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Gemüse anpflanzen: So klappt's mit dem Gemüseanbau

Wer gern weiß, was er isst, hat guten Grund, sein Gemüse selbst anzubauen. Damit’s gelingt, sollte man einen Plan haben.
Gemüsebeet, Selbstversorger-Garten

Sein eigenes Obst und Gemüse anbauen ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Probieren Sie es ruhig mal aus.

In diesem Artikel
Standort zum Anpflanzen des Gemüses checken
Gute Nachbarn zusammenbringen
Boden locker machen
Die Mischung macht's
Praktische Tipps für zahlreiche Gemüse

Standort zum Anpflanzen des Gemüses checken

Den Anfang macht eine Bestandsaufnahme. Inspizieren Sie den fürs Gemüse vorgesehenen Platz im Garten ganz genau. Wie groß ist die Fläche? Wie viele etwa 1,20 Meter breite Beete plus Wege hätten dort Platz? Wie ist der Boden beschaffen? Wie viel Sonne kommt dort an? Schattige Lagen sind nicht geeignet. Die meisten Gemüsesorten brauchen viel Sonne, um zu gedeihen. Danach kann’s an die Wunschliste gehen: Welches Gemüse würden Sie gern ernten? Anhand der Liste können Sie prüfen, ob die Pflanzen zum Standort passen, wie viele Sie unterbringen können und ob die zu erwartende Ernte wohl den Mengen entspricht, die Sie wirklich brauchen.

Grünes Gemüse in einem Hochbeet.
Hochbeete sind wahre Wunderkisten. Ob auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten: Sie liefern selbst gezogenes Obst, Gemüse und ein paar Blumen, alles auf hohem Niveau. Wir geben Tipps zum Anlegen, Bepflanzen und Pflegen.

Gute Nachbarn zusammenbringen

Nicht jedes Gemüse fühlt sich neben jedem anderen wohl. Um Nahrungskonkurrenz und Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, pflanzt man besser unterschiedliche Pflanzenfamilien zusammen. Das heißt: nicht Petersilie neben Möhren pflanzen, denn beide sind Doldenblütler. Das ist auch ein Grund, warum sich in Bauerngärten Sommerblumen und Gemüse oft so erfolgreich ein Beet teilen. Gute Nachbarn sind etwa Möhren und Tagetes. Sie machen sich keine Konkurrenz, und die Blumen schützen das Gemüse auch noch vor Fadenwürmern. Beispiele für gute Nachbarschaften findet man zum Beispiel unter Mischkultur beim Gemüseanbau: Welche Pflanzen passen zusammen? vom NDR.

Boden locker machen

Um zu gedeihen, brauchen die meisten Gemüse gut durchlüfteten, nährstoffreichen Boden. Am besten beginnt man gleich nach der letzten Ernte, spätestens aber im Februar oder März, ihn aufzulockern und ausreichend mit Kompost und Dünger anzureichern. Tonige, lehmige Böden werden zusätzlich durch Zugabe von Sand wasserdurchlässiger. Sandige verbessert man mit Kompost und Gesteinsmehl. Umgraben ist nur sinnvoll, wenn man eine bisher unbearbeitete Fläche fürs Gemüse herrichtet und den Boden von wuchernden Unkräutern wie Giersch, Winden und Quecken befreien muss. Das dann möglichst im Herbst, damit das Bodenleben regenerieren kann.

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Keinen grünen Daumen? Mit den Indoor-Gewächshäusern "Connected Kitchens Gardens" werden Küchenkräuter und Salate automatisch gewässert und mit Licht versorgt.

Die Mischung macht's

Ab Frühlingsbeginn kann man kälteunempfindliches Gemüse (z. B. Möhren, Radieschen, Erbsen) im Freien aussäen, kälteempfindliches (z. B. Bohnen) erst ab Mitte Mai. Die Aussaatzeiten findet man auf den Saatguttütchen. Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten oder Paprika zieht man auf der Fensterbank vor. Damit der Boden nicht auslaugt, sollte man auf eine Fruchtfolge achten, das heißt, in aufeinanderfolgenden Jahren wechseln Starkzehrer (z. B. viele Kohlarten und Kartoffeln), Mittelzehrer (z. B. Zwiebeln, Spinat) und Schwachzehrer (z. B. Kopfsalat, Kräuter) die Plätze. Fruchtfolge-Vorschläge gibt’s unter www.meine-ernte.de.

Praktische Tipps für zahlreiche Gemüse

  • Rote Bete ist robust, mag humose Böden, viel Sonne – und Bohnen, Zwiebeln, Gurken oder Dill als Beetnachbarn. Aussaat April bis Juni
  • Gurken brauchen viel Platz, nährstoffreichen Boden und immer ausreichend Wasser. Am besten drinnen vorziehen oder gekaufte Pflänzchen ab Ende Mai ins Beet setzen. Echter Lorbeer als Mitbewohner hält Schädlinge fern
  • Tomaten aus Samen zu ziehen ist was für Geduldige. Einfacher geht’s mit Setzlingen aus der Gärtnerei
  • Radieschen benötigen nur 4-6 Wochen Wachstumszeit. Also gerne immer wieder nachsäen. Sie mögen es sonnig bis halbschattig und wachsen besonders gut in einer humosen, durchlässigen, leicht feuchten Erde
  • Kartoffeln pflanzen: Bio- oder spezielle Pflanzkartoffeln als "Mutterknollen" mit zwei Handbreit Abstand in die Erde drücken und diese immer gut feucht halten (Staunässe vermeiden!). Nach gut drei Monaten ernten – und genießen
  • Mangold: Die Pflanzen lieben nahrhaftes Substrat und sonnige bis halbschattige Standorte, Erntezeit ist von Juli bis Oktober
  • Paprika: Mag es warm und geschützt. Die Pflanzen stehen gerne an der Hauswand, die die Sonnenwärme speichert und abends wieder abgibt. Wichtig sind ein Stützstab, nahrhafte Erde und viel Wasser, aber keine Staunässe.

Als unkompliziert beim Anbau gelten unter anderem auch: Kohlrabi, Zuckerschoten, Rhabarber, Zucchini, Spinat, Zwiebeln, Kürbis, Feldsalat und Rucola.

Zucchini
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