

Interessante Sorten sind noch:

  • die stark duftende 'Sam Arnott',
  • die gefüllte und oft zweiblütige 'Hippolyta'-Hybride
  • und die spätblühende 'April Fool'.

Sind Schneeglöckchen giftig?

Ja, Schneeglöckchen sind giftig und zwar in allen Pflanzenteilen – insbesondere der Zwiebeln. In der Medizin wird ihr Wirkstoff Galantamin, der sich in der Schneeglöckchenzwiebel befindet, zur Linderung von Alzheimer- und Demenzerkrankungen verwendet.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Schneeglöckchen

Wer sich an den zarten weißen Blüten des Schneeglöckchens nicht sattsehen kann, für den ist der Schneeglöckchenbaum (Halesia carolina) eine echte Empfehlung. Dieser ist zwar in keinster Weise mit dem Schneeglöckchen verwandt, besitzt aber ein sehr ähnliches und reichhaltiges Blütenkleid und kann bis zu 4 Meter groß werden.

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