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Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche

Kirschlorbeer Hecke (Prunus laurocerasus)

Steckbrief

Pflanzenname
Kirschlorbeer, Lorbeerkirsche
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Prunus laurocerasus
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Rosengewächse
Pflanzengröße
ca. 40 m
Herkunft
Vorderasien
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Bienenweidepflanzen Blattschmuckpflanzen Gartenpflanzen Giftpflanzen Grünpflanzen Heckenpflanzen immergrüne Pflanzen immergrüne Sträucher Kübelpflanzen mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Schattenpflanze Sichtschutzpflanzen Steingartenpflanzen Sträucher Terrassenpflanzen wintergrüne Pflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen Zierpflanzen
Gartenstil
Chinesischer Garten Cottage-Garten Englischer Garten Feng-Shui-Garten Garten für Anfänger Hanggarten Japanischer Garten mediterraner Garten moderner Garten pflegeleichter Garten romantischer Garten Schattengarten Staudengarten Steingarten Zengarten
Pflege
schneiden, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni
Vermehrung
Kopfstecklinge, Aussaat
Blütenfarbe
weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos lehmig locker nährstoffreich sandig sauer steinig
Blattform
schmal, lanzettlich, eiförmig
Lichtbedingungen
halbschattig schattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Dickmaulrüssler Echter Mehltau Falscher Mehltau Schrotschusskrankheit
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Was ist der richtige Standort für Kirschlorbeer?
Kirschlorbeer pflanzen
Kirschlorbeer pflegen und düngen
Wie muss ich Kirschlorbeer schneiden?
Ist Kirschlorbeer giftig?
Kirschlorbeer vermehren: Stecklinge und Samen
Vielfältige Kirschlorbeer-Sorten und Arten
Wichtige Kirschlorbeer-Krankheiten

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Heckenpflanzen geworden. Kein Wunder, der Strauch wächst schnell und dicht. So wird aus einer zunächst kleinen Hecke schon innerhalb weniger Jahre ein kopfhoher Sichtschutz, der auch noch immergrün und frosthart ist. Übrigens: Einige Gärtnereien bieten die Pflanzen auch als Lorbeerkirsche an. Das ist korrekt, da es sich eigentlich nicht um eine Lorbeerart, sondern vielmehr um einen Verwandten der Kirsche handelt.

Was ist der richtige Standort für Kirschlorbeer?

Neben dem schnellen Wachstum überzeugt Kirschlorbeer mit geringen Ansprüchen an Standort und Boden. Ob sonnig, schattig oder halbschattig – Kirschlorbeer wächst mühelos im Garten an. Lediglich windgeschützt sollte er stehen, damit er im Winter niedrige Temperaturen besser verträgt.
Beim Boden bevorzugt er lehmig, nährstoffreiche Substrate, aber auch auf sandigen Untergründen gedeiht die Pflanze problemlos. Für das Wachstum des Kirschlorbeers ist es sogar unerheblich, ob der Boden alkalisch oder sogar leicht sauer ist. Nur Staunässe verträgt er nicht. 

Kirschlorbeer pflanzen

Auch wenn Kirschlorbeer immer öfter auch als Kübelpflanze genutzt wird, ist das Haupteinsatzgebiet für den immergrünen Strauch die Pflanzung als Hecke. Mit Zuwächsen von 20 bis 30 cm pro Jahr ist das nicht verwunderlich. Außerdem lässt sich eine Kirschlorbeer-Hecke nahezu das gesamte Jahr über pflanzen. Ideale Zeitpunkte sind jedoch Frühjahr und Herbst, da es dann relativ warm und niederschlagsreich ist. Das garantiert ein gutes Anwachsen Ihrer Neupflanzen – die Sie als Ballenware oder im Topf kaufen können. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Heben Sie das Pflanzloch doppelt so groß aus, wie der bisherige Wurzelballen groß ist.
  • Setzen Sie die Pflanze ein und öffnen Sie ein eventuell vorhandenes Ballentuch.
  • Füllen Sie nun das Loch mit Erde auf. Gern können Sie noch etwas Kompost als schnellen Nährstoffgeber zufügen.
  • Für blickdichte Hecken ist bei Kirschlorbeer ein Pflanzabstand von 2 bis 3 Exemplaren pro Meter ideal.
  • Nun müssen Sie noch gut wässern und auch die nächsten Wochen die Pflanzen mit ausreichend Wasser versorgen, sodass die Erde nie austrocknet.

Kirschlorbeer pflegen und düngen

Ist Ihre Hecke angewachsen, benötigt der Kirschlorbeer nur noch wenig Pflege. Sinnvoll ist jedoch eine jährliche Düngung im Frühjahr mit einer Schaufel frischem Kompost und einer Handvoll Hornspäne. Diese Düngergabe arbeiten Sie am besten im Wurzelbereich der Pflanze ein, damit die Inhaltsstoffe schnell zur Verfügung stehen.

Wie muss ich Kirschlorbeer schneiden?

So flexibel der Kirschlorbeer bei der Standortwahl und der Bodenzusammensetzung ist, so tolerant ist er auch bei Rückschnitten. Damit sich die Hecke gut verzweigt, sollten Sie gleich bei der Pflanzung den Strauch um gut ein Drittel zurückschneiden. Bei älteren Pflanzen sind vor allem Formschnitte am einjährigen Zuwachs notwendig. Es bietet sich an, diese Arbeiten im Frühjahr in den Monaten Februar und März vor dem Austrieb vorzunehmen. Zur Not können Sie den Kirschlorbeer auch noch im Herbst zurückschneiden, um keine Vögel während der Brut zu stören.

Für den Schnitt sollten Sie auf elektrische Heckenscheren verzichten. Besser sind klassische Gartenscheren. Mit ihnen verhindern Sie, dass Sie unkontrolliert in die bis zu 15 cm großen Blätter schneiden, die dann an der Schnittstelle braun eintrocknen. Hat Ihre Kirschlorbeerhecke in einem extrem kalten Winter doch mal Frostschäden bekommen, können Sie diese im nächsten Frühjahr mit einem Rückschnitt um ein Drittel ins alte Holz ausgleichen. Das regt die Pflanze zu neuem Wachstum an und das einstige Loch ist schnell wieder gefüllt. 

Ist Kirschlorbeer giftig?

Ja, der beliebte Kirschlorbeer ist giftig. Sowohl die Blätter als auch die Samen seiner schwarzen Beeren enthalten das Glycosid Prunasin, das im Magen Blausäure freisetzt. Beim Verzehr schon weniger Blätter und Früchte sind Bauchschmerzen, Übelkeit und Brechreiz danach eindeutige Symptome einer Vergiftung. Achten Sie aufgrund der Giftigkeit daher darauf, dass Kinder und Tiere nicht einfach an die Pflanzen gehen. 

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) Blätter

Kirschlorbeer sieht harmlos aus, enthält aber einen Inhaltsstoff, der sich im Magen zu Blausäure umwandelt.

Kirschlorbeer vermehren: Stecklinge und Samen

Die Vermehrung von Kirschlorbeer ist relativ einfach mit Kopfstecklingen. Diese gewinnen Sie aus den grünen, noch nicht verholzten Triebspitzen eines Neutriebes.

  • Schneiden Sie diese im Frühsommer in einer Länge von 10 bis 15 cm ab und entfernen Sie alle unteren Blätter.
  • Die oberen zwei bis drei Blätter lassen Sie stehen, kürzen Sie diese jedoch um die Hälfte in der Länge ein.
  • Nun können Sie die Stecklinge rund 5 bis 7 cm tief in mäßig feuchte Anzuchterde stecken.
  • Ein Minigewächshaus ist ideal, da es automatisch für die notwendig hohe Luftfeuchtigkeit sorgt.
  • Der Standort sollte die nächste Zeit hell und warm, aber ohne direktes Sonnenlicht sein.
  • Nach wenigen Wochen bilden sich neue Wurzeln aus. Dann können Sie die Jungpflanzen nach draußen setzen.

Auch eine Vermehrung über Samen ist möglich. Diese ist jedoch im Vergleich zu den Stecklingen mühseliger, dauert mehrere Monate und ist nicht so erfolgversprechend, so dass sie sich eher für ambitionierte Gärtner eignet.

Vielfältige Kirschlorbeer-Sorten und Arten

Auch wenn Kirschlorbeer auf dem ersten Blick immer gleich aussieht, gibt es heute dank Züchtung diverse Sorten, die sich nicht nur optisch unterscheiden, sondern auch gegen Pilzerkrankungen und Kälte robuster sind.

  • Kirschlorbeer 'Caucasica' bildet im Frühjahr viele weiße Blütenstände zwischen seinen eher schmalen Blättern aus.
  • Kirschlorbeer 'Herbergii' wächst besonders dicht, aber langsamer als andere Sorten. Die Sorte ist resistenter gegen die gefürchtete Schrotschusskrankheit und sehr frosthart.
  • Kirschlorbeer 'Novita' wächst dicht und schnell. Die Heckenbreite kann so bei nur 50 cm liegen. Die Sorte ist jedoch nur bedingt frosthart.
  • Kirschlorbeer 'Genolia' wächst aufrecht, nahezu säulenartig. Ist sehr blickdicht.

Auch sehr beliebt ist die etwas langsamer wachsende und elegant wirkende Kirschlorbeerart Prunus lusitanica 'Angustifolia', auch Portugiesischer Kirschlorbeer genannt. Seine Blätter sind kleiner, dunkelgrün und glänzend, seine Blattstiele rot und sein Habitus säulenartig.

Wichtige Kirschlorbeer-Krankheiten

Generell ist Kirschlorbeer sehr robust. Dennoch gibt es auch einige Pilz-Erreger, die unseren Hecken zusetzen können. Dazu gehört die sogenannte Schrotschuss-Krankheit (Stigmina carpophila und Trochila laurocerasi). Es bilden sich viele braune Punkte auf dem Blatt, die sich mit der Zeit zu Löchern ausweiten. Entdecken Sie solche Blätter, sollten Sie diese schnell entfernen, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet. Breitet sich der Erreger dennoch weiter aus, lässt sich der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels gegen Pilze (Fungizid) nicht vermeiden.

Gleiches gilt auch bei Mehltau: Kirschlorbeer kann sowohl vom Echten Mehltau (Podosphaera tridactyla) als auch vom Falschen Mehltau befallen werden. Um den Echten Mehltau einzudämmen, sollten Sie den Strauch gut wässern und künftig auf eine stickstoffbetonte Düngung verzichten. Gegen den blattunterseitigen grauen Pilzrasen des Falschen Mehltaus hilft ein Rückschnitt des Kirschlorbeers.

Kirschlorbeer Hecke (Prunus laurocerasus)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Kirschlorbeer

Kirschlorbeer eignet sich nicht nur als immergrüne Heckenpflanze, sondern auch als Solitär im Garten. Gerade im Mai überzeugt der Strauch mit seinen weißen, bis zu 10 cm langen Blütentrauben, die auch heimischen Insekten als Nahrung dienen. Gerade als Hochstamm mit kugelrund geschnittener Krone wird er immer beliebter und verziert so als Blickfang mit robustem Habitus Vorgärten oder Garagenauffahrten. 

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