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Bambus

Bambus (Fargesia, Phyllostachys, Pseudosasa, Pleioblastus, Chusquea, Pseudosasa, Sasa, Indokalamus)

Steckbrief

Pflanzenname
Bambus
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Fargesia, Phyllostachys, Pseudosasa, Pleioblastus, Chusquea, Pseudosasa, Sasa, Indokalamus
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
immergrün
Pflanzenfamilie
Süßgräser
Pflanzengröße
von 40 cm bis 10 m
Herkunft
Asien
Pflanzzeit
März April Mai Juni Juli August September Oktober
Winterhärte
winterhart
Aussaatzeit
-
Pflanzentyp
asiatische Pflanzen Balkonpflanzen Gartenpflanzen Giftpflanzen Heckenpflanzen immergrüne Pflanzen Kübelpflanzen Sichtschutzpflanzen Terrassenpflanzen Topfpflanzen winterharte Balkonpflanzen winterharte Kübelpflanzen
Gartenstil
Balkongarten Chinesischer Garten Feng-Shui-Garten Japanischer Garten moderner Garten Naturgarten pflegeleichter Garten Rhododendrongarten Topfgarten
Pflege
windgeschützt aufstellen, düngen, schneiden
Pflegeaufwand
einfach
Blütezeit
-
Vermehrung
Teilung
Blütenfarbe
braun grün
Bodenbeschaffenheit
durchlässig humos sandig sauer
Blattform
lanzettlich, schmal
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Bambusmilben Blattläuse Schmierläuse Wollläuse
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Bambus pflanzen
Wie sollte ich Bambus pflegen?
Bambus schneiden: Darauf sollten Sie achten
Wie lege ich eine Bambushecke an?
Sichtschutz-Bambus-Arten und Sorten mit Höhen von 4 bis 6 m:
Wie lege ich eine Rhizomsperre an?
Fargesia: Arten und Sorten

Bambus ist blickdicht, immergrün und eignet sich mit diesen Eigenschaften bestens als Hecke oder Sichtschutz im Garten. Dazu wirkt er auch noch äußerst elegant mit seinen filigranen Halmen. Aber Bambus ist nicht gleich Bambus: Es gibt gleich mehrere Gattungen und noch viel mehr Arten, die alle im allgemeinen Sprachgebrauch als Bambus bezeichnet werden (s. Steckbrief). Zu den bekannten und beliebtesten Gattungen des Bambus gehört der Flachrohrbambus oder Riesenbambus (Phyllostachys) und der Gartenbambus (Fargesia). Den echten Bambus (Bambusa) findet man hingegen nur in tropischen und subtropischen Gebieten.

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Bambus pflanzen

Einen Bambus zu pflanzen ist gar nicht schwierig. Wichtig ist, dass Sie den Boden gut aufbereiten. Neigt Ihr Boden zur Verschlemmung durch zu hohen Ton- oder Lehmanteil, heben Sie die Erde aus und geben Sie ein Humus-Sandgemisch ins Pflanzloch, am besten gleich mit ein bis zwei Schaufeln Kompost oder organischem Dünger. Setzen Sie den Bambus genauso tief in die Erde, wie er im Topf stand. Treten Sie die Erde gut fest und formen Sie am besten gleich noch einen Gießring um die Halme aus. Mit dem kleinen Erdwall können Sie das Wasser gezielt versickern lassen - zu stark austrocken sollte der Bambus nämlich nicht.

Wie sollte ich Bambus pflegen?

Die verschiedenen Bambus-Gattungen haben glücklicherweise alle ähnlich geringe Ansprüche: Sie sind pflegeleicht und wachsen auf anspruchslosen Böden, die jedoch sandig, durchlässig und torfhaltig sein sollten. Bei ausreichend Feuchtigkeit, frischem Boden und sonniger bis halbschattiger Lage wird er, je nach Art, zwischen einem und zehn Metern hoch. Aufgrund seines üppigen und dekorativen Wuchses ist Bambus sowohl als Hecke, Umzäunung oder auch Solitär geeignet. Um einem Schädlingsbefall von Blattläusen vorzubeugen lohnt es sich, die Blätter ab und zu von unten mit einem harten Wasserstrahl abzuspritzen.

Der Flachrohrbambus (Phyllostachys) wächst extrem schnell, ist winterhart, und wird deshalb gern in die heimischen Gärten gepflanzt. Auch die Vielseitigkeit der Halmfarben macht ihn zu einer beliebten Gartenpflanze. Schwarzrohrbambus (Phyllostachys nigra) zeigt beispielsweise eine schwarze Färbung, die zwischen Grüngewächsen sehr exotisch wirken kann. Phyllostachys bildet jedoch Ausläufer – so genannte Rhizome, die sich kurz unter der Erdoberfläche rasant verbreiten und bis über Ihr Grundstück hinaus zum Nachbarn wandern können. Um die Verbreitung zu stoppen, ist eine so genannte Rhizomsperre bei dieser Gattung immer unerlässlich.

Der Gartenbambus (Fargesia) gilt als beliebester unter den Bambus-Gattungen, denn die Arten sind horstbildend und haben somit keine Ausläufer. Dies ist ein großer Vorteil, denn er benötigt keine extra gesetzte Rhiziomsperre. Düngen Sie ihn im Frühjahr mit reichhaltigem Kompost oder speziellem Bambusdünger. Sollte er im Sommer Laub abwerfen, haben Sie zu wenig gegossen und sollten dringend wässern. In Kübeln braucht Bambus viel Platz – gern drei Mal mehr als sein Wurzelballen groß ist.

Im Winter empfiehlt es sich bei einem ungeschützten Standort eine Mulchschicht um den Bambus am Boden anzuhäufeln. Im Topf gepflanzt gehen Sie auf Nummer sicher, wenn Sie den Kübel mit einer Folie oder Vlies umwickeln, um hartnäckiger Kälte zu trotzen. 

Goldener Peking Bambus (Phyllostachys aureosulcata 'Aureocaulis')

Goldener Peking Bambus (Phyllostachys aureosulcata 'Aureocaulis'): Aufgrund seiner enormen Höhe von sechs Metern lässt sich mit ihm ein echter Bambushain anpflanzen!

Bambus schneiden: Darauf sollten Sie achten

Bambus ist äußerst robust und verträgt einen Formschnitt daher sehr gut. Idealer Zeitpunkt ist dafür das zeitige Frühjahr. Setzen Sie für den Rückschnitt die Gartenschere auf dem Halm etwa ein Zentimeter über einem der typischen Knoten an, damit Sie diesen nicht verletzen. Hier wird der Bambus nämlich neu austreiben. Die Pflanzen werden nach dem Schnitt insgesamt dichter und buschiger sein. Wird der Bambus jedoch im Laufe der Jahre zu breit und nimmt zu viel Fläche ein, können Sie das auch eindämmen. Überzählige Halme lassen sich mit einem scharfen Spaten seitlich ganz einfach abstechen.

Sie haben einen alten Bambusbestand und wollen ihn verkleinern oder verjüngen? Auch das geht: Dafür benötigen Sie jedoch eine Axt oder eine elektrische Kettensäge, um größere Teilstücke zu entfernen oder den Bambusballen gleich in mehrere Stücke zu zerlegen. Dann ist es jedoch wichtig, die Bambuspflanzen auch in der Höhe um ein Drittel einzukürzen, da sie nun über weniger Wurzelmasse verfügt. 

Wie lege ich eine Bambushecke an?

Bambus eignet sich bestens, wenn Sie sich eine blickdichte, geräuschdämpfende und noch pflegeleichte Hecke zulegen möchten. Von Frühjahr bis in den Herbst hinein können Sie Bambushecken pflanzen. Sollten Sie gleich zu größeren Pflanzen mit einem Wurzelballen von etwa zehn Litern greifen, ist ein Pflanzabstand von 70 bis 100 cm zwischen ihnen ideal. Bei kleineren Pflanzen können Sie bis zu drei auf einen Heckenmeter setzen. Beachten Sie stets, dass das Pflanzloch doppelt so groß wie der Ballen sein muss und Sie den Ballen vor dem Einpflanzen gut wässern. Nach dem Einsetzen können Sie die aufgeschüttete Erde festtreten und kräftig gießen. Kontrollieren Sie dabei, dass die Oberkante des Wurzelballens gut mit dem Boden abschließt.

Sichtschutz-Bambus-Arten und Sorten mit Höhen von 4 bis 6 m:

Mit diesen hochwachsenden Bambussorten gewinnen Sie Blickschutz und Ruhe im Garten:

  • Phyllostachys aureosulcata 'Aureocaulis'
  • Phyllostachys bissetii
  • Fargesia robusta 'Campbell'

Wie lege ich eine Rhizomsperre an?

Sie haben im Garten einen Bambus gepflanzt, der Rhizome ausbildet? Dann sollten Sie auch gleich eine entsprechende Rhizomsperre anlegen. Es gibt sie als robuste Kunststoff-Meterware mit einer Stärke von zwei Millimetern im Fachhandel zu kaufen. Im Garten wird sie mit verschraubbaren Aluschienen zu einem Ring gelegt . Achten Sie darauf, dass die Sperre mindestens 65 cm tief ins Erdreich eingelassen ist und einen etwa 5 cm hohen Rand über der Erde bildet. So können die Bambusausläufer die Sperre nicht unterwandern oder überwachsen. Da die Sperre das Wurzelwachstum stark begrenzt, darf sie jedoch nicht zu knapp bemessen sein. Auch besteht die Gefahr, dass der Bambus mit einem zu engen Ring zu wenig Wasser bekommt. Ein Durchmesser der Wurzelsperre von 1,5 bis 2 m pro Pflanze garantiert jedoch ausreichend Bewässerung und lässt die nächsten Jahre auch genug Platz zum Wachsen. 

Fargesia: Arten und Sorten

Da die Bambusarten Fargesia keine Ausläufer bilden und in Horsten wachsen, benötigen sie auch keine Rhizomsperre. Es gibt viele schöne Arten und Sorten, hier finden Sie eine Auswahl. 

  • Fargesia murielae 'Maasai' mit blau bereiften Halmen, wächst säulenartig.
  • Fargesia nitida mit der Sorte 'Schwan': sehr wüchsig, bis zu 4 Meter hoch, Halme rötlich-braun, winterhart und schnittverträglich.
  • Fargesia spathacea 'Flamingo': bildet eine dichte Bambushecke für guten Sichtschutz, da bis zum Boden eng beblättert.
  • Fargesia nitida 'Jiuzhaigou 4': mit fast schwarzen Halmen ab dem vierten Standjahr. Wird bis zu drei Meter hoch, dicht beblättert.
  • Fargesia nitida 'Volcano': bekommt auch schwarze Halme, gehört zu den kleiner bleibenden Fargesien, verträgt vollsonnige, wie auch schattige Lagen.

 

Bambus (Fargesia, Phyllostachys, Pseudosasa, Pleioblastus, Chusquea, Pseudosasa, Sasa, Indokalamus)

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zu Bambus

Eine ideale Bambusart für eine schnelle Hecke ist Fargesia rufa. Dieser Bambus treibt bis zu zweimal im Jahr aus und wächst so innerhalb weniger Jahre zu einer breitbuschigen und blickdichten Hecke heran. Achten Sie nur darauf, dass Sie Bambuspflanzen einsetzen, die nicht aus Laborvermehrung stammen, da diese leider wesentlich langsamer wachsen und oft nicht winterhart sind. 

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