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Erdbeerpflanzen, Erdbeeren

Erdbeere, Erdbeerpflanze

Steckbrief

Pflanzenname
Erdbeeren
Erntezeitpunkt
Mai Juni Juli August September
Botanischer Name
Fragaria spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
wintergrün
Pflanzenfamilie
Rosengewächse
Pflanzengröße
von 10 cm bis 50 cm
Herkunft
Südamerika
Pflanzzeit
April Mai Juni Juli
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
Januar Februar März
Pflanzentyp
Balkonpflanzen Beetpflanzen Gartenpflanzen Kübelpflanzen mehrjährige Pflanzen Obstpflanze Terrassenpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen winterharte Stauden
Gartenstil
Balkongarten Bauerngarten Garten für Anfänger Nutzgarten Obstgarten Selbstversorger-Garten Staudengarten
Pflege
düngen, gießen
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
April Mai Juni
Vermehrung
Aussaat, Ausläufer
Blütenfarbe
rosa weiß
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos lehmig mäßig feucht nährstoffreich sandig
Blattform
dreigeteilt
Lichtbedingungen
halbschattig sonnig
Essbare Früchte
ja
Schädlinge/Krankheiten
Blattläuse Grauschimmel Rotfleckenkrankheit Schimmelpilz Schnecken
giftig
-
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Erdbeeren pflanzen
Erdbeeren mulchen
Wie muss ich Erdbeeren pflegen?
Erdbeerpflanzen schneiden
Wie kann ich selbst Erdbeeren aussäen?
Vermehrung: Erdbeeren über Ausläufer vermehren
Erdbeerpflanzen überwintern: Was muss man tun?
Wie kann ich die Erdbeere verwenden?
Erdbeeren lagern und einfrieren

Jedes Kind kennt die schönen roten Früchte der Erdbeere! Aber wussten Sie, dass Erdbeeren auch echte Energiebomben sind? Von Mai bis September beglücken uns die immertragenden Sorten mit mehr Vitamin C als die Zitrone! Und auch die Vitamine B und E, sowie wertvolle Mineralstoffe sind in hohen Konzentrationen in den Erdbeeren vorhanden. Greifen Sie also zu, aber nur, wenn Sie kein Allergiker sind.

Wer Erdbeeren gut verträgt und mag, dem sei geraten, sie einmal selbst anzubauen. Entweder im Beet oder noch viel einfacher in der Hängeampel. Es gibt einmaltragende Sorten, die dann innerhalb von zwei bis vier Wochen eine große Menge an Früchten produzieren. Die fortlaufende Ernte ist aber auch ein großes Vergnügen und lädt zum permanenten Naschen ein. Dafür benötigen Sie immertragende Sorten wie z.B. die 'Fraisonette' oder die 'Amandine'. Die tragen zwar keine großen Mengen am Stück, dafür aber über die gesamte Vegetationsperiode verteilt.

Erdbeeren pflanzen

Im Gartencenter oder in der Gärtnerei erhält man ab Mai fertige, vorgetriebene Erdbeerpflanzen vieler Sorten, die sofort erntebereit sind.
Jungpflanzen werden ab Juli in nährstoffreiche, frische Erde eingepflanzt. Pflanzen Sie Ihre Erdbeerpflanzen am besten auf einen kleinen Erdhügel, mehrere Erdbeerpflanzen auf einen Wall. Das erleichert nicht nur die Ernte. So kann auch der Regen besser von den Pflanzen ablaufen, die Blätter können besser trocknen und die Gefahr der Ausbreitung von Pilzerkrankungen ist eingedämmt.

Walderdbeere

Kleine Walderdbeeren sind besonders schmackhaft. Im Frühjahr bilden sie mit ihren weißen Blütchen leuchtende Blickpunkte im Wald ähnlich wie das Buschwindröschen.

Erdbeeren mulchen

Das Auslegen von Stroh, Rindenmulch oder eines Unkrautvlieses rings um die Erdbeerpflanze im Beet ist sinnvoll, um

  • Unkrautwachstum zu unterdrücken,  
  • Wasserverlust in der Erde durch Verdunstung zu minimieren,
  • die Früchte sauber zu halten,
  • die Pflanzen vor Schnecken und anderen Schädlinge zu schützen,
  • ein schnelles Abtrocknen der Früchte nach Regen zu gewährleisten, damit Pilzerkrankungen keinen feuchten Nährboden finden.

Wie muss ich Erdbeeren pflegen?

Alle Erdbeersorten sind Starkzehrer. Daher müssen sie stets gut mit Dünger und Wasser versorgt sein. Pflanzen im Topf sollten einmal wöchentlich mit Flüssigdünger gedüngt werden. Halten Sie die Erde immer gleichmäßig feucht. Im Beet können Sie einmal im Monat Hornspäne, Brennesseljauche oder Kompost um die Pflanzen verteilen. Wichtig ist auch ein Schnitt nach der Ernte.

Erdbeerpflanzen schneiden

Sobald die letzten Erdbeeren gepflückt sind, werden die alten Blätter der Erdbeerpflanze abgeschnitten. Anfang September sollten Sie die Blätter jedoch spätestens entfernen, da ältere Blätter anfällig für Pilzerkrankungen sind.
So verhindern Sie, dass junge Triebe befallen werden und die Pflanze schwächen. Außerdem werden in den alten Blättern Hemmstoffe gebildet, die die Ausbildung neuer Blüten für das Folgejahr dämmen. Achten Sie beim Entfernen der Blätter darauf, nicht das Herz der Erdbeerpflanze zu beschädigen, das sich in der Mitte der Blätter befindet. Also, nicht zu tief schneiden! Lassen Sie mindestens vier Zentimeter stehen!

Erdbeerpflanzen im Frühbeet

Saubere Sache und praktisch für den zeitigen Anbau und den Winterschutz: Erdbeerpflanzen im Frühbeetkasten.

Wie kann ich selbst Erdbeeren aussäen?

Wer gern einmal Erdbeeren selbstziehen möchte, der sollte bereits zwischen Januar und März damit anfangen. In Anzuchtschalen auf der Fensterbank, im Gewächshaus oder im Frühbeetkasten werden die Erdbeer-Nüsschen wie normale Samen ausgesät. Wichtig zu wissen ist, dass sie Lichtkeimer sind. Sie dürfen also nicht im Boden versenkt werden:

  • Streuen Sie die feinen Samen auf humushaltige Erde.
  • Drücken Sie das Saatgut an und befeuchten es mit Sprühnebel.
  • Für eine gute Keimung, das Aussaatgefäß mit einer Folie abdecken.
  • Jungpflanzen vor dem Auspflanzen im Mai rechtzeitig vereinzelt (pikieren), damit die Wurzeln der einzelnen Pflanzen nicht zusammenwachsen.

Sobald die Nachtfröste vorbei sind, werden die Pflanzen entweder ins Beet in einem Abstand von 20 x 30 cm gesetzt und am besten mit einem Schutz aus Stroh oder Folie ringsum versehen. Oder Sie wählen für die Pflanzen eine Hängeampel, was den Einsatz einer Schutzmatte erspart.

Vermehrung: Erdbeeren über Ausläufer vermehren

Erdbeeren zu vermehren ist wirklich einfach: Die Staude bildet nämlich sogenannte Ausläufer (Stolonen). Das sind komplette Jungpflanzen, die an der Mutterpflanze an einem langen Trieb wachsen. Im Spätsommer und Herbst können Sie diese mit einem Messer abtrennen. Die Erdbeere bevorzugt humose, lehmig-sandige Böden. Die Erde sollte zudem nährstoffreiche sein. Beherzigen Sie das, werden die Erdbeerpflanzen zügig einwurzeln und schon haben Sie neue, genetisch identische Pflanzen. Obwohl Erdbeerpflanzen mehrjährig sind, ist es sinnvoll, diese Ausläufer tatsächlich auch zu verwenden, da die Mutterpflanze nach ca. 3 Jahren immer schwächer wird und kaum noch Früchte ausbildet.

Apropos – die Früchte der Erdbeere sind botanisch gesehen gar keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte: Die kleinen Samen auf dem roten Fruchtfleisch sind auf der Oberfläche verteilte Mini-Nüsse.

Erdbeerpflanzen überwintern: Was muss man tun?

Nach ihrem Schnitt sind die Pflanzen eigentlich schon für den Winter präpariert. In milden Wintern halten es die Erdbeeren ohne Winterschutz aus. Ist mit hohen Minusgraden zu rechnen, sollten Sie die Erdbeerpflanzen jedoch mit Stroh, Laub und zusätzlich Tannenzweigen abdecken. Die Mulchschicht schützt nicht nur vor Frost, sondern auch vor Austrocknung der Blätter, denn Erdbeerpflanzen sind wintergrün. Das heißt, dass sie Ihr Laub über den Winter behalten und neues ab dem Frühjahr ausbilden.

Wie kann ich die Erdbeere verwenden?

Erdbeeren Früchte

Erdbeeren halten sich nicht allzu lange frisch. Mit ein paar Tricks lassen sie sich jedoch sogar über den Winter einfrieren.

Am leckersten sind Erdbeeren direkt von der Pflanze genascht. Insbesondere für Kinder ist es ein Vergnügen, das rote, süße Naschobst im Topf oder Beet zum Entdecken und Genießen greifbar zu haben. Aber auch weiterverarbeitet sind die Früchte ein echter Genuss.

Der Klassiker ist natürlich Erdbeermarmelade in einem großen Topf gekocht:

  •  Dafür 1,5 kg Erdbeeren zerkleinern.
  •  Mit dem Saft einer Zitrone und mit einem Paket Gelierzucker (3:1) vermengen.
  •  Nach Wunsch pürieren oder stückig lassen.
  •  Bei Bedarf das Mark einer Vanilleschote dazugeben.
  •  Ca. 3 min in einem großen Topf aufkochen.
  •  In Gläser abfüllen, verschließen und umstürzen.

Die genannte Menge reicht für ca. acht Marmeladengläser. Weitere Verarbeitungsmöglichkeiten von Erdbeeren sind noch Erdbeertorte, Erdbeereis, Erdbeerquark oder Erdbeerlimonade.

Erdbeeren lagern und einfrieren

Das Lagern von Erdbeeren ist eine heikle Angelegenheit. Es gibt jedoch ein paar Tricks, damit sie wenigstens 1-2 Tage im Kühlschrank frisch und fest bleiben.

  • Waschen Sie die Erdbeeren vor der Lagerung nicht!
  • Lagern Sie die Erdbeeren in der kältesten Zone des Kühlschranks, die sich über dem Gemüsefach befindet.
  • Nehmen Sie die Erdbeeren aus der Verpackung, in ihr befinden sich häufig Feuchtigkeit oder sogar kleine Wasserpfützen, die ein Schimmelwachstum fördern.
  • Tupfen Sie die Erdbeeren ab, bevor Sie sie in den Kühlschrank geben.
  • Legen Sie die Erdbeeren im besten Falle nebeneinander in eine flache Schale, damit sie sich nicht gegenseitig drücken.

Nach dem gleichen Prinzip gehen Sie beim Einfrieren von Erdbeeren vor, nur dass die kleinen Früchte nach dem Abtupfen in eine Gefrierdose gelegt und vorsichtig – damit sie nicht hin- und herrollen – ins Eisfach gestellt werden.

So sind sie noch frisch, wenn Sie mit ihnen erst später Rezepte umsetzen oder Erdbeerkuchen backen wollen. 

Erdbeere, Erdbeerpflanze

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Erdbeeren

Neben den klassischen Hängeampeln sind Walderdbeeren (Fragaria vesca var. vesca) eine attraktive Alternative. Ab Mai wachsen sie teppichartig mit vielen Ausläufern, blühen wunderschön mit kleinen, weißen Blüten und tragen Früchte bis in den Herbst hinein. Ihre Früchte sind kleiner als  die der sehr beliebten Erdbeersorte 'Senga  Sengana'. Dafür überzeugt sie mit ihrem süßen Aroma und ihrer Pflegeleichtigkeit.


Tolles Extra: Aus den Blättern der Walderdbeerpflanze lässt sich auch ein aromatischer Tee aufbrühen! Er duftet herrlich nach Erdbeeren und soll außerdem blutreinigend wirken und als Gurgelmittel bei Mund- und Rachenentzündungen dienen. Um ihn zuzubereiten, brauchen Sie lediglich zwei Teelöffel getrocknete Erdbeerblätter mit einem Viertelliter kochenden Wasser aufzubrühen, einige Minuten ziehen lassen – fertig!

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