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Thymian

Thymian (Thymus vulgaris) weiß
© Colourbox

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Echter Thymian ist ein vielseitiges Kraut: Als Gewürz passt es zu einer Vielzahl von Gerichten, als Heilkraut hilft er bei Erkältungsbeschwerden wie Husten. Darüber hinaus verströmt Thymus vulgaris einen angenehmen Duft, der uns einen Hauch von Mittelmeerurlaub in den Garten oder auf den Balkon holt. Außerdem ist Thymian noch enorm pflegeleicht.

Aussaat von Thymian: So säen Sie aus

Schon im März können Sie mit einer Vorkultur des Thymians beginnen. Die Samen werden dafür in Schalen ausgesät, angedrückt und sollten nicht mit Erde bedeckt werden, da Thymian zu den Lichtkeimern zählt. In der Anzuchtphase kommt es nun vor allem auf die richtige Temperatur (min. 15 Grad) und eine konstant befeuchtete Erde an. Ab Mai können Sie die Jungpflanzen dann in den Garten umpflanzen.

Direkt ins Freiland oder als Topfkultur wird ab Mai ausgesät. Achten Sie lediglich darauf, einen Abstand von ca. 20-25 cm zu anderen Pflanzen einzuhalten.

Thymian (Thymus vulgaris) Blüte rosa
Die violetten Blüten können bei anderen Sorten auch weiß oder rosa sein.
© Colourbox / Marta Jonina

Welchen Standort bevorzugt Thymian?

Thymian ist ursprünglich eine Pflanze des Südens, verträgt aber auch lehmige und feuchte Böden. Das ist auch der Grund, warum man nicht alle Kräuter zusammenpflanzen kann. So passen Majoran und Thymian nicht zusammen in ein Kräuterbeet , da Majoran trockenere Erde bevorzugt.

Die richtige Pflege: Thymian ernten und schneiden

Obwohl Thymian keine allzu intensive Pflege benötigt, sollte er einmal jährlich kräftig zurückgeschnitten werden, da der Halbstrauch ansonsten mit der Zeit zu stark verholzt. Bester Zeitpunkt dazu ist im Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Ernten können Sie Thymian im Prinzip das ganze Jahr über, am meisten Aroma haben seine Blätter jedoch vor und zur Blüte. Übrigens: Zur kalten Jahreszeit können Sie Thymian als frostharte Pflanze ohne Probleme draußen lassen.

Thymian vermehren

Am einfachsten vermehren Sie Thymian, indem Sie einen alten Strauch teilen. Das verjüngt die Pflanze und Sie erhalten gleich noch zwei neue Kräuter.

  • Der beste Zeitpunkt zum Teilen ist im März.
  • Graben Sie zunächst die Pflanze aus und durchtrennen Sie den Wurzelballen auf einer festen Unterlage mit einem scharfen Spaten oder einem alten Brotmesser.
  • Nach der Teilung können Sie die neuen Teilstücken direkt in nährstoffreiche, lockere Gartenerde setzen. Die geteilten Pflanzen werden am neuen Standort schnell anwachsen.

Thymian trocknen: Wie geht’s?

Sie möchten sich einen Thymianvorrat für die Küche anlegen? Das ist ganz leicht:

  • Ernten Sie die gewünschte Thymianmenge.
  • Binden Sie die geernteten Triebe mit einem Faden zu einem Bündel zusammen.
  • Danach lassen die Kräuter kopfüber an einem warmen Ort an der Luft trocknen.
  • Wichtig dabei: Der Thymian sollte nicht in der prallen Sonne hängen, da sich ansonsten die ätherischen Öle verflüchtigen.
Filziger Thymian (Thymus praecox subsp. pseudolanuginosus)
Filziger Thymian: Die Blätter der Sorte 'Thymus praecox subsp. pseudolanuginosus' besitzen einen wollartigen Flaum.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Heilwirkung von Thymian

Thymian ist ein echtes Allroundtalent mit seinen Wirkstoffen. Er ist sowohl antibakteriell, desinfizierend, schmerzstillend als auch beruhigend. Einsatzgebiete sind Husten, Zahnfleischentzündungen, Verdauungsschwäche, Mundgeruch, Menstruationsstörungen oder Schlaflosigkeit. Die Wirkstoffe sind unter anderem ätherische Öle wie Thymol, aber auch Gerbstoffe und Bitterstoffe enthält das Kraut. Bevorzugt wird Thymian als Tee getrunken, aber auch als Zugabe von Honig und zum Bestreuen von Speisen in frischer oder getrockneter Form ist er bestens geeignet.

Welche anderen Thymian-Arten gibt es noch?

Der bekannteste Vertreter seiner Familie ist der Gartenthymian (Thymus vulgaris). Insgesamt gibt es mehr als 200 Arten, bekannter sind unter anderen:

  • Gemeiner Thymian (Thymus pulegioides)
  • Zitronen-Thymian (Thymus citriodorus)
  • Kaskaden-Thymian (Thymus longicaulis ssp. odoratus)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Thymian

Vielleicht nicht ganz so bekannt ist der Sandthymian (Thymus serpyllum), der nur eine Höhe von 5–10 cm erreicht. Sein kissenartiger Wuchs eignet sich hervorragend für Hangbepflanzungen, als Dachbegrünung und für Steingärten. Seine Blüten erscheinen je nach Sorte in Rosa bis hin zu Purpur. Eine echte Augen- und auch Bienenweide ist er außerdem. Zusätzlich eignet er sich hervorragend zum Würzen. So schmeckt beispielsweise die Sorte 'Lemon Curd' nach Zitrone und kann sowohl als Tee als auch als Zugabe zu Fisch und Geflügel und selbstverständlich zu Gemüse verwendet werden.

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