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Blühende Hecke: Die Top 5 für dekorativen Sichtschutz

Blühende Hecke in Rottönen mit einem reetgedeckten Einfamilienhaus im Hintergrund
Sichtschutz und herrliche Farben und Formen: Blütenhecken aus Sträuchern bieten mehr als viele immergrüne Formschnittgehölze.
© Adobe Stock; Yesphotographers
Hübscher Sichtschutz ohne Abschottung: Blühende Hecken sind ein perfekter Kompromiss zwischen blickdicht und dekorativ. Welche Sträucher sich eignen und wie man sie pflanzt, pflegt und schneidet.

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Blühende Hecke: einige grundsätzliche Tipps zu Anzahl und Pflanzung

Wie für die meisten Sträucher und Stauden gilt auch für blühende Heckenpflanzen das zeitige (frostfreie) Frühjahr und der Spätherbst als die beste Pflanzzeit. Je nach Wuchsform der gewählten Art rechnet man mit zwei bis vier Exemplaren pro laufenden Meter – so wird die blühende Hecke schön dicht.

Die Pflanzöffnung hebt man ungefähr zweimal so breit und eineinhalb Mal so tief aus wie der Wurzelballen oder -stock. Wurzelnackt gelieferte Pflanzen sollten möglichst schnell gepflanzt und vor dem Einsetzen mindestens eine Stunde in einem Eimer oder Bottich gewässert werden. Erde einfüllen, gut festtreten und einschlämmen, also ordentlich gießen.

Blühende Hecke: Pflege und Schnitt

Wichtig für jede Heckenpflanze ist ein regelmäßiger Heckenschnitt. Denn: Auch wenn die Blühhecke noch nicht die gewünschte Höhe erreicht hat, sollte sie zweimal im Jahr geschnitten werden. Das lässt sie dicht und buschig werden. Aber Achtung: Vom 1. März bis 30. September dürfen Hecken, ob mit Blüten oder ohne, nicht stark zurückgeschnitten werden. Ein leichter Formschnitt ist jedoch erlaubt. Dabei kürzt man die Neutriebe um rund zwei Drittel ein, durch die nach unten breiter werdende Trapezform bekommt die gesamte Hecke gleichmäßig Licht. Und im Frühling wird mit einer guten Portion Kompost oder organischem Langzeitdünger gedüngt.

Blühende Hecke: farbenfroh statt immergrün

Ist von der klassischen Hecke die Rede, so meist vom so genannten immergrünen Formschnittgehölz wie Thuja, Eibe oder Kirschlorbeer. Werden diese regelmäßig in Form geschnitten, wachsen sie schnell zu einer blickdichten grünen Wand und dienen zuverlässig als Sichtschutz für Garten, Terrasse oder Fensterfront des Hauses. Wer sich seinen Sichtschutz jedoch nicht nur grün, sondern zumindest zeitweise bunt und fröhlich wünscht, pflanzt eine blühende Hecke. Einer ihrer Vorteile: Heimische Blühsträucher und blühende Hecken bieten einer Vielzahl an Insekten und Vögeln Nahrung und Unterschlupf. Dazu bringen sie viele eindrucksvolle Blattfärbungen im Herbst mit und machen so den Lauf der Jahreszeiten deutlich fühl- und erlebbarer als immergrüne Nadelgehölze.

Ob blühende Hecken auch Nachteile haben? Vielleicht einen kleinen. Einige Arten benötigen etwas mehr Platz und dürfen nicht so rigoros in Form geschnitten werden, wie ihre immergrünen Kolleg:innen, denn dann würden die Blütenansätze leiden und aus der blühenden eine "nur" grüne Hecke werden.

Unsere Top 5 für eine blühende Hecke:

1. Rhododendron

Weiß blühender Rhododendron als blühende Hecke und Sichtschutz an einem Gartenweg
© Adobe Stock

An klassischen Rhododendren scheiden sich die Gemüter. Die einen lieben sie mit ihrer manchmal bis zu acht Metern Wuchshöhe und dadurch erstaunlichen Blütenwänden, bei den anderen ist sie als Friedhofspflanze verschrien mit ihren ewig dunkelgrünen Blättern, die einen Garten neben der Blütenpracht natürlich auch verdunkeln und verkleinern können. Rhododendron-Fans freuen sich je nach Sorte jeweils Ende April bis Mai über zwei Wochen Blütenfeuerwerk, wenn sich der dunkelgrüne Rhodotendronstrauch in eine blühende Hecke verwandelt, wie es keine andere Pflanze in dieser Intensität schafft. Zwar ist die Blütenpracht so schnell wieder vergangen, wie sie sich eingestellt hat, doch währenddessen ist die blühende Hecke eine wahre Augenweide.

2. Duftjasmin; Pfeifenstrauch

Weiß blühender Duftjasmin als blühende Hecke
© Adobe Stock

Genauso intensiv blumig-fruchtig wie der Echte Jasmin duftet auch der Gartenjasmin (Philadelphus coronarius). Dennoch ist der Pfeifenstrauch – wie er auch genannt wird –  eine ganz andere Pflanze. Zum Glück: Denn der Gartenjasmin ist eine heimische Pflanze und unserem mitteleuropäischen Klima bestens angepasst. Er überlebt auch einen strengen Winter im Freien, während sein Namensvorbild eher nur warme Temperaturen verträgt. Es gibt ihn als duftenden Strauch und auch mit besonders üppigen Blüten als Gefüllten Gartenjasmin (Philadelphus x virginalis). Letzterer bietet allerdings Insekten weniger Nahrung als die ungefüllte Variante.

3. Forsythie

Forsythie (Forsythia x intermedia) als blühende Hecke
© Colourbox / Kzenon

Das Goldglöckchen, wie der gelbe Zierstrauch Forsythie auch genannt wird, ist einer der ersten Frühlingsboten im zeitigen Frühjahr: Wenn sich seine ersten Blüten zeigen, erwacht der Garten aus dem Winterschlaf. Die geringen Ansprüche an Boden und Klima machen es auch Gartenanfänger:innen leicht, die Forsythie zum Gedeihen zu bringen – egal, ob als Hecke oder freistehender Strauch. Wer seine Forsythie zur blühende Hecke erziehen möchte, kommt um einen regelmäßigen Formschnitt nicht herum, denn die Pflanze neigt zum Verkahlen. Tipp: am besten im Frühjahr direkt nach der Blüte schneiden. Wird der Forsythienstrauch erst im Herbst heruntergeschnitten, kann die Blüte im kommenden Frühjahr ausbleiben, denn die Blütenknospen bilden sich bereits im Sommer aus.

4. Weigelie

Prachtvoll blühende Weigelie als rosa blühende Hecke
© Adobe Stock

Mit kraftvollen Farben bringt die Weigelie (Weigela spec.) spektakuläre Blütenfülle in den Garten. Ihre Blütezeit startet im späten Frühjahr ab Ende April und reicht bis in den Juni hinein – dann zeigt sich der Strauch in zarten bis kräftigen Rottönen. Als "Liebliche Weigelie" bieten Gartencenter Varianten mit rosa, trichterförmigen Blüten an, aber auch Sorten in Weiß und Gelb gibt es von der einst aus Ostasien stammenden Pflanzenart, die sich regelmäßig in Form geschnitten bestens als blühende Hecke eignet.

5. Hortensie

Bauernhortensien auf einem Wall als Sichtschutz und blühende Hecke
© Adobe Stock

Hortensien gibt es in vielen verschiedenen Arten und in einer Fülle von Formen, Farben und Verwendungsmöglichkeiten. Beinahe alle Sorten können mit etwas Geduld, Pflege und dem richtigen Standort mit der Zeit zu einer blühenden Hecke heranwachsen. Besonders gut eignen sich Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) und Ballhortensien, auch Schneeballhortensie genannt (Hydrangea arborescens), die ab Juli mit einem echten Blütenfeuerwerk aufwarten.. Mit den riesigen ballförmigen Blütenständen sind selbst große, kahle Flächen schnell gefüllt. Achtung: Eine blühende Hortensienhecke bietet im Sommer spektakulären und sehr dekorativen Sichtschutz. Allerdings verlieren die Gehölze ab Oktober rasch ihr Laub und treiben erst im späten Frühjahr wieder aus.

Tipps und Ideen zu Sichtschutzlösungen für Garten und Terrasse gibt's auch hier im Video:

Blühende Hecke: Die Top 5 für dekorativen Sichtschutz
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