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Orchideen

Orchidee Steckbrief

Steckbrief

Pflanzenname
Orchidee
Erntezeitpunkt
Juni Juli August
Botanischer Name
Phalaenopsis, Dendrobium u.a.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Orchideengewächse
Pflanzengröße
von 20 cm bis 5 m
Herkunft
weltweit
Pflanzzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Winterhärte
Nicht winterhart
Aussaatzeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Gewürzpflanzen Immergrüne Pflanzen Mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Stauden Topfpflanzen Zimmerpflanzen
Gartenstil
Schattengarten Staudengarten Zimmer
Pflege
gießen, düngen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Vermehrung
Aussaat, Kindel, Teilung
Blütenfarbe
gelb pink rosa rot weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig feucht humos
Blattform
-
Lichtbedingungen
halbschattig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Schildläuse Schnecken Spinnmilben Wollläuse
giftig
-
unter Naturschutz
ja
In diesem Artikel
Wann sollte ich eine Orchidee umtopfen?
Wie kann ich am besten meine Orchideen pflegen?
Lässt sich eine Orchidee vermehren?
Orchideen schneiden – unser SCHÖNER WOHNEN-Tipp

Die Orchidee gehört seit einigen Jahren fest in das Sortiment eines jeden Zimmerpflanzenliebhabers. Und das aus gutem Grund: Die Pflanzenfamilie ist enorm vielfältig und verfügt wie kaum eine andere über rund 1.000 Gattungen mit insgesamt bis zu 30.000 Arten.

Die Orchideengewächse werden mit ihrer üppigen Blütenblattvielfalt, der gleichzeitigen Pflegeleichtigkeit und der langen Blütendauer von 4 bis 8 Wochen zurecht als Königin der Blumen bezeichnet. Orchideen sind in ihrer Vielfalt kaum zu übertreffen. Grundsätzlich lässt sich aber schon mal unter Zimmerorchideen und Freilandorchideen unterscheiden.
Es gibt fleischfressende Arten wie den Frauenschuh (Paphiopedillum), es gibt Rankorchideen wie die Echte Vanille (Vanilla planifolia), die bis zu 5m lang werden können und es gibt unzählige Duftorchideen, deren Düfte sogar mit Hilfe einer Duftglocke eingefangen und im Labor nachempfunden wurden. Und es ist die Echte Vanille, die als einzige Orchideen-Art essbare Früchte hervorbringt. Sie können sie auch zu Hause mehrjährig kultivieren. Das Einzige, was Sie beachten müssen ist, dass die Gewürzpflanze frostfrei gehalten werden muss.

Wann sollte ich eine Orchidee umtopfen?

Sie sollten Ihre Orchideen alle 2–3 Jahre umtopfen, da sie ein lockeres Substrat mögen, das noch nicht verrottet und verfestigt ist. Ebenfalls muss umgetopft werden, wenn der Topf von innen veralgt ist oder sich Salze und Kalk aus dem Gießwasser im Topf angelagert haben. 
Umgetopft wird zwischen Frühling und Herbst, wenn die Pflanze ein ausreichendes Lichtangebot hat. Vermeiden Sie auch, während der Blütezeit umzutopfen, da das neue Anwurzeln und die gleichzeitige Blüte zu kräftezehrend für die Pflanze wären. Wichtig ist, beim Umtopfen darauf zu achten, die Wurzeln nicht zu beschädigen.
Bei Bedarf schneiden Sie am besten den alten Topf vorsichtig seitlich auf. Ebenfalls wichtig ist es, den neuen Topf eine Nummer größer zu wählen und unbedingt spezielles Orchideensubstrat zu verwenden.
Es vermeidet Staunässe, speichert dennoch lange die Feuchtigkeit und ist frei von Schädlingen. So können Sie sich an den grazilen Pflanzen besonders lange erfreuen. 

Orchidee Weiße Phalaenopsis

Orchideen wie die Weiße Phalaenopsis sollten nur bei ausreichend Licht umgetopft werden, daher empfiehlt es sich, die neue Heimat in den Sommermonaten zu beziehen.

Wie kann ich am besten meine Orchideen pflegen?

Der richtige Standort hat einen großen Einfluss auf die Lebensdauer einer Orchidee. Da es 30.000 Arten gibt, lässt sich natürlich keine allgemeingültige Empfehlung aussprechen.
Aber bei den gängigen, im Handel erhältlichen Zimmerorchideen wie Phalaenopsis (auch Schmetterlingsorchidee, Nachtfalterorchidee oder Malaienblume genannt), Frauenschuh, Dendrobium, Cymbidium oder der Cambria sollten Sie einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und ohne Zugluft wählen.
Ebenfalls wichtig ist das Verwenden von kalkarmen Wasser. Sind Sie Gartenbesitzer, sammeln Sie am besten Regenwasser zum Gießen. Ansonsten gibt es diverse Möglichkeiten zum Entkalken Ihres Wassers über Abkochen, Wasserfilter oder die Zugabe von einem Spritzer Zitrone oder Essig.
Ein weiterer Tipp ist es, Zimmerorchideen zu tauchen. Füllen Sie dazu den Übertopf mit Wasser und lassen Sie den Orchideentopf so lange darin, bis das Substrat schwer und vollgesaugt ist. Natürlich braucht eine Orchidee ab und zu auch neue Nährstoffe. Düngen Sie am besten mit Orchideendünger, der speziell auf die Ansprüche der Pflanzen angepasst ist.
Normaler Blühpflanzendünger ist dafür leider nicht geeignet und würde ihre Pflanze überversorgen.

Lässt sich eine Orchidee vermehren?

Ja, grundsätzlich lassen sich Orchideen vermehren, aber es ist artspezifisch sehr speziell, da ihre Samen meist einen Symbiosepilz zur Keimung benötigen.
Diese Pilze befinden sich auf Pflanzenteilen wie Baumrinden oder Sägemehlen. Jede Art hat zudem unterschiedliche Ansprüche und es ist sehr schwierig, die richtigen Symbiosepilzträger zu finden.
Einige Arten lassen sich jedoch teilen. Dazu gehören insbesondere die "sympodial wachsenden Orchideen". Das bedeutet, dass bei ihnen aus der Wurzel nicht nur einzelner Haupttrieb wächst, sondern dass ein Spross (Rhizom) unterirdisch in die Länge wächst und mehrere neue oberirdische Triebe ausbildet. Teilt man das Wurzelgeflecht zwischen den Trieben, entstehen eigenständige Pflanzen, die man neu eintopfen kann.
Bekannte sympodial wachsende Orchideen sind z.B. Onicidium und Cymbidium. Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung ist über sogenannte Kindel. Kindel sind Klone der Mutterpflanze, die an den Blütentrieben als neue, kleine Pflanze wachsen, beispielsweise bei Phalaenopsis oder Dendrobium. Die Kindel können abgetrennt werden, sobald sie 2-3 Blätter und Wurzeln ausgebildet haben. Danach lassen sie sich ebenfalls in einen Topf mit Orchideensubstrat einpflanzen. 

Orchideen schneiden – unser SCHÖNER WOHNEN-Tipp

Ihre Orchidee hat ausgeblüht, und nun ist es mit der Blütenpracht vorbei? Kein Problem, schneiden Sie nach der Blüte den vertrockneten Blütenstiel oberhalb der letzten Verdickung ab. An der Stelle werden sich dann später neue Blüten bilden.
Ein heller und kühler Standort – ideal wären 16-18 Grad – von ca. 6 Wochen ist danach wichtig. Das kann ein Treppenhaus, ein unbeheizter Wintergarten oder ein Fenster nach Norden sein. Diese Kühlbehandlung regt die Blütenbildung wieder an. So gepflegt kann eine Phalaenopsis bis zu drei Mal im Jahr blühen.