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Nerine, Guernseylilie

Nerine / Guernseylilie (Nerine bowdenii)
© Colourbox / Forsythia

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Die Nerine bzw. Guernseylilie (Nerine bowdenii) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse, genauso wie ihre Verwandte die Schmucklilie. Im Gegensatz zu ihr gibt es die Nerine jedoch auch in Rosapink. Zwar stammt die Nerine ursprünglich aus Südafrika, dennoch eignet sie sich dank ihres südländlichen Erscheinungsbilds und edler, schwertförmiger Blätter auch wunderbar für einen mediterran bepflanzten Garten oder die Terrasse.

Wie überwintere ich die Nerine?

In südlichen Teilen Europas kann die Nerine geschützt gepflanzt und mit Laub abgedeckt den Winter überstehen. Sobald die Temperaturen jedoch unter -5 °C sinken, überleben die Zwiebeln den Winter nicht. In Deutschland ist es daher sinnvoller, die Nerine gleich in einen Kübel zu pflanzen. So können Sie ihn bei Frost ins Haus oder den Gartenschuppen holen. Die ideale Temperatur fürs Überwintern liegt bei 10 °C.

Guernseylilie-Pflanzanleitung: Wie pflanze ich die Nerine?

Wer eine Guernseylilie pflanzt, muss unbedingt auf die Pflanztiefe achten:

  • Die Zwiebeln dürfen nicht zu tief in die Erde gesetzt werden, wobei die genau Pflanztiefe von ihrer Größe abhängt. Der Zwiebelhals muss aus dem Boden ragen, ansonsten kann die Zwiebel anfangen zu faulen.
  • Der Pflanzabstand zwischen den Blumenzwiebeln sollte ca. 10-20 cm betragen.
  • Wählen Sie für die Nerine einen warmen, geschützten Standort.
  • Solange die Zwiebel noch nicht ausgetrieben hat, darf sie nur leicht angegossen werden. Danach sollte sie bis zum Blattaustrieb gar kein Wasser mehr erhalten.
  • Sobald das Blattgrün und die Blüte da sind, sollten Sie die Erde stets feucht halten. Dabei sollte der Boden nährstoffreich sein, bei Bedarf düngen Sie mit Flüssigdünger.
  • Einmal gepflanzt, sollten Sie die Nerinenzwiebeln nicht aus der Erde nehmen. Das vertragen die Wurzeln nicht.
  • Da die Guernsey-Lilien an ihrem natürlichen Standort auf felsigem Untergrund wächst, der die Wärme abspeichert, verteilen Sie am besten um die Zwiebelpflanze eine Kiesschicht, um diesen Effekt nachzuahmen.

Nerine über Brutzwiebeln vermehren

Am einfachsten lässt sich die Nerine über ihre Brutzwiebeln vermehren. Genauso wie die Mutterzwiebel wird diese mit der Spitze aus der Erde ragend eingepflanzt. Die Brutzwiebeln sind kleine Tochterzwiebeln, die an der Seite der Mutterzwiebel wachsen. Im Frühjahr wird die Erde vorsichtig freigelegt und die Brutzwiebeln abgenommen und an anderer Stelle eingepflanzt. Fertig.
Zwar lassen sich Guernseylilien auch mit ihren Samen vermehren. Doch das ist aufwändiger als mit Brutzwiebeln. Und bis sich an den neuen Pflanzen erste Blüten zeigen, können mehrere Jahre vergehen.

Nerine / Guernseylilie (Nerine bowdenii) pink
Nur bedingt winterhart: Die Nerine sollte Temperaturen von weniger als -5 °C nicht ausgesetzt sein. Gartenschuppen oder Keller sind gute Plätze zum Überwintern.
© Adobe Stock / bigemrg

Nerinen-Arten und -Sorten

  • Eine interessante Guernseylilien-Art ist die Nerine sarniensis. Sie ist jedoch gar nicht winterhart und sollte daher unbedingt in einen Topf gepflanzt werden. Die Anschaffung lohnt sich jedoch, da sie 10 cm größer wird als die Nerine bowdenii (40-60 cm) und eine wirkliche außergewöhnliche Blütenkrone trägt.
  • Das Gleiche gilt für die Nerine flexuosa 'Alba'. Auch sie wächst höher und ist frostempfindlicher. Bei ihr handelt es sich um eine weißblühende Sorte, die besonders schön in kleinen Grüppchen gepflanzt wirkt. Das funktioniert natürlich auch im großen Kübel.

Nerine als Schnittblume

Wer es gern fürstlich in der Vase mag, der sollte sich unbedingt das eine oder andere Exemplar der Guernseylilie abschneiden und in die Vase stellen. Ob als Solist oder im Bouquet, die Nerine sieht nicht nur beeindruckend aus, sie hält sich auch lange als Schnittblume.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Guernseylilie

Die beste Garantie für ein gesundes Wachstum der Guernseylilie ist, sie in einen Blumentopf zu pflanzen und diesen an einem windgeschützten Ort zu platzieren. Für eine beeindruckende Blütenfülle setzen Sie am besten gleich mehrere Zwiebeln nebeneinander und bewegen Sie den Topf anschließend nicht mehr. Die Zwiebelpflanze benötigt konstante Bedingungen. Ebenso sollte sie zur Überwinterung nicht aus der Erde genommen werden, sondern einfach im Topf kühl stehen.

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