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Rosen

Rose Beetrose

Steckbrief

Pflanzenname
Rose
Erntezeitpunkt
September
Botanischer Name
Rosa spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Rosengewächse
Pflanzengröße
von 40 cm bis 10 m
Herkunft
nördliche Hemisphäre
Pflanzzeit
März April September Oktober
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
Oktober November
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Beetpflanzen Bienenweidepflanzen Gartenpflanzen Halbstrauch mehrjährige Pflanzen Schnittblumen winterharte Balkonpflanzen winterharte Pflanzen
Gartenstil
Balkongarten Blumengarten Englischer Garten romantischer Garten Topfgarten
Pflege
Düngung im Frühjahr und Frühsommer
Pflegeaufwand
intensiv
Blütezeit
Juni Juli August September
Vermehrung
Stecklinge, Samen (Hagebuttenrose)
Blütenfarbe
gelb rosa rot weiß
Bodenbeschaffenheit
humos kalkhaltig locker mäßig feucht tonhaltig
Blattform
gefiedert, fünfzählig, glänzend oder matt - je nach Art und Sorte
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Blattfleckenkrankheit Blattwespen Dickmaulrüssler Echter Mehltau Grauschimmel Nematoden Spinnmilben Sternrußtau
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Die Veredlung von Rosen
Rosenpflege: Wie pflege ich eine Rose richtig?
Rosenschnitt: Wie schneide ich meine Rose richtig?
Wie und wann kann ich Rosen einpflanzen?
Rosen anhäufeln: Der richtige Winterschutz

Die Pflanzengattung der Rose ist mit der Züchtung vieler verschiedener Arten zu einer riesigen Gruppe angewachsen, die sich stark in Verwendungsmöglichkeit und Wuchsgröße unterscheidet. Dazu zählen die Edelrosen, Historische Rosen, Wildrosen, Beetrosen, Kleinstrauch-Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Stammrosen, Ramblerrosen, Duftrosen, Zwergrosen und Bodendeckerrosen.
Weitere Unterscheidungen bei der Rose sind ihre Blütenfarbe und Blütenblattanzahl. Für welche Rose Sie sich entscheiden, hängt ganz von Vorlieben und auch dem Einsatzzweck ab. Als Sichtschutz in Verbindung mit einer Pergola oder auch einem abgestorbenen Baum sind hochwachsende Rambler- und Kletterrosen die richtige Wahl.
Einen Beetstreifen neben der Auffahrt können Zwergrosen sehr hübsch einsäumen. In Blumenkübeln machen hingegen Stammrosen eine gute Figur. Und für die Vasen eignen sich besonders gut Edelrosen, auch Teehybriden genannt.

Gartenkalender: Forsythie mit Rasen
Die Gartensaison startet im April wieder voll durch. Rasenpflege, Gemüseaussaat und der Schnitt bei Rosen und Kübelpflanzen stehen an. Und auch Kartoffeln möchten für eine reiche Ernte gesetzt werden. Legen wir los!

Die Veredlung von Rosen

So eine Vielzahl von Sorten lassen sich natürlich nicht erst züchten und dann klassisch vermehren. Das würde Jahrzehnte dauern. Viel schneller gelingt das mit der so genannten Veredlung von Rosen.
Das heißt, eine Triebknospe (bot. Auge genannt) der gewünschten Rosensorte wird auf eine schon bestehende Rose mit Wurzel – oft eine Wildrose - gesetzt.
Aus dem Auge wächst dann die gewünschte Sorte. Alle übrigen Triebe der einstigen Pflanze werden weggekürzt, übrig bleibt nur der veredelte Trieb. Die Stelle, an der die gewünschte Rosensorte mit der anderen Rose zusammengefügt wurde, ist die Veredlungsstelle, die erkennbar verdickt ist.

Kartoffelrose Rose veredeln

Aus dem verdickten Blütenboden bildet sich die Frucht der Kartoffelrose: die Hagebutte.

Rosenpflege: Wie pflege ich eine Rose richtig?

Um eine Rose blühfreudig und gesund zu halten, müssen einige wenige Aspekte beachtet werden. Im Großen und Ganzen gehört sie jedoch zu den pflegeleichten Sträuchern.
Wichtig ist vor allem eine kontinuierlich feuchte Erde. Aber bitte auch nicht zu viel gießen: Denn Staunässe ist ebenfalls nicht gut. Zum Düngen können Sie im Frühjahr eine Schaufel Kompost um den Stamm anhäufeln.
Frisch gepflanzte Rosen mögen das besonders gern. Und um sie frei von Schädlingen und Krankheiten zu halten, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig kontrollieren.
Insbesondere Blattläuse und Pilzerkrankungen (Echter und falscher Mehltau) setzen den Garten-Schönheiten gern mal zu. Dann ist eine Fachberatung im Gartenbedarf oder beim Gärtner und eine Behandlung mit entsprechenden Sprühmitteln oft erforderlich.

Rosenschnitt: Wie schneide ich meine Rose richtig?

Der Schnitt hängt stark von der Art und Sorte ab. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass im Frühjahr alle Triebe, die andere Triebe überwachsen und damit verschatten oder gar in einem Bogen zurück zur Pflanze führen, bis ins frische Holz abgeschnitten werden. Gleiches gilt für dünne und abgestorbene Zweige.
Der richtige Zeitpunkt ist dafür gekommen, sobald die Forsythien blühen. Nach der ersten Blüte werden dann die vertrockneten Blüten rausgeschnitten, um eine neue Blütenbildung anzuregen.
Auch unerwünschte Wildtriebe, die unterhalb der Veredlung starten, sind jetzt zu entfernen. Im Herbst werden die Rosen dann um etwa ein Drittel gekürzt und über einer kräftigen Knospe (Auge), die nach außen zeigt, abgeschnitten. Das dient im kommenden Jahr für einen kräftigen Austrieb und stärkt die Zweige. Konkret lassen sich zu den verschiedenen Rosengruppen folgende Schnitthinweise geben: Bei einmal blühenden Strauchrosen werden alte und abgestorbene Triebe ausgeschnitten. Beetrosen werden auf sechs Augen (Knospen) zurückgeschnitten, ebenso Kletterrosen können Sie jetzt auslichten. Dazu werden schwache Verzweigungen auf ca. 20 cm eingekürzt.

Wie und wann kann ich Rosen einpflanzen?

Wurzelnackte Rosen, die ohne Erde geliefert werden, können vom Herbst bis ins Frühjahr hinein in frostfreien Boden gepflanzt werden. Pflanzen im Container, also mit Erdballen, können Sie ganze Jahr über einsetzen. Der beste Zeitpunkt, um zu pflanzen, bleibt aber der Herbst. Dann haben die Rosen bis zum Frühjahr ausreichend Zeit, um an ihrem neuen Standort richtig anzuwurzeln, bevor sie mit der Blütenbildung beginnen. Die Veredlungsstelle wird dabei ca. 5 cm unter der Erdoberfläche eingepflanzt. Der Boden sollte dazu

  • nährstoffreich,
  • ton- und leicht kalkhaltig
  • und vor allem locker sein.

Ein eher sonniger Standort ist ideal und darf zur Mittagszeit gern halbschattig sein. All diese Pflanzempfehlungen gelten sowohl für das Beet als auch für den Kübel.

Ein bisschen anders gehen Sie bei Stammrosen vor. Sie sind auf kleine Stämmchen veredelte Rosen. Die erste Veredlungsstelle liegt direkt unterhalb der Krone, sie kann also nicht mit eingepflanzt werden. Die verdickte Stelle am Fuße des Hochstämmchens ist die Veredlungsstelle des Stammes, auch sie sollte über der Erdoberschicht liegen – ungefähr eine Handbreit. Bei Hochstammrosen ist es außerdem ratsam, sie an einen kleinen Pfahl anzubinden, damit sie bei Sturm nicht umknicken.

Rosen anhäufeln: Der richtige Winterschutz

Rosen weisen in den meisten Fällen eine gute Winterhärte auf. Es gibt aber auch Arten, Sorten und Gruppen, die ab dem Spätherbst geschützt werden wollen, dazu gehören Beetrosen, Edelrosen und Strauchrosen. Insbesondere ihre Veredlungsstelle muss vor großer Kälte geschützt werden.

  • Häufeln Sie am besten mit einem Gemisch aus Laub, Kompost und Erde an.
  • Hochstämme können oberhalb in Vlies eingewickelt werden,
  • der Stamm lässt sich mit Bambusmatten schützen.
  • Zusätzlich können die Triebe mit Nadelholzzweigen seitlich als Windschutz abgedeckt werden.
  • Beginnen Sie mit dem Anhäufeln und dem Winterschutz, sobald es kalt wird. Das kann von Region zu Region unterschiedlich sein, entweder schon Ende Oktober oder erst im November.
Rose Beetrose

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Rose

Auch wenn es Dornröschen heißt: Was Rosen haben sind Stachel. Botanisch gesehen sind Dornen immer mit einer Pflanze fest verwachsen, während Stachel wie bei der Rose oberflächlich sitzen und sich abknipsen lassen.
Gut zu wissen: Es gibt auch Rosen die komplett piekfrei sind. Gerade an beengten Stellen wie einem Carport bieten sich solche Sorten zum Beranken an.
Dazu gehört zum Beispiel die weiße Kletterrose 'Madame Alfred Carrière', die sich stark duftend bis in eine Höhe von 7,5 Meter hochschwingen kann.

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