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Kleine Bäume für den Garten

Mann sitzend auf einer Bank unter einem blühenden Obstbaum
Kleinwüchsige Bäume eignen sich auch für schmale und kleine Gärten.
© Adobe Stock/Martin Barraud/Caia Image
Ob mit kompakter, blütenreicher Krone oder besonders dekorativer Herbstfärbung: Bäume zählen von Frühjahr bis Winter zu den Schmuckstücken im Garten. Hier erfahren Sie, welche Arten sich besonders gut eignen und worauf Sie bei Auswahl, Standort und Pflege achten sollten.

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Kleine Bäume – eine Definition

Bäume werden entsprechend ihrer Wuchshöhe in insgesamt drei Gruppen unterteilt: Neben Großbäumen und mittelgroßen Bäumen finden sich die sogenannten ‚Kleinbäume‘, auch als ‚Bäume dritter Ordnung‘ bekannt. Diese haben eine Wuchshöhe zwischen zwei und maximal zehn Metern und stehen damit bei der Gartengestaltung an der Grenze zu den Großsträuchern. So finden Sie unter den Kleinbäumen sowohl Arten, die direkt baumförmig wachsen als auch solche, die sich anfangs strauchförmig entwickeln und erst mit der Zeit zu einem mehrstämmigen Baum heranwachsen.

Durch ihr langsames Wachstum eignen sich kleine Bäume auch gut für Vorgärten, kleine Gärten oder Steingärten. Doch Achtung: Damit Ihnen Ihr Baum nicht buchstäblich über den Kopf wächst, sollten Sie bei der Gartenplanung die endgültige Wuchshöhe und -breite im Blick behalten.

Das ist bei der Auswahl Ihres Baumes zu beachten

  • Standort Benötigt Ihr Baum einen sonnigen oder eher schattigen Standort? Passt die Bodenbeschaffenheit zu seinen Bedürfnissen?
  • Wuchshöhe vs. Gesamtbild Egal ob groß oder klein – der Baum sollte in der Regel nicht höher als zwei Drittel der Grundstücksbreite werden.
  • Gewünschte Kronenform (siehe Infobox unten)
  • Hausnähe Soll der Baum als Schattenspender auf der Terrasse genutzt werden oder abseits vom Haus stehen?
  • Abstand zum Nachbarn Wie groß und breit wird Ihr Baum? Rückt er früher oder später zu nah an die Grundstücksgrenze zum Nachbarn? Schauen Sie auch vorsichtshalber in die regionalen Vorschriften Ihrer Stadt oder Gemeinde.

Unterschiedliche Kronenformen

  • Säulenförmige Bäume sind in der Regel schlanke Zeitgenossen. Sie nehmen nicht viel Platz weg und werfen nur wenig Schatten. Jedoch kann sich ihr Aussehen mit der Zeit ändern.
  • Kugelförmige Bäume sind durch ihre breite Krone besonders imposant. Sie eignen sich für symmetrische Anordnungen an Hauseingängen oder Wegen.
  • Kleine Bäume mit überhängenden Kronen wachsen tendenziell eher in die Breite als in die Höhe und benötigen deshalb mehr Raum zum Wachsen. Dafür sind sie als Solisten besonders beeindruckend und laden als Schattenspender zum Verweilen ein.

Kleine Bäume richtig pflanzen

Sie pflanzen einen Baum am besten im Herbst oder Frühling, wobei sich der Herbst besonders anbietet: So kann der Baum im Winter neue Wurzeln bilden und benötigt im folgenden Jahr weniger Wasser. Das Pflanzloch im Boden sollte etwa doppelt so groß und tief wie der Wurzelballen selbst sein. Um später Staunässe zu vermeiden, können Sie vor dem Pflanzen die Erde rundherum etwas auflockern. Setzen Sie den Wurzelballen nun ins Pflanzloch und füllen es mit Erde auf. Zum Stabilisieren des Stammes eignet sich ein Pfahl, den Sie auf der Windseite in den Boden schlagen und an den Baum binden. Zuletzt wird das kleine Bäumchen gegossen und die Pflanzstelle mit einer Schicht Rindenmulch bedeckt.

Tipp: Besonders kleinwüchsige oder langsam wachsende Bäume lassen sich auch in großen Töpfen anpflanzen, die Sie auf die Terrasse oder in den Garten stellen.

Japanischer Ahorn mit roter Blattfärbung in einem grünenden Garten
Mit seiner schirmförmigen Krone und der dunkelroten Blattfärbung ist der Japanische Ahorn (Acer japonicum) ein echter Hingucker.
© Adobe Stock / czamfir

Bäume für kleine Gärten

Kleine oder schmale Gärten profitieren von kleinwüchsigen Bäumen, die entweder durch ihre Größe (maximal 3 Meter) nicht viel Platz einnehmen, oder sehr langsam wachsen wie z.B. der Kugelahorn oder die Kugelrobinie.

Für schmale Gärten eignen sich hierbei besonders säulenförmig wachsende Bäume wie die Säulen-Hainbuche oder die Säulen-Eberesche.

Kleine Kugelbäume

Unter den kugelförmig wachsenden Bäumen gibt es viele Sorten, die sich aufgrund ihres langsamen und geringen Wachstums insbesondere für kleine Gärten als kleiner Hausbaum eignen. Beachten Sie jedoch, dass manche Kugelbäume mit den Jahren sehr breite Kronen ausbilden können, die das Gesamtbild schnell überladen, wenn zu wenig Platz vorhanden ist. Tipp: Schauen Sie sich auch einmal bei den Zieräpfeln um. Kleinbleibende Sorten sind beispielswiese ‘Butterball’ oder ‘Golden Hornet’.

Weitere kugelförmige kleine Bäume:

  • Kugelahorn (Acer platanoides ‘Globosum’)
  • Kugelrobinie (Robinia pseudoacacia ‘Umbraculifera’)
  • Kugeltrompetenbaum (Catalpa bignoides ‘Nana’)
  • Echter Rotdorn (Crataegus laevigata ‘Paul’s Scarlet’)
  • Blutpflaume (Prunus cerasifera ‘Nigra’)
  • Kugel-Steppen-Kirsche (Prunus fruticosa ‘Globosa’)
  • Kugelsumpfeiche (Quercus palustris ‘Green Dwarf’)
Grünblättrige Kugeltrompetenbäume in einem Park an einem Kiesweg
Der Kugeltrompetenbaum (Catalpa bignoides ‘Nana’) ist äußerst robust, weshalb er auch gerne in Parks gepflanzt wird.
© Adobe Stock / Michal

Kleine Bäume mit hängenden Kronen

Klassische Vertreter dieser Kategorie haben Sie sicher schon mal in einem kleinen romantischen Garten entdeckt: Durch ihre hängenden Kronen sind sie dekorative Solisten, die Ihrem Garten einen verwunschenen Charakter verleihen und ein interessantes Licht-Schatten-Spiel bieten.

  • Kätzchenweide (Salix caprea ‘Pendula’)
  • Rote Hängebuche (Fagus sylvatica ‘Purple Fountain’)
  • Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia ‘Pendula’)
Weißblühende Weidenblättrige Birne in einem Gartenstück
Die Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia ‘Pendula’) besitzt eine überhängende Krone und schöne, weiße Blüten.
© Adobe stock / farbkombinat

Kleine Bäume in Säulenform

Platzsparend und für Alleen und Baumgruppen geeignet: Viele Bäume in Säulenform wachsen langsam, werfen dank ihrer schmalen Gestalt wenig Schatten und verleihen dem Garten Struktur:

  • Säuleneberesche (Sorbus aucuparia ‘Fastigiata’)
  • Säulenhainbuche (Carpinus betulus ‘Fastigiata’)
  • Säulen-Weißdorn (Crataegus monogyna ‘Stricta’)
  • Rote Säulenbuche (Fagus sylvatica 'Rohan Obelisk')
  • Säulen-Zierkirsche (Prunus serrulata ‘Amonogawa’)
Rote Säulenbuche in einem Garten
Die Rote Säulenbuche (Fagus sylvatica 'Rohan Obelisk') mag einen sonnigen Standort und schafft Struktur im Garten.
© Adobe Stock / 7monarda

Kleine Hochstämmchen

Sogenannte Hochstämmchen sind Bäume oder Ziersträucher, deren Kronenansatz in mindestens 180 bis 220 cm Höhe liegt. So bleiben Hochstämmchen kompakt im Wachstum und benötigen nur wenig Platz. Beliebte kleinwüchsige Varianten sind beispielsweise:

  • Harlekinweide (Salix integra 'Hakuro Nichiki')
  • Japanischer Baumflieder (Syringa reticulata ‘Ivory Silk’)
  • Mandelbäumchen (Prunus triloba)
Harlekinweiden säumen einen Gartenpfad
Harlekinweiden (Salix integra 'Hakuro Nichiki') haben dekorative Blüten, benötigen wenig Platz und sind den ganzen Sommer über eine Augenweide.
© Adobe Stock / Jacquie Klose

Richtige Pflege für kleine Bäume – 6 Tipps

Bäume sind im Vergleich zu anderen Pflanzen sehr pflegeleicht, trotzdem freuen sie sich von Zeit zu Zeit über ein wenig Aufmerksamkeit:

  • Besonders bei jungen Gehölzen ist eine regelmäßige Baumpflege wichtig, denn die Anwuchszeit in den ersten Jahren entscheidet über den Kronenaufbau, die Widerstandsfähigkeit und Vitalität Ihres Baumes.
  • Korrekturschnitte (zum Beispiel bei morschen oder sich überkreuzenden Ästen) sollten frühzeitig vorgenommen werden. Ein jährlicher Schnitt ist jedoch nur bei Obstbäumen notwendig.
  • Kompost und eine nach und nach verrottende Mulchschicht sind der optimale Dünger für den Baum: Beides liefert wertvolle Nährstoffe, der Mulch hemmt zusätzlich das Wachstum von Unkraut.
  • Besonders flachwurzelnde Bäume sollten Sie im Sommer regelmäßig gießen.
  • Im Winter können Sie Ihren kleinen Baum vor Frostrissen und anderen Schäden schützen, indem Sie den Stamm mit Kalkfarbe bestreichen. Alternativ funktionieren weiße Kunststoff-Manschetten, die Sie im Herbst um den Stamm anbringen.
  • Herunterfallendes Herbstlaub nicht wegwerfen, sondern als Mulchschicht oder Winterschutz für frostempfindliche Pflanzen und Tiere nutzen.

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