VG-Wort Pixel

Hortensie

Hortensie lila rosa
© Adobe Stock / megakunstfoto

Artikelinhalt

Hortensien gibt es in vielen verschiedenen Arten und in einer Fülle von Formen, Farben und Verwendungsmöglichkeiten. Besonders schön sind die Blüten der Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla) und Ballhortensien, auch Schneeballhortensie genannt (Hydrangea arborescens). Sie öffnen ab Juni die Knospen ihrer vielen Einzelblüten. Mit den riesigen ballförmigen Blütenständen sind selbst große, kahle Flächen im Beet schnell gefüllt. Sie lassen sich als Gruppe oder als Solitär im Kübel pflanzen, und es gibt sie elegant monochrom oder fröhlich bunt. Ballhortensien werden außerdem in changierenden Farbtönen mit grün-pink-lilafarbenen Blüten angeboten wie bei den Sorten 'Royalty', 'Schloss Wackerbarth' und 'Saxon'.

Es gibt aber auch Hortensien, die mit dunkelgrün-violettem Blattwerk beeindrucken. Es handelt sich um die Samthortensien (Hydrangea aspera), die ein auffallendes Laub mit einer samtigen Oberfläche haben. Sie wachsen ausladend und mögen ein großes Sonnenlichtangebot. Alternativ werden die Samthortensien auch Fellhortensie oder Raue Hortensie genannt.

Dank ihrer tollen Optik eignet sich die Hortensie auch perfekt für die Wohnung: Bei Couchstyle finden Sie schöne Ideen für Hortensien-Deko.

Was sind die beliebtesten Hortensiensorten?

Zu den bekanntesten Hortensien-Sorten gehören die Schneeballhortensie 'Annabelle' und die Bauernhortensie 'Endless Summer'.

Die Sorte 'Annabelle' wächst als gut verzweigter Strauch bis zu 130 Zentimeter in die Breite. Die weißen Blütenstände haben einen Durchmesser von 25 Zentimetern und auch die Blühdauer von Ende Juni bis Anfang September ist erfreulich lang. Sie wächst ideal in windgeschützten Lagen, mag Sonne bis Halbschatten und feucht-humose, leicht saure Böden.

Noch länger blüht die Bauernhortensien-Sorte 'Endless Summer', nämlich von Ende Mai bis in den Oktober. Die Blüten sind blau und werden etwa 10 Zentimeter groß. Durch die Wuchsbreite von maximal ein Meter eignet sie sich auch sehr gut für den Kübel.

Tellerhortensie Hydrangea serrata
Der besondere SCHÖNER WOHNEN-Tipp: Die Tellerhortensie (Hydrangea-serrata).
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Standort: Wo Hortensien pflanzen?

Hortensien benötigen genauso wie Rhododendron und Azaleen einen kalkfreien Standort. Der pH-Wert des Bodens liegt optimalerweise bei 4 – 6. Den pH-Wert können Sie mit Messstäben aus dem Baumarkt oder Ihrer Gärtnerei prüfen. Wohnen Sie in einer Gegend mit kalkhaltigen Böden, verwenden Sie bei der Pflanzung Hortensien- oder Rhododendronerde. Um den Boden saurer zu gestalten, können Sie in den Boden Rasenabschnitt oder Kaffeesatz beimischen. Eine Zugabe von Essig in die Erde kann den Bodenlebewesen schaden und bringt keine großen oder nur kurzfristige Effekte.

Wie soll ich Hortensien pflegen?

Hortensien werden zwischen März und April gedüngt - am besten mit einem tonhaltigen organisch-mineralischem Dünger, der die Nährstoffe langsam abgibt. Mit dem Düngen kräftigen Sie nicht nur Blüten und Triebe, sondern steuern ebenfalls die Färbung des Strauches. Hortensien sind von Natur aus nämlich nicht blaublütig, sondern zartrosa.

Wer das Blau der gekauften Hortensien erhalten möchte, der düngt am besten einmal im Frühjahr und einmal im Herbst mit einem Spezialdünger, der Kalialaun enthält – ein Salz aus Aluminium und Kalium. Das nimmt die Pflanze über die Wurzeln auf und nutzt es bei der Blütenentwicklung im Frühjahr und der Blütenanlage im Herbst für die Ausbildung blauer Farbstoffe. Neben der regelmäßigen Düngung benötigt die Hortensie natürlich auch Wasser und das nicht zu knapp. Sie erwartet einen stets feuchten Boden. Achten Sie besonders in den Sommermonaten darauf, ansonsten reagiert sie sofort mit schlaffem Laub und trockenen Blüten.

Wie lassen sich Hortensien vermehren?

Hortensien lassen sich gut über Stecklinge vermehren. Schneiden Sie dazu einen zehn Zentimeter langen Trieb mit zwei Blattpaaren, jedoch ohne Blüte oder Knospen ab. Kürzen Sie die oberen Blätter um die Hälfte ein und die unteren Blätter knipsen Sie ganz ab, sodass nur noch der Blattknoten stehen bleibt. So entsteht eine möglichst geringe Verdunstung für die Jungpflanze. Am schnellsten treibt der Steckling mit einer Pflanzenhormon-Bewurzelungshilfe aus.

Stecken Sie den präparierten Trieb in Anzuchterde (Pikiererde, Aussaaterde) oder mischen Sie selbst eine Handvoll Sand mit zwei Händen voll Torf. Die ersten Blüten werden jedoch erst nach zwei bis drei Jahren erscheinen. Wichtig ist, die Jungpflanzen im Winter mit Blättern und Reisig vor Frost und Wind zu schützen.

Hortensie im Kübel
Mit ihrer Fülle verschönert eine Hortensie schnell jede Terrasse.
© Schöner Wohnen / Vanessa Schmitt

Hortensie überwintern: Sind Hortensien winterhart?

Die knospenbesetzten Triebe der Bauerhortensien können in starken Wintern erfrieren. Bedecken Sie diese deshalb mit einer Schicht aus Blättern und Tannenreisig.
Für Hortensien im Balkonkübel können Sie ein atmungsaktives Vlies für die Pflanze verwenden und der Kübel sollte mit Noppenfolie geschützt werden. Wem das optisch missfällt, kann um die Folie noch ein Jutetuch mit einer Schleife binden.

Rückschnitt: Wie kann ich Hortensien schneiden?

Beim Rückschnitt von Hortensien ist Vorsicht geboten. Denn nicht alle Arten eignen sich für einen Schnitt. Nur nach dem Winter dürfen Sie folgende Hortensien mit Bedacht schneiden:

  • Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla)
  • Tellerhortensien (Hydrangea serrata)
  • Fellhortensien/Samthortensien (Hydrangea aspera)

Dabei werden lediglich die ausgeblühten Blütenstände und das Totholz entfernt. Bauernhortensien treiben nämlich ihre Blütenknopsen ausschließlich an ihren zweijährigen Trieben aus, also an den Trieben, die im Vorjahr gebildet wurden. Wer also diese Hortensien im Herbst zu stark einkürzt, schneidet somit auch die Blütenanlagen ab. Aber wie immer existieren zum Glück auch Ausnahmen! Es gibt auch Bauernhortensien-Sorten wie 'Endless Summer' und die 'Forever & Ever Pink', die an einjährigen Trieben ihre Blüten ausbilden.

Hingegen ist für folgende Hortensien ein Schnitt besonders wichtig:

  • Rispenhortensien (Hydrangea paniculata)
  • und Ballhortensien (Hydrangea arborescens)

Sie blühen am einjährigen Holz und sollten für einen buschigen Wuchs und für eine Förderung der Blütenbildung um etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden. Kletterhortensien brauchen nicht zurückgeschnitten werden. Lediglich abgestorbene Triebe sollten Sie entfernen.

SCHÖNER WOHNEN-Tipp für Hortensien

Sie sind auf der Suche nach etwas ganz Besonderem für Ihren Garten? Eine interessante Hortensienart ist die Tellerhortensie mit ihrem spannenden Blütenstand. Ihre außergewöhnlichen Blüten setzen sich tellerförmig zusammen: Die Mitte des Tellers bilden unzählige kleine Blüten, die von schalenförmige Einzelblüten gesäumt sind. So wirken diese wie kleine Boote auf einem Blütenmeer.

Lust auf mehr? Weitere Pflanzen aus unserem Lexikon:​

Weitere Themen:
Gartendeko – originell bis stilvoll
Rasenpflege: Tipps für einen schönen Rasen
Winterharte Balkonpflanzen


Mehr zum Thema