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Aloe Vera umtopfen - so geht's

Aloe Vera mit Ablegern beim Umtopfen auf einem hellen Untergrund
Eine Aloe Vera sollte regelmäßig umgetopft werden. Ableger von der Mutterpflanze lassen sich direkt in eigene Töpfe setzen.
© Adobe Stock / Alina
Regelmäßiges Umtopfen erspart Ihnen das Düngen und hält Ihre Aloe Vera gesund. Wir verraten, worauf es zu achten gilt.

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Kaum eine Zimmerpflanze hat in den letzten Jahren so viele neue Anhänger um sich vereint, wie die Aloe Vera, auch Wüstenlilie genannt. Die stachelig anmutenden, großen Blätter verleihen der Sukkulente ein schroffes, beinahe skulpturales Aussehen und ihr pflegeleichter Charakter tut ihr Übriges, dass diese Pflanze in immer mehr Wohnungen einziehen darf. Als Kübelpflanze fühlt sie sich auf Balkon, Terrasse oder auf einer Fensterbank gleichermaßen wohl. Da diese Exotin aus den Tropen in der Regel mit schnellem Wachstum trumpft, sollten Sie sie regelmäßig umtopfen.

Warum soll man die Aloe Vera regelmäßig umtopfen?

Wenn der Topf Ihrer Pflanze zu eng wird, kann sich das Wurzelwerk nicht mehr weiterentwickeln. Dadurch wächst Ihre Aloe Vera nicht optimal. Außerdem sparen Sie sich durch regelmäßiges Umtopfen das Düngen Ihrer Pflanze, weil die Aloe Vera genügend Nährstoffe aus der frischen Erde aufnehmen kann.

Sukkulenten in modernen Töpfen in einem Wohnzimmer mit Panorama-Fenster
Durch ihre zackig-bizarren Formen ist die Aloe Vera ein lebendiges Kunstwerk, das durch seinen genügsamen Charakter auch bei Pflanzenanfängern ein geeignetes Zuhause findet. 
© Pflanzenfreude.de

Aloe Vera umtopfen – der richtige Zeitpunkt

Generell können Sie bei Zimmerpflanzen unabhängig von der Jahreszeit umtopfen – die Aloe sollte jedoch nicht in voller Blüte stehen, denn das bedeutet zu viel Stress für die Pflanze und kann die Blüte maßgeblich beeinträchtigen. Idealer Zeitpunkt zum Umtopfen ist der Sommer (Mai bis Juni), wenn die Aloe Vera aus ihrer Winterruhe erwacht ist und das Sonnenlicht bereits stärker ist. Anhand der folgenden Faktoren können Sie leicht abschätzen, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um Ihre Wüstenpflanze umzutopfen:

  • Sie haben Ihre Pflanze das letzte Mal vor zwei oder drei Jahren umgetopft
  • Das Substrat ist mittlerweile vollständig durchwurzelt
  • Die Wurzeln breiten sich bereits in den Abzugslöchern des Topfes aus oder wachsen aus der Erde heraus

Substrat: Welche Erde benötigt die Aloe?

Da sich Sukkulenten wie die Aloe Vera an sehr karge Böden und nahezu lebensfeindliche Bedingungen angepasst haben, sind sie keine geeigneten Kandidatinnen für nährstoffreiche Blumenerde. Außerdem zählen Sukkulenten streng genommen zu den Kakteen: Sie können viel Wasser durch die Wurzeln aufnehmen und in ihren fleischigen Blättern speichern. Daher verträgt die Aloe Vera auch keine Staunässe und benötigt ein sandiges, trockenes Substrat, in dem Wasser schnell abfließen kann. Ideal ist hierfür Kakteen- oder Sukkulentenerde mit Sand-Anteil. Alternativ können Sie sich mit einer Mischung aus Zimmerpflanzenerde, Sand und Tongranulat behelfen. Eine zusätzliche Drainageschicht im Topfboden verbessert den Wasserabzug.

Aloe Vera auf einem schwarzen Beistelltisch neben einem sandfarbenen Stuhl vor einer beigen Wand mit Bild
Der ideale Standort für die Aloe Vera ist hell, aber nicht zu sonnig. Feuchtigkeit verträgt sie nicht - genauso wenig wie hohe Luftfeuchtigkeit.
© Pflanzenfreude.de

Welcher Topf ist für diese Wüstenpflanze gut geeignet?

Die Auswahl des richtigen Topfes bzw. Kübels ist bei der Aloe Vera relevanter als bei anderen Zimmerpflanzen. Die exotische Sonnenanbeterin fühlt sich am wohlsten, wenn sie nicht nass steht. Ein Pflanzgefäß aus leichtem Material wie Kunststoff sind deshalb keine gute Idee, denn sie sind nicht in der Lage, den Wasserhaushalt zu regulieren – die Feuchtigkeit bleibt im Topf und schadet den Wurzeln. Auch Modelle, die nach unten hin eng zulaufen sind für die Aloe Vera nicht geeignet, da sie besonders großen Pflanzen nicht ausreichend Stabilität bieten können.

Ideal ist ein schwerer, breiter Topf oder Kübel aus Ton oder Terrakotta. Er sollte möglichst unlackiert sein und mindestens ein Abflussloch besitzen.

Aloe Vera umtopfen: die richtige Vorbereitung

Bevor es ans Umtopfen geht, sollte die Aloe einige Tage trockenstehen und möglichst nicht gegossen werden. Wenn die Erde bzw. das Substrat trocken ist, lässt sich der Wurzelballen der Pflanze deutlich besser vom Topf lösen.

Tipp: Wenn Sie zum Umtopfen gebrauchte Töpfe verwenden wollen, sollten Sie das Gefäß mit heißem Wasser und etwas Essigreiniger desinfizieren.

Drainageschicht im Topf anlegen

Sorgen Sie für einen optimalen Wasserabfluss im Topf, damit Ihre Aloe Vera keine Staunässe und Fäulnis erleiden muss. Ideal ist deshalb ein lockeres Substrat. Je durchlässiger und gröber die Erde, desto weniger Wasser kann sie speichern und das Gießwasser sammelt sich schnell am Topfboden oder auf einem Unterteller.

Wer kein geeignetes Substrat hat, sollte eine Drainageschicht am Boden des Topfes anlegen. Sie dient als Puffer zwischen der Pflanze und dem sich ansammelnden Wasser. Hierfür können Sie eine Schicht aus Kies, Tongranulat bzw. Blähton oder Tonscherben verwenden. Auch eine Mischung aus Sand und Kies eignet sich für diese Zwecke.

Aloe Vera in Nahaufnahme
Bei stacheligen Blättern sollten Sie vor dem Umtopfen Gartenhandschuhe anziehen.
© Adobe Stock / tali aiona/EyeEm

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Aloe Vera umtopfen

  1. Bei Aloe-Vera-Arten mit stacheligen Blättern ziehen Sie sich als erstes Gartenhandschuhe an.
  2. Umgreifen Sie die Pflanze vorsichtig am Ansatz, ohne die druckempfindlichen Blätter zu zerdrücken und heben Sie sie vorsichtig aus dem alten Topf oder Kübel.
  3. Schütteln Sie den Wurzelballen etwas aus und setzen Sie die Aloe in den Topf mit der Drainageschicht und dem neuen Substrat.
  4. Füllen Sie das Pflanzgefäß mit Substrat auf und drücken Sie es vorsichtig fest.
  5. Entfernen Sie abgestorbene oder braune Blätter der Pflanze und gießen Sie sie umgetopfte Pflanze vorsichtig. Tipp: Gießen Sie nur die Erde und nicht die Blätter oder die Rosette – das kann zu Fäulnis im Pflanzeninneren führen.

Tipp: Aloe Vera vermehren

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Beim Umtopfen fallen Ihnen eventuell Ableger bzw. Seitenrosetten der Mutterpflanze auf. Diese können für die Vermehrung abgenommen und einzeln in Töpfe gepflanzt werden.

Nach dem Umtopfen: Darauf sollten Sie achten

Stellen Sie die frisch umgetopfte Pflanze in der ersten Woche an einen hellen Standort ohne direkte Sonne. So kann sich die Aloe Vera in Ruhe vom Umtopfen erholen. In den ersten Wochen nach dem Umtopfen brauchen Sie Ihre Aloe Vera übrigens nicht zu gießen. Erst nach ca. vier Wochen, wenn sie sich an das neue Substrat gewöhnt hat, können Sie ihr ein Schnapsglas voll Wasser geben. Mehr Feuchtigkeit benötigt die Aloe nicht. Tipp: Achten Sie darauf, die Blätter der Pflanze nicht mit Wasser zu benetzen – das kann schnell zu Fäulnis führen.

SCHÖNER WOHNEN-Extra-Tipp:

Übermäßiges Gießen erkennen Sie bei der Aloe Vera an braunen Flecken auf den Blättern. Sollten alle Blätter der Pflanze bereits betroffen sein, kann das Umtopfen in frisches Substrat die Rettung sein. Denken Sie daran, die Zimmerpflanze in den ersten Wochen nach dem Umtopfen nicht zu gießen.


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