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Petersilie

Petersilie Gewürz Kraut

Steckbrief

Pflanzenname
Petersilie
Erntezeitpunkt
Juni Juli August September Oktober November
Botanischer Name
Petroselinum crispum
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Doldenblütler
Pflanzengröße
von 30 cm bis 60 cm
Herkunft
Südosteuropa
Pflanzzeit
-
Winterhärte
bedingt winterhart
Aussaatzeit
März April Mai Juni Juli
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Gewürzpflanzen Heilpflanzen Kräuter Küchenkräuter Nutzpflanzen Topfpflanzen zweijährige Pflanzen
Gartenstil
Apothekergarten Balkongarten Bauerngarten Cottage-Garten Gemüsegarten Kräutergarten Selbstversorger-Garten Topfgarten
Pflege
sonnig stellen, Boden nicht übernässen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
März Juni Juli
Vermehrung
Aussaat
Blütenfarbe
gelb
Bodenbeschaffenheit
lehmig sandig sauer
Blattform
gefiedert
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattfleckenkrankheit Falscher Mehltau Nematoden Pilzerkrankungen Schnecken
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Petersilie pflanzen
Petersilie pflegen: Wie wächst Petersilie am besten?
Petersilie aussäen
Welche Petersilien-Sorten gibt es?
Was ist Wurzelpetersilie?
Petersilie einfrieren
Petersile ernten und trocknen

Petersilie ist seit mehr als 400 Jahren in unseren Küchen bekannt. Inzwischen schätzt selbst die feine Küche den muskatartigen Geschmack der Kräuterpflanze, nachdem die Petersilie lange als reines Suppenkraut verpönt war. Auch ihr Innenleben kann sich sehen lassen: Die Petersilie enthält jede Menge wertvoller Inhaltsstoffe. Und ihr krauses Grün verleiht jedem Kräuterbeet gesunde Frische.

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Petersilie pflanzen

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze. Sie wird gesät und bildet im ersten Jahr das Blattgrün, das zum Würzen verwendet wird, im zweiten Jahr entstehen die Blüte und die Samen. Selbstverständlich können Sie auch die im Supermarkt oder in der Gärtnerei gekauften Pflanzen ins Beet, Hochbeet, den Balkonkasten oder in einen Topf pflanzen. Sie sollten es sogar tun, da das Küchenkraut in den Töpfen aus dem Handel meist nur ein kurzes Dasein fristet. Die Erdmenge ist oft zu gering und nicht nährstoffreich genug. In den Sommermonaten bevorzugt die Petersilie außerdem eher das Freie als den Innenraum. Beste Argumente dafür, die Petersilie nach draußen in frische Gartenerde zu pflanzen.

Petersilie pflegen: Wie wächst Petersilie am besten?

Das Küchenkraut braucht zwar frische Erde, die Oberfläche darf aber gern mal abtrocknen und auch Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Deshalb muss der Boden um die Pflanzen herum regelmäßig aufgelockert werden. Das hat noch weitere Vorteile: Ein erneuter Austrieb nach der Ernte wird gefördert, und ein übermäßigeres Unkrautwachstum wird vermieden.

Petersilie ist kein Teamplayer, deshalb sollte das Beet möglichst unkrautfrei gehalten werden. Die Herausforderung bei kleinen Petersilienpflanzen besteht darin, sie von den unerwünschten Beet-Mitbewohnern zu unterscheiden und nicht versehentlich mit herauszuziehen. Schnecken sind neben Wildkräutern der größte Feind der Petersilie. Ein Schneckenzaun oder eine Haube können das Küchenkraut vor dem Befall schützen. Gießen Sie die Petersilie auch nur an den Blattstielen und nicht über die Blätter. Und pflanzen Sie die Petersilie nicht zu dicht, um die Bildung von Blattpilz (Echter Mehltau) zu vermeiden.

Petersilie aussäen

Für den Anbau im eigenen Beet wird die Saat tief in der Erde mit einem Reihenabstand von 20 bis 30 Zentimeter ausgesät. Petersilie wächst am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit tiefgründigem, durchlässigen und humusreichen Boden. Ein Tipp dazu: Wenn Sie Ihr Kräuterbeet bereits im Herbst mit Kompost oder organischem Dünger anreichern, gedeiht Petersilie im Folgejahr besser.

Die Keimdauer von Petersilie ist mit einem Zeitraum von drei bis vier Wochen relativ lang. Besonders in der Anfangszeit sind die kleinen Pflanzen sehr empfindlich und sollten gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Um die Erde feucht und warm zu halten, können Sie das Beet in den ersten Wochen mit Vlies oder Lochfolie abdecken. Erfolgt die Aussaat der Petersilie Mitte März, kann direkt im Freien ausgesät werden. Bei einer späten Aussaat im Juli empfiehlt sich jedoch der Anbau im Gewächshaus, damit die Pflanzen bis zur Ernte im Winter überleben.

Petersilie bildet im ersten Jahr eine etwa 30 Zentimeter hohe Rosette mit gefiederten, dunkelgrünen Blättern aus. Sobald die Pflanzen kräftig genug sind, können die Blätter laufend geerntet werden. Im zweiten Anbaujahr sprießt im frühen Sommer ein etwa 60 Zentimeter hoher Blütenstängel aus der Pflanze, aus dem sich die gelbgrünen Doldenblüten entwickeln. Nachdem  im Herbst die Samen ausgereift sind, stellt die Petersilie ihr Blattwachstum ein. Nach der Blüte werden die Blätter der Petersilie dann ungenießbar. 

Welche Petersilien-Sorten gibt es?

Petersilie gehört zu der Familie der Doldenblütler. Pflanzen dieser Art sollten nur alle vier bis fünf Jahre auf demselben Beet angebaut werden, da sie andernfalls nicht gedeihen. Blattpetersilie lässt sich in Sorten mit glatten und gekrausten Blättern unterscheiden, wobei glatte Petersilie als besonders aromatisch und reich an Vitaminen ist. Grundsätzlich sind Sorten mit glatten Blättern jedoch krankheitsanfälliger als solche mit gekrausten Blättern. Zu den Sorten der glatten Petersilie zählen:

  • 'Laura', eine glattblättrige Schnittpetersilie, die kompakt, kräftig und aufrecht wächst,
  • 'Einfache Schnitt', eine glattblättrige, sehr aromatische Petersilie,
  • und die 'Gigante d’Italia', eine großblättrige, sehr ertragreiche Sorte.

Zu den Petersilien-Sorten mit gekrausten Blättern gehören:

  • 'Mooskrause', eine krankheitsresistente, altbewährte Petersilien-Sorte, die an ihren stark gekrausten, mittel- bis dunkelgrünen Blättern zu erkennen ist,
  • 'Gärtnerstolz', robuste und alte Sorte mit mäßigem Aroma,
  • 'Lisette', eignet sich aufgrund ihrer zart gekrausten Blätter gut zum Garnieren,
  • 'Sperlings Smaragd', winterharte und ertragsreiche Sorte,
  • und die 'Grüne Perle', eine dunkelgrüne, sehr dicht gekrauste Sorte, die mit Vorliebe bei der Spätaussaat verwendet wird.

Wildvorkommende Petersilie ist selten. Achtung: In der freien Natur ist die glatte Petersilie leicht mit der Hundspetersilie (Aethusa cynapium) zu verwechseln, die auch zu den Doldengewächsen gehört, aber hochgiftig ist. Deshalb sollten Sie nur Petersiliensaatgut vom Pflanzensamenproduzenten aus Samentütchen verwenden. Die Samen dieser Pflanzen können dann jedoch bedenkenlos geerntet und ausgesät werden.   

Petersilie im Korb

Es muss nicht immer buschig sein: Die glattblättrige Schnittpetersilie ist ebenso schmackhaft.

Was ist Wurzelpetersilie?

Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var. tuberosum) oder auch Petersilienwurzel ist mit der Blattpetersilie eng verwandt. Sowohl die Blätter als auch die Rübe selbst sind für den Verzehr geeignet und landen wie die Blattpetersilie häufig im Suppentopf. In ihren Ansprüchen an Boden, Licht und Nährstoffe ähnelt die Wurzelpetersilie der Blattpetersilie. Auch sie ist nicht sehr konkurrenzstark, sodass ihre Umgebung regelmäßig von Unkraut befreit werden muss.

Anders als die Blattpetersilie, die es sehr feucht mag, sollte die Wurzelpetersilie nur dann gegossen werden, wenn es sehr trocken ist. Aufgrund ihrer Blätter wird die Wurzelpetersilie häufig mit Petersilie verwechselt, ihre weiße Wurzel sorgt hingegen dafür, dass man sie gern mit Pastinaken verwechselt. Im Gegensatz dazu entwickelt die Wurzelpetersilie jedoch lange, breite Wurzeln, die stark nach Petersilie schmecken. Und auch die frischen Triebe der Wurzelpetersilie lassen sich verzehren, ältere Blätter schmecken etwas ledrig.

Petersilie einfrieren

Das beliebte Küchenkraut findet bei den verschiedensten Gerichten Verwendung und kommt beim Kochen entsprechend häufig zum Einsatz. Petersilie lässt sich am besten konservieren, indem man die Blätter wäscht, abschüttelt und anschließend einfriert.

Sowohl als ganzer Strauß oder in kleine Stücke gehackt, können Sie Petersilie in einem kleinen Gefrierbeutel oder einer Plastikdose in die Tiefkühltruhe legen. Auf diese Weise gelagert, halten sich Würzkraft und Aroma besonders lange.

Petersile ernten und trocknen

Petersilie lässt sich auch gut zum Konservieren trocknen. Schneiden Sie die Petersilie an einem regenfreien Tag. Reinigen Sie Blätter und Stiele von Erdresten und das möglichst ohne Wasser. Am besten schütteln Sie den gesamten Bund vorsichtig hin und her.

Für das konservierende Trocknen gibt es zwei Möglichkeiten. Die schonendste Variante ist die Lufttrocknung. Sie dauert drei bis vier Tage. Dazu hängen Sie die Petersilie an einem warmen, nicht sonnigen Ort auf. Als Alternative können Sie die Petersilie auch im Backofen trocknen. Wählen Sie dazu die niedrigste Temperatur (etwa 30-50 Grad Celsius) aus. Die Trocknung dauert etwa drei Stunden. Wenn die Petersilie ausreihend durchgetrocknet ist, können Sie das Küchenkraut zur späteren Verwendung in Papiertüten lagern.

Petersilie Gewürz Kraut

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Petersilie

Nicht nur für ihr markantes Aroma wird die Petersilie geschätzt, auch als Heilkraut ist sie seit Jahrhunderten bekannt. Der aufgebrühte Tee aus Kraut oder Wurzel soll positiv auf Harnwege, Nieren und den Stoffwechsel wirken. 

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