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Amaryllis, Ritterstern

Amaryllis, Ritterstern

Steckbrief

Pflanzenname
Amaryllis, Ritterstern
Erntezeitpunkt
-
Botanischer Name
Hippeastrum spec.
Jahreszeitlicher Laubrhythmus
laubabwerfend
Pflanzenfamilie
Amaryllisgewächse
Pflanzengröße
von 30 cm bis 60 cm
Herkunft
Subtropen
Pflanzzeit
September Oktober November Dezember
Winterhärte
nicht winterhart
Aussaatzeit
Februar März
Pflanzentyp
Frühblüher mehrjährige Pflanzen Schnittblumen Stauden Topfpflanzen Zierpflanzen Zimmerpflanzen Zwiebelpflanzen
Gartenstil
Zimmer
Pflege
Raumtemperatur, keine volle Sonne, nicht in Heizungsnähe stellen, von unten gießen, Staunässe vermeiden, Dünger
Pflegeaufwand
intensiv
Blütezeit
Januar Februar Dezember
Vermehrung
Tochterzwiebeln
Blütenfarbe
gelb rosa rot weiß
Bodenbeschaffenheit
humos
Blattform
länglich
Lichtbedingungen
sonnig
Essbare Früchte
-
Schädlinge/Krankheiten
Narzissenfliege Roter Brenner Weichhautmilben Wollläuse
giftig
ja
unter Naturschutz
-
In diesem Artikel
Amaryllis überwintern und pflegen: Die Amaryllis ist verblüht, was nun?
Amaryllis pflanzen
Amaryllis im Glas und in Wachs
Amaryllis vermehren: Samen und Brutzwiebel
Amaryllis oder Hippeastrum: Unterschied der lateinischen Gattungsnamen

Eine Amaryllis – auch Ritterstern genannt, aber nicht zu verwechseln mit Rittersporn – gehört für viele mittlerweile in der Weihnachtszeit als Blumenschmuck einfach dazu. Setzen die trichterförmigen Blüten, die sich ab Dezember öffnen, doch schöne Farbakzente in der kalten Jahreshälfte. Ganz typisch für Amaryllis ist eine rote Blütenfarbe. In den letzten Jahren kamen auch noch Varianten in Rosa, Weiß und Gelb dazu.

Wer ein besonders intensives Blüherlebnis sucht, der sollte auf die zweifarbige Sorte 'Baby-Star' zurückgreifen. Sie gehört zur Art Hippeastrum gracilis, die pro Zwiebel zwei bis drei Triebe mit je vier kleinen Blüten ausbildet und zwischen 35 und 60 cm groß wird. Besonders attraktiv wirkt sie, wenn sie zusammen mit zwei weiteren in einer Gruppe gepflanzt wird. Dann haben Sie in der Winterzeit ein leuchtendes Blumenbeet in Haus oder Wohnung. Und mit der richtigen Pflege können Sie die Pracht solange wie möglich erhalten. In der Blühphase düngen Sie daher am besten wöchentlich mit Zimmerpflanzen-Flüssigdünger, das versorgt sie ausreichend mit Nährstoffen.

Amaryllis überwintern und pflegen: Die Amaryllis ist verblüht, was nun?

So schön die Amaryllis um Weihnachten auch strahlt, spätestens im Februar ist sie verblüht. Wer sie nicht entsorgen möchte, kann die Zwiebelpflanze mit etwas Pflege und Sorgfalt "überwintern" - in unseren Breiten spricht man besser von "übersommern", denn die Rittersterne haben ihre Ruhephase im Sommer.

Der Winterblüher aus den Subtropen durchläuft dabei übers Jahr drei charakteristische Vegetationszyklen:

  • Wenn Sie das Amaryllisgewächs kaufen, befindet es sich gerade in einer generativen Phase – was nichts anderes heißt, als dass es jetzt blüht und im Anschluss Samen ausbildet. Nach der Blüte sollten Sie die gesamten Blütenstiele und Stängel der Amaryllis abschneiden. Die grünen Blätter verbleiben jedoch an der Zwiebel. Wenn Sie eine Terrasse oder einen Balkon besitzen, können Sie die Amaryllis später gern ins Freie beziehungsweise in den Garten stellen, sobald die Temperaturen bei ca. 18 °C liegen. Ansonsten verbleibt die Pflanze einfach auf der Fensterbank. Gießen können Sie die Pflanze am besten regelmäßig von unten über einen Untersetzer. Bitte jedoch so, dass die Amaryllis nicht dauerhaft im Wasser steht.
  • Die vegetative Phase (Wachstumsphase): Über den Frühling und Sommer wächst die Zwiebel mit ihren Blättern und bildet nun in den meisten Fällen Tochterzwiebeln aus.
  • Ab August geht sie in eine Ruhephase über. Ab jetzt bitte die Pflanze nicht mehr gießen. Bis zum Blühbeginn im Dezember ruht nun die Zwiebel. Daher können Sie die Zwiebel im September austopfen und die eingetrockneten Blätter entfernen. Lagern Sie die Zwiebel zum Beispiel im Keller an einem ca. 10 Grad Celsius kalten und dunklen Ort.

Wollen Sie nun zur Winter- und Weihnachtszeit Ihre Amaryllis zum Blühen bringen, wird die Zwiebel im Herbst ab November in die Erde gesetzt. Wenn alles geklappt hat, sollten Sie sich nach einem Monat wieder an neuen Blüten an ihrer alten Amaryllis erfreuen dürfen, dann startet die Pflanze wieder in ihre generative Phase.

Amaryllis (Hippeastrum spec.)

So kennt man die Amaryllis: Klassisch mit roter Blüte ist sie besonders zur Weihnachtszeit ein hübscher Farbtupfer.

Amaryllis pflanzen

Üblicherweise kaufen die meisten ihre Amaryllis gleich fertig eingepflanzt. Sollten Sie jedoch eine Amaryllis als Zwiebel gekauft haben, ist ein Topf mit normaler Blumenerde das perfekte neue Zuhause.

  • Mischen Sie gegebenenfalls noch etwas Sand unter die Erde. Auch Kokossubstrat ist möglich und hält die Zwiebel trocken.
  • Um Staunässe zu vermeiden, eignet sich eine Drainageschicht aus Blähton unten im Gefäß.
  • Setzen Sie die Amaryllis soweit in die Erde, dass die Zwiebel nur bis zur Hälfte bedeckt ist.
  • Anschließend die Erde um die Zwiebel andrücken, das Substrat wässern und den Topf an einen hellen Platz um die 20 Grad Celsius (z.B. Nordfenster, Treppenhaus) stellen. Der Standort sollte eher kühler als zu warm sein.

Sobald sich erstes Blattgrün zeigt, kann die Pflanze in den Wohnraum umziehen und wieder mehr gegossen werden.

Amaryllis im Glas und in Wachs

Neben dem klassischen Eintopfen lässt sich eine Amaryllis auch in Wasserkultur zum Blühen bringen. Dabei ist es wichtig, dass nur die Wurzeln ins Wasser hängen. Dazu gibt es extra taillierte Vasen, die die Zwiebel im Schaft festhalten und nur von unten benetzen. Die Verengung sorgt dafür, dass die Zwiebel nicht in die Vase rutscht.

Seit einiger Zeit werden Amaryllis-Zwiebeln auch mit einer Wachsschicht angeboten, die die Zwiebel komplett umhüllt. Diese soll während der gesamten Blütezeit ohne weitere Wasserzufuhr an der Pflanze verbleiben und schützt vor Fäulnis und Schädlingen. Leider zehrt diese Form die Zwiebel jedoch sehr stark aus, weil sie nur auf ihre eigenen Reserven zurückgreifen kann. Eine zweite Blüte im nächsten Jahr ist somit leider oft nicht möglich. 

Amarylis

Die Amaryllis blüht im Winter, im Sommer tankt sie Kraft für den großen Auftritt und vermehrt ihre Zwiebeln. Ab August ruht die Pflanze. Wer mag, kann die abgeblühte Pflanze auf der Fensterbank stehen lassen, dann blüht sie im nächsten Winter aufs neue.

Amaryllis vermehren: Samen und Brutzwiebel

Die Amaryllis lässt sich auf zwei Arten vermehren:

Vermehrung mit Brutzwiebeln:

  • Überwinterte Amaryllis bilden in den Sommermonaten neben der Mutterzwiebel Tochterzwiebeln aus, die dann aus der Erde rausschauen.
  • Teilen Sie diese vorsichtig ab, sobald sie bewurzelt sind.
  • Diese kleinen Zwiebeln werden danach in einen Topf mit Kokos- oder Kakteenerde eingepflanzt. Diese Erden sind speziell für die Anzucht von tropischen und subtropischen Aussaaten aufgrund ihrer hohen Wasserspeicherkapazität und Bodenlüftung geeignet.
  • Sobald es draußen warm wird, können die Tochterzwiebeln genauso wie die Mutterzwiebel ins Freie umsiedeln. Ab September sollten sie für die Ruhephase wieder kühl, trocken und dunkel stehen.

Vermehrung über Samen:

  • Die Samen entstehen durch Bestäubung.
  • Am besten hilft man selbst ein wenig nach, indem man in der Blütezeit mit dem Pinsel über die Staubbeutel streift und anschließend die Narbe in der Mitte der gleichen oder der benachbarten Blüte betupft.
  • Häufig klappt die Bestäubung auch schon durch leichtes Klopfen des Topfes, sodass die Pollen von selbst auf die Narbe rieseln. Nach der Befruchtung bilden sich dann die Samenkapseln aus.  
  • Die gesamte Reifungsdauer beträgt bei Zimmertemperatur ca. 6 bis 10 Wochen, je nach Rittersternart.
  • Man erkennt reife Samenkapseln daran, dass sie eintrocknen, gelb werden und sich dann leicht öffnen lassen.  
  • Brechen Sie die Kapseln ab, entnehmen Sie die Samen und trocknen Sie das Saatgut für ein paar Tage.
  • Danach können Sie auch schon aussäen. Am besten gelingt es mit einem Kokosfasersubstrat, das sie vorher einmal komplett mit Wasser tränken. Darauf säen Sie die Samen aus. Als Schutz werden sie anschließend leicht mit Erde bedeckt und halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.
  • Es dauert ungefähr ein halbes Jahr, bis Sie kräftige Jungpflanzen haben. Nach noch einmal zwei Jahren bilden die neuen Pflanzen dann erste Blüten aus.

Amaryllis oder Hippeastrum: Unterschied der lateinischen Gattungsnamen

Ritterstern (Hippeastrum cybister

Ritterstern mal anders: Hippeastrum cybister mit filigranen, spinnenartigen Blütenblättern!

Amaryllis ist eigentlich gar keine echte Amaryllis. In allgemeinen Sprachgebrauch wird der Ritterstern der lateinischen Gattung Hippeastrum fälschlicherweise Amaryllis genannt, was eigentlich aber eine ganz andere Pflanzengattung ist. Das liegt daran, dass die Gattung Amaryllis ursprünglich vom Botaniker Carl von Linné breiter klassifiziert worden war.
Es gab also eine Großgattung Amaryllis, die vor etwa 100 Jahren noch mal konkreter auf Grund pflanzenspezifischer Eigenschaften unterteilt wurde. Es entstand die eigene Gattung Hippeastrum für die Rittersterne. Ein echtes Amaryllisgewächs ist hingegen die Belladonnalilie, nämlich die Amaryllis belladonna. 

Amaryllis, Ritterstern

SCHÖNER WOHNEN-Tipp zur Amaryllis

Wer sich an der klassischen roten, rosa, weißen oder gelben Amaryllis schon sattgesehen hat, dem bietet die schmetterlingsblütige Hippeastrum papilio eine ausgefallene Alternative. Mit ihren gestreiften, grünlich-weinroten Blüten erinnert sie ein bisschen an eine Lilie oder Orchidee. Ebenso spannend im Erscheinungsbild ist die Sorte 'Lima', die sehr schmale, filigrane Blütenblätter besitzt.

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