CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Salbei

Salbei (Salvia officinalis)

Steckbrief

Pflanzenname
Echter Salbei
Erntezeitpunkt
Mai Juni Juli August
Botanischer Name
Salvia officinalis
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Lippenblütler
Pflanzengröße
ca. 70 cm
Herkunft
Mittelmeerraum
Pflanzzeit
Mai Juni Juli
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
Februar März April Mai
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Bienenweidepflanzen Duftpflanzen Gewürzpflanzen Heilpflanzen immergrüne Pflanzen immergrüne Sträucher Kräuter Küchenkräuter mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Stauden Steingartenpflanzen Sträucher Terrassenpflanzen Topfpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Pflanzen winterharte Stauden
Gartenstil
Apothekergarten Balkongarten Bauerngarten Cottage-Garten Dachgarten Garten für Anfänger Hanggarten Kräutergarten mediterraner Garten moderner Garten Naturgarten Nutzgarten pflegeleichter Garten romantischer Garten Selbstversorger-Garten Staudengarten Steingarten Topfgarten
Pflege
schneiden, Winterschutz
Pflegeaufwand
ohne Pflegeaufwand
Blütezeit
Juni Juli August
Vermehrung
Steckling, Absenker, Ableger, Teilung
Blütenfarbe
violett
Bodenbeschaffenheit
durchlässig kalkhaltig lehmig sandig steinig trocken
Blattform
länglich, rau
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Mehltau Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Was ist der richtige Standort für Salbei?
Salbei pflanzen: Wie funktioniert der Anbau?
Salbei-Pflege: Salbei schneiden und pflegen
Salbei ernten
Salbei überwintern
Wie funktioniert die Vermehrung von Salbei?
Salbei trocknen
Wundermittel Salbeitee

Der botanische Name von Salbei ist Salvia, was übersetzt "heilend" bedeutet. Somit überzeugt die Salbeipflanze nicht nur als Gewürz mit ihren immergrünen attraktiven Blättern und essbaren Blüten, sie eignet sich auch hervorragend als Heilpflanze dank der wertvollen Inhaltsstoffe. Diese sollen keimtötend, entzündungshemmend, krampflösend, menstruationsregulierend und durchfallhemmend sein. Salbei wird daher nicht nur als Kochzutat verwendet, sondern auch noch zu Tee, Saft oder Wein verarbeitet.
Aber vorsichtig: Pflanzen mit Heilwirkung sollten Sie nur in Maßen und bewusst zu sich nehmen. Salbei enthält nämlich auch das ätherische Öl Thujon, welches bei zu hoher Dosierung gerade bei Schwangeren und Stillenden toxische Auswirkungen haben kann.

Gartenkalender: Pflanzentipps für jeden Monat
Auch wenn Wetter und Pflanzen oft selbst bestimmen, wann welche Arbeiten anstehen: Mit unseren Tipps und Tricks erhalten Sie Monat für Monat einen Fahrplan, damit Ihr Garten bestens aufblüht und gedeiht.

Was ist der richtige Standort für Salbei?

Salbei mag es vor allem sonnig und warm, kommt die Pflanze doch ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Der ideale Boden für den Sonnenanbeter ist kalkhaltig, sandig, lehmig und durchlässig. Zusätzlich mag die Pflanze es mäßig feucht, kommt aber sogar einige Zeit mit Trockenheit aus. Staunässe sollten Sie hingegen stets vermeiden.

Salbei pflanzen: Wie funktioniert der Anbau?

Mit der Aussaat im Garten kann im Mai begonnen werden:

  • Lockern Sie den Boden mit einer Harke auf und arbeiten Sie für eine bessere Durchlässigkeit Sand und Kompost unter.
  • Säen Sie nun den Salbei in Reihen mit einem Abstand von 35 cm untereinander aus.
  • Bedecken Sie anschließend die Samen nicht mit Erde, denn Salbei benötigt als Lichtkeimer das Sonnenlicht. Gießen Sie das Beet vorsichtig.
  • Schon nach ein bis drei Wochen zeigen sich erste Keimlinge.
  • Sind die Jungpflanzen kräftig genug,  können Sie diese vereinzeln und in ein Kräuterbeet pflanzen. 

Salbei-Pflege: Salbei schneiden und pflegen

Damit sich Salbei bestens entwickelt, ist kaum Pflege notwendig. Wurde der Salbei jedoch im Topf ausgesät, ist zweiwöchentliches Düngen mit einem Flüssigdünger ratsam. Besonders in der Anzuchtphase sollten Sie auch regelmäßig gießen. Danach hält es der Salbei auch einmal längere Zeit ohne Wasser aus. Ist die obere Erdschicht komplett ausgetrocknet, sollten Sie wieder neu gießen.

Sehr wichtig ist jedoch der Salbei-Schnitt. Wenn Sie Salbei schneiden, verhindern Sie, dass der Halbstrauch mit der Zeit verholzt. Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt liegt entweder im Frühjahr oder nach der Blüte. Jetzt können Sie die Pflanze gut ein Drittel zurückzuschneiden. Achten Sie nur darauf, nicht zu tief ins alte Holz zu schneiden. Dann kann es passieren, dass der Salbei ganz aufhört, neu auszutreiben. 

Salbei ernten

Das Wichtigste vorweg: Ernten Sie Ihren Salbei am besten kontinuierlich! So reduzieren Sie die Verholzung der Salbeitriebe und vermeiden auch gleichzeitig noch das Blühen. Weiterer Vorteil: Die jungen Salbeiblätter haben außerdem auch die höchste Konzentration an ätherischen Ölen.

So gehen Sie beim Ernten des Salbeis vor:

  • Ernten können Sie von Mai bis August.
  • Pflücken Sie nur die jungen Triebspitzen.
  • Schneiden Sie nicht in den verholzten Teil.
  • Wenn Sie die Blätter einfrieren oder trocken wollen, sollten Sie erst ab Mittag ernten, damit der Morgentau schon abgetrocknet ist.
  • Blüht der Salbei, verlieren leider auch die Blätter erheblich an Aroma. Berücksichtigen Sie das beim Abernten.
Salbei (Salvia officinalis Strauch

Echter Salbei (Salvia officinalis) kann bis zu 70 cm groß werden und bedarf dabei nur wenig Pflege.

Salbei überwintern

Damit alle Triebe rechtzeitig bis zum Winter ausreifen können, sollten Sie ab August mit der Ernte aufhören, ansonsten besteht die Gefahr von Frostschäden an den jungen Trieben. Für die eigentliche Überwinterung können Sie den Wurzelbereich mit Nadelbaumzweigen oder Laub bedecken. Wenn Ihr Salbei im Kübel steht, empfiehlt es sich, das Gefäß mit Noppenfolie als Frostschutz zu umhüllen und das Küchenkraut dicht an der Hauswand überwintern zu lassen.

Wie funktioniert die Vermehrung von Salbei?

Es gibt mehrere Arten, wie man Salbei vermehren kann:

Salbei vermehren mit Samen:
Nach der Blüte, wenn sich Samenkapseln gebildet haben, lassen sich diese ernten. Danach trocknet man sie und lagert sie an einem kühlen und trockenen Ort, bis im nächsten Frühjahr die Aussaat möglich ist.

Salbei vermehren per Teilung:
Im Frühjahr, kurz bevor der Salbei neu austreibt, lassen sich die bestehenden Wurzeln mit einem Spaten leicht teilen. Das neu gewonnene Teilstück können Sie nun an einem neuen Standort wieder einpflanzen.

Salbei vermehren mit Absenker:
Hierfür nehmen Sie einen jungen und ausreichend langen Trieb, von dem Sie auf einem Stück von 10 cm alle Blätter entfernen. Biegen Sie nun diesen Teil nach unten, befestigen ihn mit einem Stein am Boden und bedecken ihn mit Erde. Das obere Ende des Triebes befestigen Sie dagegen an einer Stütze, damit er aufrecht weiterwächst. Die nächste Zeit sollten Sie die Erde stets feucht halten. Nach einigen Wochen werden sich neue Blätter an der Spitze bilden. Das ist das Zeichen für neue Wurzeln. Nun können Sie die Verbindung zur Mutterpflanze mit einem scharfen und sauberen Messer trennen und die Jungpflanze an ihrem neuen Standort einsetzen.

Salbei vermehren per Steckling:
Die beste Zeit, um sich einen Steckling abzuschneiden, ist im Sommer, wenn die Blüte des Salbeis noch nicht eingesetzt hat. Schneiden Sie einen unverholzten Trieb ab, von dem Sie alle Blätter bis auf zwei, drei Paare entfernen und topfen Sie diesen ein. Halten Sie die Erde die nächsten Wochen gut feucht. Als Indikator für eine Wurzelbildung gelten neue Blätter. Nun können Sie dem Steckling im Garten ein neues Zuhause geben. 

Salbei trocknen

Salbei kann nicht nur frisch verarbeitet und verzehrt werden, auch im getrockneten Zustand sind seine Blätter noch wirkungsvoll und vor allem über einen längeren Zeitraum haltbar. Verwenden Sie die frischen Triebe ohne Blüten, die über den Sommer gewachsen sind, verholzte Triebe eignen sich nicht. Für die Trocknung hängen Sie die Zweige am besten an einen warmen, weder sonnigen noch zugigen Ort und lassen Sie sie ein bis zwei Wochen  trocknen. Die getrockneten Blätter rollen sich ein, was dem Geschmack aber nicht schadet. Danach können Sie die trockenen Blätter genauso wie die frischen zum Tee aufbrühen oder zum Würzen verwenden.

Wundermittel Salbeitee

Ein Salbeitee ist leicht gemacht:

  1. Pflücken Sie fünf Salbeiblätter.
  2. Legen Sie diese in einen Teebecher.
  3. Übergießen Sie die Blätter mit kochendem Wasser.
  4. Lassen Sie den Tee nun abgedeckt 15 Minuten ziehen.
  5. Genießen Sie den Tee noch heiß, später könnte er bitter werden.

Viele schwören auf diesen Kräutertee, da er bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Erkältungen und Magen-Darmbeschwerden helfen soll. Außerdem soll er auch noch schweißregulierend wirken, was ihn gerade im Sommer zu einem sinnvollen Getränk macht. Alternativ können Sie zur Behandlung von Halsschmerzen auch Salbeiöl benutzen. Das aufwändig hergestellte Öl der Heilpflanzen erhalten Sie in Apotheken. 

Salbei (Salvia officinalis)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Salbei

Neben dem Echten Salbei (Salvia officinalis) gibt es noch weitere sehr attraktive Salbeiarten, die Akzente im Kräuterbeet oder im Garten setzen. Trotz des anderen Aussehens lassen sie sich bestens in der Küche verwenden:

  • Afrikanischer Duftsalbei (Salvia disermas: Die Blätter duften leicht harzig)
  • Ananassalbei (Salvia elegans 'Scarlet Pineapple': wächst buschig)
  • Apfelsalbei (Salvia elegans 'Golden Delicious‘: gelbblättrig)
  • Fruchtsalbei (Salvia dorisiana: stark wachsende Kübelpflanze)
  • Sumpfsalbei (Salvia uliginosa: Insektenmagnet)
  • Johannisbeersalbei (Salvia microphylla: blüht rot)
  • Muskatellersalbei (Salvia sclarea: blüht pastellfarben, duftend, 2-jährig)
  • Orangensalbei / Mandarinensalbei (Salvia elegans: kräftig fruchtiger Duft)
  • Pfirsichsalbei (Salvia greggii: herber, fruchtiger Topfsalbei, blüht dunkelrot)

Lust auf mehr? Weitere Pflanzen aus unserem Lexikon: