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Magnolie

Magnolie
© Adobe Stock/Pellini

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Wer eine Magnolie (Magnolia) in den Garten pflanzt, kann sich zukünftig schon im späten Winter und frühen Frühling an ihrer ausladenden Blütenpracht erfreuen. Die Frage ist jedoch oft, welche Magnoliensorte es letztendlich sein soll. Schließlich gibt es über 250 Arten, die sich in vielen Punkten voneinander unterscheiden.

  • Ganzjährig in Grün gekleidet ist beispielsweise die Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora).
  • Die Sommer-Magnolie (Magnolia sieboldii) blüht im Gegensatz zu ihren frühblühenden Artgenossen erst im Sommer.
  • Zu den beliebtesten und auch bekanntesten Arten zählt die sommergrüne Tulpen-Magnolie (Magnolia soulangeana).
  • Mit sternförmigen, weißen Blüten begeistert die Stern-Magnolie (Magnolia stellata). Sie wächst außerdem strauchartig und blüht üppig.
  • Mit einer Höhe von ca. 2,5 bis 3,5 Metern zählt die laubabwerfende Purpur-Magnolie (Magnolia liliiflora) auch zu den eher kleineren Arten. Mit ihr kommen violette Blüten zu uns in den Garten.

Standort: Wo fühlt sich meine Magnolie am wohlsten?

Es gibt zahlreiche Magnolien-Arten und die meisten von ihnen benötigen ein sonniges Plätzchen, um richtig aufzublühen. Bekommen Sie nicht genügend Sonnenstunden ab, ist die Folge eine reduzierte Knospenbildung. Es gibt aber auch Arten und Sorten, die eher Halbschatten bevorzugen. Zu ihnen gehört z.B. die Magnolia liliiflora 'Susan'.
Generell sollten Magnolien windgeschützt stehen und reichlich Platz haben, um sich mit ihren ausladenden Kronen auszubreiten. Als Boden ist nährstoffreiche, humose, sandig-lehmige, lockere und außerdem noch leicht saure Erde perfekt.

Sternmagnolie (Magnolia stellata) Blüte
Die Blüte der "Magnolia x soulangiana" erinnert mit ihrer Form an Tulpen. So kam sie zu ihrem Namen: Tulpenmagnolie.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Magnolie pflanzen: Was muss ich beachten?

Der richtige Zeitpunkt, um eine Magnolie zu pflanzen, ist im Frühjahr. Der Pflanze bleibt so genügend Zeit, sich vor dem Winterbeginn richtig einzuwurzeln. Denken Sie bei der Pflanzung daran, dass die Magnolie ein Flachwurzler ist und nicht in Konkurrenz mit anderen flachwurzelnden Sträuchern wie Schneeball (Vibrunum) stehen sollte. Aus diesem Grund sollten Sie das Pflanzloch auch an das spätere Wurzelwachstum anpassen und es eher breit als tief ausheben.

Magnolien pflegen: Auf was muss ich achten?

Nach dem Pflanzen ist es in den folgenden Wochen wichtig, die Magnolie kräftig zu gießen. Danach empfiehlt sich in den ersten beiden Jahren das sogenannte bedarfsorientierte Wässern. Das bedeutet nicht nur Wassergaben an heißen Tagen, sondern auch im Winter, wenn die Erde zu trocken wird. Sind die Magnolienbäume älter, müssen sie nicht mehr zusätzlich gegossen werden.

Wenn der Boden die richtigen Voraussetzungen erfüllt, brauchen Sie Ihre Magnolie nicht düngen. Generell fühlen sich Magnolien jedoch in leicht sauren Böden am wohlsten, deswegen können Sie gern im Frühjahr mehrere Schaufeln Rhododendron-Erde, Rasenschnitt oder Kompost auf dem Wurzelbereich verteilen. So erhält der Boden den richtigen ph-Wert.

Übrigens: Oft liegt es nicht an mangelnder Pflege, wenn die Magnolienblüte auf sich warten lässt. Je nach Art können Jahre vergehen, bis Ihre Pflanze zum ersten Mal Blüten zeigt.

Magnolien-Schnitt: Sollte man die Magnolie schneiden?

Generell gilt: Magnolien müssen nicht geschnitten werden. Und das sollten Sie im Idealfall auch möglichst beherzigen. Der Grund dafür: Durch das Schneiden würden Sie die natürliche und sehr schöne Wuchsform der Magnolie stören. Aber natürliche gibt es auch Ausnahmen: Kranke Triebe oder abgestorbene Äste sollten Sie natürlich mit einer scharfen und sauberen Gartenschere entfernen.

Sternmagnolie (Magnolia stellata) Baum
Mit der üppigen Blütenpracht von März bis Juni verzaubern Magnolienbäume viele Gärten im Frühjahr.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Magnolie vermehren: Eine Angelegenheit für Profis und Geduldige

Generell ist das Vermehren von Magnolien eine langwierige und nicht immer erfolgreiche Angelegenheit. Den größten Erfolg verspricht dabei die Vermehrung mit Samen oder Absenkern. In beiden Fällen wird es jedoch Jahre, wenn nicht gar ein Jahrzehnt dauern, bis der neue Magnolienbaum Blüten trägt. Greifen Sie aus diesem Grund lieber zu vorgezogenen Magnolien aus der Gärtnerei zurück.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Magnolie

Am bekanntesten sind die rosa oder auch weißen Magnolienblüten. Aber wussten Sie, dass es auch andere Farben gibt? So blüht beispielsweise die Magnolia 'Butterflies' in einem intensiven Gelb mit leichtem Duft. Die Magnolie 'Sunsation' wartet in den Monaten April und Mai mit einem rot-orange-grünen Farbfeuerwerk auf. Eine weitere außergewöhnliche und sehr winterharte Sorte ist die 'Meganolie', die einen Blütendurchmesser von 30 cm erreicht! Übrigens mit ein bisschen Glück entwickelt sich aus der Blüte ihrer Tulpenmagnolie im September oder Oktober ein attraktiver Fruchtstand, mit dem man wunderbar herbstlich dekorieren kann.

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