CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Narzissen, Osterglocken

Mini-Narzissen (Narcissus), Osterglocke gelb

Steckbrief

Pflanzenname
Narzisse, Osterglocke
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Narcissus
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Amaryllisgewächse
Pflanzengröße
von 15 cm bis 40 cm
Herkunft
Iberische Halbinsel bzw. Südwesteuropa; Nordafrika
Pflanzzeit
September Oktober November
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
September Oktober November
Pflanzentyp
Balkonblumen Balkonpflanzen Beetpflanzen Frühblüher Gartenpflanzen Giftpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Stauden Terrassenpflanzen Topfpflanzen Wildpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden Zwiebelpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Dachgarten Englischer Garten Garten für Anfänger moderner Garten Naturgarten Obstgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Staudengarten Topfgarten
Pflege
düngen, schneiden, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Februar März April Mai
Vermehrung
Tochterzwiebeln
Blütenfarbe
gelb orange weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig mäßig feucht
Blattform
riemenförmig
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Fusarium-Welke Narzissenfliege Pilzerkrankungen Roter Brenner Viruserkrankungen
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Narzissen pflanzen – im Beet oder Topf
Blütezeit von Narzissen
Narzissen – die nötige Pflege
Narzissen schneiden
Narzissen vermehren
Schädlinge und Krankheiten – darauf sollten Sie bei Ihren Narzissen achten

Mit ihren gelben und weißen Blütenköpfen läuten die Narzissen (Narcissus) jedes Jahr aufs Neue den Frühling ein. Hat man die Zwiebeln einmal in den Garten gesetzt, vermehren sie sich im Lauf der Jahre und bilden sehr dekorative Inseln. Ihr Alternativname Osterglocke hat sich ganz einfach aus der Blütenform und der Blütezeit ergeben. Mittlerweile gibt es weltweit über 20.000 gezüchtete Sorten wie die lieblich erscheinende Weiße Narzisse (Narcissus poeticus 'Actaea'). Insgesamt teilen sie sich in folgende sieben Sortengruppen ein: Großkronige und Kleinkronige Narzissen, Trompetennarzissen, Tazetten (Straußnarzissen), Zwergnarzissen, Alpenveilchennarzissen (Narcissus cyclamineus) und Wildarten.

Gartenkalender: Pflanzentipps für jeden Monat
Auch wenn Wetter und Pflanzen oft selbst bestimmen, wann welche Arbeiten anstehen: Mit unseren Tipps und Tricks erhalten Sie Monat für Monat einen Fahrplan, damit Ihr Garten bestens aufblüht und gedeiht.

Narzissen pflanzen – im Beet oder Topf

Die beliebte Zwiebelpflanze fühlt sich im sonnigen Beet ebenso wohl wie in Töpfen und Kästen auf dem Balkon. Wer möchte, kann im zeitigen Frühjahr bereits vorgezogene Narzissen im Topf kaufen. Beinahe jede Gärtnerei und viele Supermärkte starten nämlich mit Narzissen ins Gartenjahr.

Idealerweise pflanzen Sie Narzissenzwiebeln im September in normale Gartenerde. Grundsätzlich dürfen Sie jedoch bis in den Winter hinein (Dezember) einpflanzen, solange der Boden frostfrei ist. Allerdings überstehen früher gepflanzte und damit bereits eingewurzelte Zwiebeln frühe Bodenfröste besser als spät gesetzte Narzissen.

Die Pflanztiefe der Zwiebeln beträgt in der Regel etwa eine Handbreite. Bei sehr kleinen Narzissenzwiebeln sollte die Pflanztiefe entsprechend geringer ausfallen. Faustregel: Das Pflanzloch sollte in etwa doppelt so tief sein, wie die Zwiebel groß ist. 

Narzisse / Osterglocke (Narcissus) Blüte

Bereit für den Frühling: Bereits ab Februar fangen Osterglocken zu blühen an.

Blütezeit von Narzissen

Die übliche Blütezeit erstreckt sich bei den im Garten kultivierten Narzissen je nach Art und Sorte zwischen Februar und Mai. Es gibt Frühblüher und Spätblüher. Nach ein bis zwei Wochen ist die Narzisse verblüht. Es gibt jedoch auch ein paar Wildarten, die im Herbst beziehungsweise wie die seltene Kantabrische Reifrocknarzisse (Narcissus cantabricus 'Nylon') sogar im Winter blühen. Sie hat zwischen November und März außergewöhnliche trichterförmige Blüten und wird 15 und 20 Zentimetern groß.

Narzissen – die nötige Pflege

Narzissen sind recht pflegeleicht. Einzige Anforderung der Osterglocken: Ihr Standort sollte nicht zu schattig und der Boden nicht zu trocken sein. Mit einer kleinen Schaufel Kompost können Sie Narzissen im zeitigen Frühjahr jedoch düngen, um sie zusätzlich mit Nährstoffen zu versorgen.

Narzissen schneiden

Narzissen müssen eigentlich – sowie alle Zwiebelblüher – nicht geschnitten werden. Ist die Narzisse verblüht, können Sie jedoch die Blütenschäfte entfernen, bevor sich die Samenkapseln ausbilden. So wird die Kraft der Pflanze nicht für die Samenausbildung verbraucht. Das riemenförmige Laub der Narzisse sollte hingegen solange an der Zwiebel bleiben, bis es gänzlich verwelkt ist. So können die in den Blättern enthaltenen Nährstoffe wieder zurück in die Zwiebel gelangen und diese stärken.

Narzisse / Osterglocke (Narcissus) Wiese

Ein regelmäßiger, genauer Blick auf Ihre Narzissen hilft dabei, Schädlinge und Krankheiten frühzeitig zu erkennen.

Narzissen vermehren

Grundsätzlich lassen sich Narzissen durch Aussaat vermehren. Da es aber mehrere Jahre dauern würde, bis aus einem Narzissen-Samen eine blühfähige Pflanze wird, ist diese Variante für Hobbygärtner nicht sehr geeignet. Sinnvoller ist da die Vermehrung der Narzisse mit Tochterzwiebeln, die sich an der einst gesetzten Mutterzwiebel bilden.

  • Graben Sie dazu die einstigen Mutterzwiebeln aus und brechen Sie die entstandenen Tochterzwiebeln vorsichtig ab. 
  • Nun die Mutterzwiebel wieder einpflanzen.
  • Die Tochterzwiebeln können Sie ebenfalls an einen neuen Ort im Garten setzen. Aus ihnen werden neue Osterglocken heranwachsen

Übrigens: Das Befreien von den Tochterzwiebeln verjüngt die Pflanze. Im folgenden Frühjahr treibt die Narzisse daher wieder kräftiger aus.

Schädlinge und Krankheiten – darauf sollten Sie bei Ihren Narzissen achten

Blattläuse sind Überträger einiger Viruserkrankungen, die Narzissen empfindlich zusetzen können. Sie übertragen das Narzissen-Mosaik, das Grauvirus und die Braun- und Silberblättrigkeit. All diese Viren schädigen Blätter und Stängel der Narzisse, lassen diese welken und schwächen die Zwiebel der Pflanze. Deshalb sollten Sie einen Blattlausbefall unbedingt durch Pflanzenschutzmittel eindämmen.

Die gefürchtete Zwiebelbasalfäule, eine durch den Fusarium-Pilz verursachte Krankheit, lässt Zwiebeln faulen und alle grünen Pflanzenteile vor ihrer Zeit vergilben. Achtung: Entfernen Sie befallene Pflanzen sofort aus dem Beet, da sich der Pilz ansonsten im Erdreich festsetzen kann. Aus diesem Grund sollten Sie an der betroffenen Stelle über mehrere Jahre hinweg keine Narzisse mehr pflanzen. Entsorgen Sie auch befallene Pflanzen nicht auf den Kompost, sondern in den Hausmüll.

Mini-Narzissen (Narcissus), Osterglocke gelb

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Narzisse

Etwas ungewöhnlicher in ihrer Optik ist die Sternnarzisse (Narcissus radiiflorus), sie bildet nämlich keine Nebenkrone aus. Je nach Sorte hat sie daher eine windradförmige und manchmal sogar spinnenbeinartige Blüte und ist somit eine attraktive Alternative zu den herkömmlichen Osterglocken.

Lust auf mehr? Weitere Pflanzen aus unserem Lexikon: