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Hibiskus, Eibisch

Hibiskus (Hibiscus) Blüte

Steckbrief

Pflanzenname
Hibiskus, Eibisch
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Hibiscus
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Malvengewächse
Pflanzengröße
ca. 4 m
Herkunft
Asien
Pflanzzeit
Mai
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Bäume Bienenweidepflanzen einjährige Pflanzen Gartenpflanzen Heckenpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Sichtschutzpflanzen Stauden Sträucher Terrassenpflanzen Topfpflanzen Zierpflanzen Zierstrauch Zimmerpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Blumengarten Chinesischer Garten Dachgarten Hanggarten Japanischer Garten mediterraner Garten moderner Garten romantischer Garten Staudengarten Topfgarten Zimmer
Pflege
wässern, düngen, auf Schädlinge achten
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juli August September Oktober
Vermehrung
Steckling, Samen, Veredlung
Blütenfarbe
blau gelb orange rosa rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig lehmig nährstoffreich sandig trocken
Blattform
spitz, eiförmig
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Chlorosen Spinnmilben
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Wuchsformen und Blüten des Hibiskus
Der richtige Hibiskus-Standort
Hibiskus pflanzen
Hibiskus-Pflege und Überwinterung
Hibiskus blüht nicht
Hibiskus schneiden
Hibiskus vermehren
Hibiskustee und seine Wirkung
Hibiskus als Hecke

Ursprünglich stammt der Hibiskus (Hibiscus) oder Eibisch – wie er auch genannt wird – aus Asien. Mittlerweile ist er jedoch weltweit verbreitet und vor allem in wärmeren Gebieten anzutreffen, denn er liebt Wärme. Hat die Pflanze jedoch einen idealen Standort gefunden und bekommt sie noch die richtige Pflege, verleiht ein Hibiskus Gärten, Terrassen und Balkonen mit seinen großen und farbenprächtigen Blüten exotisches Flair.

Wuchsformen und Blüten des Hibiskus

Hibiskus gibt es in nahezu jeder erdenklichen Wuchsform. Ob als Hibiskushecke, Baum, kompakter Strauch, als Hochstämmchen oder kleinere Zimmerpflanze – die Vielfalt der Blühpflanzen ist so groß, dass jeder die für ihn richtige Sorte finden kann. Beachten sollten Sie nur, dass viele Arten nicht winterhart sind. Gerade Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse sind daher schon bei Temperaturen knapp über 10 Grad Celsius ins Innere zu holen, und manche Arten sollten aufgrund ihres Wärmeanspruchs wirklich nur in der Wohnung wachsen.

Robust genug für den ganzjährigen Verbleib im Freien sind lediglich der Gartenhibiskus oder Strauch-Eibisch (Hibiscus syriacus) sowie winterharte Zuchtformen des Stauden-Hibiskus (Hibiscus x moscheutos).
Bei Letzterem sind außerdem noch die Blüten mit Größen von bis zu 30 Zentimetern beeindruckend, die den Garten von Juli bis Oktober in ein regelrechtes Blütenmeer verwandeln. Als Zimmerpflanze im Topf oder im Kübel über den Sommer auf der Terrasse ist der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) sehr beliebt.

Der richtige Hibiskus-Standort

Damit sich der Hibiskus wohlfühlt, benötigt er sowohl im Freien als auch auf der Fensterbank einen äußert sonnigen Platz, der ihn auch noch vor Wind beziehungsweise Zugluft schützt.

Als Boden bevorzugt er sandig-lehmiges Substrat, das durchlässig und mäßig trocken ist. In den Sommermonaten und während der Blüte darf der Boden auch gern mal feuchter sein, gegenüber Staunässe ist die Pflanze jedoch sehr empfindlich. 

Hibiskus (Hibiscus) Blüte Big-Hibiskiss®

Die Sorte 'Big-Hibiskiss' blüht von Juli bis September und ist winterhart. Außerdem begeistert sie mit einem süßlichen Duft.

Hibiskus pflanzen

Sie haben sich für einen frostharten Hibiskus entschieden und wollen mit ihm den Garten verschönern? Das ist relativ leicht bewerkstelligt:

  • Bester Pflanzzeitpunkt ist das Frühjahr, so kann sich der Strauch bis zum Winter ausreichend verwurzeln.
  • Heben Sie ein Pflanzloch aus, das zweimal breiter als der Wurzelballen ist.
  • Füllen Sie eine Schaufel Kompost als Nährstoffgeber mit in das Loch.
  • Setzen Sie nun den Hibiskus ein und drücken Sie vorsichtig die Erde fest.
  • Bedecken (mulchen) Sie außerdem den Wurzelbereich z.B. mit Rasenschnitt oder Kompost, das sorgt für einen schwach sauren Boden, den der Hibiskus bevorzugt.
  • Sorgen Sie die nächsten Wochen dafür, dass der Boden gut befeuchtet ist, dann sollte der Hibiskus schnell anwachsen.   

Hibiskus-Pflege und Überwinterung

Einige Hibiskus-Arten wie der der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis) gehören zu den frostempfindlichen Sträuchern. Aus diesem Grund ist ein früher Umzug ins Winterquartier wichtig, bevor die Temperaturen unter 10 Grad Celsius fallen. Prüfen Sie vor dem Einräumen der Kübelpflanzen noch einmal die Blätter auf Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben und entfernen Sie alle welken Blätter.

Ein Wintergarten oder heller Bodenraum mit Temperaturen um 16 bis 18 Grad sind fürs Überwintern ideal. Wirft der Hibiskus ein paar Blätter dabei ab, ist das ganz normal. Viel abgeworfenes Laub ist jedoch häufig ein Hinweis darauf, dass der Raum zu dunkel ist. Nach den Eisheiligen im Mai darf der Eibisch wieder zurück ins Freie ziehen.

Frostharte Exemplare brauchen in den Wintermonaten natürlich keinen Standortwechsel. Um zu starken Frost jedoch abzumildern, ist es sinnvoll, den Wurzelbereich mit einer zusätzlichen Reisig- oder Mulchschicht zu schützen. Vergessen Sie auch nicht das Gießen im Winter. Viel muss es natürlich nicht sein, achten Sie dennoch darauf, dass der Boden nicht vollständig austrocknet.

Hibiskus blüht nicht

Neben dem richtigen Überwintern und Wässern ist das Düngen Ihres Hibiskus sehr wichtig. Nährstoffmangel kann nämlich wie zu starke Trockenheit zu Blütenmangel führen. In den warmen Monaten ist Flüssigdünger daher ideal, um die Pflanze mit notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Zeigt der Hibiskus schon gelbe und verfärbte Blätter, ist es dafür höchste Zeit. Wird aber dieser Stress für die Pflanze vermieden, dann wird der Hibiskus es mit reichlich Blüten danken. 

Hibiskus schneiden

Sowohl die Garten- als auch die Indoor-Varianten des Hibiskus sind gut schnittverträglich. Insbesondere in jungen Jahren sollten Sie den Eibisch jährlich schneiden, um sein Verzweigungswachstum anzuregen. Auch ältere Exemplare vertragen einen Schnitt, wenn sie blühfaul werden. Hauptsächlich sollten Sie sich jedoch auf das Entfernen abgestorbener Triebe oder einen Formschnitt konzentrieren, da einige Sorten sehr langsam wachsen. Ein guter Zeitpunkt, um zur Schere zu greifen, ist im Frühjahr. Das gilt vor allem für den Garteneibisch, der aufgrund eines Rückschnitts frostempfindlich werden kann, wenn dieser kurz vor dem Winter erfolgt.

Hibiskus (Hibiscus) Blüte rot

Hibiskus ist zwar sehr genügsam, Staunässe und starker Frost sollten jedoch vermieden werden.

Hibiskus vermehren

Die exotischen Garten- und Zimmergefährten lassen sich sowohl mit Samen, Stecklingen als auch per Veredlung vermehren. Alle drei Methoden sind jedoch eher für den Profigärtner gedacht, da sie teilweise sehr aufwändig und oft nicht erfolgreich sind – selbst bei korrekter Handhabung. Aus diesem Grund sollten Sie eher auf Containerware aus der Gärtnerei Ihres Vertrauens zurückgreifen, wenn Sie Ihrem Hibiskus noch eine weitere Pflanze zur Seite stellen wollen. 

Hibiskustee und seine Wirkung

Ganz einfach können Sie jedoch mit einem Tee den Genuss am Hibiskus verlängern. Hibiskustee – auch Malventee genannt – erfreut mit seinem intensiven Rotton und einem fruchtig-aromatischen Geschmack. Gewonnen wird er aus Afrikanischer Malve (Hibiscus sabdariffa), die auch bei uns als Zimmerpflanze wächst. Bei 22 Grad auf der Fensterbank gedeiht sie bestens und dankt es mit tiefroten Blüten. Öffnet sie diese, können sie auch gleich geerntet, getrocknet und später mit kochendem Wasser zu Tee aufgebrüht werden. Der hohe Vitamin-C-Gehalt des Tees soll das Immunsystem stärken und mit einer beruhigenden Wirkung auf gereizte Schleimhäute, soll er sich akut bei Husten und störendem Hustenreiz eignen.

Hibiskus als Hecke

Die Sorte Hibiscus syriacus 'Speciosus' lässt sich wunderbar als Hecke pflanzen. Ihr Wuchs ist aufrecht und dicht verzweigt, so dass auch ein Sichtschutz besteht. Die Hecke kann bis zu zwei Meter hoch werden. Diese Sorte blüht am einjährigen Trieb in Weiß mit gefüllten Blüten. Zwar ist diese Hibiskus-Sorte winterhart, sie kann aber in sehr strengen Wintern zurückfrieren und sollte daher obenrum mit Vlies und am Stamm mit Laub geschützt werden. Der Boden sollte wie bei anderen Hibiskus-Sorten ebenfalls nährstoffreich und am besten eine Mischung aus Sand und Lehm sein.

Hibiskus (Hibiscus) Blüte

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Hibiskus

Auch wenn der Hibiskus mit seinen Blüten häufig exotisch wirkt, macht er sich im Beet bestens mit Rosen, Stockrosen und Lavendel. Die vielfältigen rötlichen Violetttöne wirken dann sommerlich frisch. Und keine Sorge, dass heimische Insekten mit einem Hibiskus das Nachsehen haben. Er ist eine echte Bienenweide, so dass Hummeln und Bienen ihn stetig umsummen werden. 

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