CROSSMEDIA
WERBEPARTNER

Iris, Schwertlilie

Iris / Schwertlilie (Iris spec)

Steckbrief

Pflanzenname
Iris / Schwertlilie
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Iris spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Schwertliliengewächse
Pflanzengröße
von 20 cm bis 1,2 m
Herkunft
Asien, Sibirien
Pflanzzeit
August September Oktober
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
Oktober November
Pflanzentyp
Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Knollenpflanzen Schnittblumen Sumpfpflanzen Wasserpflanzen
Gartenstil
Staudengarten Steingarten Sumpfgarten Wassergarten
Pflege
Wurzeln teilen, je nach Art Staunässe vermeiden
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Mai Juni Juli August
Vermehrung
Teilung, Rhizome, Knollen, Samen
Blütenfarbe
blau gelb rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos steinig trocken
Blattform
linealisch, lanzettlich
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Schnecken Wühlmäuse
giftig
ja
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Iris pflanzen
Iris-Arten für jeden Standort
Wiesen-Iris: Eine Schwertlilie für fast jeden Standort
Pflege der Bartiris
Iris vermehren per Wurzel-Teilung
Iris schneiden
Iris aussäen: Eine Vermehrungsmethode für Experten
Gelbe Schwertlilien für Wasser- und Sumpfgärten

Edel und anmutig streckt die Schwertlilie – auch Iris genannt - ihren Blütenkopf gen Himmel. Mit ihrer kronenartigen Blüte ist die Staude eine der attraktivsten Gartenköniginnen im Frühjahr und Sommer. Und so grazil und fragil sie auch wirken mag, ist sie durchaus pflegeleicht, wenn man die richtigen Schwertlilien-Arten am richtigen Standort pflanzt. 200 bis 300 gibt es schätzungsweise. Die Sorten-Vielfalt reicht von der Iris für trockene Wiesen bis zu Arten und Sorten, die sich eher an Teichen wohlfühlen. Dabei unterscheiden sie sich in Farbe, Größe und im Wuchs: Einige Iris-Arten wachsen mit Knollen, andere Iris-Arten haben ein unterirdisches Wurzelsprosssystem (Rhizom).

Iris pflanzen

Eine der beliebtesten Schwertlinien ist die hochwachsende Bartiris! Sie wird im Spätsommer, spätestens jedoch im frühen Frühling gepflanzt:

  • Bereiten Sie vor der Pflanzung den Boden gut vor. Haben Sie einen eher lehmigen Boden im Garten, heben Sie ein großes Loch aus und durchmischen Sie den Aushub mit Sand und Kompost, damit keine Staunässe das Wurzelwerk (Rhizome) der Bartiris verfaulen lässt.
  • Pflanzen Sie die Iris so, dass das Wasser stets gut abfließen kann, gern auch leicht erhöht.
  • Die Rhizome werden flach gepflanzt. Ihre Oberseite liegt knapp unter der Erdoberfläche.
  • Der Pflanzabstand sollte 20-40 cm betragen.

Iris-Arten für jeden Standort

Sie suchen für Ihren Garten die passende Schwertlilie beziehungswiese Iris-Art? Unsere Unterteilung nach Standort hilft.

Iris für trockene Standorte:

  • Steppen-Iris (Iris spuria) – bevorzugt nährstoffreiche und lehmige Böden.
  • Gras-Schwertlilie (Iris graminea) –  gedeiht auf halbtrocknen bis trockenen Rasenflächen in sonnigen Lagen.

Iris für feuchte Standorte:

  • Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus) – benötigt einen feuchten bis dauerhaft nassen Standort und hat einen hohen Nährstoffbedarf.
  • Bartlose Wiesenschwertlilie (Iris sibirica) - für humusreichen, frischen bis feuchten, durchlässigen Erdboden.

Für Teichränder:

  • Japanische Sumpf-Schwertlilien (Iris ensata) – der Boden muss feucht, gut durchlässig, kalkarm, nährstoff- und humusreich sein
  • Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – benötigt einen feuchten bis dauerhaft nassen Standort und hat einen hohen Nährstoffbedarf

Hochwachsende Iris / Bartiris (70-150cm)

  • Hohe Bart-Schwertlilie (Iris x barbata-elatior 'Blushing Pink') – wächst 80-100 cm hoch, zartrosa, der Boden sollte trocken bis frisch, nährstoffreich und durchlässig sein
  • Hohe Bart-Schwertlilie (Iris x barbata-elatior 'Rising Moon') – wächst 70-90 cm hoch, hellgelbe Blüten, der Boden sollte trocken bis frisch, nährstoffreich und durchlässig sein

Hochwachsende Iris / Bartlose Iris

  • Bartlose Schwertlilie (Iris germanica)  – 80-100 cm hochwachsend, braucht nährstoffreichen Boden, blüht von Mia bis Juni meist lila-blau mit weißer Blütenzeichnung in der Mitte.

Kleinwachsende Iris (20-40 cm):

  • Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila) – benötigt trockene Böden und gedeiht in der Sonne. Sie wird 5-15 cm groß und ist ideal für Dachbegrünungen
  • Zwergiris, Kleiniris (Iris barbata-nana) – wird 40 cm groß und ist starkwüchsig
  • Miniatur-Iris (z.B. Iris barbata-Nana 'Cyanea') – dunkelviolett, wird 15-20 cm hoch und wächst langsam. Der Boden sollte trocken, durchlässig, lehmig-sandig und steinig sein.

Wildiris:

  • Schwertlilie (Iris albicans) – braucht sonnige und sehr trockene Standorte, weiß blühend, für Steingärten
  • Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – wächst an sehr feuchten Standorten und in der Flach-Wasserzone, gelbblühend
Bartiris (Iris barbata), Blüte

Die Bartiris (Iris barbata) kann bis zu 150 cm in die Höhe wachsen.

Wiesen-Iris: Eine Schwertlilie für fast jeden Standort

Die Wiesen-Iris (Iris sibirica) gehört zu den Wildiris. Sie ist überaus anspruchslos und wächst im normalen, frischen Gartenboden, solange der immer gut gewässert wird. Auch wenn sie einen leicht sauren Boden bevorzugt, gedeiht sie ebenfalls bei einem ph-Wert von 7, also in einem neutralen Boden. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.  Aber auch in der Vase macht sie sich als außergewöhnlicher Blumenstrauß aus dem eigenen Garten gut. In einer Bodenvase kommen dabei ihre bis zu 100 cm hohen Stiele bestens zur Geltung. Kombiniert mit anderen langstieligen Blütenzweigen wie beispielsweise Flieder oder Schneeball ergibt sich ein eindrucksvolles Ensemble.

Pflege der Bartiris

Die Bartiris ist eine Prachtstaude und ähnlich pflegeleicht wie die Wiesen-Iris. Sie gedeiht in mäßig trockener, frischer Gartenerde, und verträgt keine Staunässe. Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein sollte. Sie brauchen die Bartiris also nicht zu düngen! Auch Hitze macht ihr nicht viel aus. Erst nach langer Trockenperiode sollten Sie die Stauden gießen. Einzige Pflege: Lediglich nach der Blüte sollten Sie die Blütenstiele aus optischen Gründen entfernen.

Bartlose Iris, Iris germanica

Die Bartlose Wiesen-Iris (Iris germanica) blüht im Mai und Juni. Sie benötigt humus- und nährstoffreiche Böden.

Iris vermehren per Wurzel-Teilung

Da Iris-Pflanzen in Horsten wachsen (eine Wuchsform, bei der viele Triebe eng nebeneinanderstehen) und sie sich mit der Zeit immer mehr Platz zum Gedeihen nehmen, müssen sie alle drei bis vier Jahre geteilt werden. Außerdem werden sie nach einigen Jahren blühfaul. Eine Teilung der Irisrhizome kann das Problem beheben, weil die Schwertlilien durch die Teilung verjüngt werden und die Blüteninduktion wieder in Gang gesetzt wird. Der beste Zeitpunkt für diese Teilung und der damit verbundenen Neupflanzung ist direkt nach der Blüte bis in den Herbst hinein.

  • Dazu stechen Sie mit einem Spaten rings um den gesamten Schwertlilienhorst und heben ihn aus der Erde.
  • Schütteln Sie die Erde ab.
  • Trennen Sie nun die Rhizomteile mitsamt den Blütenstielen mit einer Gartenschere ab.
  • Die Wurzeln werden um ca. 10 cm in der Länge eingekürzt.
  • Pflanzen Sie die Iris an einem neuen Standort, der dem alten ähnelt, wieder ein. Achten Sie darauf, dass die Erde keine Nässe staut. Bei Bedarf geben Sie als Drainage eine Schaufel Sand mit in das Pflanzloch.

Iris schneiden

Iris werden nach der Teilung geschnitten. Kürzen Sie dazu die Blätter dreieckförmig mit der Spitze nach oben ein. Das bedeutet, dass das mittlere Blatt der Iris bleibt länger, da die Pflanze aus der Mitte neu austreibt. Durch das Einkürzen der Blätter wird die Verdunstung gestoppt. So können die Schwertlilien nach der Umpflanzung in Ruhe regenerieren und neue Wurzeln ausbilden.

Iris aussäen: Eine Vermehrungsmethode für Experten

Iris bilden Samen aus, über die sich die Rhizom- oder Knollenpflanze vermehren lässt. Insbesondere Züchter nutzen die Gelegenheit, weil sie mit der Bestäubung neue Sorten und Arten kreuzen können. Die Vermehrung über Samen ist bei der Iris aufgrund der Komplexität jedoch nur etwas für Profis:

  • Zunächst müssen die Samen getrocknet werden.
  • Dann wird der Samen mit einem Messer angeschnitten. Das ist nicht obligatorisch, steigert jedoch die Keimrate.
  • Dabei darf das darin enthaltene, weiße Keimgewebe (Embryo) nicht verletzt werden.
  • Diese Arbeiten und die Aussaat in ein bestimmtes Substrat (Vermiculit) müssen quasi unter sterilen Bedingungen stattfinden.
  • Außerdem benötigt der Iris-Samen eine Kältebehandlung (Stratifizierung), wahlweise im Freiland bei winterlichen Temperaturen oder im Kühlschrank, bevor er sich zu einem Keimling entwickeln kann.
Hohe Schwertlilie (Iris germanica 'Andalou')

Fühlt sich auch im Beet wohl: Die Hohe Schwertlilie (Iris germanica 'Andalou').

Gelbe Schwertlilien für Wasser- und Sumpfgärten

Gelbe Schwertlilien (Iris pseudacorus) blühen, wie der Name schon verrät, in Gelb. Sie benötigen einen sehr feuchten, schlammigen bis nassen Standort und zählen deshalb auch zu den Nässeanzeiger-Pflanzen. Sie finden sich in Feuchtgebieten, an Bächen, in Verlandungsbereichen von Seen und im heimischen Garten und am Gartenteich!

  • Für die Pflanzung im Gartenteich verwenden Sie für die starkwachsende Iris am besten einen Teichkorb.
  • Kleiden Sie den Teichkorb mit Jute aus.
  • Wählen Sie ein großes Jutestück, dass es zunächst über den Korb bis zum Boden reicht.
  • Füllen Sie Teicherde in das Drahtgestell.
  • Setzen Sie die Iris pseudacorus in den Teichkorb.
  • Füllen Sie den Korb mit der Teicherde auf
  • Legen Sie die Enden des Jutestoffs über die Erde und fixieren Sie den Lappen mit Kieseln, damit die Erde im Wasser nicht wegschwemmt. 
  • Gelbe Schwertlilien benötigt einen sonnigen Platz im Teich.
  • Platzieren Sie den Korb am Teichrand.
  • Der Korb muss unter der Wasseroberfläche abschließen.

In der Natur sind gelbe Schwertlilien geschützt. Diese heimische Schwertlilie blüht ab Mai bis in den Juli hinein mit ihren wunderschön gelb leuchtenden Blütenblättern. Am schönsten ist die Wirkung immer, wenn sie in Gruppen von zwei Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt werden. Aber Achtung, sie ist hochgiftig und die Blätter sind extrem scharfkantig! Im Herbst werden ihre braunen Blätter zurückgeschnitten.

Iris / Schwertlilie (Iris spec)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Iris

Da Iris-Gewächse bei Hobby- und Profigärtnern immer beliebter werden, gibt es mittlerweile deutschlandweit und in der Schweiz viele Irisgärten. Sie sind sowohl öffentlich als auch privat und viele von ihnen öffnen ihre Pforten am "Tag der offenen Gartentür" für Interessierte. In diesen Gärten lassen sich während der Blütezeit der Iris von April bis August tolle neue und alte Sorten bewundern und gute Tipps der Iris-Gärtner mit nach Hause nehmen.

Neugierig geworden? Hier finden Sie eine Auswahl mit einem Garten auch in Ihrer Nähe:

  • Der Luisenpark in Mannheim
  • Irisgarten in Rußdorf
  • Brenneter Irisgarten in Wehr
  • Irisgarten Cressier in der Schweiz
  • Der Irisgarten, Schloss Vullierens in der Schweiz

Und auch in vielen Parkanlagen, wie im Park der Gärten in Bad Zwischenahn, den Herrenhäuser Gärten in Hannover, im EgaPark in Erfurt oder beispielsweise bei Planten un Blomen in Hamburg finden sich wunderschöne Irisgärten.

Lust auf mehr? Weitere Pflanzen aus unserem Lexikon: