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Lebensbaum, Thuja

Lebensbaum oder Thuja (Thuja occidentalis)

Steckbrief

Pflanzenname
Lebensbaum oder Thuja
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Thuja spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Zypressengewächse
Pflanzengröße
ca. 20 m
Herkunft
Nordamerika / Ostasien
Pflanzzeit
September Oktober November
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
Oktober November
Pflanzentyp
Gartenpflanzen Heckenpflanzen immergrüne Sträucher mehrjährige Pflanzen Sichtschutzpflanzen Sträucher
Gartenstil
Balkongarten Garten für Anfänger Hanggarten moderner Garten pflegeleichter Garten
Pflege
schneiden
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
März April
Vermehrung
Risslinge, Aussaat
Blütenfarbe
rot
Bodenbeschaffenheit
mäßig feucht sandig
Blattform
eng an den Zweigen anliegend, schuppenartig
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Pilzerkrankungen Schildläuse Thuja-Miniermotte Triebspitzensterben
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Beliebte Thuja-Sorten
Lebensbaum pflanzen
Lebensbaum-Pflege
Lebensbaum schneiden
Sind Lebensbäume giftig?
Braune Blätter am Lebensbaum: Das sind die Gründe für Verfärbungen
Lebensbaum vermehren: So gelingt es mit Risslingen oder Samen
Scheinzypresse oder Lebensbaum: Wie lassen sie sich unterscheiden?

Der Lebensbaum, auch Thuja genannt, ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen überhaupt. Und das aus gutem Grund. Die immergrünen Pflanzen bieten nicht nur das ganze Jahr über einen absolut blickdichten Sichtschutz, sie sind außerdem

  • frosthart,
  • windfest,
  • schnellwachsend,
  • und preiswert.

Mannshohe Lebensbäume gibt es schon für etwa 20 bis 30 Euro pro Stück, die schnell einen hohen Sichtschutz bieten. Thujahecken wachsen außerdem sehr dicht und garantieren einen guten Windschutz.

Die Thuja gehört wie die Fichte und die Kiefer zu den Nadelgehölzen – besitzt jedoch gar keine Nadeln, sondern eng am Trieb anliegende Schuppenblätter. Die orangebraune Borke ist ein weiteres, markantes Merkmal. Die Gattung Thuja zählt zu der Pflanzenfamilie der Zypressengewächse und umfasst überschaubare sechs Arten. In der privaten Gartengestaltung sind vor allem der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis) – häufig unter dem Sortennamen 'Brabant' – und der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) aufgrund ihrer Wetterbeständigkeit beliebt. Empfindlicher sind der Morgenländische Lebensbaum (Thuja orientalis) und der Japanische Lebensbaum (Thuja standishii), die daher eher Liebhaberpflanzen sind. 

Beliebte Thuja-Sorten

Dank vielfältiger Laubfärbungen und Wuchsformen des Lebensbaums eröffnet er eine Vielzahl an Möglichkeiten in der Gestaltung. Interessante Sorten der beliebten Thuja occidentalis sind:

  • 'Martin' (tief-dunkles Grün)
  • 'Sunkist' oder ‘Yellow Ribbon‘ in gelblichen Nuancen
  • 'Golden Tuffet' (orange-gold)
  • 'Danica' (kugelförmige und langsam wachsend)

Wer eine schnellwachsende Hecke benötigt, sollte eher zum schmalwüchsigen Lebensbaum 'Smaragd' oder auch 'Holmstrup' greifen.

Lebensbaum pflanzen

Lebensbäume können prinzipiell das ganze Jahr gepflanzt werden – außer bei Frost oder bei sehr hohen Temperaturen über 30 Grad Celsius. Ist der Boden gefroren, wächst die Thuja nicht an, ist es zu heiß, ist die Verdunstung über die Blätter sehr stark und die Heckenpflanze oder der Solitär können keine Energie aufwenden, um neue Wurzeln auszubilden.

Lebensbäume sind in der übrigen Zeit gegenüber den Bodenverhältnissen sehr anspruchslos. Einzig Staunässe vertragen sie nicht. Ansonsten können sie in jeden Gartenboden gepflanzt werden. Am besten gedeiht der Lebensbaum in humoser, lehmiger-sandiger Gartenerde, die stets leicht frisch gehalten wird. Entfernen Sie bei beim Pflanzen unbedingt ein eventuell vorhandenes Ballentuch oder das Drahtnetz zur Ballierung, damit sich die Wurzeln frei entfalten können.

Lebensbaum-Pflege

Lebensbäume bedürfen grundsätzlich keinerlei Pflege. Würde man sie einfach wachsen lassen, würde sich im Laufe der Jahre eine metertiefe Hecke ergeben. Eine Düngung ist ebenfalls nicht nötig, wenn es sich um einen durchschnittlichen Gartenboden handelt, der nicht extrem kalkhaltig oder sauer ist.

Lebensbaum schneiden

Ein Schnitt ist bei einer Thujahecke jederzeit möglich. Und das sollten Sie auch beherzigen, da die Pflanze einen regelmäßigen Rückschnitt besser verträgt als zu radikale Einzelaktionen. Wichtig ist außerdem, dass Sie nicht zu tief ins Gehölz schneiden. Wie alle anderen Nadelgehölze nimmt Ihnen der Lebensbaum ein kräftiger Rückschnitt übel und treibt nur spärlich wieder aus. Solche Hecken werden dann nie wieder dicht. Konzentrieren Sie sich daher  darauf, in regelmäßigen Abständen nur die Triebenden in Form zu bringen. 

Sind Lebensbäume giftig?

Ganz klar: Ja! Das Vergiftungserscheinungen auslösende Thujon ist in allen Pflanzenteilen des Lebensbaums enthalten. Bereits ein Hautkontakt mit den Trieben des Baumes kann Rötungen und Juckreiz auslösen. Werden Teile des Lebensbaums verspeist, kann dies zu Schleimhaut-Reizungen und Magen-Darm-Beschwerden führen. 

Buchsbaum-Alternative Lebensbaum (Thuja occidentalis 'Teddy')

Die winterharte Thuja occidentalis übersteht auch Minusgrade.

Braune Blätter am Lebensbaum: Das sind die Gründe für Verfärbungen

Braune Triebe an der Thujahecke müssen noch lange kein Schädlingsbefall und Krankheiten sein: In der kalten Jahreszeit nehmen die Bäume mit einer einheitlichen, rostbraunen Farbe ihre natürliche Winterfärbung an. Auf diese Weise überstehen Thujen auch die extrem kalten Winter ihrer nordamerikanischen Heimat.

Wie viele Nadelgehölze ist der Lebensbaum sehr salzempfindlich, so kann eine hohe Streusalzkonzentration im Boden zusätzlich braune Verfärbungen der Spitzen hervorrufen. Auch wenn der Boden für das Empfinden der Thuja zu sauer ist, reagiert der Baum mit zum Teil braunschwarzen Nadelverfärbungen. Hier helfen Kalk und reifer Kompost, um das Nährstoffverhältnis im Boden wieder herzustellen. Lebensbäume reagieren außerdem empfindlich auf Trockenheit. So ist oft auch eine starke, langanhaltende Sonneneinstrahlung für eine Braunfärbung der Thuja verantwortlich, was sich in eingetrockneten, gelbbraunen Trieben zeigt. 

Lebensbaum vermehren: So gelingt es mit Risslingen oder Samen

Sie möchten einen Lebensbaum vermehren? Eine Möglichkeit ist über sogenannte Risslinge, da sie besser anwurzeln als geschnittene Stecklinge:

  • Reißen Sie dafür einfach einen dünnen Seitenzweig an seiner Verzweigung ab.
  • Überstehende Rinde an der Rissstelle können Sie mit einer Schere einkürzen.
  • Entfernen Sie auch noch die unteren Ästchen und oben die Spitze des Risslings.
  • Zur Anzucht ist ein Minigewächshaus mit Anzuchterde bestens geeignet.
  • Die Risslinge 1-2 cm tief in die Erde stecken.  
  • Nun bitte noch Erde vorsichtig befeuchten und den Deckel schließen.
  • Ein geeigneter Ort für die nächsten Wochen ist ein kühler, schattiger Platz.
  • Nach ungefähr acht Wochen haben sich ausreichend Wurzeln gebildet und Sie können die neuen Pflänzchen auspflanzen.

Langwieriger ist das Vermehren über Samen und leider auch nicht immer erfolgreich. Dazu ernten Sie die Samen Ihrer Thujahecke, in dem Sie diese aus den ab Oktober geöffneten Zapfen entnehmen. Die Aussaat erfolgt dann gleich an einer gewünschten Stelle auf einfacher Gartenerde, was nahezu einer natürlichen Verbreitung entspricht. Gleichzeitig erhalten die Samen so über den Winter die nötige Kälteeinwirkung, die sie zum Keimen benötigen. Im kommenden Frühjahr sollten sich dann auch schon die ersten Keimlinge zeigen. 

Scheinzypresse oder Lebensbaum: Wie lassen sie sich unterscheiden?

Auf den ersten Blick lassen sich Thuja und Scheinzypresse für Laien nur schwer unterscheiden. Die Nadel sehen praktisch identisch aus, ebenso der Habitus der Heckenpflanze. Wer es jedoch genau wissen möchte und um die beiden Pflanzen richtig  pflegen zu können, erfährt hier die Unterschiede. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist nicht das Aussehen, sondern der Geruch der Pflanzen. Werden die Nadeln einer Scheinzypresse zerrieben, duften sie leicht nach Zitrone. Bei der Thuja entsteht hingegen ein würziges Aroma, das an Gewürznelken erinnert. Mit diesem Trick lassen sich die Gewächse dann doch relativ leicht zuordnen. 

Lebensbaum oder Thuja (Thuja occidentalis)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Thuja

Thuja muss im Garten nicht immer nur als Hecke stehen, auch als Solitär, zum Beispiel als Bonsai-Variante mit Formschnitt, macht sich die Pflanze gut. Eine geeignete Sorte ist dafür Thuja plicata 'Excelsa' – deshalb wird sie auch gern Gartenbonsai genannt.

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