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Frauenmantel

Frauenmantel mit Guttationstropfen

Steckbrief

Pflanzenname
Frauenmantel
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Alchemilla spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
wintergrün
Pflanzenfamilie
Rosengewächse
Pflanzengröße
von 45 cm bis 60 cm
Herkunft
Asien, Europa
Pflanzzeit
April Mai Juni Juli August September Oktober
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
März April Mai Juni Juli August September Oktober November
Pflanzentyp
Beetpflanzen Blattschmuckpflanzen Gartenpflanzen Heilpflanzen mehrjährige Pflanzen Schnittblumen winterharte Stauden Zierpflanzen
Gartenstil
Apothekergarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Garten für Anfänger Kräutergarten Staudengarten Steingarten
Pflege
Rückschnitt nach Blüte
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
Juni Juli
Vermehrung
Teilung, Aussaat
Blütenfarbe
gelb grün
Bodenbeschaffenheit
durchlässig lehmig nährstoffreich tonhaltig
Blattform
gefingert, nierenförmig, leicht behaart
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Echter Frauenmantel-Rost Echter Mehltau Thripse
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Standort: Wie am besten Frauenmantel pflanzen?
Frauenmantel-Pflege
Wie kombiniere ich Frauenmantel im Beet mit anderen Stauden?
Wie lässt sich Frauenmantel vermehren? Teilung und Aussaat
Frauenmantel schneiden: So verwende ich ihn als Schnittblume
Frauenmantel als Heilpflanze

Frauenmantel (Alchemilla spec.) eignet sich nicht unbedingt als Solitär, dafür ist die Staude in Kombination mit anderen, farblich auffallenden Pflanzen wie Rosen eine attraktive Beetpartnerin. Doch der Frauenmantel mit seinen samtigen Blättern und abperlendem Lotoseffekt kann mehr, als nur andere Pflanzen im Beet begleiten.

Ab Juni bildet die Staude mit einer Höhe von 45 bis 60 cm gelbgrüne Blüten aus, die sich in Gruppen zusammenfinden. Dazu gesellen sich  im Lauf des Sommers ebenfalls sehr attraktive, sternförmige Samenstände. Doch die Pflanze hat noch einen Hingucker zu bieten: Sind Ihnen die durchsichtigen Tropfen aufgefallen, die sich in der Mitte der gezackten Blätter perlenartig sammeln? Das ist nicht immer Regenwasser, hier zeigt sich Verdunstungswasser, das die Pflanze als so genannte Guttationstropfen aktiv ausschwitzt.

Standort: Wie am besten Frauenmantel pflanzen?

Die Staude gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten und in feuchten, lockeren und nährstoffreichen Böden. Bei sehr lehmhaltigen Untergründen sollten Sie Sand oder Lavagranulat in den Boden einarbeiten. Alle Unterarten des Frauenmantels gelten als enorm widerstandsfähig und werden nur selten von Schädlingen und Krankheiten geplagt. Bei Staunässe kann allerdings Wurzelfäule auftreten und ein zu enger Pflanzabstand bzw. zu üppiges Gießen führt mitunter zu Falschem und Echtem Mehltau. Kommt es dazu, führt meisten kein Weg an Sprühmitteln – biologisch oder chemisch – aus dem Fachmarkt vorbei.

Heute sind insgesamt mehr als 1.000 Arten des Frauenmantels bekannt. Im heimischen Garten finden sich jedoch vornehmlich diese drei Varianten:

  • Weicher Frauenmantel (Alchemilla mollis)
  • Spitzlappiger oder Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla xanthochlora)
  • Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpestris)

Die ersten beiden eignen sich besonders gut für das gewöhnliche Gartenbeet. Der Alpen-Frauenmantel ist aufgrund seines natürlichen Lebensraums in den Bergen hingegen besser im Steinbeet aufgehoben.

Frauenmantel-Pflege

Der Frauenmantel bedarf nicht zwangsläufig einer Pflege. Die Staude, insbesondere der Weiche Frauenmantel (Alchemilla mollis), bildet jedoch viele Samen aus, die sich im Herbst schnell im Garten verteilen und gut keimen. Wer diese unkontrollierte Ausbreitung verhindern möchte, muss die ausgeblühten Blüten abschneiden oder auszupfen. Ein Schnitt zehn Zentimeter über der Erdoberfläche im frühen Herbst regt die Staude an, frisches Blattgrün auszutreiben.

Wie kombiniere ich Frauenmantel im Beet mit anderen Stauden?

Alle Arten, besonders aber niedrig wachsende, eignen sich als Bodendecker und sind durch die zurückhaltende, gelb-grüne Färbung der Blütenstände herrliche Kombinationspartner für zahlreiche Stauden und alle Rosenarten. Dekorativ wirkt das krautige Grün, wenn man es mit violett-blühenden Arten wie Storchschnabel (Geranium), Glockenblume (Campanula) oder Zierlauch (Allium) kombiniert.

Es lassen sich auch verschiedene Frauenmantelarten im Beet zusammenpflanzen: Silber-Frauenmantel (Alchemilla hoppeana) bildet mit seinen silberfarbenen Rändern eine attraktive Abwechslung im Beet. Auch der Kleine Frauenmantel (Alchemilla erythropoda) ist ein hübscher Beetpartner, da seine Blüten gelb-orange erscheinen. Er ist dank seines platzsparenden Wuchses auch als Kübel- oder Kastenpflanze geeignet und damit balkon- und terrassentauglich. 

Frauenmantel als Staude

Als Wegbepflanzung in Form von Stauden ist Frauenmantel (Alchemilla mollis) ebenfalls gut geeignet.

Wie lässt sich Frauenmantel vermehren? Teilung und Aussaat

Vermehren und verjüngen lassen sich die Pflanzen durch Teilung. Die Teilung erfolgt am besten bereits zwischen Dezember und Februar. Spätester Zeitpunkt ist im März, bevor der Frauenmantel schließlich neu austreibt. Die Staude wird es Ihnen durch frischen Wuchs und größere Blühkraft danken. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  • Zunächst heben Sie die alte Staude mit einer Grabegabel aus.
  • Danach können Sie die Pflanzen mit einem scharfen Spaten in zwei bis drei Stücke teilen, die mindestens faustgroß sind.
  • Schwaches Wurzelwerk und welke Triebe dabei am besten gleich einkürzen.
  • Die frisch gemachten Stauden lassen sich nun an einem halbschattigen Standort wieder einpflanzen.

Eine weitere, ebenfalls sehr einfache Methode ist die Vermehrung von Frauenmantel über Aussaat. Glücklicherweise macht das die Staude ganz von selbst, wenn man sie denn lässt, indem man die Blütenstände an der Pflanze belässt. Diese entwickeln sich am Ende des Jahres zu Samenständen, die die Samen selbstständig im Garten verteilen.

Natürlich lassen sich die Samen auch ernten und an anderer Stelle im Garten direkt nach der Samenreife im Spätherbst verteilen. Weitere Möglichkeit: Sie können die Samen auch aufbewahren und im darauffolgenden Jahr auf der Fensterbank in Töpfe mit normaler Gartenerde einsäen. Ende Mai lassen sich die Jungpflanzen ins Beet setzen.

Frauenmantel schneiden: So verwende ich ihn als Schnittblume

Die Triebe des Frauenmantels sind gut schnittverträglich und die Blüten sind in der Vase lange haltbar. Von Floristen werden sie auch gern als "gelbes Schleierkraut" verwendet. Die buschig-voluminösen Blütenbündel lassen sich dekorativ für Tür- und Wandkränze auf einen Drahtring binden. Legen Sie die Blütentriebe dicht an dicht, da sie sich beim Eintrocknen noch etwas zusammenziehen. Außer für die Vase muss der Frauenmantel nicht geschnitten werden. Da er wintergrün ist, erneuern sich seine Blätter nach dem Winter und er sieht wieder frisch und grün aus! Welkes Laub darf im Frühjahr aber selbstverständlich entfernt werden.

Frauenmantel als Heilpflanze

Der Gewöhnliche Frauenmantel (Alchemilla xanthochlora) ist eine beliebte Pflanze der Naturheilkunde. Es wird auch Alchemistenkraut genannt, da es bereits im Mittelalter wissenschaftlich erforscht wurde. Frauenmantelkraut wird seit mehreren Jahrhunderten als krampflösendes und schmerzstillendes Mittel gegen typische Frauenleiden wie Unterleibsschmerzen verwendet. Das Kraut kommt getrocknet, als Tee aufgegossen oder als Waschungen zum Einsatz. Die Säfte der Pflanzenteile wie auch der Guttationstropfen enthalten Gerbstoffe. Diese sollen entzündungshemmend und auf der Haut straffend wirken. Daneben wird Frauenmanteltee auch noch eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt.

Frauenmantel mit Guttationstropfen

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zum Frauenmantel

Eine besonders schöne Variante eines Türkranzes erhalten Sie mit der Kombination von Frauenmantel-Blüten und unreifen Holunderbeeren. Letztere sind im Juni zu finden und geben der Grün-in-Grün-Kombination eine elegante Optik. 

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