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Oregano

Oregano

Steckbrief

Pflanzenname
Oregano, Echter Dost, Wilder Majoran
Erntezeitpunkt
März April Mai Juni Juli August September Oktober
Botanischer Name
Origanum vulgare
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Lippenblütler
Pflanzengröße
von 40 cm bis 60 cm
Herkunft
Mittelmeerraum
Pflanzzeit
März April Mai Juni
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
März April Mai
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Bienenweidepflanzen Duftpflanzen Gartenpflanzen Gewürzpflanzen Heilpflanzen Kräuter Küchenkräuter mediterrane Pflanzen mehrjährige Pflanzen Stauden Steingartenpflanzen Topfpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Stauden
Gartenstil
Apothekergarten Bauerngarten Garten für Anfänger Kräutergarten mediterraner Garten Nutzgarten pflegeleichter Garten Selbstversorger-Garten Steingarten Topfgarten
Pflege
gelegentlich düngen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
März Juli August September
Vermehrung
Stecklinge, Teilung
Blütenfarbe
rosa weiß
Bodenbeschaffenheit
kalkhaltig nährstoffarm steinig
Blattform
grünes elliptisches Laubblatt, teils behaart
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Oregano pflegen: Welche Bedingungen sind ideal?
Wie kann ich Oregano vermehren?
Oregano ernten: Wann ist der beste Zeitpunkt?
Oregano trocknen: Wie lässt sich Oregano konservieren?
Oregano-Öl: Welche positiven Eigenschaften besitzt es?

Der Oregano (Origanum vulgare) stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum, wächst und gedeiht aber auch im heimischen Kräutergarten. Das beliebte Gewürzkraut mit kleinen, eiförmigen Blättern punktet mit seinem unverwechselbaren Geschmack, herbem Aroma und einem intensiven Duft sowie gesundheitsfördernden Eigenschaften. Vor allem als Pizzagewürz ist Oregano in der Küche beliebt. Aber auch optisch belohnt Oregano, wenn die niedrig wachsende Staude (40-60 cm) mit rötlichen Blüten das Kräuterbeet in den Sommermonaten (Juli bis September) verschönert.  

Oregano ist auch als Wilder Majoran bekannt. Für Laien besteht zwischen Majoran (Origanum majorana) und Oregano (Origanum vulgare) Verwechslungsgefahr im Beet. Beide Lippenblütler sind Arten der Gattung Dost, unterscheiden sich aber in mehreren Punkten: Majoran ist etwas milder im Geschmack, Oregano überzeugt mit seiner Winterhärte. Optisches Erkennungsmerkmal des Oregano sind die behaarten Blätter, während die des Majorans glatt sind. 

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Oregano pflegen: Welche Bedingungen sind ideal?

An das Klima des Mittelmeerraums angepasst, bevorzugt die Pflanze warme und sonnige Standorte in Garten, Balkon oder Terrasse. Kalkhaltige und nährstoffarme Böden und Kiesböden bieten gute Voraussetzungen für das Wachstum des Gewürzkrauts. Oregano gilt als idealer Kandidat im Kräuterbeet mit wenig Aufwand in der Pflege.
Die wild wachsende Pflanze überlebt längere Trockenphasen und muss demnach auch im Garten nicht übermäßig gewässert werden. Vor dem Gießen als Kübelpflanze überprüfen Sie bitte, ob die Erde bereits trocken ist – denn Staunässe verträgt der Oregano sehr schlecht! Die genügsamen Stauden müssen nur alle paar Wochen mit organischem Flüssigdünger sparsam gedüngt werden.

Wie kann ich Oregano vermehren?

Ab Februar lässt sich die Pflanze an einem hellen Platz auf der Fensterbank in einem Topf mit Samen aus dem Pflanzenhandel aussäen. Dazu werden die Samen einfach auf die Erde gestreut, leicht angedrückt und schließend mit Wasser befeuchtet. Schon bald zeigen sich die ersten Keimlinge, die nach etwa vier Wochen stark genug sind, um ins Freibeet umzuziehen.

Ab April bietet sich auch die direkte Aussaat ins Freiland an.

Neben der Aussaat lässt sich Oregano im Frühjahr auch durch das Teilen einer zu groß gewordenen Pflanze vermehren. Je nach Größe eignet sich dazu ein altes Brotmesser oder ein scharfer Spaten. Da sich Oregeno stark ausbreitet, ist diese Variante auch gleich ein geeignetes Mittel, um das Kraut im Beet im Griff zu behalten.

Die dritte Möglichkeit, um Oregano zu vermehren, ist über Stecklinge:

  • Dazu trennen Sie mit einem scharfen Messer einen frischen Trieb ab.
  • Entfernen Sie nun noch die unteren Blätter zu zwei Drittel
  • und setzen Sie den Steckling in einen Topf mit frisch gewässerter Erde.
  • Der Standort sollte geschützt und sonnig sein.
  • Es dauert etwa eine Woche, bis der Oregano erste Wurzeln zeigt.
  • Nach etwa vier Wochen ist die neue Pflanze stark genug, um nach draußen gepflanzt zu werden. 
Oregano Strauch

Auch Trockenphasen übersteht Oregano problemlos.

Oregano ernten: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Die optimale Zeit für die Oregano-Ernte hängt vom Zweck der Verwendung ab. Wer für das Würzen beim Kochen ein paar frische Blätter verwenden möchte, kann sich während der gesamten Vegetationsperiode von Frühjahr bis Herbst an der Oregano-Pflanze bedienen. Am intensivsten entfalten sich die Geschmacks- und Wirkstoffe allerdings während der Blütezeit im Sommer, wenn die Pflanze in weißen, rosa oder auch violetten Tönen blüht.
In dieser Phase verströmt die Staude mit ihren Aromen und Ölen einen intensiven Duft im Kräutergarten. Einzelne Triebspitzen werden vorzugsweise über den Verzweigungen abgeschnitten, um das weitere Wachstum nicht zu behindern. Eine vollständige Oregano-Ernte bietet sich an einem trockenen Tag während oder direkt nach der Blütezeit an – dann kann die Pflanze ruhig eine Handbreit über dem Erdboden abgeschnitten werden. 

Oregano trocknen: Wie lässt sich Oregano konservieren?

Wie auch viele andere Kräuter, eignet sich Oregano bestens zum Trocknen:

  • Bündeln Sie dazu mehrere Zweige mit Stielen, Blättern und Blüten
  • und binden Sie diese anschließend mit Garn zusammen.
  • Am besten trocknen Sie die Bündel danach kopfüber an einem warmen und trockenen Ort.
  • Nach einer Woche sollten die Kräuter in der Regel ausreichend durchgetrocknet sein.
  • Reiben Sie nun vorsichtig die Blättchen und Blüten von den Zweigen
  • und lagern Sie das Gewürz in einem trockenen und lichtgeschützten Behältnis. Das sorgt für eine längere Bewahrung der intensiven Aromen des Oregano.

Besonders geeignet sind Keramikgefäße. Sie schützen den Oregano vor Licht und ihr mediterranes Flair steht jeder Küche gut.

Oregano-Öl: Welche positiven Eigenschaften besitzt es?

Das aus Oregano gewonnene Öl ist seit Jahrhunderten für seine positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper bekannt. Die antibakteriellen und antifungiziden Eigenschaften des Krauts machen Oregano zum pflanzlichen, natürlichen Antibiotikum, dessen heilende Wirkung in medizinischen Studien bestätigt wurde. Das an den Inhaltsstoffen Carvacrol und Thymol reiche Oregano-Öl kann bei der Bekämpfung folgender Beschwerden unterstützend wirken:

  • Erkrankungen des Verdauungstraktes
  • Infektionen
  • chronische Entzündungen
  • Hauterkrankungen und -verletzungen
  • Atemwegsbeschwerden

Innerlich oder äußerlich angewendetes Oregano-Öl sollte wegen der hohen Konzentration an ätherischen Ölen und anderen Inhaltsstoffen wie Terpenen und Bitterstoffen stets verdünnt werden – eine ärztliche Konsultation ist bei längerer Verwendung empfehlenswert. Reines Oregano-Öl ist außerdem schwer herzustellen. Für die Gewinnung eines Liters des ätherischen Öls mittels Wasserdampfdestillation werden viele Kilogramm Oregano benötigt. Daher ist die Herstellung für Hobbygärtner wenig sinnvoll. Von den gesundheitsfördernden Eigenschaften des selbst angebauten Oregano können Sie trotzdem profitieren, indem Sie ein Esslöffel des getrockneten Krauts mit einem ¼ Liter heißen Wasser aufgießen und als bekömmlichen Tee genießen.

Oregano

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Oregano

Sie haben kein Kräuterbeet und herkömmlicher Oregano spricht Sie in der Optik auch nicht an? Dann versuchen Sie es mit Heidegünsel (Origanum vulgare 'Compactum' ). Dieser Oregano wächst niedrig und eignet sich als Polsterstaude mit rosa Blüten sogar als Bodendecker oder Beeteinfassung.
Und dank eines intensiven Aromas lässt er sich auch noch bestens in der Küche einsetzen. 

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