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Tulpen

Tulpenfeld

Steckbrief

Pflanzenname
Tulpe
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Tulipa spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Liliengewächse
Pflanzengröße
von 15 cm bis 70 cm
Herkunft
Asien
Pflanzzeit
September Oktober November Dezember
Winterhärte
Winterhart
Aussaatzeit
Oktober November
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Beetpflanzen Gartenpflanzen Giftpflanzen Schnittblumen Steingartenpflanzen Terrassenpflanzen Winterharte Balkonpflanzen Winterharte Kübelpflanzen Winterharte Stauden Zierpflanzen Zwiebelpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Blumengarten Cottage-Garten Englischer Garten Hanggarten Pflegeleichter Garten Romantischer Garten Staudengarten Steingarten Topfgarten
Pflege
Mäßig gießen, gelegentlich düngen, Blüten und Blätter schneiden
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
April Mai
Vermehrung
Brutzwiebeln, Tochterzwiebeln
Blütenfarbe
gelb orange rosa rot violett weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig sandig
Blattform
linealisch, lanzettlich
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Nematoden Pilzerkrankungen Schnecken Tulpenfeuer Wühlmäuse
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Welche Sorten und Tulpenklassen gibt es?
Wie sollte ich am besten Tulpen pflanzen?
Tulpen schneiden – so geht's richtig
Wie kann ich Tulpen vermehren?
Tulpen pflegen
SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Tulpen

Tulpen (Tulipa) sind die perfekten Frühlingsboten. Wenn sich Anfang April ihre kelchartigen Blüten in kräftigen Farben öffnen, ist das oft auch der Beginn der warmen Jahreszeit. Neben den intensiven Farbtönen sind sie wegen der variantenreichen Blütenblattausprägung gerngesehene Gäste im Garten oder auf dem Balkon.

Neben einfarbigen Varianten mit einfachen Blüten gibt es mehrfarbige, gefüllte und sogar geflammte Tulpen mit kraftvollen Streifen, deren Farbgebung einst aufgrund einer Virusinfektion (Mosaikvirus) entstand. Darüber hinaus beliebt sind noch gefranste Tulpen zum Beispiel die Sorte Tulipa 'Oviedo' oder die sogar fast schwarze Tulipa wie die 'Black Hero'.

Neben der klassischen Pflanzung in Beeten und Rabatten eignen sich Tulpen auch zum Verschönern von Steingärten, da sie als ehemalige Steppen- und Gebirgspflanzen aus Asien eher sandige als lehmige Böden bevorzugen.

Welche Sorten und Tulpenklassen gibt es?

Aufgrund von vielfältigen Züchtungen gibt es heute etwa 4.500 Tulpensorten.  Zur besseren Unterscheidung sind sie in 15 Klassen unterteilt, die sich in Farben und Blütenform unterscheiden und einer von vier Gruppen bezüglich des Blühzeitpunkts und der Wildform zu geordnet sind.

Frühe Tulpen:
1 einfache frühe Tulpen
2 gefüllte frühe Tulpen

Mittlere Tulpen:
3 Triumph-Tulpen
4 Darwin-Hybrid-Tulpen

Späte Tulpen
5 einfache späte Tulpen
6 lilienblütige Tulpen
7 gefranste Tulpen
8 Viridiflora-Tulpen
9 Rembrandt-Tulpen (geflammte)
10 Papageientulpen
11 gefüllte späte Tulpen (paeonienblütige)

Wildtulpen
12 Kaufmannia-Tulpen
13 Fosteriana-Tulpen
14 Greigii-Tulpen
15 Andere Wildtulpen

Dies ist natürlich eine rein botanische Unterscheidung. Die richtige Blume für sich selbst finden Sie am ehesten in guten Gartencenter, wo Sie anhand der Verpackungen ganz nach Ihrem Geschmack und der Optik entscheiden. Interessante Alternativen dazu sind regionale Pflanzmärkte oder Online-Anbieter, wo Sie in Ruhe stöbern können.

Crispa-Tulpe, gefranste-Tulpe

Es gibt Tulpen gefüllt, ungefüllt, geflammt, zweifarbig oder - wie hier die Crispa-Tulpe - gefranst.

Wie sollte ich am besten Tulpen pflanzen?

Beste Pflanzzeit für Ihre Tulpenzwiebeln ist Ende September bis Ende November:

  • Wählen Sie dazu einen sonnigen Platz im Garten und graben Sie ein Pflanzloch, dass mindestens doppelt so tief wie die Tulpenzwiebel ist. Für hochwachsende Sorten (ca. 70 cm) kann es sogar dreimal so tief sein, so erhalten die Pflanzen später mehr Standsicherheit.
  • Setzen Sie die Blumenzwiebeln nach dem Kauf schnell ein oder lagern Sie diese solange luftig und trocken, weil sie ansonsten zu faulen anfangen.
  • Auch Staunässe in der Erde schadet den Pflanzen. Füllen Sie daher beim Einpflanzen etwas Sand als Drainageschicht ins Loch und betten Sie die Zwiebel mit aufwärtsgerichteter Spitze darauf. 
  • Besonders schön wirken Tulpen, wenn sie in Gruppen gesetzt werden. Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte mindestens ca. 5 cm betragen. Bei größeren Exemplaren dürfen es gern 10-15 cm sein.
  • Als Schutz vor Wühlmäusen können Sie die Tulpenzwiebeln zusätzlich mit einem Drahtkorb in die Erde setzen. Das hält die Nager fern.
  • Sind Ihre Blumenzwiebeln eingepflanzt, überdecken Sie diese mit Erde und drücken diese leicht an.
  • Tulpenzwiebeln "wandern" von Jahr zu Jahr tiefer in die Erde. Erscheinen sie also irgendwann nicht mehr an der Erdoberfläche, kann das der Grund sein.
  • Andere mögliche Beeinträchtigung sind oft Fadenwürmer (Nematoden) oder Zwiebelfäule. Gegenmaßnahme: Nehmen Sie Zwiebeln nach der Saison aus der Erde und lagern sie anschließend in Sand dunkel und trocken bis zum Herbst ein. Das schützt sie gegen Krankheiten und Schädlinge.
  • Regelmäßiges Gießen und Düngen mit Hornspäne oder organischem Dünger versorgt die Blumen in der Blütezeit bestens mit Nährstoffen und erhöht die Chance auf eine erneute Blüte im nächsten Jahr.

Sie haben keinen Garten? Tulpenzwiebeln gedeihen auch in Kübeln oder Töpfen. Achten Sie jedoch darauf, dass auch hier keine Staunässe entsteht. Bohren Sie darum Ablauflöcher für überschüssiges Gießwasser in den Boden und füllen als Drainage unten eine Schicht Blähton ein. Auch ist normale Blumenerde für die Pflanzen zu schwer. Zum Bepflanzen sollten Sie diese daher zu einem Drittel mit Sand vermischen. Dann sollte auch diese Topf-Bepflanzung im Frühjahr prächtig blühen. 

Tulpe Cardinal-Mindszenty

Noch ist die 'Cardinal-Mindszenty' auf dem Foto nicht soweit, dennoch gilt auch für sie: Sobald Tulpen verblüht sind, sollten die Köpfe abgeschnitten werden.

Tulpen schneiden – so geht's richtig

So schön Tulpen auch blühen, spätestens im Frühsommer ist die Pracht vorbei. Schneiden Sie dann die verwelkten Blütenköpfe ab. So verhindern Sie, dass die Pflanze Samen ausgebildet.
 
Die eingesparte Kraft kommt dafür der Tulpenzwiebel zugute. Im nächsten Jahr blüht die Tulpe dann umso schöner. Abgeschnitten wird jedoch bitte nur die Blüte. Der Stängel und die Laubblätter müssen auf jeden Fall erhalten bleiben, damit ihre Nährstoffe zurück in die Zwiebel gelangen können. Erst wenn diese ebenfalls vertrocknet sind, dürfen sie entfernt werden. 

Wie kann ich Tulpen vermehren?

Die Pflanzen lassen sich auf zwei Arten einmal per Samen und über sogenannte Tochterzwiebeln vermehren. Jede Variante braucht jedoch etwas Geduld und ist eher für Züchter geeignet.

Tochterzwiebeln  wachsen in den warmen Monaten als kleinere Zwiebeln neben der Hauptzwiebel und lassen sich ab Oktober ernten.
Danach lassen sie sich wie andere Zwiebeln wieder in die Erde einsetzen. Im nächsten Frühjahr zeigen sich die ersten Blätter jedoch ohne Blütenstängel und Blüte. Die Laubblätter verwelken nach einiger Zeit und die Pflanze zieht ihre Nährstoffe wieder zurück in die Zwiebel.
Dann ist es jedoch endlich soweit: Im folgenden Frühjahr wird der Aufwand belohnt und die Tulpenzwiebel erstmals eine Blüte entwickeln.

Das ist Ihnen zu lang? Länger dauert es sogar noch, wenn Sie Tulpen über Samen vermehren.
Für eigene Samen lassen Sie die verwelkte Blüte solange an Ihrer Tulpe, bis sich darunter ein dicker Fruchtknoten bildet, in der sich die Samen befinden. Nach einer zweimonatigen Reifezeit können Sie diesen öffnen, die Samen auf Anzuchterde aussäen und leicht mit Erde bedecken.

Achten Sie darauf, dass das Substrat den Winter über nie ganz austrocknet. Im Frühjahr sollten sich dann kleine Keimlinge zeigen. Ihr Grün wird jedoch bald darauf verwelken. Entstanden sind nun Mini-Blumenzwiebeln, die Sie nun im Garten in die Erde pflanzen können.

Mehrere Male kann sich das wiederholen, bis diese selbstgezogenen Blumen endlich auch blühen. Der lange Zeitraum von etwa sechs Jahren bis zur ersten Blüte ist jedoch nicht nur der einzige Nachteil. Die aus Samen gewonnenen Pflanzen entsprechen nie der Mutterpflanze. Sie können also nie sicher sein, wie die neuen Blüten letztendlich aussehen. 

Tulpen pflegen

Prinzipiell kann man seine Tulpen in Ruhe wachsen, blühen, welken und übersommern lassen. Mit ein wenig Pflege hat man jedoch mehrere Jahre Freude an ihnen!

  • Ein Tipp ist, die Zwiebeln, auch wenn es ein wenig Mühe bedeutet, nach dem Welken auszugraben und an einem trocknen, kühlen Ort während des Sommers zu lagern. Warum? Tulpenzwiebel wachsen mit der Zeit immer tiefer ins Erdreich. So können Sie eventuell nach einigen Jahren überhaupt nicht mehr blühen. Wenn im Herbst die Zwiebelpflazzeit beginnt, dürfen sie zurück ins Beet.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, das Laub nach dem Welken der Blüte erst dann abzuschneiden, wenn es braun und trocken ist. Aber auch nicht viel später. Ein frühszeitiges Abschneiden verhindert, dass die Nährstoffe aus den Blättern zurück in die Zwiebel transportiert werden, ein zu spätes Abschneiden der Laubblätter kann dazu führen, dass sich Pilze ansiedeln und die Zwiebel fault.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Tulpen

Echte Stars in einem Tulpenbeet sind die wenig bekannten lilienblütigen Tulpen. Sie werden bis zu 70 cm hoch und haben lange, kronenartige Blütenblätter, die senkrecht nach oben stehen. Mehrere Wochen zeigen sie ihre Blüten, die stand- und regenfest sind und die vor allem im Gegensatz zu herkömmlichen Tulpen auch noch betörend duften. Interessante Sorten sind: 'Ballade', 'China Pink', 'White Triumphator' und 'Ballerina'.