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Quittenbaum, Quitten

Quitte (Cydonia oblonga) Strauch
© Adobe Stock / orestligetka

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Die Quitte (Cydonia oblonga) ist nicht nur ein attraktives Obstgehölz mit weißen, roten oder orangefarbenen Blüten und großen birnenförmigen Früchten in Gelb. Die Quitte als Frucht ist außerdem noch sehr gesund. Quitten enthalten viele Antioxidantien und haben einen hohen Gehalt an Vitamin C, Pektinen und Kalium.

Standort: Wo pflanze ich einen Quittenbaum am besten?

Die Quitte hat keine allzu hohen Ansprüche. Sie bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen und relativ windgeschützten Standort. Auch beim Boden ist sie genügsam, nur einen hohen Kalkgehalt verträgt der Baum nicht und auch Staunässe sollte vermieden werden. Quitten können Sie von Frühjahr bis Herbst und solange kein Frost herrscht jederzeit pflanzen.

Wie pflege ich einen Quittenbaum?

Auch bei der Pflege ist der Baum relativ leicht zufriedenzustellen. Lediglich nach der Pflanzung muss er ordentlich angegossen werden. Danach sollten Sie im ersten Jahr darauf achten, dass Sie die Quitte regelmäßig wässern und der Baum nicht allzu lange im Trockenen steht.

Ein ausgewachsener Quittenbaum muss im Prinzip nur in sehr niederschlagsarmen Phasen mit Wasser versorgt werden. Ähnlich verhält es sich auch mit der Düngung: Zur Pflanzung ist diese absolut sinnvoll, danach reicht lediglich eine jährliche Gabe an Nährstoffen. Der richtige Zeitpunkt für die Düngung liegt immer im Frühjahr – selbst bei einer Pflanzung im Herbst sollte bis dahin gewartet werden.

Quitte (Cydonia oblonga) Früchte
Sehen schon gut aus, die meisten Quitten schmecken jedoch erst eingekocht oder gebacken richtig lecker.
© Colourbox / Peterneu

Kann ich die Quitte vermehren?

Die Quitte wird zur Vermehrung meist veredelt. Das bedeutet, dass ein Zweig der gewünschten Quittensorte beispielsweise auf einen jungen Vogelbeerbaum gesetzt wird und dort dann weiterwächst. Diese Herangehensweise ermöglicht schnell größere Pflanzen, ist aber eher etwas für Profis.

Alternativ kann man die Samen der Früchte aussäen. Diese Variante garantiert jedoch keine Sortenreinheit, so dass die neuen Bäume andere Eigenschaften als die Mutterpflanze haben können. Wer sich aber dennoch an der Vermehrung über Samen versuchen möchte, muss die Samen vor dem Aussäen einer Kälteperiode von mehreren Wochen aussetzen, was sich in der Fachsprache Stratifizierung nennt. Diesen Kälteschock brauchen die Samen, um überhaupt keimfähig zu sein. Eine Garantie für Erlog hat die Methode jedoch nicht, daher eignet sich diese Methode nur für erfahrene Gärtner.

Welche verschiedenen Quitten gibt es?

Es gibt zahlreiche Quittensorten, die zwei Gruppen zugeordnet werden:

  • Apfelquitten
  • und Birnenquitten

Diese unterscheiden sich sowohl in Form, Geschmack als auch in der Art des Fruchtfleisches. Apfelquitten sind rund, haben einen sehr aromatischen Geschmack, dafür aber ein eher hartes und trockenes Fruchtfleisch. Birnenquitten sind zum Fruchtstiel hin länglich geformt, sind jedoch nicht so geschmacksintensiv wie Apfelquitten, besitzen dafür aber ein weiches Fruchtfleisch.

Quittenbaum schneiden

Einen Schnitt verträgt die Quitte gut – hier reicht es alle paar Jahre, die Baumkrone bei Bedarf auszudünnen.

Feuerbrand an Quitten

Feuerbrand ist eine durch Bakterien verursachte Pflanzenerkrankung, die im schlimmsten Fall sogar zum Absterben der Quitte führt. Die Bakterienerkrankung breitet sich schnell und stark aus und ist meldepflichtig, weil sie ganze Obstplantagen vernichten kann.

Sie erkennen den Feuerbrand daran, dass sich zu Beginn der Krankheit die Blattadern verfärben. Die Feuerbrand-Bakterien bilden außerdem einen rötlich-gelben Bakterienschleim, der aus den Blättern tritt. Auch die Rinde reißt ein. Die Triebspitzen krümmen sich und welken. Im Anschluss verfärben sie sich von dunkelbraun bis schwarz und sehen tatsächlich wie nach einem Brand aus. Letztendlich sterben die Blätter ab und der Baum ab.

Begünstigt wird die Ausbreitung des Bakteriums durch feuchtwarme Bedingungen. Ist Ihre Quitte von Feuerbrand betroffen, müssen Sie den Baum roden und verbrennen.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Quitte

Achtung: Wer sich eine Quitte pflückt und danach herzhaft in die schönen Früchte beißt, der wird wahrscheinlich enttäuscht. Denn roh verzehrt ist die Quitte hart und der filzige Flaum schmeckt bitter. Daher gibt es unzählige Möglichkeiten, die Quitte durch Kochen oder Backen schmackhaft zu machen. Beliebt sind Quittenmarmelade, Quittenkonfekt, Quittenbrot oder Quittenhonig. Eine der wenigen Quittensorten, die auch roh verzehrt werden können, ist die Tafelquitte 'Ayva'. Ihr Geschmack weist ein orangenähnliches Aroma auf und eignet sich prima für den Hausgarten.

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