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Bäume: Natürliche Schattenspender im Garten

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) mit Blüten
Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)
© Colourbox
Ein schnell wachsender Schattenspender an der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wirkt Wunder. Diese Bäume und Sträucher sind erste Wahl.

Artikelinhalt

Wenn die Sonne im Garten unbarmherzig brennt, hilft auf Dauer nur eines: Bäume als Schattenspender. Worauf Sie bereits vor dem Pflanzen achten sollten, welche Bäume und Sträucher sich besonders eignen und alle wichtigen Infos zu Wuchshöhe, Pflege und mehr erfahren Sie hier.

Vorteile von Bäumen im Garten

  • Optischer Effekt: Bäume geben der Gartenfläche Struktur
  • Luftreinigend: Bäume spenden Sauerstoff
  • Natürliche Schattenspender: Besonders Bäume mit schirmförmigen Kronen schützen vor zu viel Sonneneinstrahlung
  • Sichtschutz: Bäume verhindern ungewünschte Einblicke

Vor dem Pflanzen: Das gilt es zu beachten

Bevor Sie sich einen Baum für Ihren Garten zulegen, sollten Sie ein paar grundsätzliche Dinge beachten:

  • Pflanzenwahl: Möchten Sie einen Nadel- oder Laubbaum oder lieber einen Strauch pflanzen?
  • Wuchshöhe berücksichtigen: Die maximale Wuchshöhe und Wurzelausbreitung sollte zur Größe des verfügbaren Areals passen. Gegebenenfalls müssen Sie eine Wurzelsperre setzen.
  • Standort: Passt die Bodenbeschaffenheit und der Standort (Sonne, Halbschatten) zum gewünschten Baum?
  • Nähe zum Haus berücksichtigen: Soll der Baum zum Beispiel einer Terrasse Schatten spenden? Hierfür bietet sich ein Laubbaum an, der im Sommer vor Sonneneinstrahlung schützt und im Winter durch herabfallende Blätter mehr Licht ins Haus lässt.
  • Abstand wahren: Berücksichtigen Sie bei der Pflanzung die Grundstücksgrenzen zu Ihren Nachbarn. Wird es auch beim Nachbarn schattig? Wo landet herabfallendes Laub im Herbst?

Schnell wachsende Bäume und Sträucher

Normalerweise dauert es viele Jahre, bis ein Baum so viel Schatten wirft, dass er im Garten den Sonnenschirm ersetzt. Zum Glück gibt es auch schnell wachsende Schattenspender. Sie schießen nicht nur rasant in die Höhe, sondern sind auch günstiger als ausgewachsene Bäume. Bei uns finden Sie eine Auswahl an Laub- und Nadelbäumen sowie besonders dekorativen Blütensträuchern.

Schnell wachsende Blütensträucher

Sommerflieder
Der schön blühende Sommerflieder legt bereits in jungen Jahren ein beachtliches Wachstum an den Tag. Sie können diesen Wuchs noch fördern, indem Sie alte Blütentriebe im beginnenden Frühjahr stark zurückschneiden. So erzielen Sie größere Blüten und haben im Herbst neue Triebe von bis zu 2 Metern Länge. Ohne Rückschnitt wächst der Flieder mit seiner trichterförmigen Krone langsamer und stellt sein Wachstum bei etwa 3,50 Metern ein.
Wuchshöhe: 1,50 bis 4 Meter
Jährliche Zunahme: 50 bis 150 cm
Standortbedingungen: vollsonnig und heiß bei durchlässigem Erdboden
Blüte: ab Juli

Schmetterlingsflieder, Buddleja davidii
Sommerflieder (Buddleja davidii) mit pinken Blütenrispen.
© Adobe Stock / Pavel Sergiychuk

Schwarzer Holunder
Diese heimische Pflanze wird binnen weniger Jahre zu einem breitbuschigen Strauch mit überhängender Krone, der sowohl dekorative Blüten als auch leckere Holunderbeeren ansetzt.
Wuchshöhe: bis zu 7 Metern
Jährliche Zunahme: 70 bis 120 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten bei nährstoffreichem Lehmboden
Blüte: ab Februar/März

Forsythie (Goldglöckchen)
Dieser schnell wachsende Strauch mit stark überhängender Krone steht bereits im zeitigen Frühjahr in voller Blüte.
Wuchshöhe: 2 bis 3 Meter
Jährliche Zunahme: 30 bis 50 cm
Standortbedingungen: vollsonnig bei durchlässigem, saurem Boden
Blüte: ab Mitte März

Hecke schneiden: Blühhecken immer erst nach der Blüte
Forsythie (Forsythia × intermedia) blüht bereits zeitig im Frühjahr.
© Adobe Stock: M. Schuppich

Zierjohannisbeere
Die Zierjohannisbeere (auch Blutjohannisbeere) ist ein dekorativer Zierstrauch aus Nordamerika, der mit den hiesigen Temperaturen gut zurechtkommt und zu den beliebtesten Frühblühern zählt.
Wuchshöhe: 150 bis 250 cm
Jährliche Zunahme: 20 bis 40 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten bei durchlässigem Erdboden
Blüte: ab März

Rispenhortensie
Die schnell wachsende Rispenhortensie ist im Vergleich zu Bauernhortensien frosthart und wächst zu einem üppigen Strauch heran.
Wuchshöhe: 2 bis 4 Meter
Jährliche Zunahme: 25 bis 50 cm
Standortbedingungen: windgeschützt und sonnig, bei humusreichem Sand- oder Lehmboden
Blüte: ab Juli

Pflanzenlexikon: Rispenhortensien
Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) sind unkompliziert und wachsen schnell.
© Adobe Stock / Irina

Duftjasmin (Gewöhnlicher Pfeifenstrauch)
Der schnell wachsende Duftjasmin bietet sich sowohl als Solitär als auch in einer Hecke mit anderen Pflanzen an. Er kann bis zu drei Meter breit werden und wächst sehr buschig, weshalb Sie den Strauch nach der Blüte umgehend zurückschneiden sollten.
Wuchshöhe: 3 bis 4 Meter
Jährliche Zunahme: 30 bis 50 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten bei schwach saurem bis stark alkalischem Boden
Blüte: ab Mai/Juni

Schnell wachsende Laubbäume

Ahornblättrige Platane
Dieser Koloss möchte alle anderen überragen – und passt deshalb nur auf große Gartenflächen. Mit seiner hochgewölbten Krone, die bis zu 20 Meter breit werden kann, bietet er bereits nach kurzer Zeit genügend Schatten.
Wuchshöhe: bis zu 30 Meter
Jährliche Zunahme: 50 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten bei mäßig saurem Sand- oder Lehmboden

Trompetenbaum
Der aus Nordamerika stammende Baum sollte mit seiner dichten Krone unbedingt als Solitär stehen. Er bildet binnen kurzer Zeit eine ausladende Krone von 8 bis 12 Metern Breite.
Wuchshöhe: bis zu 18 Meter
Jährliche Zunahme: 30 bis 50 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten, windgeschützt, Lehmboden

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)
Kleiner Trompetenbaum (Catalpa bignonioides).
© Adobe Stock / stylefoto24

Blauglockenbaum
Sein Blütenreichtum hat ihn zum Trendbaum der letzten Jahre avancieren lassen: Der Blauglockenbaum hat eine runde Krone und bildet im Herbst dekorative Fruchtstände aus.
Wuchshöhe: 10 bis 15 Meter
Jährliche Zunahme: 40 bis 70 cm
Standortbedingungen: windgeschützt mit Sonne, bei saurem bis alkalischem Kalkboden

Eberesche
Bienenweide und Schattenspender zugleich: Dieser schnell wachsende, mehrstämmige Baum ist die richtige Wahl für nachhaltige Gärtner.
Wuchshöhe: bis 15 Meter
Jährliche Zunahme: 30 bis 70 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten bei mäßig trockenem Boden

Eberesche - auch Vogelbeere genannt
Eberesche (Sorbus aucuparia)
© Adobe Stock/AnnaReinert

Essigbaum
Sein feuerrotes Herbstgewand ist ein toller Blickfang im Garten. Mit der Zeit wächst der robuste Essigbaum in die Breite und stellt keine großen Ansprüche an den Boden.
Wuchshöhe: 4 bis 6 Meter
Jährliche Zunahme: 30 bis 40 cm
Standortbedingungen: viel Sonne bei mäßig feuchtem Boden

Schnell wachsende Nadelbäume

Blaue Atlaszeder
Dieser schnell wachsende Nadelbaum gedeiht nahezu überall und kann eine Breite von 6 bis 8 Metern erreichen.
Wuchshöhe: 10 bis 20 Meter
Jährliche Zunahme: 30 bis 50 cm
Standortbedingungen: sonnig, bei durchlässigem Boden

Japanische Sicheltanne
Vor dem ersten Winter sollten Sie die Sicheltanne gut einwurzeln lassen und den Wurzelbereich mit einer Laubschicht bedecken. Sicheltannen haben ähnliche Bodenansprüche wie Rhododendron, weshalb Sie sie gut zusammen pflanzen können.
Wuchshöhe: bis 20 Meter
Jährliche Zunahme: 50 bis 80 cm
Standortbedingungen: sonnig und windgeschützt, bei humusreichem, mäßig feuchtem Boden

Japanische Sicheltanne
Sicheltanne (Cryptomeria japonica)
© Adobe Stock/Daelin

Urweltmammutbaum
Für kleine Gärten ist der Urweltmammutbaum nicht geeignet, dafür wächst er schön hoch und wird nicht zu breit. Der Urweltmammutbaum ist nicht sehr anspruchsvoll.
Wuchshöhe: 35 bis 40 Meter
Jährliche Zunahme: 60 bis 100 cm
Standortbedingungen: wenig Schatten bei mäßig saurem Boden

Waldkiefer
Diese heimische Nadelbaum-Art bildet zu Beginn eine schlanke, kegelförmige Krone, die mit den Jahren schirmförmig wächst. Solange die Waldkiefer genügend Licht bekommt, ist sie sehr genügsam.
Wuchshöhe: 15 bis 30 Meter
Jährliche Zunahme: 40 bis 50 cm
Standortbedingungen: sonnig, bei durchlässigem und mäßig saurem Boden

Waldkiefer
Waldkiefer (Pinus sylvestris)
© Adobe Stock / Quatrox Production

Schattenspendende Bäume für kleine Gärten

Sie suchen nach einem kleinwüchsigen Baum, der trotzdem schnell wächst und Schatten spendet? Für kleine Gärten und Areale sind deshalb Bäume wie die Kugel-Sumpfeiche, der Kugel-Trompetenbaum oder der Kugelahorn ideal. Alle drei Bäume bilden eine kugelförmige Krone und wachsen maximal 4 Meter hoch. Somit lassen sie sich auch problemlos in Terrassennähe pflanzen. Der Kugel-Trompetenbaum gedeiht sogar im Kübel und schreckt lästige Mücken ab.

Baum als natürlicher Schattenspender – die richtige Pflege

Viele der zuvor vorgestellten Bäume sind relativ anspruchslos in ihrer Handhabung und Pflege. Wenn Sie jedoch das Wachstum Ihres Baumes noch zusätzlich beschleunigen möchten, ist eine regelmäßige Versorgung mit Wasser und Dünger notwendig.

Brennnesseljauche versorgt Ihren Baum reichlich mit Stickstoff, Kalium und Kieselsäure. Dieser natürliche Dünger ist einfach selbst herzustellen: Hierfür füllen Sie einen ca. 10 bis 15 Liter fassenden Plastikkübel (luftdicht abschließbar) zur Hälfte mit klein geschnittenen Brennnesseln. Füllen Sie den Plastikkübel mit abgestandenem Wasser (z. B. Regenwasser) auf und lassen Sie ihn etwa drei Tage abgedeckt im Schatten stehen. Jetzt können Sie die Flüssigkeit abseihen und im Mischverhältnis 1:10 verdünnt verwenden. Tipp: Die durchweichten Brennnessel-Blätter können Sie als Düngung auf Pflanzenerde geben.

Brennnesselbrühe als natürlicher Dünger
Brennnesselbrühe als natürlicher Dünger
© Adobe Stock / fotoliaanjak

Übrigens: Auch der Pflanzzeitpunkt spielt eine wichtige Rolle für das Wachstum. Die meisten Bäume kommen im Frühjahr oder Herbst in die Erde. Gehölze, die bereits im Herbst gesetzt wurden, sind im Frühling meist schon so gut verwurzelt, dass sie in aller Regel doppelt so schnell wachsen wie Bäume, die zu Beginn der warmen Jahreszeit gepflanzt wurden.

Engagierte Gärtner:innen können ihrem Baum zu einem kompakteren Wuchs verhelfen, indem sie ihn regelmäßig in Form schneiden. So kann auch die Breite der Krone sukzessive an die Gegebenheiten des Garten-Areals angepasst werden.

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