Oleander, Rosenlorbeer

Oleander (Nerium oleander)
© SCHÖNER WOHNEN / Katharina Eidam

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Der Oleander (Nerium oleander) ist auch unter dem wohlklingenden Namen Rosenlorbeer bekannt. Er zählt aufgrund seiner Blütenfülle zu einer der beliebtesten Sommerpflanzen im Garten. Das Ziergehölz schmückte bereits vor 500 Jahren die Orangerien deutschen Hochadels und erfreute dank seiner verschwenderischen Blütenpracht die Menschen.

Den pflegeleichten Oleander gibt es dank vielfältiger Züchtungen inzwischen in über 400 Sorten. Das Farbspektrum des Dauerblühers erstreckt sich von Hell- und Dunkelrosa über Lachs, Hellgelb und Weiß bis hin zu Rot.

Oleander pflanzen

Pflanzen Sie Ihren Oleander in einen großzügigen Kübel. So können Sie ihn zur kalten Jahreszeit in ein frostfreies Quartier umsiedeln und er hat genug Erde, um nicht zu schnell auszutrocknen. Verwenden Sie Kübelpflanzenerde, die Sie in der Hauptwachstumsphase von Mai bis August wöchentlich düngen. Dünger für mediterrane Pflanzen bieten dafür ein ausgewogenes Verhältnis von Phoshor, Kalium, Stickstoff sowie Mineralstoffen.

Oleander pflegen: So ist es richtig

Seiner marokkanischen und südspanischen Herkunft ist geschuldet, dass der Oleander auf Balkon, Terrasse und im Wintergarten entsprechende Pflege benötigt. Das Ziergehölz hat Standortansprüche an ein südländisches Klima, daher verlangt der Oleanders nach einem sonnigen, möglichst windgeschützten Platz. Eine üppige Blütenpracht ist bei ihm daher recht einfach: Je mehr Sonne, desto mehr Blüten setzt er an.

Oleander bevorzugt einen vorwiegend mineralischen, kalkhaltigen Boden mit hohem Ton- oder Lehmanteil. Da Flussauen und Bachläufe der natürliche Lebensraum des Oleanders sind, benötigt die im Topf lebende Pflanze viel Wasser und muss besonders im Sommer reichlich gegossen werden. Den größten Gefallen tun Sie Ihrer Pflanze, wenn Sie den Topf auf einen Untersetzer mit Wasser stellen und so eine stetige Feuchtigkeitsversorgung ermöglichen.

Oleander Blüte (Nerium oleander) pink
Ab Mai beginnt der Oleander zu blühen.
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Oleander schneiden

Obwohl Oleander schnellwüchsig und gut schnittverträglich ist, braucht er eigentlich nicht geschnitten zu werden. Der Strauch blüht am vorjährig ausgebildeten Trieb.Wird der abgeschnitten, kommt es zu keiner Blüte.

Falls der Strauch zu struppig werden sollte und die neuen Triebe statt nach außen, ins Kroneninnere wachsen, sollte ein Rückschnitt dennoch erfolgen, am besten im Frühjahr. Außerdem neigen ältere Zweige dazu, im unteren Bereich kahl zu werden. Beschneiden Sie die Pflanze nur mit Handschuhen, da der austretende Milchsaft giftig ist und ätzend wirkt.

Oleander überwintern

Bevor der Oleander in den Winterschlaf versetzt wird, sollten Sie ihn auf Schädlinge überprüfen und von Unkraut befreien. An warme Temperaturen gewöhnt, ist der Oleander in unseren Breitengraden nicht zuverlässig winterhart und sollte im Spätherbst, sobald die Temperaturen auf 0 bis –5 Grad Celsius sinken, in ein frostsicheres Winterquartier umziehen. Dort sollte es zwischen fünf und zehn Grad Celsius warm sein.

Ein Wintergarten oder der Hausflur eignen sich ebenso als Winterquartier wie ein Kellerraum – die Hauptsache ist, dass es hier hell ist. Es gilt: Je dunkler der Raum in dem Sie Ihren Oleander überwintern lassen, desto niedriger sollte hier die Temperatur sein. Ist es zu warm, haben Schildläuse ein leichtes Spiel. Wenn im Frühling die Temperaturen steigen und die Zeit der Nachtfröste (nach den Eisheiligen) vorbei ist, kann auch der Oleander wieder nach draußen ziehen.

Oleander (Nerium oleander) Hecke
In den Sommermonaten wächst Oleander zu einer üppigen Sichtschutzhecke zusammen. Ganzjährig bezwingt ihn jedoch die Winterkälte.
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Ist Oleander giftig?

Ja, sowohl die üppige Blütenpracht der mediterranen Kübelpflanze als auch ihre zarten dunkelgrünen Blätter sind giftig und enthalten das Glycosid Oleandrin. Deshalb sollten Sie bei der Pflege von Oleander stets Handschuhe tragen und die Pflanze unbedingt für Kleinkinder unzugänglich aufstellen.
Auch Ihre Haustiere sollten Oleander nicht zu nahekommen: Der Strauch gehört zu den Hundsgiftgewächsen und ist – wie der Name der Gattung vermuten lässt – für Hunde und Katzen, Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel tödlich giftig.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Oleander

Sie haben einen großen Oleander, aber kein geeignetes Winterquartier? Vielleicht haben Sie sich deswegen auch für die Stadtwohnung bisher keinen Oleander angeschafft? Dann kommt hier die Lösung: Viele regionale Gärtnereien bieten einen Überwinterungsservice für empfindliche Kübelpflanzen an. Fragen Sie am besten einfach mal nach. So lassen sich selbst große Pflanzen sicher über die kalte Jahreszeit bringen.

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